Monatsarchiv für Oktober 2013

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Eine Kostbarkeit aus Japan

Montag, 28. Oktober 2013

In meiner Sammlung schlummert seit Jahren eine Kostbarkeit aus Japan, die ich mir zwar schon oft angeschaut, aber aus unerfindlichen Gründen hier noch nicht gezeigt habe.

Eine Kostbarkeit aus Japan

Bereits die Verpackung aus Stoff, Leder und Holz beeindruckt.

Eine Kostbarkeit aus Japan

Eine Kostbarkeit aus Japan

Eine Kostbarkeit aus Japan

Eine Kostbarkeit aus Japan

Eine Kostbarkeit aus Japan

Der so geschmackvoll umhüllte Bleistift ist ein Mitsubishi Hi-uni HB, doch statt der üblichen Lackierung trägt er ein Gewand aus Japanlack (Urushi) und keine Kennzeichnung.

Eine Kostbarkeit aus Japan

Von diesem Bleistift wurden vor etwa fünf Jahren nur jeweils 30 Stück in schwarz, braun und dunkelblau gefertigt.

Eine Kostbarkeit aus Japan

Durch eine Unterbrechung des farbigen Lacks am Ende des Stifts ist die Maserung des Holzes zu sehen. – Das Design ist zurückhaltend und die Verarbeitung exzellent, und so lassen mich der Bleistift und seine Verpackung immer wieder staunen.

Eine Kostbarkeit aus Japan

Dieses kostbare Stück war ein Geschenk von Stephen von pencil talk, der es auch in sei­nem Weblog vorgestellt hat. Thank you again very much, Stephen!

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Sonntag, 27. Oktober 2013

Landkartenstifte1 üben großen Reiz auf mich aus, ohne dass ich sagen kann, warum – oft sind es nur Farbstifte in anderer Verpackung, und zum meist militärischen Hintergrund habe ich keine Beziehung. Am meisten sprechen mich jedoch die Gestaltung und die oft anzu­treffende Legende an; vermutlich ist es deren Ästhetik, die mich auch in diesem Fall hat zugreifen lassen.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Das Krokier-Etui Nr. 7673 von A.W. Faber ist aus Blech, misst 185 × 54 × 18 mm und enthält zwölf Farbstifte der Marke „Pestalozzi”2. Wann diese Marke benutzt wurde, konnte ich noch nicht herausfinden; ich gehe aber davon aus, dass dieses Etui aus der Zeit des zweiten Weltkriegs stammt.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Der Name des Herstellers wurde in den Klappdeckel geprägt.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Auf der Papierummantelung des Etuis finden sich Angaben zur Verwendung der Farben so­wie Details der topographischen Darstellung für Krokierzwecke.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Die mit den Farbmustern genannten Nummern korrespondieren mit denen der Stifte, und angesichts der Lücken in der Nummerierung vermute ich, dass die zwölf Farbstifte eine Auswahl aus einem größeren Sortiment waren.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Die sechsflächigen Farbstifte haben eine festere und deutlich weniger kreidige Mine als die meisten anderen mir bekannten Landkartenstifte. Diese ist wasservermalbar, lässt sich aber kaum radie­ren.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Ihr Aufdruck ist knapp, und neben der Farb- gibt es noch eine Artikelnummer und die da­mals als Logo genutzte Waage, eines der für mich schönsten Warenzeichen aus der Büro­artikelwelt.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Der helle, leicht abwischbare Belag an den Spitzen stammt wahrscheinlich vom Ausblühen des Wachses, mit dem die Minen imprägniert wurden.

A.W. Faber Pestalozzi Krokier-Etui Nr. 7673

Für mich ein sehr schönes Etui!

Anm.: Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich auch diesmal um das Blatt Lauter­bach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.

  1. Ich unterscheide nicht zwischen „Landkartenstift” und „Krokierstift”.
  2. Es gab auch Bleistifte dieser Marke; Namensgeber war wohl der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827). – In dem Buch „Faber-Castell since 1761″ wird der Waren­katalog des Jahres 1932 zitiert mit „Pestalozzi – der Schulfarbstift mit der dünnen Mine zum billigen Preis – mit Wasser vermalbar”.

Mars Black Lead Pencil

Samstag, 26. Oktober 2013

Zum Wochenende ein Blick auf ein altes Etui der Mars Pencil Co. J.S. Staedtler.

Mars Black Lead Pencil

Das Etui ist recht aufwändig gefertigt. Deckel und Boden stehen über, und die Schrift auf dem Deckel ist leicht erhaben.

Mars Black Lead Pencil

Sechs der ehemals zwölf Bleistifte der Marke Mars 1225 im Härtegrad B sind noch vorhan­den und bis auf leichte Alterungsspuren wie Lackabplatzungen an den Enden sehr gut er­halten. Eine Aufteilung mit Stoffband zum Anheben erleichtert ihre Entnahme.

Mars Black Lead Pencil

Die Beschriftung des Etuis gefällt mir außerordentlich gut. Sie unterscheidet sich deutlich von den anderen historischen Produkten von J.S. Staedtler, die ich bis jetzt sehen konnte, und so vermute ich, dass das Etui aus der 1922 gegründeten Staedtler-Niederlassung in New York stammt. Die Bleistifte selbst kommen laut Aufdruck aus „Bavaria”, also aus dem Werk in Nürnberg.

