Monatsarchiv für Juni 2009

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Basteln mit dem Lexikaliker (6)

Dienstag, 30. Juni 2009

Die praxistaugliche und ästhetisch befriedigende Organisation der Bleistifte nicht nur auf dem Schreibtisch ist immer wieder eine große Herausforderung, der ich mich heute erneut stellen möchte. Wie üblich, geht es bei den hier gezeigten Basteleien weder um die publikumswirksame Präsentation exotischer Kenntnisse noch um den virtuosen Umgang mit ebensolchen Werkzeugen – alles, was wir brauchen, findet sich in jedem gut sortierten Bastelhaushalt oder lässt sich günstig erstehen.

Pro Bleistift benötigen wir etwa 25 mm Weich-PVC-Schlauch mit einem Innendurchmesser von 8 mm (z. B. Reste des Spitzenschützers) und einen runden Neodym-Magneten, der in diesen Schlauch passt (3 mm dicke Ausführungen gibt es bereits für gut 30 Euro-Cent).

Bleistift-Haltehülse

Der Zusammenbau geht rasch und einfach von der Hand: Magnet in den Schlauch stecken, so dass er bündig abschließt, und mit etwas Klebstoff fixieren. Fertig!

Bleistift-Haltehülse

Mit einer solchen Haltehülse versehen lässt sich ein Bleistift an Orten und in Positionen unter- und anbringen, die vorher undenkbar waren: Senkrecht mit der Spitze nach oben auf einer metallischen Unterlage am Tisch, hängend mit der Spitze nach unten an einem Arm der Schreibtischlampe – der Phantasie sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Wer mag, nimmt ein längeres Stück des Schlauchs, kombiniert Spitzenschützer und Haltehülse und bekommt so ein weiteres nützliches und im Handel wohl nicht erhältliches Zubehör.

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Rosige Zeiten

Montag, 29. Juni 2009

Beim Blick auf die in Japan angebotenen Bleistift-Verlängerer überrascht die Vielfalt. Neben technisch-funktionellen aus Metall, farbenfrohen aus Zelluloid, luxuriösen mit Kappen und zahlreichen einfachen, aber nicht minder interessanten Varianten erfreut dieses hochwer­tige Exemplar die Sinne derjenigen, deren kurzgeschriebene Bleistifte sich der Benutzung durch die unbewaffnete Hand entziehen.

Bleistift-Verlängerer aus Rosenholz

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Der in einem schlichten, hellbraunen Karton ohne Kennzeichnung verpackte Verlängerer wurde von Atsushi Nagata aus Rosenholz, einer südamerikanischen Palisanderart, gefertigt. Das nützliche Utensil ist gut 11 cm lang, wiegt knapp 12 g und hat eine glatte Oberfläche; die Verarbeitung ist sehr gut.

Bleistift-Verlängerer aus Rosenholz

Das zweiteilige, sauber eingebrachte Klemmstück mit vier Backen, dessen 21 mm lange Griffzone leicht gerändelt und 11 mm dick ist, hält Bleistifte mit Durchmessern zwischen 7 und 8 mm sehr zuverlässig und hinterlässt dabei nur geringe Spuren am Schaft des Stiftes. Bis zu 104 mm des Bleistifts finden Platz im Innern des Verlängerers, doch selbst ein Stummel mit einer Länge von 12 mm (exklusive Spitze) wird noch sicher gehalten.

Bleistift-Verlängerer aus Rosenholz

Sein Gebrauchswert und das unkonventionelle Design machen diesen Verlängerer zu einem gleichermaßen nützlichen wie attraktiven Bleistift-Zubehör, das sowohl in der Hand als auch auf dem Schreibtisch zu überzeugen vermag.

Bleistift-Verlängerer aus Rosenholz

Der Verlängerer ist bei Bundoki erhältlich und kostet 4200 Yen (zur Zeit etwa 31 Euro). – Über zahlreiche weitere Produkte des Herstellers Atsushi Nagata und seines Unternehmens SETSU informiert sein reich bebildertes Weblog.

Bleistift-Verlängerer aus Rosenholz

Abwrackprämie

Sonntag, 28. Juni 2009

Matchbox Dodge Wreck Truck

Matchbox Series № 13, Dodge Wreck Truck, Made in England by Lesney

Reife Leistung

Donnerstag, 25. Juni 2009

Von all den Bleistiften, die ich in den letzten Tagen schlauchgeschützt und kurbelgespitzt mit mir geführt und benutzt habe, hat es mir der „No. 9800″ des japanischen Herstellers Mitsubishi/uni besonders angetan.

Mitsubishi 9800

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die Rückseite der Faltschachtel informiert:

Largest Production Quantity in the World
No other pencil in the world is produced in such a large quantity as this. This is proof that the versatile Mitsubishi No. 9800 pencil is used by a great many people around the world.

Features
It has a specially processed smooth lead which leaves clear marks. Mitsubishi No. 9800 is the best pencil either for writing or for drafting.

Vergleichende Zahlen zu Produktion und Verbreitungsgrad des 9800 liegen mir nicht vor und „specially processed” sagt mir leider gar nichts, doch seine sehr hohe Qualität kann ich bestätigen: Material und Verarbeitung sind wirklich hervorragend, ebenso die Abgabe, die Schwärzung und die Radierbarkeit – der 9800 ist einfach klasse.

Mitsubishi 9800

Aber es sind nicht in erster Linie seine Qualität und seine Gebrauchseigenschaften, die den 9800 in meinen Augen so ansprechend machen, sondern seine Gestaltung, die wohl ganz bewusst altmodisch gehalten wurde. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bleistiften aus aktueller Produktion kommt der in sehr dunklem Grün lackierte 9800 ohne Strichcode und EAN, was die goldfarbene und weiße Bedruckung insgesamt wohltuend aufgeräumt und auch vornehm wirken lässt; allein der Zusatz „GENERAL WRITING” wirkt nicht so passend (”MASTER WRITING” gibt es übrigens auch).

