Gelb 2.0
So ganz klar ist nicht, woher die Popularität der gelben Farbe für Bleistifte im englischsprachigen Raum, vor allem aber in den USA kommt. Manche Quellen nennen als Ursprung den Fund hervorragenden Graphits in südsibirischen Berg Batugol nahe China im Jahre 1874; andere führen den gelben Diamanten Koh-I-Noor an, nach dem L. & C. Hardtmuth im ausgehenden 19. Jahrhundert ihren besten Bleistift benannten und so diese Farbe mit hoher Qualität verbanden. Doch wie auch immer: Die in den USA bekannten und beliebten Bleistifte wie Eberhard Faber Mongol, Dixon Ticonderoga und General’s Semi-Hex waren und sind gelb lackiert.
Dieser Vorliebe gerecht wird auch STAEDTLER mit einer besonderen Variante des WOPEX, die in Nürnberg für den britischen und den US-Markt gefertigt wird. Außer in der Schaftfarbe und im Radiertip, einem weiteren charakteristischen Merkmal amerikanischer Bleistifte1 unterscheidet sich der gelbe WOPEX zudem in seiner glatteren Oberfläche von den hier erhältlichen Ausführungen. Ich finde ihn ansprechend!
- Ich wünschte, es gäbe neben dem Noris 122 noch ein, zwei weitere Bleistifte mit Radiertip im Sortiment von STAEDTLER. Einen Mars ergosoft oder einen Lumograph mit Radiertip – das wär’s! (Letzteren gab es ja schon einmal, wie diese Anzeige aus den 50er Jahren zeigt.)↩
Stichwörter: STAEDTLER

16. Juni 2012, 0:24 Uhr
It’s only the Yanks who insist on using yellow pencils. It’s not so clear-cut here in the UK. The market leader, if you ignore no-name supermarket pencils, has to be the Staedtler Noris, which of course is only 50% yellow…
16. Juni 2012, 10:34 Uhr
gestern habe ich im baumarkt ähnlich leuchtend gelbes gesehen.
ich glaube faber-castell nennt es bei seinen albrecht dürer stiften „nepalgelb”.
koh-i-noor hat meiner ansicht nach ein ins ocker gehende gelb, das für die augen beim schreiben viel gefälliger ist.
16. Juni 2012, 11:30 Uhr
Stationery Traffic, thank you for that detail. Of course I didn’t mean to lump the pencil preferences of the UK and the USA together. – I am happy to hear about the Noris’ popularity in the UK. Your idea about the 50 percent is great!
webtrotter: Die Anzeige digitaler Fotos auf nicht kalibrierten Geräten bringen immer leichte Abweichungen von der dargestellten Farbe mit sich, und so sieht der gelbe WOPEX in Wirklichkeit auch etwas anders aus als auf diesem Bild. – Ich vermute, dass Faber-Castell mit „Nepalgelb” die Farbe der Pigmente und nicht die des Schaftes meint. Ja, das Gelb von Koh-I-Noor ist etwas gedämpfter.
19. Juni 2012, 19:43 Uhr
Den gelben Wopex habe ich mir vor einigen Wochen hier in England gekauft - leider aber ohne Radiertip…
19. Juni 2012, 20:22 Uhr
[…] a complement to Lexikaliker’s yellow Wopex, here a photo of the yellow Wopex blister pack available in the UK. I bought this pack of five […]
19. Juni 2012, 21:50 Uhr
Matthias: Danke für den Hinweis! Der gelbe WOPEX ohne Radiertip war mir neu, ebenso der weiße Aufsteckradierer in diesem Set.
20. Juni 2012, 0:33 Uhr
Vorschlag für einen Blogartikel: Ein Test verschiedener Radiertips. (Oder gibt’s das schon irgendwo?)
Meiner Erfahrung nach radieren die Dinger nämlich unabhängig vom jeweiligen Hersteller ähnlich gut wie ein handelsüblicher Türstopper, aber ich bin neugierig ob ich vielleicht bisher einfach nur Pech hatte? Nach mehreren schlechten Erfahrungen habe ich solche Stifte jedenfalls strikt gemieden, weshalb meine eigene Stifteschublade heute keine geeigneten Testobjekte mehr bereithält.
20. Juni 2012, 21:11 Uhr
Die Radiertips sind sicher eine nähere und vergleichende Betrachtung wert – das wäre wirklich ein gutes Thema für einen Beitrag.
Wirklich schlimme Radierertips kenne ich eigentlich nur von Billig-Bleistiften, die ich jedoch ohnehin nicht benutze. Im Gegensatz dazu sind z. B. die des STAEDTLER Noris 122 und des Mitsubishi 9850 sehr gut (leider sind die Bleistifte von Mitsubishi hierzulande nicht erhältlich).