Monatsarchiv für Juni 2010

Lob d. Abk.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Ausschn. d. berührungsempf. Bildsch. am Multifunkt.-Syst. Ricoh MP C4000

Diese ungew. Anz. am nützl. Multifunkt.-Syst. MP C4000 d. jap. Herst. Ricoh verdeutl. auf beeindr. Weise, dass man notf. zahlr. Buchst. entf. kann. Vlt. nicht bes. anw.-frdl., aber außergew. einfallsr. – mein Kompl.!

Extrablatt

Mittwoch, 16. Juni 2010

Die rasante Fortbewegung des frühen 20. Jahrhunderts in grafisch reizvoller Form illustriert dieses 18 × 18 cm große Blatt, mit dem die Glocken-Bleistiftfabrik die Schauverpackung ihres Kopierstifts „Reporter № 5961″ schmückte.

Extrablatt

Der für die Präsentation im Laden gedachte Verkaufskasten mit Klappdeckel enthielt einige Dutzend Stifte und sah vermutlich so aus:

Extrablatt

(Ich weiß, dass die Proportionen nicht ganz stimmen, aber als Nicht-Grafiker muss ich mit solchen und anderen Unzulänglichkeiten beim Freihandzeichnen leben.) – Ein kurzes und beherztes Wühlen im Warenlager brachte den Kopierstift „Reporter 5958″ vom selben Hersteller ans Kunstlicht und vor die Linse.

Extrablatt

Der runde, dunkelgrün lackierte und goldfarben bedruckte Stift beherbergt eine metallisch glänzende Mine, die schwarz schreibt und violett kopiert.

Extrablatt

Notiz am Rande: Heute ist der dritte Jahrestag dieses bunten Durcheinanders.

Familienangelegenheit

Montag, 14. Juni 2010

Die hier schon mehrfach genannte J.S. Staedtler Inc. präsentierte im Januar 1959 allen Lesern der Zeitschrift „Civil Engineering” den Zuwachs ihrer MARS-Familie.

Anzeige der J.S. Staedtler Inc. (1959)

Der in Deutschland gefertigte MARS Lumograph Duralar 2830, erhältlich in den Härten K1 bis K5, war gedacht für das Zeichnen auf PET-Folie (bekannt unter den Marken „Mylar” sowie „Hostaphan”) und verfügte als bis heute einziger holzgefasster Graphit-Stift dieses Herstellers über eine gebrannte Mine mit Polymerbindung.

Anzeige der J.S. Staedtler Inc. (1959, Ausschnitt)

Im Text der ganzseitigen Anzeige genannt und auf dem Familienfoto vertreten waren viele bekannte Produkte, darunter der Farbstift Lumochrom und der Fallminenstift Technico, für den es auch Duralar-Minen gab. – Nachfolger des Duralar 2830 war übrigens der Dynagraph 100.

Anzeige der J.S. Staedtler Inc. (1959, Ausschnitt)

Die isometrische Darstellung der Dinge finde ich sehr ansprechend, und mich würde nicht wundern, wenn man sie im Hinblick auf die Sehgewohnheiten der technisch orientierten Kunden gewählt hätte.

Anzeige der J.S. Staedtler Inc. (1959, Ausschnitt)

Ja, hin und wieder greift der Erbsenzähler zum Fadenzähler und dreht taucht ab …

Anzeige der J.S. Staedtler Inc. (1959, Ausschnitt)

Passend dazu: Eine attraktive ½-Gros-Packung Mars Duralar gibt es bei pencil talk zu bestaunen, und Leadholder hält weitere Details zu den Stiften und Minen des Duralar-Sortiments bereit. – Wie das Deutsche Patent- und Markenamt informiert, wurde die Marke „Duralar” im Februar 1958 angemeldet und im Februar 2000 gelöscht.

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Markiges Marketing (17)

Samstag, 12. Juni 2010

Reklamemarke von Johann Faber

Das leichte Gleiten seines „Apollo”-Bleistifts über das Papier bewarb Johann Faber auf dieser wohl gut 90 Jahre alten Reklamemarke mit einem lustigen Vergleich. Ob jedoch die recht unkonventionelle Skistellung der Fortbewegung zuträglich war und der schwarz lackierte Stift dabei als Balancierstange oder zum leichteren Auffinden des Sportlers diente, bleibt unklar.

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Einmal Japan und zurück

Sonntag, 6. Juni 2010

In Japan, so sagte man mir, gelten angespitzte Stifte als gebraucht, weshalb die Hersteller dort auf das Spitzen verzichten. Bei manchen Bleistiften, die hier für den japanischen Markt gefertigt werden, lässt man daher ebenfalls den Spitzvorgang aus.

Einmal Japan und zurück

Diese in Nürnberg für Japan hergestellten Exemplare des Mars Lumograph von STAEDTLER haben eine weite Reise hinter sich, denn sie waren schon in ihrem Bestimmungsland. Ich konnte mir nicht verkneifen, ein Dutzend zu bestellen, und wer jetzt einen vernünftigen Grund für diesen Reimport sucht, wird keinen finden.

Vergangenheit

Samstag, 5. Juni 2010

Vergangenheit

Erfassen vergangener Zeit mit einem Werkzeug aus vergangener Zeit: Eine Schiefertafel bei einem Bootsverleih.

Pole Position

Freitag, 4. Juni 2010

Pole Position

Motoren am Start beim Altrheinfest in Ginsheim

Der elektrische Bleistift

Donnerstag, 3. Juni 2010

Ganz ohne Graphit trat 1976 ein besonderer Bleistift als Werkzeug zur Verschriftlichung von Gedanken an, nämlich ein elektrischer.

Der elektrische Bleistift

Die von Michael Shrayer aus den USA entwickelte Textverarbeitung „Electric Pencil” gb es zunächst für Heimcomputer mit dem Prozessor 8080 von Intel, später dann für zahlreiche weitere Systeme (darunter auch DOS 1.0). Die Erweiterungen „Pencil Ace” und „Pencil Tutor” brachten Makros, Funktionstasten sowie eine Online-Hilfe in die Hände der Benutzer und die letzte Version im Jahr 1981 den ungewöhnlichen, aber dekorativen Härtegrad 2.0 auf die Verpackung.

Mehr zum „Electric Pencil” im Softwaremuseum der „Zeit”. – Danke an Mike Loewen für den Scan aus seiner Old Technology Collection!


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