Mitsubishi 9800

Die Typografie empfinde ich als gelungen und geschmackvoll, wobei der gebogene Hinweis auf das Gründungsjahr des Unternehmens und das in Schreibschrift ausgeführte „Matured” wohlüberlegte und gekonnte Akzente darstellen. Bei letzterem bin ich übrigens ganz der ideale Konsument: Ich habe überhaupt keine Ahnung, was „Matured” in diesem Kontext bedeuten soll, finde es aber prima ;-)

Mitsubishi 9800

An dem der Schreibspitze abgewandten Ende des 9800 wartet eine kleine Besonderheit, und zwar eine schwarze, flach abgerundete und sorgfältig angebrachte Kunststoffkappe mit weiß aufgedrucktem Härtegrad; diese erleichtert die Identifizierung des Stifts.

Mitsubishi 9800

Der in sechs Härtegraden von 2H bis 2B angebotene Mitsubishi 9800 kostet im Dutzend 504 Yen (zur Zeit etwa 3,75 Euro) und ist damit zudem sehr preiswert.

Nachtrag vom 26.9.11: Hier heißt es, der 9800 hätte nun einen Strichcode. Schade!

Stufen

Dienstag, 23. Juni 2009

Treppe im Bauhaus Dessau

Treppe im Bauhaus Dessau (zum Vergrößern anklicken)

Spitzenschützer

Montag, 22. Juni 2009

Schützende Kappen für die frischen Spitzen unserer Lieblings-Schreiber sind nicht selten schwer zu bekommen, halten meist nur auf Bleistiften mit einem bestimmten Durchmesser zuverlässig, haben gern ein unmögliches Design, beherbergen zuweilen sogar einen wenig überzeugenden Spitzer oder sind mitunter einfach nur zu teuer – das ist kein Zustand.

Rasche Abhilfe schafft da der Griff zum PVC-Schlauch, der in Baumärkten (ich schätze das Bauhaus sehr) als Meterware feilgeboten wird und mit einem Innendurchmesser von 8 Millimetern für unsere Anwendung geradezu prädestiniert ist. Bei dem günstigen Preis (im Bauhaus nur 85 Euro-Cent für einen Meter der transparenten Ausführung) kann man sich den Schlauch ruhig großzügig ablängen lassen und so einen ordentlichen Vorrat anlegen. Zuhause reicht dann ein scharfes Schneidwerkzeug, um das Material in einsatzfertige Stücke zu zerteilen; 50 mm pro Stift haben sich bei mir als praxistaugliche Länge erwiesen.

Spitzenschützer

Von oben: Caran d'Ache Technograph 777, Mitsubishi/uni 4563, California Republic Palomino

Die geringfügige Restkrümmung der duktilen, auf Rollen vorgehaltenen Schlauchware ist vielleicht optisch, nicht jedoch im Gebrauch von Nachteil, sorgt sie doch für einen etwas besseren Kraftschluss und damit für sicheren Halt auch auf solchen Blei- und Farbstiften, deren Durchmesser unter dem Standard liegt. – Während dieses preiswerte Zubehör ganz nebenbei auch noch die Hemdtasche schont, wäre ich mit der Lagerung im aufgesteckten Zustand indes sehr vorsichtig, da der Weichmacher im PVC mit dem Lack des Stifts eine schwer und nicht ohne Schäden lösbare Verbindung eingehen könnte.

Übrigens: Der äußerst günstige Preis von 4,25 Euro-Cent pro 50-mm-Schützer (exklusive der Fahrtkosten zum Baumarkt) erlaubt auch seinen Einsatz als Verpackungsmaterial, und der nächstdickere PVC-Schlauch mit 10 mm Innenmaß bietet ebenfalls Potential für kreative Tätigkeiten rund um das holzgefasste Graphit. – Wer mag, zieht einen Spaltring oder eine Schlaufe durch ein vorher gelochtes Ende des Spitzenschützers und bekommt so einen anhänglichen Bleistift.

Oink!

Samstag, 20. Juni 2009

Im März vergangenen Jahres trat hier ein Glücksschweinchen im Rahmen der Rüsselsheimer Stadtmusikanten auf. Es wurde Ende 2007 in einer Mainzer Filiale des Kaffeerösters Tchibo geboren erworben und ist bereits lange ausverkauft.

Glücksschweinchen von Tchibo

(zum Vergrößern anklicken)

Eine Leserin meines Weblogs ist auf der Suche nach einem solchen Glücksschweinchen und hat mich angeschrieben, doch da das gezeigte weder meines noch verkäuflich ist, möchte ich mich hilfesuchend an meine geschätzte Leserschaft wenden. Wer hat noch eines dieser knuffigen Tchibo-Schweinchen und würde es verkaufen? Über eine Nachricht mit einem Angebot oder einem sachdienlichen Hinweis an die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse freuen sich sowohl die suchende Leserin als auch ich. Danke!

Bleistift-Blödeleien

Freitag, 19. Juni 2009

Zum „Casual Friday” eine kleine Albernheit: Ein selbstgeschnitzter Mauszeiger in Form eines Bleistiftstummels.

Nachher Nachher
Vorher Nachher

Den mit dem kostenlosen RealWorld Cursor Editor auf die Schnelle zusammengepixelten Zeiger im .cur-Format für Windows XP und neuer gibt es hier zum Download; das Pendant mit analoger Uhr für die Anzeige während hintergründiger Tätigkeiten des Betriebssystems wartet dort.

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