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	<title>Kommentare zu: Spuren</title>
	<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/</link>
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	<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 18:45:27 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Lexikaliker</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2542</link>
		<dc:creator>Lexikaliker</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 05:27:57 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2542</guid>
		<description>Die gut nachvollziehbare Immunisierung ist natürlich sehr schade, aber vielleicht lassen diese Abwehrkräfte ja irgendwann nach. Warum hat er Jacques Tatis Filme eigentlich empfohlen? An der französischen Sprache kann es kaum liegen, dient diese doch in den Filmen oft nur als Geräusch und transportiert kaum wesentlichen, für das Verständnis des Films notwendigen Inhalt.

Danke für Deine netten Worte! Ja, ein wenig halte ich mich schon an diese im doppelten Sinne museale Aufforderung und empfinde großes Vergnügen am Umgang mit Kleinigkeiten; zudem ist es etwas ganz besonderes, wenn sich plötzlich hinter einem unscheinbaren Detail eine ganze Welt auftut. Bei dieser Gelegenheit fällt mir das Buch &lt;a href="http://www.amazon.com/Scrolling-Forward-Making-Documents-Digital/dp/1559706481/"&gt;"Scrolling Forward: Making Sense of Documents in the Digital Age"&lt;/a&gt; von David M. Levy ein. Im ersten Kapitel "Meditation on a Receipt" schaut er ganz genau auf einen einfachen Kassenbon und kommt dabei auf viele kulturgeschichtliche Aspekte – einfach faszinierend! Wer das gelesen hat, schaut sicher ganz anders selbst auf den langweiligsten Beleg.

Die Kleinigkeiten an alltäglichen Produkten sind es auch, die in meinen Augen oft über die Qualität entscheiden. Sicher, ein Bleistift mit unsauberem Aufdruck mag ebenso gut schreiben wie ein korrekt bedruckter, aber spielt dieser Aspekt wirklich keine Rolle? Und auch als Nicht-Erbenszähler können einem kleine, unnötige Pressgrate und nicht ganz passgenau sitzende Komponenten unangenehm auffallen, selbst dann, wenn sie die Funktion des Geräts nicht beeinträchtigen. Die Sorgfalt einiger japanischer Hersteller von Schreib- und Zeichengeräten bewundere ich da sehr, denn diese gehen bisweilen selbst bei günstigen Produkten mit qualitätsbildenden Details beinahe verschwenderisch um; dies empfinde ich auch als Wertschätzung des Kunden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die gut nachvollziehbare Immunisierung ist natürlich sehr schade, aber vielleicht lassen diese Abwehrkräfte ja irgendwann nach. Warum hat er Jacques Tatis Filme eigentlich empfohlen? An der französischen Sprache kann es kaum liegen, dient diese doch in den Filmen oft nur als Geräusch und transportiert kaum wesentlichen, für das Verständnis des Films notwendigen Inhalt.</p>
<p>Danke für Deine netten Worte! Ja, ein wenig halte ich mich schon an diese im doppelten Sinne museale Aufforderung und empfinde großes Vergnügen am Umgang mit Kleinigkeiten; zudem ist es etwas ganz besonderes, wenn sich plötzlich hinter einem unscheinbaren Detail eine ganze Welt auftut. Bei dieser Gelegenheit fällt mir das Buch <a href="http://www.amazon.com/Scrolling-Forward-Making-Documents-Digital/dp/1559706481/">&#8222;Scrolling Forward: Making Sense of Documents in the Digital Age&#8221;</a> von David M. Levy ein. Im ersten Kapitel &#8222;Meditation on a Receipt&#8221; schaut er ganz genau auf einen einfachen Kassenbon und kommt dabei auf viele kulturgeschichtliche Aspekte – einfach faszinierend! Wer das gelesen hat, schaut sicher ganz anders selbst auf den langweiligsten Beleg.</p>
<p>Die Kleinigkeiten an alltäglichen Produkten sind es auch, die in meinen Augen oft über die Qualität entscheiden. Sicher, ein Bleistift mit unsauberem Aufdruck mag ebenso gut schreiben wie ein korrekt bedruckter, aber spielt dieser Aspekt wirklich keine Rolle? Und auch als Nicht-Erbenszähler können einem kleine, unnötige Pressgrate und nicht ganz passgenau sitzende Komponenten unangenehm auffallen, selbst dann, wenn sie die Funktion des Geräts nicht beeinträchtigen. Die Sorgfalt einiger japanischer Hersteller von Schreib- und Zeichengeräten bewundere ich da sehr, denn diese gehen bisweilen selbst bei günstigen Produkten mit qualitätsbildenden Details beinahe verschwenderisch um; dies empfinde ich auch als Wertschätzung des Kunden.</p>
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	<item>
		<title>Von: Jürg</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2541</link>
		<dc:creator>Jürg</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 03:14:16 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2541</guid>
		<description>Monsieur Hulot ging leider bislang an mir vorbei . Vielleicht liegt es daran, dass uns unser Französisch-Lehrer die Tati-Filme bei jeder Gelegenheit empfohlen hat. Pädagogisch gefärbte Tipps immunisieren.

