Monatsarchiv für Februar 2011

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Persönliches aus Portugal

Freitag, 25. Februar 2011

Wer sich als Endverbraucher eine kleine Menge Bleistifte bedrucken lassen möchte, sucht lange und oft vergeblich – die meisten Anbieter geben nur an gewerbliche Kunden ab oder haben riesige Mindest­mengen (oder beides). Eine der wenigen Ausnahmen ist der portugiesische Hersteller Viarco, der seit kurzem personalisierte Bleistifte führt und auch online verkauft. Ich habe dieses Angebot getestet.

Persönliches aus Portugal

Der 7,4 mm dicke Bleistift mit HB-Mine ist aus Zedernholz, rund und naturbelassen; eine Banderole aus Papier und zwei Kordeln halten zwölf Stück traditionell zusammen. Ganz im Kontrast zu den zahlreichen Gestaltungsoptionen z. B. bei Reidinger oder STABILO erwar­tet Viarco nur den anzubringenden Text im Kommentarfeld. Das Dutzend kostet 9,90 Euro; für den Versand nach Deutschland kamen 7,50 Euro hinzu. – Bereits vier Tage nach der Bestellung waren die Stifte da.

Persönliches aus Portugal

Überraschung beim ersten Blick: Sowohl der Text als auch der Firmenname und das Logo wurden mit einem Laser eingebracht. Die dabei entstandenen Vertiefungen sind dunkel und gehen etwa einen Millimeter ins Holz. Die Unregelmäßigkeiten in der Schrift, besonders an den Punzen, sind vermutlich durch das Verfahren bedingt, das jedoch erheblich güns­tiger ist als der Aufdruck, der eigens angefertigte Werkzeuge erfordert.

Persönliches aus Portugal

Hier mit der „Granate” von Möbius+Ruppert.

Das Holz ist sauber verarbeitet und glatt; lediglich ein paar Abplatzungen an den Enden und einige Dellen an den Schäften trüben den Gesamteindruck. Im Hand- und im Kurbel­spitzer machen die Bleistifte eine sehr gute Figur.

Persönliches aus Portugal

Gespitzt mit dem Carl Decade DE-100 (links) und der „Granate” (mitte).

Die für HB ziemlich weiche Mine schwärzt recht gut und lässt sich ordentlich radieren, ist aber leider von ungleichmäßiger Qualität, krümelt manchmal und könnte leichter über das Papier gleiten. Aber ich will nicht allzu streng sein – die Gestaltung von Bleistift und Ver­packung ist gelungen, und das stimmt mich milde.

Persönliches aus Portugal

Angenehme Erfahrungen habe ich mit dem Service von Viarco gemacht: Auf meine Fragen nach Details zur Beschriftung bekam ich innerhalb einer Stunde eine detaillierte Antwort. Der Text, so sagte man mir, dürfe die ganze Länge des Bleistift einnehmen und bis zu 5,5 mm hoch sein (darüber gäbe es Verzerrungen); außerdem könne man Grafiken nach elek­tronischer Vorlage einbringen. Aber auch den klassischen Aufdruck bekommt man bei Viar­co in unterschiedlichen Ausführungen, wie diese Übersicht zeigt.

Persönliches aus Portugal

Mein Fazit: Trotz ihrer kleinen Schwächen machen mir diese Bleistifte Spaß, nicht zuletzt wegen ihres Retro-Designs; die sehr große für den Text verfügbare Fläche und die Abgabe bereits kleiner Mengen tragen zur Attraktivität bei.

Stille Beobachter (39)

Donnerstag, 24. Februar 2011

Handtuchhalter

Ein Vormieter der besonderen, nämlich der noch wohnenden Art ist dieser stille Beobach­ter, der sich an einem Handtuchhalter verstecken wollte und mir bei der gründlichen Reini­gung unseres neuen Heims sofort auffiel. Euch kenn' ich!

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Werkzeug

Mittwoch, 23. Februar 2011

Werkzeug

Vergraben unter Kleinteilen und Gerätschaften: Der Rest eines alten Faber-Castell 9000 H.

Kleine Komplizen

Freitag, 18. Februar 2011

Kleine Komplizen

Ich zeige dieses lustige Treiben übrigens nicht nur zum Spaß, sondern auch stellvertretend für eine meiner derzeitigen Aktivitäten – wir sind mitten im Umzug unseres reellen Heims, und so wird es in meinem virtuellen vorerst etwas ruhiger.

