Monatsarchiv für Oktober 2008

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Radierer al dente

Freitag, 31. Oktober 2008

Bestens aufgehoben beim Doktor BEST sind all diejenigen, die nicht nur auf dem Papier radieren möchten, sondern zur Abwechslung auch mal auf den Zähnen, und wer gerne auf dem Bleistift kaut und sich dabei beherzt bis zur Mine vorbeißt, wird nun endlich die wenig attraktiven Graphitreste auf den Kauwerkzeugen los.

Die neue Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern

Die neue Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern

Die rettende Lösung kommt aus des Doktors wissenschaftlichem Labor: Jede einzelne Borste der neuen Zahnbürste Dr. BEST „White & Shine” enthält einen elastischen Radier­kern, der (so der Verpackungstext) „sanft die Beläge von der Zahnoberfläche” entfernt. Natürlich hat das pflegende Instrument mit Kugelgelenk und Spezial-Federung noch einiges mehr zu bieten, doch der Radierkern ist zweifellos das beeindruckenste Leistungsmerk­mal. Und wie machen sich die kernigen Radierer des knapp 2,50 Euro teuren Hygiene­helfers in der Praxis?

Da ich mir gerade die Zähne geputzt habe (noch ohne Radierkern-Unterstützung), muss eine unbenutzte Prothese herhalten, um den Radierkernen auf den Zahn zu fühlen. Mit Stiften bis an die Zähne bewaffnet, habe ich mich für den (mit 24 cm übrigens über­langen) Universalschreiber LYRA Orlow CELLUGRAPH 1174 entschieden, um dem Zahn­ersatz ein paar kräftige Graphitspuren zu verpassen. Dieser außergewöhnliche Stift ist laut Hersteller „geeignet für Markierungen auf allen glatten Oberflächen” und damit das für die­sen Zweck ideale Utensil. – Mein Vorhaben, den Test fotografisch zu dokumentieren, habe ich aus ästhetischen Gründen verworfen.

Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern, LYRA Orlow CELLUGRAPH 1174

Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern, LYRA Orlow CELLUGRAPH 1174

Um das Ergebnis des Experiments nicht zu verfälschen, verzichte ich auf die Zugabe von Zahncreme. Der gummierte, noppenverstärkte Griff gibt mir den nötigen Halt, um die ku­gelgelenkten, spezialgefederten Borsten mit Radierkern kraftvoll an- und dem Graphit zu­zusetzen.

Das Resultat kann sich sehen lassen – eine gründliche Bestleistung, und da beim täglichen Zahngebürste außerdem die Creme hilft, sollte das allmorgendliche und -abendliche Radier­ergebnis noch besser ausfallen. Meine Empfehlung: Zubeißen Zugreifen!

Bürot

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Bürot

Umgenutzt statt ungenutzt

Dienstag, 28. Oktober 2008

Manche Dinge bergen Besonderheiten, die sich nur denen erschließen, die unkonventionell vorgehen – so auch in diesem Fall.

Milch-Kartusche für die Kaffeemaschine Douwe Egberts Cafitesse 60 (leer)

Links: Die Milch-Kartusche für die Kaffeemaschine Douwe Egberts Cafitesse 60 (leer)

Mein kreativer Kollege A. hat herausgefunden (über die Umstände möchte ich hier nicht spekulieren), dass sich das Ventil der Milch-Kartusche für die Kaffeemaschine Douwe Eg­berts Cafitesse 60, hat man es vom Rest gelöst und gereinigt, hervorragend als unterhalt­same Tröte nutzen lässt (Hörprobe). Bemerkenswert ist, dass man nicht wie gewohnt in die Tröte blasen, sondern am dunkelgrünen Ende saugen muss, um ihr diesen lustigen Ton zu entlocken.

Entfernt man die schräge, lediglich aufgesteckte Spitze und kürzt die Tröte, ist sie ta­schenfreundlich und leichter handhabbar.

Ventil der Milch-Kartusche für die Kaffeemaschine Douwe Egberts Cafitesse 60 (gekürzt)

Ventil der Milch-Kartusche für die Kaffeemaschine Douwe Egberts Cafitesse 60 (gekürzt)

Mein Kompliment für die gelungene Umnutzung eines Teils, das meist unbeachtet und vor allem ungehört in den Müll wandert!

Gegensätze in Graphit

Montag, 27. Oktober 2008

Zwei nicht alltägliche Bleistifte und ein Kontrast, wie er größer wohl kaum sein könnte: Der Druckbleistift Pentel PG2-AD und der holzgefasste Bleistift Mitsubishi 10B.