Das Motto "Sei auch im Kleinen und Kleinsten sorgfältig" passt gut zu deinem Weblog. Slow Food. Das Wie ist gleich wichtig wie das Was. Lädt ein zum müssigen Verweilen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Monsieur Hulot ging leider bislang an mir vorbei . Vielleicht liegt es daran, dass uns unser Französisch-Lehrer die Tati-Filme bei jeder Gelegenheit empfohlen hat. Pädagogisch gefärbte Tipps immunisieren.</p>
<p>Das Motto &#8222;Sei auch im Kleinen und Kleinsten sorgfältig&#8221; passt gut zu deinem Weblog. Slow Food. Das Wie ist gleich wichtig wie das Was. Lädt ein zum müssigen Verweilen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Lexikaliker</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2539</link>
		<dc:creator>Lexikaliker</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 20:35:24 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2539</guid>
		<description>Ich muss jedoch hinzufügen, dass in "The Limits of Control" bis auf wenige Abschnitte wirklich außerordentlich wenig passiert (und vieles von dem, was geschieht, läuft wohl eher unter "Rätsel" als "Handlung"). Die Bilder habe ich als fantastisch empfunden, und so war der Film für mich ein sehr schönes Erlebnis. – Weitere Filme, die mit vergleichsweise wenig Handlung auskommen, aber ganz hervorragende Eindrücke für Auge und Ohr bieten, sind die Werke von Jacques Tati, besonders "Playtime" und "Mon Oncle" – ich weiß gar nicht, wie oft ich mir diese schon angeschaut habe ... Bei diesen Filmen denke ich übrigens immer an ein Schild, das ich mal in einer Austellung alter Druckpressen und Satzmaschinen gesehen habe: "Sei auch im Kleinen und im Kleinsten sorgfältig." Das gefällt mir!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss jedoch hinzufügen, dass in &#8222;The Limits of Control&#8221; bis auf wenige Abschnitte wirklich außerordentlich wenig passiert (und vieles von dem, was geschieht, läuft wohl eher unter &#8222;Rätsel&#8221; als &#8222;Handlung&#8221;). Die Bilder habe ich als fantastisch empfunden, und so war der Film für mich ein sehr schönes Erlebnis. – Weitere Filme, die mit vergleichsweise wenig Handlung auskommen, aber ganz hervorragende Eindrücke für Auge und Ohr bieten, sind die Werke von Jacques Tati, besonders &#8222;Playtime&#8221; und &#8222;Mon Oncle&#8221; – ich weiß gar nicht, wie oft ich mir diese schon angeschaut habe &#8230; Bei diesen Filmen denke ich übrigens immer an ein Schild, das ich mal in einer Austellung alter Druckpressen und Satzmaschinen gesehen habe: &#8222;Sei auch im Kleinen und im Kleinsten sorgfältig.&#8221; Das gefällt mir!</p>
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		<title>Von: Jürg</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2538</link>
		<dc:creator>Jürg</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 19:01:24 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2538</guid>
		<description>Die langsamen Bilder von "The Limits of Control" haben es nicht bis in den Trailer geschafft. Der hat die üblichen Sekundenschnitte. Danke aber für den Tipp, bin immer froh für Kinotipps. Am liebsten mag ich Filme, in denen "nichts" passiert (bin denkfaul), z.B. "Out of Rosenheim" oder "Bikur Ha-Tizmoret" (Die Band von nebenan).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die langsamen Bilder von &#8222;The Limits of Control&#8221; haben es nicht bis in den Trailer geschafft. Der hat die üblichen Sekundenschnitte. Danke aber für den Tipp, bin immer froh für Kinotipps. Am liebsten mag ich Filme, in denen &#8222;nichts&#8221; passiert (bin denkfaul), z.B. &#8222;Out of Rosenheim&#8221; oder &#8222;Bikur Ha-Tizmoret&#8221; (Die Band von nebenan).</p>
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		<title>Von: Lexikaliker</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2537</link>
		<dc:creator>Lexikaliker</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 17:19:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2537</guid>
		<description>Jürg: Die Zyklen, in denen die Firmware geändert wird, sind manchmal sogar noch kürzer als die der betreffenden Geräte, nämlich dann, wenn während der laufenden Produktion ein Fehler korrigiert oder ein Zulieferer gewechselt wird und die neue Komponente eine Anpassung der Firmware nötig macht. Und was das "später" angeht, so habe ich sehr gemitsche Erfahrungen, denn meist hat die Firmware für das neue Produkt eine höhere Priorität als ein Update für das alte. Wenn es dann heißt, man muss schneller sein als die Mitbewerber, frage ich mich, was Ursache und was Wirkung ist ...

