Jahresarchiv für 2010

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Basteln mit dem Lexikaliker (9)

Samstag, 9. Januar 2010

Manchmal bieten das Notizbuch und das Klemmbrett keine Halterung für den Bleistift, und nicht immer ist eine Nachrüstung möglich oder wünschenswert. Diese Lücke möchte ich mit einer kleinen Bastelei schließen, die lediglich eine 19 mm breite Foldback-Klammer und eine geringe Menge guten Klebstoff erfordert.

Bleistift mit Klammer

Zweckmäßigerweise klebt man die Klammer möglichst weit an das Ende des Bleistifts (der hier gezeigte ist übrigens ein Opera 285 von Schwan-STABILO).

Bleistift mit Klammer

Der mitdenkende Teil meiner sehr geschätzten Leserschaft wird jetzt bestimmt anmerken wollen, dass eine stoffschlüssige und dadurch nur mit Schäden lösbare Verbindung von verschleißendem Bleistift und wiederverwendbarer Klammer nicht ganz der wahre Jakob ist. Da dieser berechtigte Einwand vorhersehbar war, habe ich eine zweite Konstruktion vorbereitet; diese arbeitet mit einem kleinen Rest des Schlauchs, der beim Anfertigen der Spitzenschützer übriggeblieben ist.

Bleistift mit Klammer

Auch wenn diese Variante eine leichte und zerstörungsfreie Trennung von schreibender und haltender Komponente erlaubt, so hat sie doch zwei Schwächen: Das Schlauchstück schränkt die Auswahl der Stifte auf solche mit passendem Durchmesser ein und verringert zudem die Öffnung der Klammer (natürlich könnte man eine größere nehmen, aber diese würde unser Helferlein erheblich sperriger machen).

Die dritte und deutlich einfachere Lösung, die mir nach weiterem Wühlen in der mentalen Bastelkiste einfiel, nutzt die Kraft eines Gummibands, das sich obendrein an die Dicke des Schreibgeräts anpasst und ohne Klebung auskommt.

Bleistift mit Klammer

Trotz des Umstands, dass diese Ausführung den Stiftwechsel etwas aufwändiger macht, ist sie aufgrund ihrer praktischen Vorzüge mein klarer Favorit und daher bereits im täglichen Einsatz.

Bleistift mit Klammer

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Der Bleistift als Wandler

Mittwoch, 6. Januar 2010

Einen Bleistift im Dienste der Elektroakustik zeigt dieses Foto, das ich in dem Buch „275 Jahre Staedtler-Stifte 1662–1937″ finden konnte.

Kohlemikrofon mit Bleistift

In dieser vermutlich zu Demonstrationszwecken gebauten Variante des von David Edward Hughes im Jahr 1878 erdachten Kohlemikrofons leistete ein beidseitig angespitzter Bleistift den bei auftreffendem Schall sich ändernden Widerstand und sorgte damit nicht für die Wandlung von Gedanken in Schrift, sondern von Gesprochenem in Schwankungen der an ihn angelegten Gleichspannung.

Spitzenspiel

Dienstag, 5. Januar 2010

Einem Feuerwerk gleich präsentierte die J.S. Staedtler Inc. aus Hackensack, New Jersey (USA), in dieser attraktiven Anzeige vom Ende der 1950er Jahre die aus dem damaligen West-Deutschland importierten Produkte für das Zeichnen und Schreiben.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Neben dem Fallminenstift „Technico” und dem Bleistift-Klassiker „Lumograph”, der seinem 80-jährigen Jubiläum entgegensieht, waren hier inzwischen längst verschwundene Stifte zu sehen, darunter der „Omnigraph”, der „Irremovo” sowie der „Revisor”.

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Station für Stifte

Montag, 4. Januar 2010

Neben den als Clip ausgeführten und den fest montierten gibt es die nützlichen, aus einer rundgebogenen Flachspirale gearbeiteten Stifthalter auch selbstklebend und mit Magnet, die Schreibgeräte mit einem Durchmesser von 7 bis 14 mm nahezu überall halten.

Stifthalter mit Klebepad und Magnet

Vertrieben werden diese von dem Münchener Anbieter Carta Pura, der ein Ladengeschäft betreibt und andere Händler beliefert (darunter FORMAT in Darmstadt). – Wer es kräftiger mag, ersetzt das Klebepad durch spaltfüllenden Zwei-Komponenten-Kleber und benutzt statt des einfachen Ferromagneten einen mit Neodym.

Stiftkiste

Samstag, 2. Januar 2010

Direkt neben dem Stifthalter in Spitzerform kümmert sich auf meinem Schreibtisch eine schlichte, aber sehr praktische Kiste von Koh-I-Noor um die Aufbewahrung von Schreib- und anderen länglichen Geräten.

Stiftkiste von Koh-I-Noor

Das etwa 120 × 115 × 85 mm³ große Zubehör aus unbehandeltem Sperrholz verfügt über einen fest sitzenden, herausnehmbaren Einsatz, der das Innere in zwölf Fächer teilt; jedes davon fasst zwölf Bleistifte. – Außer der in den Fotos sichtbaren Beschriftung trägt der Container keine Kennzeichnung.

Stiftkiste von Koh-I-Noor

Wo es dieses Stück zu kaufen gibt, weiß ich leider nicht, denn ich habe es zufällig in einem Schreibwarenladen gefunden und zunächst für einen Teil der Einrichtung gehalten. Heute frage ich mich, warum ich nicht noch das zweite damals erhältliche Exemplar mitgenommen habe, denn später erfuhr ich, dass man diesen Artikel nicht nachbestellen könne. Wie auch immer: Es lohnt sich, Ausschau danach zu halten.

No. 1

Freitag, 1. Januar 2010

Zum Tag Nr. 1 des gerade begonnenen Jahres ein kleines Detail des kurzen Farbstifts № 1 aus einem etwa 50 Jahre alten und noch ausführlicher vorzustellenden 12er-Set der Serie „LUNA” von J.S. Staedtler.

Farbstift LUNA № 1 von J.S. Staedtler

Ich wünsche meiner geschätzten Leserschaft ein gutes neues Jahr!

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