Monatsarchiv für Juli 2009

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Die Wikinger kommen!

Mittwoch, 15. Juli 2009

Mit einigen Dingen aus seiner Heimat überraschte mich kürzlich Henrik aus Dänemark; auch dabei die Bleistifte „Skoleblyant 029″ und „Skjoldungen 400″ von Viking.

Die Wikinger kommen!

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Viking, von 1914 bis 1972 dänischer Hersteller und Inbegriff des dänischen Bleistifts, ge­hört inzwischen zur Esselte-Gruppe. Da die dortigen Werke geschlossen wurden, gehe ich davon aus, dass diese Bleistifte außerhalb Dänemarks produziert werden; die sehr ausführ­lich, aber nur in Dänisch beschrifteten Faltkartons machen dazu keine Angaben. – Wie die Tabelle auf der Rückseite des Kartons informiert, gibt es mit dem „Gorm” und dem „Rollo 1000″ zwei weitere Bleistifte von Viking; letzterer bietet mit 10 Härtegraden die größte Auswahl.

Die Wikinger kommen!

Viking Skoleblyant 029

Die Kennzeichnung der Bleistifte ist knapp und umfasst den Namen des Herstellers, dessen Sinnbild, die Modellbezeichnung und den Härtegrad; der wohl nach einem Ort in Grönland benannte „Skjoldungen” trägt zusätzlich diesen Namen. Ein Strichcode oder ähnliches fehlt.

Die Wikinger kommen!

Viking Skjoldungen 400

Ungewöhnlich sind die unterschiedlichen Schriftarten nicht nur für den Härtegrad beim „Skjoldungen”, sondern auch die für den Namenszug des Herstellers im Vergleich der Stifte untereinander; zudem weichen die Wikingerschiffe in ihrer Gestaltung deutlich voneinander ab. Man könnte meinen, zwischen beiden habe eine Änderung des Designs stattgefunden.

Die Wikinger kommen!

Wirken beide Stifte zunächst einfach ausgeführt, so zeigt doch der nähere Blick ein paar nicht alltägliche Details. Die Farbe des Folieprägedrucks wurde an die des Lacks angepasst, denn beim pastellgelben „Skoleblyant” („Schulbleistift”) ist er gold- und beim dunkelroten „Skjoldungen” silberfarben. Letzterer hat zudem eine sehr kurze, schwarze Tauchkappe, während das Ende des „Skoleblyant” werkseitig konisch gestutzt ist.

Die Wikinger kommen!

Das Holz der beiden Stifte lässt sich gut spitzen, sowohl im Hand- als auch im Kurbelspitzer (rechts in den Bildern das Ergebnis des DE-100). Um welche Holzart es sich handelt, kann ich nicht sagen, doch angesichts der Maserung und des Geruchs schließe ich Zeder aus.

Die Wikinger kommen!

Die Minen sind vielleicht etwas rauh und nicht ganz so bruchstabil (ohne dabei empfindlich zu sein), haben aber eine gute, saubere Abgabe, und so sind der „Skoleblyant 029″ als auch der geringfügig weichere „Skjoldungen 400″ gute Alltags-Bleistifte.

Die Wikinger kommen!

Vielen Dank an Henrik für diese Bleistifte!

Schubfachfund

Dienstag, 14. Juli 2009

Hin und wieder tauchen bei mir merkwürdige Dinge auf, so z. B. dieses Kunststoff-Teil.

Schubfachfund

Es ist 39 mm lang, 27 mm breit, knapp 10 mm hoch und könnte ein Stifthalter sein, aber ist es wirklich einer? An den Seitenflächen finden sich die Kennzeichnungen „©MPG” sowie „28-61″, doch das hilft mir nicht weiter. Die Rückseite ist glatt und mag der Befestigung mittels eines Stückes doppelseitigen Klebebandes dienen.

Schubfachfund

Kann meine geschätzte Leserschaft etwas zu diesem Ding sagen? Ich freue mich über jeden sachdienlichen Hinweis.

Schwarzer Elefant

Montag, 13. Juli 2009

Bereits einige Male waren die intelligenten und gedächtnisstarken Rüsseltiere hier zu Gast, so z. B. fehlerkorrigierend, schattenspendend und sogar mit kulturellem Auftrag. Der Dickhäuter, der heute seinen Auftritt hat, überrascht durch seine untypische Größe und ebensolche Farbe, denn er ist klein und schwarz, aber auf seine Art nicht weniger stark als seine großen Artgenossen.

Schwarzer Elefant

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Mit einem Durchmesser von 10,9 mm und einer 6,25 mm (!) dicken Mine richtete sich der sechsflächige, naturbelassene STAEDTLER „Kiddi Black Elefant”, der nicht mehr offiziell im Handel erhältlich ist, sicher hauptsächlich an jüngere Nutzer.