Den Geschwindigkeitszuwachs in der Welt der bewegten Bilder empfinde ich auch als enorm und meist als ziemlich strapaziös. Vielleicht ist es eine Frage der Generation, vielleicht eine der Gewöhnung – ich jedenfalls fühle mich mit langsamen Bildern erheblich wohler und freue mich, diese zuweilen auch in aktuellen Kinofilmen zu finden (wie z. B. kürzlich in &lt;a href="http://www.thelimitsofcontrol.de/"&gt;"The Limits of Control"&lt;/a&gt; von Jim Jarmusch).

Frank: Danke für diese vernünftige und notwendige Differenzierung, doch ich bin mir nicht sicher, ob man die Qualität eines Produktes wirklich vollständig von der Kultur seines Herstellers und auch des Benutzers trennen kann. Spräche man von der Produktqualität als Produktkultur, so würde der Zusammenhang, den ich vermute, noch deutlicher. Aber Ihr Einwand, dass es letztendlich weder um die "gute alte Zeit" noch um Technikfeindlichkeit geht, ist natürlich völlig richtig und Ihre Fragen zu unseren tatsächlichen Bedürfnissen sehr angebracht. – Danke für den Hinweis auf das Buch!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jürg: Die Zyklen, in denen die Firmware geändert wird, sind manchmal sogar noch kürzer als die der betreffenden Geräte, nämlich dann, wenn während der laufenden Produktion ein Fehler korrigiert oder ein Zulieferer gewechselt wird und die neue Komponente eine Anpassung der Firmware nötig macht. Und was das &#8222;später&#8221; angeht, so habe ich sehr gemitsche Erfahrungen, denn meist hat die Firmware für das neue Produkt eine höhere Priorität als ein Update für das alte. Wenn es dann heißt, man muss schneller sein als die Mitbewerber, frage ich mich, was Ursache und was Wirkung ist &#8230;</p>
<p>Den Geschwindigkeitszuwachs in der Welt der bewegten Bilder empfinde ich auch als enorm und meist als ziemlich strapaziös. Vielleicht ist es eine Frage der Generation, vielleicht eine der Gewöhnung – ich jedenfalls fühle mich mit langsamen Bildern erheblich wohler und freue mich, diese zuweilen auch in aktuellen Kinofilmen zu finden (wie z. B. kürzlich in <a href="http://www.thelimitsofcontrol.de/">&#8222;The Limits of Control&#8221;</a> von Jim Jarmusch).</p>
<p>Frank: Danke für diese vernünftige und notwendige Differenzierung, doch ich bin mir nicht sicher, ob man die Qualität eines Produktes wirklich vollständig von der Kultur seines Herstellers und auch des Benutzers trennen kann. Spräche man von der Produktqualität als Produktkultur, so würde der Zusammenhang, den ich vermute, noch deutlicher. Aber Ihr Einwand, dass es letztendlich weder um die &#8222;gute alte Zeit&#8221; noch um Technikfeindlichkeit geht, ist natürlich völlig richtig und Ihre Fragen zu unseren tatsächlichen Bedürfnissen sehr angebracht. – Danke für den Hinweis auf das Buch!</p>
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	<item>
		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2536</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 11:40:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2536</guid>
		<description>"Gute alte Zeit", "Technikfeindlichkeit", ich glaube, das ist nicht das Thema. Ich war letzten Freitag im Ecomusée in Ungersheim (http://www.ecomusee-alsace.fr/), das ist sehr anschaulich und unterhaltsam, aber so leben müssen? Wollen? Nein danke.
