Monatsarchiv für Oktober 2010

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Grusel und Krümel

Sonntag, 31. Oktober 2010

Grusel und Krümel

Hatte ich bisher keinen Appetit auf Halloween, so hat es mein Lieblingsbäcker geschafft, mir das Spektakel schmackhaft zu machen. Gespenstisch gut, diese Quarkgeister!

A. W. Faber-Castell 1958

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der bekannte Bleistift 9000 und die fast 200-jährige Erfahrung seines Herstellers standen im Mittelpunkt dieser ganzseitigen Anzeige, mit der A. W. Faber-Castell, Newark (New Jer­sey, USA) im Mai 1958 die Leser der Zeitschrift „Progressive Architecture” ansprach.

A. W. Faber-Castell 1958

Hauptdarsteller dieses Auftritts war ein aus Zeichenutensilien zusammengesetzter Kopf, der mir ausnehmend gut gefällt, nicht zuletzt wegen seiner konzisen Ausdrucksweise.

A. W. Faber-Castell 1958

Passend zu der auch durch die gezeigte Bleistiftspitze charakterisierten Zielgruppe ging man sehr ins technische Detail: „99% pure carbon”, „low index of friction”, „microlet-milling process”, „opaque adhesion” – wer vom Fach wollte sich da nicht angesprochen fühlen? Die Bezeichnung „Black Gold” nutze man übrigens noch in anderen Anzeigen.

A. W. Faber-Castell 1958

A. W. Faber-Castell 1958

Neben dem Bleistift 9000 wurden die Minen 9030 und der Fallminenstift Locktite 9800 Tel-A-Grade beworben; letzterer war wohl der erste seiner Art mit Härtegradindikator.

A. W. Faber-Castell 1958

Beim „Color-Coding” indes habe ich gestutzt, denn bis jetzt ist mir noch kein farbig gekennzeichneter 9000 untergekommen. Der Begriff „rare waxes” lässt mich rätseln: Ich weiß zwar, dass man das Holz durch Druckimprägnierung schnittiger machen kann, kenne jedoch nicht die dafür benutzten Stoffe. – Die vier härtesten Grade sind über die Jahre weggefallen; heute endet die Skala bei 6H.

A. W. Faber-Castell 1958

Wer sich durch die genannten Vorzüge nicht überzeugen ließ, wusste spätestens am Ende der Anzeige, warum er seinen Händler aufsuchen und zum grüngefassten Graphit greifen muss.

A. W. Faber-Castell 1958

Wundersame Welt der Waren (17)

Sonntag, 24. Oktober 2010

Verpackungstexte gehören sicher nicht zur spannendsten Lektüre, doch wer sich ihnen stellt, findet zuweilen Bemerkenswertes. Motiviert durch „WICHTIGER HINWEIS” lese ich auf der Schachtel eines Früchtetees (Heidelbeer-Vanille-Aroma, 20 Doppelkammerbeutel, einzeln kuvertiert):

Sicheres Lebensmittel

„Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel!” – ? Welche Unsicherheit lauert denn in diesem Tee? Und warum besteht sie nach fünfminütigem Ziehen nicht mehr? Irgendwann werde ich mal meinen ganzen Mut zusammennehmen, den Früchtetee nur 4,5 Minuten ziehen lassen und der Gefahr tapfer ins Auge blicken (die vielleicht dadurch bedingte Blog-Pause bitte ich zu entschuldigen).

Anm.: Die besondere Formulierung „mindesten 5–8 Minuten” lasse ich jetzt mal unkommentiert.

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Apollo-Mission

Montag, 18. Oktober 2010

Hin und wieder suche ich nach dem Ursprung eines Stifts. Da der Apollo L hier kürzlich eine besondere Rolle spielen konnte, habe ich mich an Houston Faber-Castell gewandt und Details zu diesem erfragt.

Apollo-Mission

Erstmals angeboten wurde die Apollo-0.5-Serie im Warenkatalog von 1983 (siehe oben). Der Katalog von 1992 führte den Apollo L nur noch in Schwarz und Rot auf; 1993 war er nicht mehr im Programm. Als Nachfolger kam im selben Jahr der neugestaltete Apollo, der bis 2000 erhältlich war und mit seinem dunkelgrünen Schaft dem TK fine ähnelte (der damals ebenfalls neue Contura DS hatte die gleiche Form, aber eine Metallspitze).

Apollo-Mission

Danke an Faber-Castell für die Informationen und den Katalog-Scan!

Anm.: Wie die Amtliche Publikations- und Registerdatenbank des Deutschen Patent- und Markenamts informiert, wurde die Wortmarke „Apollo” bereits 1895 registriert.

Durchsage

Sonntag, 17. Oktober 2010

Bitte keine Kaffeetassen im Weblog abstellen – das gibt immer diese Flecken.

Verpackungskunst

Samstag, 16. Oktober 2010

Verpackungskunst

Langer Schornstein, kurzer Text: Die Vorderseite der Verpackung des blauen Farbstifts FILA 835 („matite a pastello colorate per ufficio”) macht hier und heute Werbung für den hervorragenden Beitrag „Packaging Blackwing Pencils” auf The Blackwing Pages, in dem mal nicht der klassische Bleistift, sondern vier seiner mindestens ebenso attraktiven Kartons im Vordergrund stehen. Hingehen und staunen!

Herbst Nr. 2

Montag, 11. Oktober 2010

Nach der strengen, aber berechtigten Kritik meiner aufmerksamen Leser (was will man mehr?) an meinem ersten Versuch hier nun der zweite, die herbstliche Farbpalette sortiert darzustellen.

Herbst Nr. 2

Wie fast immer: zum Vergrößern anklicken

Einen dritten Anlauf wird es wegen nachlassender Blattfarbvielfalt wohl nicht geben.

Ein besonderes Erlebnis

Samstag, 9. Oktober 2010

Vor einer Weile machte mich mein Leser boomerang auf einen Comic von Flix aufmerksam. In diesem betrauerte der bekannte Künstler das Ende seines Druckbleistifts Apollo L 0.5, mit dem er 15 Jahre lang gearbeitet hat. Da fühlte ich mit, denn die enge Beziehung zu Schreibgeräten ist mir vertraut, und erinnerte mich an einen Apollo in meinem Fundus (dieser Stift von Faber-Castell ist schon lange nicht mehr erhältlich). Kurz darauf war mein Exemplar als Geschenk an Flix unterwegs, auch wenn ich wusste, dass der blaue Apollo sein rotes Original nicht ersetzen kann.

Wenige Tage später war ich beim Blick in die Post gleichermaßen gerührt wie hingerissen:

Ein besonderes Erlebnis

Herzlichen Dank an Flix für diese wunderschöne Zeichnung, die mich – demnächst gerahmt und aufgehängt – immer erfreuen wird!

Nachtrag vom 18.10.10: Details zum Stift gibt es unter „Apollo-Mission”.

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