Monatsarchiv für Juli 2012

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Denke (2)

Freitag, 20. Juli 2012

Kleiner und vermutlich älter als das braune Notizblock-Etui von IBM ist dieses graublaue Exemplar, das zudem über eine Schlaufe mit rundem Bleistift verfügt.

Denke (2)

Im 90 × 65 mm großen, goldfarben bedruckten Etui aus Kunstleder steckt ein 84 × 53 mm großer Abreißblock, der ursprünglich um die 40 Blatt gehabt hat. Etwa ein Drittel der Blätter fehlen, und die Zeichnungen auf einigen legen den Schluss nahe, dass auch mal ein Kind Freude an diesem Utensil hatte.

Neben dem Firmenslogan „THINK” auf der Vorder- und „IBM” auf der Rückseite finden sich unter dem Block Angaben zum Nachbestellen. – Im Gegensatz zur braunen Variante trägt diese nicht die Unternehmenswerte.

Denke (2)

Mir gefallen die geringen Abmessungen, die Farben und der Stift, dessen Lack mit dem Auf­druck korrespondiert. Der Slogan sagt mir als passioniertem Selbstdenker natürlich be­sonders zu.

Denke (2)

Ich hätte nichts dagegen, wenn die eine oder andere Firma statt der allgegenwärtigen Werbe-Kugelschreiber so etwas streuen würde.

Zeichnung und Zierde

Mittwoch, 18. Juli 2012

Alte Literatur zum technischen Zeichnen finde ich faszinierend. Vor allem ihre Ästhetik und die Details zu den Werkzeugen begeistern mich, aber auch die – im Fall von Lehrbüchern – instruktive Sprache mit ihrer nüchternen Sorgfalt übt großen Reiz auf mich aus.

Zeichnung und Zierde

Manchmal lohnt bereits die Umschlaggestaltung den (oft sehr günstigen) Kauf, so auch beim Titel „Technisches Zeichnen” von Arthur Gruber1. Dieses Design hat etwas, beson­ders die Illustration! – Dazu Verwandtes gibt es unter „Kunst und Konstruktion”.

  1. Gruber, Dipl.-Ing. Arthur: Technisches Zeichnen. Ravensburg: Otto Maier Verlag, 3. Auflage, vermutl. 1940er Jahre.

Tolle Typen

Mittwoch, 18. Juli 2012

Durch Raum und Zeit und über den elektrischen Flohmarkt in des Lexikalikers Schreibstube: Vier hölzerne Ligaturen.

Tolle Typen

Ihrer ursprünglichen Funktion und Umgebung beraubt dekorieren diese Drucklettern nun den Schreibtisch. – Alter und Herkunft kenne ich jedoch nicht, und auch die Schriftart konnte ich noch nicht identifizieren.

Detail

Dienstag, 17. Juli 2012

Bei der Betrachtung des Staedtler Mars Lumograph 02886 6B ist mir etwas aufgefallen, was ich noch an keinem holzgefassten Bleistift gesehen habe.

Detail

Die 3,3 mm dicke Mine ist gerillt.

Detail

Über den Zweck dieses Profils kann ich nur spekulieren. Sollte es die Minenoberfläche ver­größern und damit die Verleimung unterstützen? Oder wollte man mit einem zusätzlichen Formschluss den Halt der Mine im Holz verbessern?

Detail

Diese Rillen kannte ich bisher nur von Minen für Fallminenstifte, wo sie dem besseren Halt in der Zwinge dienten. – Unten zwei Lumograph 1904 von Staedtler aus den 1940er Jahren. Das Zwingchen (hier fest angebracht, später abziehbar) gab es bei Staedtler bis 1991; es verhinderte das Herausfallen der Mine.

Detail

Nachtrag vom 18.7.12: Ein Leser vermutet, dass man vielleicht mangelbedingt Fallminen in Holz gefasst hat.

Nachtrag vom 28.8.12: Mein Leser Carlos hat mich auf die Abflachungen an der Spitze angesprochen; diese stammen vom Fräser des Kurbelspitzers (hier: der Westcott iPoint Classact).