Es geht um Qualität. Ein Bleistift, der ständig abbricht, ist Schrott, ein Spitzer, der nicht spitzt, sondern den Stift zerfetzt, ebenso. Und die Zahl der Produkte, die ihre Funktion nicht oder nur teilweise oder ungenügend erfüllt, nimmt leider zu. Und findet man auch, nebenbei bemerkt, für sehr viel Geld bei Manufaktum, das ist dann doppelt ärgerlich. Es geht nicht um Blechspielzeug und Brummkreisel, es geht um Weichmacher und Schwermetalle im Plastikmüll fürs Kinderzimmer oder Legosteine auf der anderen Seite, die in der dritten Generation bespielt werden; um die Frage, ob wir das alles wirklich brauchen, was, die Geldmittel vorausgesetzt, der Markt uns zur Verfügung stellt, und was wir uns persönlich davon versprechen. In diesem Zusammenhang sehr lesenswert das Buch von Heike Weber: Das Versprechen mobiler Freiheit. Zur Kultur- und Technikgeschichte von Kofferradio, Walkman und Handy, ISBN 9783899428711.

"Dekadenz", die seit Cicero über Rousseau, Nietzsche, Spengler und Heidegger bis heute durchgehend von "linken" wie auch "rechten" Denkern thematisiert wird, ist meines Erachtens unabhängig von "Produktqualität", da sie sich zu allen Zeiten in den unterschiedlichsten Gesellschaften und sozialen Milieus beobachten läßt, die ganz unterschiedlich mit (Konsum)Gütern ausgestattet sind oder waren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Gute alte Zeit&#8221;, &#8222;Technikfeindlichkeit&#8221;, ich glaube, das ist nicht das Thema. Ich war letzten Freitag im Ecomusée in Ungersheim (http://www.ecomusee-alsace.fr/), das ist sehr anschaulich und unterhaltsam, aber so leben müssen? Wollen? Nein danke.<br />
Es geht um Qualität. Ein Bleistift, der ständig abbricht, ist Schrott, ein Spitzer, der nicht spitzt, sondern den Stift zerfetzt, ebenso. Und die Zahl der Produkte, die ihre Funktion nicht oder nur teilweise oder ungenügend erfüllt, nimmt leider zu. Und findet man auch, nebenbei bemerkt, für sehr viel Geld bei Manufaktum, das ist dann doppelt ärgerlich. Es geht nicht um Blechspielzeug und Brummkreisel, es geht um Weichmacher und Schwermetalle im Plastikmüll fürs Kinderzimmer oder Legosteine auf der anderen Seite, die in der dritten Generation bespielt werden; um die Frage, ob wir das alles wirklich brauchen, was, die Geldmittel vorausgesetzt, der Markt uns zur Verfügung stellt, und was wir uns persönlich davon versprechen. In diesem Zusammenhang sehr lesenswert das Buch von Heike Weber: Das Versprechen mobiler Freiheit. Zur Kultur- und Technikgeschichte von Kofferradio, Walkman und Handy, ISBN 9783899428711.</p>
<p>&#8222;Dekadenz&#8221;, die seit Cicero über Rousseau, Nietzsche, Spengler und Heidegger bis heute durchgehend von &#8222;linken&#8221; wie auch &#8222;rechten&#8221; Denkern thematisiert wird, ist meines Erachtens unabhängig von &#8222;Produktqualität&#8221;, da sie sich zu allen Zeiten in den unterschiedlichsten Gesellschaften und sozialen Milieus beobachten läßt, die ganz unterschiedlich mit (Konsum)Gütern ausgestattet sind oder waren.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürg</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2534</link>
		<dc:creator>Jürg</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 10:07:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2534</guid>
		<description>Interessant der Gedanke mit der Firmware. Die Hardware-Produzenten müssen auf die technischen Entwicklungen, die sich in anscheinend immer kürzer werdenden Zyklen folgen, schnell reagieren, sonst sind sie weg vom Fenster. Die in den Geräten enthaltene Software muss fürs erste einfach mal grob funktionieren, damit das Produkt auf dem Markt erscheinen kann. Später können die angepriesenen Features per Firmware Update nachgeliefert bzw. nachgebessert werden.