Schwarzer Elefant

Das Schwergewicht war naturbelassen und als Graphit-Variante in mindestens zwei Härten, nämlich HB und 2B, sowie als Farbstift unter den Namen „Kiddi Elefant” im Sortiment des traditionsreichen Herstellers vertreten. Welche Ausführungen es außerdem gab und wann der Stift angeboten wurde, kann ich nicht sagen; meine Exemplare stammen aus einer Restekiste.

Schwarzer Elefant

Vorne: Der braune Farbstift aus der „Kiddi Elefant”-Reihe

Wie die Registerauskunft des Deutschen Patent- und Markenamtes informiert, wurde die Wortmarke „Elefant” bereits 1957 auf die J. S. Staedtler GmbH & Co. KG eingetragen. Dies lässt vermuten, dass es schon vorher Schreibgeräte mit dem Namen und wohl auch der elegant vereinfachten Darstellung des Dickhäuters gab.

Schwarzer Elefant

Links: Der braune Farbstift aus der „Kiddi Elefant”-Reihe

Der „Black Elefant” macht seinem Namen alle Ehre, denn er ist schwarz und stark. Seine weiche, saubere Abgabe und die hervorragende Schwärzung bereiten große Freude, und hier stört es mich gar nicht, dass sein Äußeres wie das aller anderen unbehandelten, holzgefassten Stifte schnell unansehnlich wird – zeigt dies doch, dass er richtig benutzt wurde.

Schwarzer Elefant

Leider hat der „Kiddi Black Elefant” bis heute keinen Nachfolger, und so ist der dreiflächige „Super FERBY Graphit” von LYRA mit ebenso dicker Mine im Härtegrad B, aber nicht ganz so starker Schwärzung der einzige Bleistift dieser Art auf dem deutschen Markt.

Schwarzer Elefant

Dieser Elefant aus dem Mäppchen des 7-jährigen D. hat sich die Schulferien wohl mehr als verdient.

Ampfel

Montag, 13. Juli 2009

Ampfel

Alte Schule

Samstag, 11. Juli 2009

Bereits vor einiger Zeit beim Fischen in der Elektrobucht im Netz hängen geblieben: Der Fallminenstift 612 von Eberhard Faber nebst einigem Zubehör.

Alte Schule

Fallminenstift Eberhard Faber 612, Kunststoffbox Eberhard Faber No. 0369 „Dem braven Kinde”

Der aus goldgelb glänzendem Leichtmetall gefertigte Fallminenstift mit dem sehr geringen Gewicht von noch nicht einmal 7 Gramm, den üblichen Maßen und der bewährten Technik kam in einer Kunststoffbox mit transparentem Deckel, die den Eindruck macht, als würde sie eine Belohnung beherbergen, denn neben „EBERHARD FABER No. 0369″ trägt sie den Schriftzug „Dem braven Kinde”. – Ob Box und Stift zusammen verkauft wurden, habe ich noch nicht herausfinden können, ebenso wenig das genaue Alter, das ich auf 40 bis 45 Jahre schätze.

Alte Schule

Mit dabei war auch der Kunststoff-Minenspitzer 233 in ebenso grüner wie schlichter, heute noch üblicher Ausführung vom gleichen Hersteller. Das Logo des Herstellers, eine Raute mit fünfzackigem Stern, findet sich aber weder auf dem Spitzer noch auf der Box, sondern nur auf dem Stift.

Alte Schule

Minenspitzer Eberhard Faber 233, Fallminenstift Eberhard Faber 612

Zu der Zusammenstellung gehörte außerdem ein Röhrchen mit einem Dutzend Griffelminen Eberhard Faber 3025 in zwei Härtegraden, 2 mm dick und 100 mm lang. Die weichere der beiden Sorten ist jedoch immer noch härter als die Minen im „Milchgriffel 1/34″ von Rheita und im „Heft & Tafel 1133″ von Faber-Castell, zwei holzgefassten Stiften mit ähnlicher Zielsetzung.

Alte Schule

Griffelminen Eberhard Faber 3025

Die klassische, holzgerahmte Schiefertafel, die hier als Hintergrund und im letzten Bild auch ihrem eigentlichen Zweck als wiederverwendbares Beschreibmaterial dient, ist zwar aus der Schule verschwunden, erfreut sich aber in anderen Bereichen wie z. B. in der Gastronomie recht großer Beliebtheit und hat in der Kulturgeschichte der Schreibwerkzeuge zweifellos einen festen Platz.

Alte Schule

Nachtrag vom 14.7.09:: Ein Mitarbeiter von Eberhard Faber hat mir freundlicherweise mitgeteilt, dass der Fallminenstift und die Griffelminen mindestens 45 Jahre alt sind und der Minenspitzer bis etwa 1990 in verschiedenen Farben angeboten wurde.

