Monatsarchiv für Juni 2012

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IDUNA-2

Samstag, 30. Juni 2012

Einen mächtigen Apparat brachte die Idea-Maschinenfabrik von Hans Michaelis aus Leipzig in Stellung, um „jedem Stifte jede Spitze” zu geben.

IDUNA-2

Die im Original nur etwa 75 × 45 mm kleine Anzeige im Buch „Technisches Zeichnen” aus dem Jahr 19421 zeigt zwar nur wenige Details der IDUNA-2, lässt aber erahnen, zu was sie fähig war.

IDUNA-2

Meines Wissens war diese Spitzenvielfalt einzigartig..

IDUNA-2

Für Fotos, Details und sogar ein Video verweise ich gerne auf www.spitzmaschine.de.

  1. Bachmann, Albert; Vent, Heinrich; Forberg, Richard: Technisches Zeichnen. Leipzig und Berlin: B.G. Teubner, 3. Auflage 1942.

Memento mori

Mittwoch, 27. Juni 2012

Memento mori

Die Kunst des Vorspanns

Dienstag, 26. Juni 2012

Ein Augenschmaus vor allem für Liebhaber des klassischen Vorspanns, aber auch für die al­ter Zeichengeräte: „A History Of The Title Sequence”, ein grandioser Kurzfilm von Jurjen Ver­steeg aus den Niederlanden.

Danke an Stefan für den Hinweis!

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Sonntag, 24. Juni 2012

Ich mag kleine Nachschlagewerke, besonders dann, wenn sie alt sind und „Kleines a-b-c …” heißen. Heute daher ein Blick auf und in Hermann Palmers „Kleines a-b-c der Druckerei” aus dem Thebal-Verlag in Stuttgart. – Bilder zum Vergrößern anklicken.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Augenpulver, Bezeichnung für besonders kleine, enggesetzte u. deshalb schwer lesbare Schriftarten.

Charakterzeile ist die Zeile einer Besuchs- (Visiten-) Karte, die Beruf, Stellung od. Rang angibt. Wortkürzungen sollen bei ihr tunlichst vermieden werden.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Eierkuchen, scherzhafte Bezeichnung für einen in- oder durcheinander­geschobenen Satz.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Englische Höhe der Lettern beträgt 62,03 Punkte gegen 62⅔ der deutschen Normalhöhe.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Faktor (lat. Faktor = der Besorgende) nennt man den technischen Leiter einer Druckerei und in Großbetrieben die Vorsteher der einzelnen Zweige im Buch­gewerbe, z. B. Setzerei, Buchdruckerei, Buchbinderei, gleichsam Meister, der auch im allgemeinen die Meisterprüfung abgelegt haben muß.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Hering, beim Buchdrucker die Bezeichnung für Verweis, Rüge, Rüffel.

Kustos, die am Schluß einer rechten Seite meist allein auf dem Ende einer Zeile stehenden Anfangssilben oder Wörter der nächstfolgenden Seite, die den Leser hinüberleiten sollten. Heute nicht mehr üblich.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Landkartenpapier, zum Druck von Landkarten aus besten Faserstoffen her­gestelltes, gut geleimtes Spezialpapier, an das besondere Anforderungen in Bezug auf Dehnbarkeit gestellt werden, da es sich beim Übereinanderdrucken verschiedener Farben, das meist im Steindruck unter starkem Feuchten erfolgt, nicht verziehen darf.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Lay-out, eine aus dem Amerikanischen übernommene Bezeichnung für eine → Anordnungsskizze für einen Druckauftrag.

Lexikon, ein früher übliches Papierformat von 50×65 cm Seitenlänge. Heute ersetzt durch DIN → Papierformate.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Melotypie, Bezeichnung für die satztechnische Herstellung von Musiknoten.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Pachulke, Bezeichnung für den Setzer, der nicht vollständige Satzarbeit liefert, sondern nur Teilsatz herstellt.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Signatur. 1. eine runde oder eckige Einkerbung an der Vorderseite jeder Drucktype. Sie dient zur leichteren Unterscheidung von ähnlichen Schriften gleichen Kegels und ermöglicht dem Setzer, die Typen durch bloßes Abfühlen mit dem Finger in die richtige Stellung im Winkelhaken zu bringen. 2. Signatur des Druckbogens → Norm.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Speck, scherzhafte, aber oft gebräuchliche Bezeichnung für irgendeinen Vorteil (Specksatz, Speckzeile, Speckschiebung für günstiges Manuskript usw.).