Codes & Clowns

Montag, 14. Februar 2011

Dem amerikanischen Computer-Pionier Claude E. Shannon (1916–2001) gewidmet ist die kleine, aber feine Ausstellung „Codes & Clowns” im Frankfurter Museum für Kommunikation. Ausführlich be­schriebene Orginale und Nachbauten, teils zur Vorführung, geben Einblick in das Wirken dieses außergewöhnlichen Wissenschaftlers und machen den Besuch nicht nur für Computer-Nostalgiker lohnend. Hier ein paar Fotos, die ich leider so lange unkommen­tiert lassen muss, bis ich meine Notizen wiedergefunden habe.

Codes & Clowns

Jugglometer

Codes & Clowns

Jugglometer (Detail)

Codes & Clowns

Rubik's Cube Solver (Detail)

Codes & Clowns

Ferngesteuerter LKW

Codes & Clowns

Communication theory of secrecy systems (1949)

Codes & Clowns

SIGSALY (System zur Verschlüsselung von Telefongesprächen, 1943; Detail)

Codes & Clowns

NIMWIT (Detail)

Codes & Clowns

THROBAC I (THrifty ROman numeral BAckward looking Computer, Rechner für römische Zahlen)

Codes & Clowns

THROBAC I (THrifty ROman numeral BAckward looking Computer, Rechner für römische Zahlen; Detail)

Codes & Clowns

Mind reading machine

Mein Favorit ist Shannons „Ultimate Machine” aus dem Jahr 1950, die nach dem Einschalten nichts anderes tut, als sich selber auszuschalten (der gezeigte Nachbau brummt obendrein bedrohlich).

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Codes & Clowns. Claude Shannon – Jongleur der Wissenschaft
10. Februar bis 5. Juni 2011
Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt am Main
Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 11–19 Uhr

Eagle Pencil Company 1894

Samstag, 12. Februar 2011

Eagle Pencil Company 1894

Diese aufwändige Variante des Firmenlogos der Eagle Pencil Company zierte 1894 die Rück­seite des Katalogs, in dem auch der pfiffige Tape Measure Pencil zu finden war. – Danke an Herbert R. für diesen Scan!

Paperworld 2011 (3)

Donnerstag, 10. Februar 2011

Im letzten Teil geht es um STAEDTLER. Diesem Hersteller galt mein größtes Interesse, wusste ich doch bereits von einigen Neuheiten und war gespannt darauf, diese zu sehen.

Paperworld 2011 (3)

Neu und bunt sind die vier Varianten des Druckbleistifts graphite 764, die über ein langes, rutschfestes Griffstück und einen herausdrehbaren Radierer verfügen; sie sind in 0,5 und 0,7 mm Minenstärke erhältlich.

Paperworld 2011 (3)

Hinten links: graphite 771 (2008), Noris 763 und tradition 763 (2009)

Die dazu angebotenen Minenröhrchen sind farblich abgestimmt und passen auch zu den im vergangenen Jahr vorgestellten Ausführungen des bekannten Mars micro 775. – Poppig ist der graphite 777 „music edition”, der schwarzgrundig und mit drei verschiedenen Auf­drucken in den Handel kommt.

Paperworld 2011 (3)

Für die Unterstützung des pigment liner konnte man den britischen Künstler Stephen Wiltshire gewinnen, der nur aus dem Gedächtnis detaillierte Großstadt-Zeichnungen anfer­tigt.

Paperworld 2011 (3)

Ausschnitte seiner außergewöhnlichen Werke zieren nun Displays und Verpackungen des pigment liner.

Paperworld 2011 (3)

Beim triplus fineliner geht es jetzt noch lebendiger zu, denn die Palette wurde auf 30 Far­ben erweitert; transparente Boxen für sechs fineliner sowie zwei Mäppchen aus Baumwolle und Neopren mit 20 Stiften ergänzen das Sortiment.

Paperworld 2011 (3)

In der Hand eines prominenten Künstlers findet sich auch der Lumocolor wieder: Ralph Ruthe, bekannter Cartoonist, erfreute so manchen Besucher des Standes mit Karikaturen, die er während des Gesprächs zeichnete. – Neu im Lumocolor-Programm sind jetzt ein Garten- und ein Wäsche-Marker.

Paperworld 2011 (3)

Die drei Flächen des in sechs Farben und dem Härtegrad HB erhältlichen Bleistifts mit der Artikelnummer 133 S tragen runde Vertiefungen, deren Oberfläche reflektiert – eine nette Abwechslung fürs Auge.

