Monatsarchiv für Dezember 2011

Na und?

Samstag, 31. Dezember 2011

Das et aus der Cooper Black1 (1921) gefällt mir so gut, dass ich mir einen Gummistempel mit dieser Glyphe habe machen lassen.

Na und?

Wozu? Zum Ausleben der Freude, zur Dekoration und um zu vermeiden, dass dieses Jahr vernünftig ausklingt.

Ich wünsche meinen Lesern einen angenehmen Jahreswechsel und einen guten Start ins neue Jahr!

  1. Weitere Schnitte führt Wordshape: Italic, Hilite, Condensed und Swash Italic; Swash gibt es bei Linotype. – Literaturtipp dazu: „BIG Black & Beautiful” von Ward Nicolaas (BIS Publishers 2011).

Noch einer

Montag, 26. Dezember 2011

Feiertage kann man nicht verlängern, wohl aber Bleistifte. Das nehme ich zum Anlass, um am heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag ein weiteres dafür notwendiges Zubehör vorzu­stellen.

Noch einer

Dieses historische Utensil unbekannten Fabrikats und Alters dient nicht nur der Verlänge­rung eines Bleistiftrests, sondern auch dessen taschenfreundlichem Transport.

Noch einer

Die schützende Kappe, abgezogen und auf das Ende gesteckt, macht den Umsteckscho­ner länger und damit gut handhabbar.

Noch einer

Gleichzeitig schränkt sie jedoch die Länge des nutzbaren Bleistifts ein: Er muss mindestens 25 mm lang sein, um vom Überwurf noch zuverlässig geklemmt zu werden, darf aber 75 mm nicht überschreiten, da sonst die Kappe nicht mehr schließt.

Noch einer

Hier mit einem STABILO GREENgraph 6003.

Mich beeindruckt der Aufwand, der hier für einen kleinen Bleistift getrieben wurde.

Noch einer

Vielen Dank an Kai für dieses schöne Stück!

Verlängern mit ITO-YA

Samstag, 24. Dezember 2011

Ein besonders pfiffiger unter den Bleistift-Verlängerern ist dieser von ITO-YA, der Ei­genmarke des großen japanischen Anbieters gleichen Namens.

Verlängern mit ITO-YA

Der 105 mm lange, gut 9 mm dicke und mit 20 g federleichte Verlängerer besteht aus zwei Teilen, bei deren Verschrauben sich die dreigeteilte Klemme am inneren Teil schließt und den Bleistift greift. Wie manch andere seiner Art nimmt er den größten Teil des Stifts auf (hier: mehr als 100 mm) und lässt sich daher nicht nur mit Stummeln verwenden.

Verlängern mit ITO-YA

Das Gewinde ist auch außen sicht- und fühlbar und macht so das gummibeschichtete, aber angenehm anzufassende Äußere noch griffiger. – Eine Längsriffelung am Ende erleichtert die Handhabung.

Verlängern mit ITO-YA

Außer in schwarz gibt es diesen Verlängerer in rot, weiß und grau; er kostet zwischen 3,70 (Bundoki) und 5,20 Euro (ITO-YA).

Verlängern mit ITO-YA

Hier mit einem Pentel Black Polymer 999 HB.

Für mich ein günstiges, praktisches und attraktives Zubehör. – Eine englische Besprechung dieses Verlängerers gibt es unter „Ito-ya pencil holder” bei pencil talk.

Allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

e+m Endless 1156

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Heute ein rascher Blick auf den Endless 1156, einen Bleistiftverlängerer der e+m Holz­produkte in Neumarkt nahe Nürnberg.

e+m Endless 1156

Der angenehm schlichte Endless hat einen zylindrischen Korpus aus Wildkirsche, der 80 mm lang und etwa 14 mm dick ist. Die viergeteilte Klemmung mit mattverchromtem, 11 mm starken Überwurf hält den Bleistift zuverlässig und bietet den Fingern auf einer Länge von knapp 30 mm Platz.

e+m Endless 1156

Hier mit dem Rest eines Mitsubishi Hi-uni HB.