Überhaupt, dieser enorme Geschwindigkeitsdruck allenthalben. Man sieht es z.B. an den Video-Clips, deren Schnitte oft im Sekundentakt mosaikartig dahingleiten. Kaum hat man ein Bild wahrgenommen, wird es schon vom nächsten abgelöst. Wenn man nach so einem Clip auf einen Film aus den 50er Jahren schaltet, hat man den Eindruck, dass dort die Zeit gleichsam still steht. Die Leute haben Zeit, oft geschieht einfach nichts. Ich erinnere mich an einen alten Bergmann Film, wo jemand eine Minute lang den Sekundenzeiger einer Uhr beobachtet. Eine kleine Ewigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant der Gedanke mit der Firmware. Die Hardware-Produzenten müssen auf die technischen Entwicklungen, die sich in anscheinend immer kürzer werdenden Zyklen folgen, schnell reagieren, sonst sind sie weg vom Fenster. Die in den Geräten enthaltene Software muss fürs erste einfach mal grob funktionieren, damit das Produkt auf dem Markt erscheinen kann. Später können die angepriesenen Features per Firmware Update nachgeliefert bzw. nachgebessert werden.</p>
<p>Überhaupt, dieser enorme Geschwindigkeitsdruck allenthalben. Man sieht es z.B. an den Video-Clips, deren Schnitte oft im Sekundentakt mosaikartig dahingleiten. Kaum hat man ein Bild wahrgenommen, wird es schon vom nächsten abgelöst. Wenn man nach so einem Clip auf einen Film aus den 50er Jahren schaltet, hat man den Eindruck, dass dort die Zeit gleichsam still steht. Die Leute haben Zeit, oft geschieht einfach nichts. Ich erinnere mich an einen alten Bergmann Film, wo jemand eine Minute lang den Sekundenzeiger einer Uhr beobachtet. Eine kleine Ewigkeit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lexikaliker</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2533</link>
		<dc:creator>Lexikaliker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 19:29:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2533</guid>
		<description>Danke für die rege Teilnahme an dieser für mich spannenden Diskussion!

Jürg: Was die Hoffnung auf die problemlösenden Eigenschaften der nächsten Technik-Generation angeht, so mache ich gerne mal den Ober-Miesepeter – mein Eindruck ist zuweilen der, dass gerade diese Hoffnung und der Blick auf die kommenden Möglichkeiten die Akzeptanz für die aktuellen Probleme vergrößert, und das nicht erst beim Umgang mit der Technik, sondern bereits während ihrer Entwicklung. Eines der Zauberwörter ist "Firmware-Update", das ähnlich einer frohen Botschaft verkündet wird, meiner Meinung nach aber nicht selten konzeptionellen Bockmist kaschiert. Medikamentenstafetten sind natürlich ungleich schlimmer, können sie doch für irreparable physische und psychische Schäden sorgen. – Den Rang 4 für den Bleistift sehe ich als eine große Auszeichnung, auch wenn man über die Platzierungen dieser Liste diskutieren könnte.

Du hast gefragt, ob noch Macht dazu kommt und die Beherrschung der Technik eine Rolle spielt. Ich denke schon, und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. So wie die Kontrolle über eine bestimmte Technik – und sei es auch nur der Glaube, sie kontrollieren zu können – ein gutes Gefühl vermitteln und auch Macht geben mag, so sorgt der Umgang mit einer Technik, die man nicht im Griff hat, für ein ungutes Gefühl. Die Gründe dafür sind vielseitig: Die Technik kann Mängel haben und den Benutzer über- oder unterfordern, ihm aber auch mit einer nicht überschaubaren Funktionsfülle das nagende Gefühl vermitteln, nie alle Möglichkeiten ausschöpfen zu können.

Matthias Meckel: Ja, einfache und effektive Geräte faszinieren mich. Sie halten sich zurück, bieten mehr Spielraum und haben eine eigene Ästhetik, doch ich weiß sehr wohl, wie subjektiv die Begriffe "einfach" und "effektiv" sind (und nutze selbstverständlich gerne Kompliziertes in solchen Fällen, in denen es angebracht ist).

Notwendig beim bewertenden Gespräch über den Fortschritt ist die Differenzierung, und die kommt in meinen Augen manchmal zu kurz. Der kritische Umgang mit aktueller Technik ist – wie Du schon richtig gesagt hast – eben nicht gleichbedeutend mit Technikfeindlichkeit, und die Wertschätzung eines alten Geräts macht einen auch noch nicht zum Ludditen. Dein Beispiel mit dem Rundfunk ist ein sehr treffendes und ließe sich noch erweitern um die Probleme mit HDTV, DRM usw. (warum man VPS nicht über Satellit ausstrahlt, ist mir ein übrigens Rätsel). Ärgernisse wie diese haben wirklich das große Potential, den Benutzer in die Verzweiflung zu treiben und zurück zu einer Technik, deren "Features" und Spezifikationen denen der heutigen deutlich unterlegen sein mögen, die jedoch mit weitaus weniger Nebenwirkungen ihren Zweck erfüllt und auch heute noch gut genug ist.