Spitzentechnik

Freitag, 10. Juli 2009

Spitzentechnik

Mechanik im Innern der Kurbelspitzmaschine Carl Decade DE-100 (zum Vergrößern anklicken)

Als investigativer Blogger werde ich nicht müde, meinen werten Leserschaft Einblicke der nicht alltäglichen Art zu ermöglichen. Heute geht es ans Eingemachte ins Innere eines hier oft und gern genannten Geräts, und zwar der Kurbelspitzmaschine Decade DE-100 des japanischen Anbieters Carl. Gleich zweimal, nämlich sowohl am heimischen als auch am dienstlichen Schreibtisch vertreten fräst sie mir täglich und unermüdlich saubere Langkonen an die unterschiedlichsten Bleistifte, die bis zu 9 Millimetern dick sein dürfen und schonend, da gummigepolstert gehalten werden, und liefert dabei stets hervorragende Ergebnisse. Im Bild das Herz der Maschine, die sich mit ihrem Funktionsprinzip nicht von den anderen Spitzmaschinen unterscheidet, aber sorgfältiger arbeitet als alle ihre Konkurrenten, die mir bis jetzt untergekommen sind. – Anlass für dieses Foto war eine Ergänzung des Beitrags über den STAEDTLER WOPEX.

STAEDTLER 900 25

Donnerstag, 9. Juli 2009

Komplett aus Metall, gerändeltes Griffstück, abnehmbarer, hemdentaschenfreundlicher Clip, Härtegradindikator und geschützter, austauschbarer Radierer: Auch wenn dies eher nach einem mechanischem Bleistift klingt als nach einem Verlängerer, so handelt es sich bei dem 900 25 von STAEDTLER Japan doch um letzteren.

Bleistift-Verlängerer STAEDTLER 900 25

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Der 130 mm lange, 17 g schwere und am 26 mm langen, angenehm gerändelten Griff 11 mm dicke Verlängerer nimmt Bleistifte mit Durchmessern zwischen 7 und 8 mm auf.

Bleistift-Verlängerer STAEDTLER 900 25

Die viergeteilte Klemmung fasst den Bleistift sicher und hinterlässt nur geringe Spuren am Schaft des Stiftes, von dem 78 mm im Verlängerer Platz finden. Für den Alltag wohl mehr als ausreichend ist der von dem stramm sitzenden Härtegradindikator abgedeckte Bereich von 2H bis 4B (ohne F).

Bleistift-Verlängerer STAEDTLER 900 25

Mit einer Länge von 20,5 mm und einem Durchmesser von 5,5 mm ist der austauschbare und durch eine versenkbare Hülse geschützte Radierer zwar nicht übermäßig groß, aber allemal praxistauglich. Im Gegensatz zum Verlängerer sind die Ersatzradierer hierzulande erhältlich, da sie auch in den hier vertriebenen Druckbleistift triplus micro passen.

Bleistift-Verlängerer STAEDTLER 900 25

Hohe Qualität von Material und Verarbeitung sowie ein ebensolcher Gebrauchswert – der 900 25 ist rundherum gelungen und uneingeschränkt empfehlenswert.

Bleistift-Verlängerer STAEDTLER 900 25

Ja, auch dieser Stummel wird noch sehr zuverlässig gehalten, denn die Klemmung kommt bereits mit 7 mm des Schafts aus. – Der offiziell nur in Japan angebotene STAEDTLER 900 25 kostet dort umgerechnet etwa 15 Euro.

Vier Fünftel

Dienstag, 7. Juli 2009

Der nicht ganz erst gemeinte Zusatz „merkwürdige Dinge” rechts oben auf der Startseite dieses Weblogs mag für all diejenigen, die an das hiesige Schreibwarenangebot gewöhnt sind, eine treffende Charakterisierung der folgenden zwei Produktgattungen darstellen.

Vier Fünftel

Hierzulande unüblich und nicht einfach zu bekommen ist Papier mit 4-mm-Karos. Lose und als Block im Programm des Schweizer Herstellers Seetal Elco kann man es in dessen Heimat leicht, hier jedoch gar nicht erhalten, denn der deutsche Vertrieb Staufen-Demmler bietet diese für uns untypisch karierten Artikel nicht an.

Vier Fünftel

In Japan, dem Paradies der Schreibwaren und Büroartikel, schließen gleich vier der größten Anbieter von Druckbleistiften die schmale und auch hier vorhandene Lücke zwischen den Minenstärken 0,3 und 0,5 Millimeter – Pentel, Pilot, Mitsubishi/uni und OHTO haben mehrere 0,4-mm-Druckbleistifte und die ersten drei obendrein eine große Auswahl an Minen dieses hier nahezu unbekannten Durchmessers im Sortiment.

Ich weiß nicht, ob die 4 Millimeter im einen und die 0,4 Millimeter im anderen Fall einen ganz konkreten Hintergrund haben oder lediglich der Erweiterung des Sortiments dienen, finde jedoch auch ohne diese Kenntnisse großen Gefallen am Umgang mit diesen um 20% geschrumpften Büro-Maßen.

Nachtrag vom 13.3.10: Ein Mitarbeiter von Seetal Elco hat mir auf der Paperworld mitgeteilt, dass die 4-mm-Karos in der Schweiz so üblich seien wie in Deutschland das 5-mm-Raster.

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