Das geringe Gewicht des Verlängerers von 14,6 g kommt daher, dass er fast vollständig aus­gehöhlt ist und so auch 96 mm des Bleistifts aufnehmen kann; das ist sehr praktisch. Seine Handhabung ist gut, könnte aber noch angenehmer sein, wenn die Holzkante an der Klemmung etwas entschärft wäre. – Ein kleiner Wermutstropfen ist der nicht exakt zen­trische Sitz des Metallteils im Holz meines Exemplars, doch man hat mir angeboten, es um­zutauschen.

e+m Endless 1156

Der e+m Endless 1156 wird in einem schwarzen Pappkarton geliefert und kostet 16,50 Euro.

Reise in den Stift

Montag, 19. Dezember 2011

Die Mine eines Bleistifts kennt jeder, doch wie sieht es in ihrem Inneren aus? Diese Aufnah­men des Rasterelektronenmikroskops LEO 1530 VP lassen uns in eine verborgene Welt schauen.

Reise in den Stift

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Hier die Mine eines STAEDTLER Mars Lumograph 100 HB in unterschiedlichen Vergröße­rungen.

Reise in den Stift

Die mäandernde Struktur der Graphit-Ton-Matrix ergibt sich durch den Formgebungspro­zess.

Reise in den Stift

Das letzte Bild zeigt eine einzelne Graphitflocke und die schichtenförmige Anordnung der he­xagonalen Graphitplättchen.

Reise in den Stift

Vielen Dank an STAEDTLER und das Zentrum für Werkstoffanalytik Lauf für die Aufnahmen und die Genehmigung zur Veröffentlichung!

Anm.: STAEDTLER möge mir nachsehen, dass ich mich mit „Reise in den Stift” bei dem Titel des her­vorragenden und schon oft gezeigten Exponats bedient habe.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Sonntag, 11. Dezember 2011

Es passiert nur sehr selten, dass man eine über 110 Jahre alte Anzeige zeigt und wenig später den darin beworbenen Bleistift in der Hand hält. Dieses Glück hatte ich dank Sean von The Blackwing Pages, der mich auf die Auktion des halben Dutzend Mongol Steno­graphic 596 von Eberhard Faber USA hingewiesen und mir bei der Beschaffung dieser Rarität geholfen hat1.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die in Silber, Blau und Weiß gehaltene Schiebeschachtel ist recht aufwändig gestaltet. Alle Außenseiten sind bedruckt, ohne dass es überladen wirkt, und auch das Innenteil hat man farblich passend ausgeführt.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die silberne Farbe findet sich im Prägedruck des Bleistifts wieder und passt gut zum rot­braunen, etwas unregelmäßigen Lack, der in einem reizvollen Kontrast zum Blau des Kar­tons steht.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Der runde, mit 6,5 mm vergleichsweise dünne und ab Werk beidseitig angespitzte Steno­graphic 596 hat eine Mine normalen Durchmessers und der Härte HB bis B. Ein kurzer Test hat gezeigt, dass sie von hoher Qualität ist.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

„12 fine points”, „slender grip”, „firm lead for speed and long wear” – der Stenographic 596 hält diese Versprechen auch heute noch.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Danke an Sean für seine Bemühungen!

  1. Ich gehe jedoch davon aus, dass diese Exemplare nicht ganz so alt sind, sondern aus den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts stammen.

Goldstück

Sonntag, 4. Dezember 2011

Auf dem Höhepunkt des kalifornischen Goldrausches im Jahre 1849 begann Eberhard Fa­ber in den USA mit dem Verkauf von Bleistiften und anderen Schreibwaren. 1861 eröffne­te er in New York an der Stelle, wo heute das UNO-Gebäude steht, die erste Bleistiftfabrik der USA.

Goldstück

Zum 100-jährigen Jubiläum gab es dann auch ein passendes Geschenk für die Freunde und Partner des Unternehmens, nämlich die Nachbildung eines Nuggets in einem 58 mm × 50 mm × 15 mm großen Stück Gießharz.

Goldstück

Mit im Karton war ein Faltblatt, dessen Innenseite auch im Katalog des selben Jahres zu sehen war und wohl den Ursprung des bekannten goldfarbenen Rings auf der Zwinge des Mongol-Bleistifts erklärt.

Goldstück

Goldstück

Die Prägung auf der Rückseite des kleinen Quaders informiert noch einmal über den Zusammenhang.

Goldstück

Für mich ein interessantes Stück Bleistift-Geschichte! – Danke an Sean von The Blackwing Pages, der mich auf die Auktion dieser Kostbarkeit hingewiesen hat.

Goldstück


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