In letzter Sekunde Original und Kopie (6) 

Graphitöne

Noch nie war es so einfach wie heute, mit einem Bleistift Krach, ja sogar Musik zu machen, denn jetzt gibt es den von Jay Silver erdachten „Drawdio”. Diese kleine Schaltung, die im Wesentlichen einen analogen Synthesizer darstellt, nutzt die Leitfähigkeit des Graphits und des Körpers, um bemerkenswerte Töne zu erzeugen und über einen Miniatur-Lautsprecher abzugeben.

Graphitöne

Der Bausatz (zum Vergrößern anklicken)

Die Komponenten des bei Adafruit Industries für 19,50 US-Dollar erhältlichen Bausatzes sind schnell verlötet und werden zusammen mit einer AAA-Batterie an einem möglichst weichen Bleistift angebracht.

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (leicht abgewandelt)

Ein paar Striche aufs Papier, einen Finger der anderen Hand darauf, um den Stromkreis zu schileßen, und los geht’s:

Unable to show flash video

Mein „Drawdio” hat im Film (und nur dort) leider einen etwas anderen, leicht ratternden und lästigen Ton. Wie es dazu kam, weiß ich nicht, und reproduzieren konnte ich ihn auch nicht. Liegt es vielleicht am Draht, den ich anstelle der selbstklebenden Kupferfolie ver­wendet habe? (Letztere habe ich ungeschickterweise unbrauchbar gemacht.)

Natürlich ist der kleine elektronische Krachmacher, dessen lustiger Name sich aus der Kombination von „draw” und „audio” ableitet, nicht auf den Einsatz mit einem Bleistift be­schränkt – wer gerne experimentiert, wird sicher schnell zahlreiche andere Möglichkeiten finden, um sich und sein Umfeld mit interessanten Geräuschen zu nerven unterhalten.

Nachtrag 1: Der ratternde Ton, der doch zu sehr an den Bohrer eines Zahnarztes er­innert, hat mich zu einem neuen Anlauf angeregt. Diesmal ist der Bleistift weicher (6B statt 4B) und der Kontakt zur Mine besser (Schraube statt Reißzwecke); darüber hinaus ist der verwendete Draht nun silberbeschichtet.

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (zweite Variante)

Das Ergebnis:

Unable to show flash video

Nachtrag 2:

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (dritte Variante)

6 Kommentare zu „Graphitöne”

  1. jay

    Hey! The Dr. Seuss Tree/Flower you draw has a lot of variety in shape and visual form — it’s a good way to demo the pencil. Now the sounds coming out of the pencil almost sound aliased. I find it strange. Ladyada has said that a wire can cause the sound to be different than the copper tape. I haven’t experimented with a wire myself because I have lots of tape around. Interesting Drawdio’ing.

  2. Stephen

    Will different pencils, possibly having different conductivity properties, make different sounds?

  3. Lexikaliker

    Jay and Stephen, thank you for your comments.

    I was also suprised by the differences between the sounds of the Drawdios shown on the web and mine; of course the resistance of the skin is important as well (I have moistened my finger tips for both videos since I have a dry skin). – I am not familiar with the works of Dr. Seuss so I had to look for his drawings. The doodles in the videos are almost identical to those I sometimes draw while talking on the telephone …

    The differences of the pencils lead resistances are very impressive – it motivates me to take some measurings too.

    I will get some copper tape soon so I will make a third attempt in a few days.

  4. Crayosicien | davidbosman.fr

    […] J’ai pas toutrien compris, mais le résultat est original. […]

  5. informatique Grenoble

    video N2 sounds like Goldorak attack !

    lol

    Sebastien

  6. Lexikaliker

    Indeed! It’s remarkably similar :-)

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Ich versuche, auf alle Kommentare einzugehen, und sei es auch nur, um Danke zu sagen.