Gegensätze in Graphit

Während der Pentel mit Minen arbeitet, die mit 0,2 mm noch nicht einmal doppelt so dick sind wie ein menschliches Haar, verfügt der Mitusbishi über einen vier Millimeter starken Graphitkern der Härte 10B. Das sanfte Gleiten dieser außergewöhnlich weichen Mine auf dem Papier sorgte sicher auch für den Namen dieses ausgefallenen Bleistifts: ふでえんぴつ, „fude-enpitsu”, was sich mit „Schreibpinsel-Bleistift” übersetzen lässt und an den ebenso weichen Pinselstrich erinnert.

Gegensätze in Graphit

Beide Schreibgeräte sind auf ihre Art etwas ganz Besonderes und zeigen einmal mehr den vielseitigen Einsatz jenes Materials, das man zuerst um 1564 in einer Grube bei Borrowdale in der englischen Grafschaft Cumberland entdeckt hat.

Vielen Dank an isu von the uncomfortable chair für den hervorragenden Mitsubishi 10B!

Stille Beobachter (12)

Sonntag, 26. Oktober 2008

Schaltschrank in Rüsselsheim-Bauschheim

Der stille Beobachter von heute guckt recht müde. Ob es an der Zeitumstellung liegt?

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Wundersame Welt der Waren (10)

Samstag, 25. Oktober 2008

Hin und wieder bin ich meinem Lieblingsdiscounter untreu und streune dann auch mal durch die schmucklosen Gänge des nord-süd-geteilten Mitbewerbers, um interessante Dinge zu entdecken oder – wie gestern – attraktive Angebote wahrzunehmen.

Kunststoffpflegetücher

Bei der Vorbereitung auf den drohenden bevorstehenden Termin zur alle zwei Jahre fälligen technischen Überprüfung meines ausdauernden Fahrzeugs kamen mir die für 1,99 Euro offerierten Kunststoffpflegetücher für Armaturen und Zierleisten sehr genehm, möchte ich doch vor den Prüfenden (und nicht nur dort) einen glänzenden Auftritt hinlegen. (Das Cockpit-Spray mit Neuwagenduft hingegen werde ich diesmal nur sehr zurückhaltend einsetzen, um nicht durch allzu dickes Auftragen unbegründeten Verdacht zu erregen).

Kunststoffpflegetücher

Als Bedienungsanleitungs-Gernleser habe ich zunächst den Verpackungstext studiert und mich dabei über einen Hinweis sehr gewundert: Nicht für die persönliche Hygiene verwenden. Auch als überzeugter Umnutzer wäre ich nicht auf die Idee bekommen, die Tücher für diesen Zweck einzusetzen, aber das heißt vielleicht nur, dass ich nicht zur Zielgruppe dieses Hinweises gehöre oder nicht dem entspreche, was der Hersteller dieses Produkts als seinen typischen Kunden sieht – dies jedoch würde mir ein gutes Gefühl geben.

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Ich bin bereit!

Freitag, 24. Oktober 2008

Liebe Deutsche Nationalbibliothek, die Netzpublikation „Spiegel Online” hat mich gestern darüber informiert, dass Sie das deutsche Internet kopieren möchten. Ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass ich bereits fast alle Vorkehrungen für den Fall getroffen habe, dass die Ihrem Vorhaben zugrunde liegende Verordnung der Bundesregierung in Kürze auch Blogger verpflichten sollte, Kopien ihrer Werke abzuliefern.

Ich bin bereit!

Links im Bild: Der Schraub-Klemmstift 2540 von A. W. Faber aus dem Jahr 1957

Als ein in der Generation Web 0.9 verwurzelter Internetbenutzer geht mir jedoch die Be­dienung des Internets nach wie vor nicht so leicht von der Hand, und so bevorzuge ich die Einreichung meines vielseitigen Angebots in bewährter Papierform (Standardformat DIN A4, 80 g/m2, vierfach gelocht sowie einseitig bedruckt). Ich hoffe, auch damit den we­sentlichen formalen Ansprüchen zu genügen und sehe nun dem Stichtag sowohl sehr ge­lassen als auch mit großer Vorfreude entgegen.

Hochachtungsvoll,

Ihr Lexikaliker
(nach Diktat verreist)

Stille Beobachter (11)

Donnerstag, 16. Oktober 2008

(zum Enträtseln anklicken)

Dieser stille Beobachter ist nicht ganz glücklich: Obwohl er überall hin mitfahren darf, sieht er meist nur das Innere des Autodachs – aber oft noch nicht einmal das, weil ihm ein Kissen und ein kleiner Mitreisender die Aussicht versperren.

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