Mars Black Lead Pencil

Der Mars 1225 kam 1908 auf den Markt und wurde 1930 durch den Lumograph 2886 ab­gelöst; diesem folgte 1967 der Lumograph 100. Damit könnte das Etui etwa 80 bis 90 Jah­re alt sein.

Mars Black Lead Pencil

Vielen Dank an Sean von Contrapuntalism für dieses wunderschöne Etui!

Kurz notiert

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Der italienische Hersteller Ogami hat auf der Paperworld 2012 Notizbücher aus „stone pa­per” vorgestellt. Dieses Papier besteht zu 80% aus Calciumcarbonat, das bei der Marmor­verarbeitung anfällt, und enthält zudem den Kunststoff HDPE (Polyethylen hoher Dichte), ist also keine Freude für die Umwelt. (Übrigens nutzt man bei der Papierherstellung schon lange Calciumcarbonat, wenn auch in wesentlich kleineren Mengen, um das Papier heller und glänzend zu machen.) Auf der Buchmesse in Frankfurt/Main vor zwei Wochen konnte ich ein Ogami-Notizbuch testen und war enttäuscht – selbst mit zwei ansonsten sehr leicht gleitenden Bleistiften (Pentel Black Polymer 999 und Caran d'Ache 348) hatte ich den Ein­druck, als bremse das Papier den Stift, und so war das Schreibgefühl unangenehm. Mit Füll­federhalter, so ein Mitarbeiter am Stand des deutschen Vertriebs, könne man das Papier gar nicht nutzen, da es fast nichts aufsauge. Die Gestaltung der Ogami-Notizbücher spricht mich an, doch die Gebrauchseigenschaften empfinde ich als ernüchternd.

Stifte für verschiedene Berufe

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Stifte für verschiedene Berufe

Aus dem Warenkatalog 1961 von A.W. Faber-Castell:

  • Signier-Bleistift für Förster 702
  • Steinhauerstift für Bildhauer und Steinmetze 1808
  • Wetterfest-Schwarzstift für Gärtner 2516
  • Weberstift für Webwaren 2530
  • Wäschezeichenstift zur Kennzeichnung von Wäsche 2598
  • Telefonstift mit Nickelkapsel und Anhängering 1401
  • Schreinerstift für trockenes Holz 1834

Danke an Faber-Castell für den Scan!

Nachtrag vom 6.11.13: Der 702:

A.W. Faber 702

Der Stift ist ist 12 mm dick und hat eine Mine mit einem beeindruckenden Durchmesser von 6,5 mm. Danke an Alex für diesen Stift!

„Qualität … bis zum Ende!”

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Nach dieser Anzeige eine weitere von Gilbert Blanzy-Poure, ebenfalls aus dem Jahr 1961 und der Zeitschrift „Réalités”.

„Qualität ... bis zum Ende!”

Schlicht, streng und dramatisch – die Darstellung des Stummels finde ich großartig.

Blue Zebrano

Dienstag, 22. Oktober 2013

Heute ein kurzer Blick auf den „Blue Zebrano”-Bleistift im Set „Les Crayons de la Maison Caran d'Ache” № 21. Doch warum ausgerechnet auf diesen?

Blue Zebrano

(Bild zum Vergrößern anklicken)

Eine Besonderheit dieses Bleistifts ist sein Aufbau, denn während man üblicherweise nur ei­ne Sorte Holz verwendet, hat man für den „Blue Zebrano” verschiedene, nicht eingefärbte Holzsorten verleimt und aus diesen Spanplatten die Bleistifte produziert2. An der dem Be­trachter zugewandten Fläche des Bleistifts erkennt man, wie dünn die Schichten sind; das lässt den hohen Aufwand erahnen. Sehr schön finde ich auch, wie die Farben am schrägen An­schnitt der Spitze zur Geltung kommen. Ein beeindruckender Bleistift!

  1. Das Set № 1 gibt es hier und das Set № 4 hier zu sehen.
  2. Quelle: E-Mail von Caran d'Ache.

G wie Gilbert

Sonntag, 20. Oktober 2013

G wie Gilbert

Gut 60 Jahre alt ist diese ganzseitige und in meinen Augen sehr geschmackvoll gestaltete Anzeige von Gilbert Blanzy-Poure, die in der französischen Zeitschrift „Réalités” erschien. Bemerkenswert finde ich, dass man damals bis 10H, aber nur bis 6B ging. – Gilbert wurde um 1830 gegründet. 1838 nannte man sich Gilbert & Co. und 1921 Sermajor; 1939 schloss man sich mit Blanzy-Poure zusammen und firmierte unter Gilbert Blanzy-Poure. Als Conté das Unternehmen 1960 kaufte, erfolgte die Umbenennung zu Blanzy-Conté-Gilbert; 1979 kam die Übernahme durch BIC. An den Ursprung erinnert der Bleistift „Gilbert”, und der in dieser Anzeige beworbene und erstmals 1939 angebotene Fallminenstift „Criterium” ist ebenfalls noch im Sortiment. – Eine weitere Anzeige von Gilbert Blanzy-Poure gibt es hier.

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