Ein kleines Beispiel von mir: Ich bin mit Schallplatte und Kassette aufgewachsen, und auch wenn diese Medien ihren Nachfolgern in vielem nachstehen mögen, so kann ich mich nicht erinnern, zu wenig Freude an der Musik gehabt zu haben. Der Kram klang gut (zum Teil sogar hervorragend), war alltagstauglich und bezahlbar, und die Schwierigkeiten, die es damals natürlich auch gab, ließen sich meist mit vertretbarem Aufwand beheben. Und heute? Allein den administrativen Overhead bei MP3 &#038; Co. halte ich schon für beträchtlich – aber vielleicht stelle ich mich ja auch nur ausgesucht dumm an ... Doch genug lamentiert.

Mir gefällt an manchen alten, aber zum Glück auch neuen Geräten auch der bereits &lt;a href="http://www.lexikaliker.de/2009/09/scharfe-kurven/"&gt;an anderer Stelle&lt;/a&gt; erwähnte Aspekt der Begreifbarkeit in der doppelten Bedeutung des Wortes und die damit verbundene Möglichkeit des sinnlichen Erlebens; gerade letzteres kommt mir manchmal zu kurz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die rege Teilnahme an dieser für mich spannenden Diskussion!</p>
<p>Jürg: Was die Hoffnung auf die problemlösenden Eigenschaften der nächsten Technik-Generation angeht, so mache ich gerne mal den Ober-Miesepeter – mein Eindruck ist zuweilen der, dass gerade diese Hoffnung und der Blick auf die kommenden Möglichkeiten die Akzeptanz für die aktuellen Probleme vergrößert, und das nicht erst beim Umgang mit der Technik, sondern bereits während ihrer Entwicklung. Eines der Zauberwörter ist &#8222;Firmware-Update&#8221;, das ähnlich einer frohen Botschaft verkündet wird, meiner Meinung nach aber nicht selten konzeptionellen Bockmist kaschiert. Medikamentenstafetten sind natürlich ungleich schlimmer, können sie doch für irreparable physische und psychische Schäden sorgen. – Den Rang 4 für den Bleistift sehe ich als eine große Auszeichnung, auch wenn man über die Platzierungen dieser Liste diskutieren könnte.</p>
<p>Du hast gefragt, ob noch Macht dazu kommt und die Beherrschung der Technik eine Rolle spielt. Ich denke schon, und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. So wie die Kontrolle über eine bestimmte Technik – und sei es auch nur der Glaube, sie kontrollieren zu können – ein gutes Gefühl vermitteln und auch Macht geben mag, so sorgt der Umgang mit einer Technik, die man nicht im Griff hat, für ein ungutes Gefühl. Die Gründe dafür sind vielseitig: Die Technik kann Mängel haben und den Benutzer über- oder unterfordern, ihm aber auch mit einer nicht überschaubaren Funktionsfülle das nagende Gefühl vermitteln, nie alle Möglichkeiten ausschöpfen zu können.</p>
<p>Matthias Meckel: Ja, einfache und effektive Geräte faszinieren mich. Sie halten sich zurück, bieten mehr Spielraum und haben eine eigene Ästhetik, doch ich weiß sehr wohl, wie subjektiv die Begriffe &#8222;einfach&#8221; und &#8222;effektiv&#8221; sind (und nutze selbstverständlich gerne Kompliziertes in solchen Fällen, in denen es angebracht ist).</p>
<p>Notwendig beim bewertenden Gespräch über den Fortschritt ist die Differenzierung, und die kommt in meinen Augen manchmal zu kurz. Der kritische Umgang mit aktueller Technik ist – wie Du schon richtig gesagt hast – eben nicht gleichbedeutend mit Technikfeindlichkeit, und die Wertschätzung eines alten Geräts macht einen auch noch nicht zum Ludditen. Dein Beispiel mit dem Rundfunk ist ein sehr treffendes und ließe sich noch erweitern um die Probleme mit HDTV, DRM usw. (warum man VPS nicht über Satellit ausstrahlt, ist mir ein übrigens Rätsel). Ärgernisse wie diese haben wirklich das große Potential, den Benutzer in die Verzweiflung zu treiben und zurück zu einer Technik, deren &#8222;Features&#8221; und Spezifikationen denen der heutigen deutlich unterlegen sein mögen, die jedoch mit weitaus weniger Nebenwirkungen ihren Zweck erfüllt und auch heute noch gut genug ist.</p>