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Freitag, 13. Juli 2012

Vergraben in einem Allerlei alter Blei- und Kopierstifte: Ein originalverpacktes Dutzend und einige lose J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886 im Härtegrad 6B.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Die Variante des auf der Verpackung abgebildeten Mars-Kopfes war von 1925 bis 1952 in Gebrauch. Da Staedtler meines Wissens während des zweiten Weltkriegs nicht lackiert hat, gehe ich davon aus, dass die Bleistifte aus den frühen 1940er Jahren stammen, also etwa 70 Jahre alt sind. Der Zustand der Stifte ist indes hervorragend – kein Exemplar ist verzo­gen oder weist andere dem Gebrauch oder dem Aussehen abträgliche Merkmale auf.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Der Karton trägt die Kennzeichnungen „N/1309″ und „ZULASSUNGS-Nr. 3I Sch 004″. Für diese Angaben und die Null vor der Artikelnummer habe ich keine Erklärung. – Am Rande: 1963 wurde die Richtung der Beschriftung umgekehrt und 1967 von der 2886 auf die 100 umgestellt.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Der schwarze Prägedruck enthält den 1887 als Warenzeichen angemeldeten Viertelmond sowie die bis in die 1960er Jahre hinein genutzte Kombination aus dem astronomischen Zeichen für den Planeten Mars und den beiden Mars-Monden Phobos und Deimos.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Die Verarbeitung ist sehr gut, und wenn man genau hinschaut, erkennt man längslaufende Rillen in der Mine, wie sie auch mal bei Fallminen üblich waren; ich vermute, sie sollten die Verleimung, d. h. den Halt der Mine im Holz verbessern (mehr dazu hier).

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Das Holz mit seiner Maserung und der rötlichen Färbung ist eine Pracht, und beim Spitzen war ich überrascht: Mir ist noch kein Bleistift untergekommen, der so intensiv und ange­nehm nach Zeder duftet! (Gespitzt habe ich den 02886 übrigens mit dem iPoint Classact von Westcott.)

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Der 02886 hat einen Durchmesser von 8,8 mm (Schlüsselweite 8 mm) und eine 3,3 mm dicke Mine mit sauberer Abgabe und kräftiger Schwärzung. Sie ist fettiger als die im Ver­gleich beinahe kreidig wirkende des Faber-Castell 9000 Jumbo 6B. Zudem fällt auf, dass sie leichter gleitet und mehr glänzt, sich aber etwas schlechter radieren lässt; dies könnte für feineren Graphit, eine höhere Minendichte und eine stärkere Imprägnierung sprechen.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 02886

Ein beeindruckender Bleistift!

A.W. Faber 1928

Donnerstag, 12. Juli 2012

Sehr reizvoll finde ich diese etwa 75 × 120 mm große Anzeige von A.W. Faber aus dem Jahr 1928. – Über die nicht ganz korrekten Proportionen von Kopf, Arm, Hand und erst recht Stift sehe ich gerne hinweg.

A.W. Faber 1928

Der Text in Sütterlin lautet: „16 verschiedene Härtegrade. Passend für jede Hand und für jeden Beruf”.

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

Faber-Castell 9000 Jumbo

Mittwoch, 11. Juli 2012

Seit 2011 in der Fertigung, im Januar 2012 auf der Paperworld vorgestellt1 und vor der für den September geplanten deutschen Markteinführung u. a. bereits in Japan erhältlich: Die Variante „Jumbo” des Bleistift-Klassikers Faber-Castell 9000. Ich habe die Globalisierung ge­nutzt und einige Jumbos reimportiert.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Während der normale 9000 einen Durchmesser2 von 7,6 mm hat, ist der ebenfalls 17,5 cm lange Jumbo mit 10,4 mm wesentlich dicker.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Seine Gestaltung ist jedoch die gleiche3, und so hat auch er drei bedruckte Seiten. Wie nicht anders zu erwarten, ist die Verarbeitung einwandfrei.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Die Mine des werkseitig gespitzten Jumbo ist 5 mm dick und von sehr hoher Qualität.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Ein feiner Bleistift, den zu benutzen mir besonders in den weichen Graden Freude macht.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Links: 4B, rechts: 2B

Den bei den Künstlermaterialien eingeordneten 9000 Jumbo gibt es in HB, 2B, 4B, 6B und 8B; die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1,99 Euro. Passende Spitzer4 und Radierer sind angekündigt.

  1. Bei meinem Besuch ist er mir allerdings nicht aufgefallen.
  2. Ein auch für Bleistifte gebräuchliches Maß ist die Schlüsselweite, d. h. der Abstand zweier gegenüberliegender Flächen; sie beträgt beim Jumbo 9,4 und beim normalen 9000 6,8 mm. Eine einfache Umrechung der Schlüsselweite in den Durchmesser (oder umgekehrt) ist aber wegen der Verrundung der Kanten nicht möglich.
  3. Ich hätte übrigens nichts dagegen, wenn man das Grün wieder heller machen und die Farbe des Rings an die des Aufdrucks anpassen würde.
  4. Meine Favoriten für Stifte dieser Stärke sind der M+R 602 und der iPoint Classact.

Tiger

Dienstag, 10. Juli 2012

Heute schleicht sich ein Tier an.

Tiger

Tiger

Tiger

Vielen Dank an Herbert R. für den tollen „Tiger”!

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