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Zeug nennt der Setzer alle Buchstaben, die am Schriftbild oder sonst beschä­digt und zum Druck nicht mehr geeignet sind. Sie werden in der Zeugkiste gesammelt und später eingeschmolzen.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Heinrich Palmer: Kleines a-b-c der Druckerei. Mit vier Farbtafeln, Leineneinband. Theba-Ver­lag, Stuttgart, 2. erweiterte Auflage, ohne Jahresangabe (vermutl. 1950er Jahre). 11 × 15 cm, 120 Seiten. – Der Bleistift im ersten Bild ist ein A.W. Faber Goldfaber 1221 HB; die Bleilettern halten das Büchlein offen.

Handarbeit

Freitag, 22. Juni 2012

Wer wissen will, wie der auf der diesjährigen Paperworld vorgestellte Jubilee Pencil von Derwent gefertigt wurde, erfährt es hier: „Clive Farrar and the Jubilee Pencil”.

Danke an Julie Paradise für den Hinweis!

J.S. Staedtler 1919 (8)

Freitag, 22. Juni 2012

Ich schaue gerne ganz genau hin und heute auf den Titel des Katalogs von J.S. Staedtler aus dem Jahr 1919, der hier schon mehrmals im Mittelpunkt stand. Diesmal geht es jedoch nicht um die Produkte, sondern um die Gestaltung.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Gesetzt wurden diese Seite und große Teile des Katalogs in der Behrens Antiqua, die der Künstler Peter Behrens um 1902 entworfen hat und laut MyFonts bei der Gießerei Rudhard in Offenbach erhältlich war. (Als Anbieter einer digitalen Variante wird Solotype genannt, aber dieser fehlen u. a. die Textziffern und die Ligaturen; zudem ist sie vergleichsweise kantig.)

Die Behrens Antiqua und ihre Verwendung in diesem Katalog gefallen mir außerordentlich gut. Hier zum Beispiel hat man zur besseren Lesbarkeit statt des versalen I ein J genom­men.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Einige Versalien haben Unterlängen.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Textziffern tragen zur Attraktivität bei.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Gut möglich, dass die Jugendstil-Ornamente auch von Peter Behrens stammen.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Die Blattmitte ziert eine Abbildung des bis Ende 1988 genutzten Staedtler-Werkes in der Nürnberger Innenstadt. Ein Großteil wurde abgerissen, doch im ehemaligen Verwaltungs­gebäude befindet sich heute das Finanzamt.

J.S. Staedtler 1919 (8)

J.S. Staedtler 1919 (8)

Ungewöhnlich sind auch die Anführungszeichen und der Bindestrich.

J.S. Staedtler 1919 (8)

J.S. Staedtler 1919 (8)

Die Form des G finde ich besonders bemerkenswert.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Schön: Die fi-Ligatur.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Das Genetiv-s war damals noch nicht verpönt. – Die Jahreszahl 1662 hat bereits zu einigen rechtlichen Streitereien geführt, doch an der ersten urkundlichen Erwähnung des Friedrich Staedtler, einem Vorfahren Johann Sebastian Staedtlers, ist nicht zu rütteln. – Hier zu se­hen: Eine ch-Ligatur.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Unter dem 1900 angemeldeten Markennamen „Mars” liefen die Spitzenprodukte des Sor­timents.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Das kleine g hat es ebenfalls in sich.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Eine ft-Ligatur gab es offenbar nicht.

J.S. Staedtler 1919 (8)

J.S. Staedtler 1919 (8)

Der kleine Mond, diesmal recht detailliert und gar nicht so klein, ist selbstverständlich mit von der Partie.

J.S. Staedtler 1919 (8)

 Spitzenschoner | J.S. Staedtler 1919 | Techniker-Etuis „Famulus” 

Dieses war der fünfte Streich, …

Samstag, 16. Juni 2012

… doch der sechste – nein, das war das fünfte Jahr dieses Weblogs, und das sechste hat gerade begonnen!

Dieses war der fünfte Streich …

Danke an meine Leser für ihr Interesse und ihre Teilnahme an diesem bunten Durcheinan­der, das inzwischen 829 Beiträge mit über 2200 Fotos und 3631 Kommentaren umfasst. Weiter geht's!

Bleistifte und Nichtigkeiten

Samstag, 16. Juni 2012

Das Magazin „The New Yorker” hat eine sehr lesenswerte Besprechung1 des Buchs „How To Sharpen Pencils” von David Rees: „Pencils and Nothingness”.

Danke an Max für den Hinweis!

  1. Der Autor Mark O’Connell hat auch schon mit David Rees gesprochen: „On Point: David Rees, The Proust of Pencil Sharpeners”.
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