<p>Ein kleines Beispiel von mir: Ich bin mit Schallplatte und Kassette aufgewachsen, und auch wenn diese Medien ihren Nachfolgern in vielem nachstehen mögen, so kann ich mich nicht erinnern, zu wenig Freude an der Musik gehabt zu haben. Der Kram klang gut (zum Teil sogar hervorragend), war alltagstauglich und bezahlbar, und die Schwierigkeiten, die es damals natürlich auch gab, ließen sich meist mit vertretbarem Aufwand beheben. Und heute? Allein den administrativen Overhead bei MP3 &#038; Co. halte ich schon für beträchtlich – aber vielleicht stelle ich mich ja auch nur ausgesucht dumm an &#8230; Doch genug lamentiert.</p>
<p>Mir gefällt an manchen alten, aber zum Glück auch neuen Geräten auch der bereits <a href="http://www.lexikaliker.de/2009/09/scharfe-kurven/">an anderer Stelle</a> erwähnte Aspekt der Begreifbarkeit in der doppelten Bedeutung des Wortes und die damit verbundene Möglichkeit des sinnlichen Erlebens; gerade letzteres kommt mir manchmal zu kurz.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias Meckel</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2528</link>
		<dc:creator>Matthias Meckel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 09:40:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2528</guid>
		<description>Auch wenn es in den Augen mancher technikfeindlich  erscheint, ist es wohl bestimmt nicht wirkliche Technikfeindlichkeit die dahintersteckt. Vor allem nicht hier bei Lexikaliker, wo es mir doch immer so vorkommt als ob die meisten Leser und Bleistiftfreunde aus der Ecke der Ingenieure oder zumindest einer dem Ingenieurwesen aehnlichen Ecke kommen. Es ist wohl eher, wie hier schon erwaehnt,  die Besinnung auf und Faszination mit einfachen aber effektiven Geraeten, an denen man seine Freude haben kann. Das kann wohl mit der Ablehnung neuer Techniken, oder der dem Entsetzen ueber den falschen Einsatz neuer Techniken einhergehen, bedeutet aber nicht, dass man gleich ein Luddit ist oder sich in alte Zeiten fluechten will. Als Beispiel faellt mir da die Ablehnung von Wahlcomputern durch Computerspezialisten ein, die es ja wissen sollten, oder die Tatsache, dass neue Technik, wie ja schon erwaehnt, oft Probleme mit sich fuehrt, die es so vorher nicht gab. Mein Internetradio braucht fast zwei Minuten zum Hochfahren. Am Ende hoere ich Deutsche Welle, die kann ich aber auch auf Kurzwelle hoeren ...und muss keine zwei Minuten warten. Wo ich wohne gibt es kein analoges terrestrisches Fernsehen mehr. Zwischen den Kanaelen umzuschalten dauert sehr lange. Beim analogen Fernsehen konnte man durch fuenf Kanaele pro Sekunde schalten, jetzt dauert das Umschalten von einem auf den anderen Kanal Sekunden. Mein Empfaenger im Wohnzimmer braucht auch 90 Sekunden nach dem Einschalten bis ich ein Programm sehen kann. Ein letzter Beispiel: Frueher  haben sich die Ingenieure Muehe  gegeben VPS zu erfinden um ein Signal Huckepack mit dem Fernsehsignal  zu schicken, damit Fernsehprogramme richtig aufgenommen werden koennen. Inzwischen ist alles ein digitaler Datenstrom, aber zumindest in dem Land in dem ich lebe gibt es so etwas wie VPS nicht mehr, obwohl es so einfach zu realisieren waere, und wir sind wieder in der Steinzeit angelangt...