Paperworld 2011 (3)

Die Klassiker Lumograph, Noris und Tradition gibt es für begrenzte Zeit in dekorativen Me­talldosen mit historischem Aufdruck. Großzügig bemessen und sogar innen lackiert eignen sich die Dosen mit Klappdeckel nach dem Verbrauch des Dutzends in HB zudem gut für andere Zwecke.

Paperworld 2011 (3)

Sie sollen ab März zu bekommen sein; der empfohlene Verkaufspreis steht noch nicht fest.

Paperworld 2011 (3)

Eine weitere Besonderheit ist das „Pencilmaker Set”, mit dem man die frühe Bleistifther­stellung nachempfinden kann. Aus zwei Holzhälften, etwas Leim und einer vom Zimmer­mannsbleistift vertrauten Mine entsteht der Stift, dessen Werden auch die historische Werk­statt am Stand zeigte (allerdings bekam man dort ein richtiges Siegel).

Paperworld 2011 (3)

Die größte Überraschung war für mich das Unterrichtsset, das die Frage „Wie kommt die Mine in den Stift?” sehr geschmackvoll beantwortet.

Paperworld 2011 (3)

Ausgehend von Brettchen und Mine geht es Schritt für Schritt zum fertigen Lumograph, wobei gelungene Illustrationen, Beschriftungen in sechs Sprachen und ein Einleger zusätz­liche Details zum Herstellungsprozess liefern.

Paperworld 2011 (3)

Ein beeindruckendes Produkt!

Paperworld 2011 (3)

Das war's von der diesjährigen Paperworld – die nächste beginnt am 28. Januar 2012.

Paperworld 2011 (2)

Montag, 7. Februar 2011

LYRA, seit knapp drei Jahren Teil von FILA, stellte das dritte Mitglied der GROOVE-Familie vor: Zum GROOVE und GROOVE slim kam nun der ebenfalls dreiflächige GROOVE Triple 1. Der 12 cm lange und 15 mm dicke Stift mit Kurznut hat eine 10 mm starke, wasservermal­bare Mine und kommt in 18 Farben; eine Graphit-Variante gibt es nicht. – Praktisch: Der neue Gesamtkatalog hat ein Griffregister.

Paperworld 2011

Auch beim Industriellen Markieren und Signieren hat sich etwas getan. Neu im Programm ist der permanente, schnelltrocknende Gel-Signalmarker der Pica-Reihe, erhältlich in sechs Farben. Darüber hinaus bietet LYRA für den Pica Dry jetzt wasserstrahlfeste Farbminen an.

Eine weitere Variation der von Schwan-STABILO als Geschmacksmuster angemeldeten und beim EASYgraph genutzten Vertiefungen zeigte Koh-I-Noor mit dem styleGRIP.

Paperworld 2011

Sehr interessant war auch der Besuch bei Möbius+Ruppert, dem traditionsreichen Her­steller von Spitzern, Zeichengeräten und Schneidemaschinen.

Paperworld 2011

Nahezu das komplette Sortiment, darunter Klassiker wie die „Granate”, fertigt M+R in Deutschland, wobei eigenentwickelte Maschinen und Verfahren für die Kunststoff- und Metallbearbeitung genutzt werden.

Paperworld 2011

Bei Eisen sprach mich besonders der überdimensionale Spitzer an.

Paperworld 2011

Neu sind die schwarzen Handspitzer aus Metall, die sich nicht nur mit schwarz lackierten oder durch­gefärbten Bleistiften und schwarzen Radierern attraktiv kombinieren lassen.

Paperworld 2011

Von Baiersdorf, dem Sitz von Eisen, nach Tokyo, der Heimat von OHHIRA.

Paperworld 2011

Wer hätte gedacht, dass dieser unscheinbare Stand einem der weltgrößten Zulieferer u. a. von Druckbleistiftmechaniken gehört?

Wie im vergangenen war ich auch in diesem Jahr bei DOMS, einem Bleistift-Hersteller aus Indien. Der Geschäftsführer Harshad Raveshia kommentiert sehr kundig bei pencil talk, und so war es mir eine Freude, seinen Stand zu besuchen und mit seinem Sohn einige Worte zu wechseln. – Gleich nebenan zeigte Nataraj eine bemerkenswerte Deko­ration:

Paperworld 2011

Der dritte und letzte Teil dreht sich um STAEDTLER.

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