Ich denke es ist diese Verzweiflung mit neuer Technik, die weniger benutzerfreundlich ist als es die alte war, die die Rueckbesinnung in vielen von uns hervorruft. Eine Rueckbesinnung auf Sachen die einfach (im doppelten Sinne des Wortes) funktionieren - wie der Bleistift, und auf Produkte - wie die Lederschuhe - die noch wertgeschaetzt wurden, gepflegt werden mussten, und denen man wohl auch deshalb einen Charakter zuspricht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es in den Augen mancher technikfeindlich  erscheint, ist es wohl bestimmt nicht wirkliche Technikfeindlichkeit die dahintersteckt. Vor allem nicht hier bei Lexikaliker, wo es mir doch immer so vorkommt als ob die meisten Leser und Bleistiftfreunde aus der Ecke der Ingenieure oder zumindest einer dem Ingenieurwesen aehnlichen Ecke kommen. Es ist wohl eher, wie hier schon erwaehnt,  die Besinnung auf und Faszination mit einfachen aber effektiven Geraeten, an denen man seine Freude haben kann. Das kann wohl mit der Ablehnung neuer Techniken, oder der dem Entsetzen ueber den falschen Einsatz neuer Techniken einhergehen, bedeutet aber nicht, dass man gleich ein Luddit ist oder sich in alte Zeiten fluechten will. Als Beispiel faellt mir da die Ablehnung von Wahlcomputern durch Computerspezialisten ein, die es ja wissen sollten, oder die Tatsache, dass neue Technik, wie ja schon erwaehnt, oft Probleme mit sich fuehrt, die es so vorher nicht gab. Mein Internetradio braucht fast zwei Minuten zum Hochfahren. Am Ende hoere ich Deutsche Welle, die kann ich aber auch auf Kurzwelle hoeren &#8230;und muss keine zwei Minuten warten. Wo ich wohne gibt es kein analoges terrestrisches Fernsehen mehr. Zwischen den Kanaelen umzuschalten dauert sehr lange. Beim analogen Fernsehen konnte man durch fuenf Kanaele pro Sekunde schalten, jetzt dauert das Umschalten von einem auf den anderen Kanal Sekunden. Mein Empfaenger im Wohnzimmer braucht auch 90 Sekunden nach dem Einschalten bis ich ein Programm sehen kann. Ein letzter Beispiel: Frueher  haben sich die Ingenieure Muehe  gegeben VPS zu erfinden um ein Signal Huckepack mit dem Fernsehsignal  zu schicken, damit Fernsehprogramme richtig aufgenommen werden koennen. Inzwischen ist alles ein digitaler Datenstrom, aber zumindest in dem Land in dem ich lebe gibt es so etwas wie VPS nicht mehr, obwohl es so einfach zu realisieren waere, und wir sind wieder in der Steinzeit angelangt&#8230;<br />
Ich denke es ist diese Verzweiflung mit neuer Technik, die weniger benutzerfreundlich ist als es die alte war, die die Rueckbesinnung in vielen von uns hervorruft. Eine Rueckbesinnung auf Sachen die einfach (im doppelten Sinne des Wortes) funktionieren - wie der Bleistift, und auf Produkte - wie die Lederschuhe - die noch wertgeschaetzt wurden, gepflegt werden mussten, und denen man wohl auch deshalb einen Charakter zuspricht.</p>
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		<title>Von: Jürg</title>
		<link>http://www.lexikaliker.de/2009/11/spuren/#comment-2527</link>
		<dc:creator>Jürg</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 09:21:35 +0000</pubDate>
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		<description>Die Hoffnung oder Erwartung ist ja immer die, dass die durch eine bestimmte Technik ausgelösten Probleme mit einer anderen Technik gelöst werden können. Das erinnert an Medikamentenstafetten, wo Nebenwirkungen eines Präparats durch ein anderes behandelt werden, welche ihrerseits Nebenwirkungen enthalten etc. Das Vertrauen auf die Machbarkeit von allem erscheint grenzenlos. Die Wissenschaft wird's richten. Wenn nicht heute, dann morgen. Genug der Miesepetrik? Einen noch. Auf Forbes' Liste der &lt;a href="http://www.forbes.com/2006/03/15/technology-tools-history_cx_de_0315intro.html"&gt;20 most important tools&lt;/a&gt; ist aus dem 20. und 21.Jhdt. nichts dabei. Unser Bleistift schafft es - hinter Messer, Zählrahmen (!) und Kompass - auf Rang 4.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hoffnung oder Erwartung ist ja immer die, dass die durch eine bestimmte Technik ausgelösten Probleme mit einer anderen Technik gelöst werden können. Das erinnert an Medikamentenstafetten, wo Nebenwirkungen eines Präparats durch ein anderes behandelt werden, welche ihrerseits Nebenwirkungen enthalten etc. Das Vertrauen auf die Machbarkeit von allem erscheint grenzenlos. Die Wissenschaft wird&#8217;s richten. Wenn nicht heute, dann morgen. Genug der Miesepetrik? Einen noch. Auf Forbes&#8217; Liste der <a href="http://www.forbes.com/2006/03/15/technology-tools-history_cx_de_0315intro.html">20 most important tools</a> ist aus dem 20. und 21.Jhdt. nichts dabei. Unser Bleistift schafft es - hinter Messer, Zählrahmen (!) und Kompass - auf Rang 4.</p>
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