Monatsarchiv für November 2013

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Wie meinen?

Samstag, 30. November 2013

Wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, kommt einer und macht's. Diesmal kam einer von der Telekom.
„Helferline: 11833″ leuchtete heute ein großer Flachbildschirm in den Kassenbereich einer örtlichen REWE-Filiale1. Doch wer oder was ist „Helferline”? Gab es bei der Telekom etwa den Wettbewerb, eine Alternative für den strapazierten Terminus „Hotline” zu finden?2 Betreibt man hier einen fernmündlichen Kummerkasten und erwartet von den Hilfesuchen­den, dass sie „Helfer” deutsch und „line” englisch aussprechen, also mitten im Wort die Sprache wechseln? Will man sich dabei die positive Konnotation des versatilen Helferleins zunutze machen? Oder nennt man eine Mitarbeiterin am anderen Ende der „Line” Helfer­line? Wären dann nicht „Helfine” (weil kürzer) oder „Helfinchen” (mein Favorit3) besser ge­wesen?
Wie auch immer: So hilflos, dass ich mich freiwillig an die „Helferline”4 wende, werde ich hoffentlich nie sein.

  1. Die audiovisuelle Belästigung beim Warten ist ein anderes Reizthema.
  2. „Mach ma wat schönet!” – „Heißline!” – „Nee, det klingt wie Reißleine!” – „Helferline!” – „Jut, det nehm wa!”
  3. „Guten Tag, sie sprechen mit Helfinchen! Wie kann ich ihnen helfen?”
  4. Aus dem Festnetz 1,99 Euro/Minute, Mobilfunk ggf. abweichend.

„Helps the hand that shapes the future”

Samstag, 30. November 2013

Aus der „Progressive Architecture” vom November 1960: Eine in meinen Augen gelungene Anzeige von A.W. Faber-Castell USA mit einem starken Slogan.

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

Spitzen fürs Zimmern

Freitag, 29. November 2013

Aus dem Sortiment des niederländischen Anbieters Sieben & Co. kommt dieser Spitzer für Zimmermannsbleistifte.

Spitzen fürs Zimmern

Das 55 mm lange und 26 mm dicke Utensil ist aus jeweils zwei Kunststoff- und Metallteilen zusammengesetzt, wobei die für unterschiedliche Stiftquerschnitte ausgelegte Stiftaufnah­me drehbar ist. Kennzeichnungen kann ich nicht erkennen.

Spitzen fürs Zimmern

Sein wohl auffälligstes Merkmal ist das gekrümmte Messer, das an den Faber-Castell Janus 4048 erinnert, und einem Zimmermannsbleistift mit ovalem Querschnitt eine besondere Spitzengeometrie gibt. – Das Messer ist 0,5 mm dick1, aber trotzdem noch von Hand bieg­bar. Sicher wird dies durch die Länge des Messers2 begünstigt, doch es lässt Zweifel an der Härte und damit der Standzeit aufkommen. – Sieben & Co. gibt an, bereits Hunderttau­sende dieses Spitzers allein in den Niederlanden verkauft zu haben; dies zu glauben fällt mir schwer.

Spitzen fürs Zimmern

Das ordentlich gefertigte Gerät arbeitet bemerkenswert gut und verfügt sogar über einen Spitzstopp, der auch bei Spitzern für Standardbleistifte nicht selbstverständlich ist.

Vielen Dank an Wowter für diesen ungewöhnlichen Spitzer!

  1. Zum Vergleich: Das des Janus 4048 ist 0,3 mm und das der Granate gut 0,5 mm dick.
  2. 30 mm, Granate 24 mm.

Aufgeschaut

Mittwoch, 27. November 2013

Aufgeschaut

Manchmal sehe ich ein altes Foto mit neuen Augen. Hier der Blick in die Krone einer Zeder im Garten des Schlosses Rheinsberg, aufgenommen am frühen Nachmittag des 3. August 2012. Damit das, was mir jetzt so gut gefällt – der Kontrast und die Konturen – noch bes­ser herauskommt, habe ich den trüben Himmel weiß gefärbt und die wenigen Farben in Graustufen umgewandelt.

Faber-Castell, eine deutsche Dynastie

Dienstag, 26. November 2013

Im dritten Teil der ARD-Reihe „Deutsche Dynastien” ging es gestern um Faber-Castell. Wer (so wie ich) die 45-minütige Sendung verpasst hat, kann sie in der Mediathek anschauen.

Danke an Stefan für den Hinweis!

Wischfestigkeit

Montag, 25. November 2013

Aus heutiger Sicht etwas ungewöhnlich wirkt diese Anzeige von J.S. Staedtler aus dem Jahr 1940, in der die Wischfestigkeit des Bleistifts Mars Lumograph 2886 hervorgehoben wird.

Wischfestigkeit

Den „Universal-Zeichen- und Lichtpausstift” Lumograph, der am 1. August 1930 auf den Markt kam, diente Staedtler hauptsächlich solchen Nutzern an, die ihre Zeichnungen per Lichtpause vervielfältigen wollten. War es bis dahin üblich, Zeichnungen mit Tusche aus­zuziehen, um die notwendige Lichtundurchlässigkeit zu erhalten, so versprach der Lumo­graph, einen ausreichend opaken Abstrich zu liefern und so diesen Schritt überflüssig zu machen1.

Wischfestigkeit

Damit lagen die Originale nur in Bleistift vor, so dass die Wischfestigkeit noch wichtiger wur­de. Doch was macht eigentlich den Abstrich eines Bleistifts wischfest? Jeder Bleistiftnutzer, der darauf achtet, kennt die zum Teil erheblichen Unterschiede.

Wischfestigkeit

Um es vorwegzunehmen: Ich weiß es nicht, möchte aber ein paar Details aufführen, von denen ich denke, dass sie von Bedeutung sind2. Zwei Aspekte entziehen sich dem Einfluss des Minenherstellers, nämlich die Oberflächenbeschaffenheit des Beschreibmaterials und der Anpressdruck des Schreibenden. Raues Papier und hoher Druck schaffen zwar eine fes­tere Verbindung zwischen Papier3 und Mine4, sorgen aber auch für eine stärkere Abgabe; erstere verbessert die Wischfestigkeit und letztere verschlechtert sie.

Wischfestigkeit

Die Korngröße des Graphits spielt sicher ebenfalls eine Rolle – ist der Graphit fein, kriecht er besser in die Papierporen und lässt sich schlechter verwischen. Eine weitere Voraussetzung für gute Wischfestigkeit ist eine saubere Abgabe, die u. a. durch eine homogene Minen­masse und eine hohe Dichte erreicht wird. Auch die Wahl des Wachses, mit dem die Minen nach dem Brennen imprägniert werden, beeinflusst die Bindung von Minenmaterial und Pa­pier: Ein hydrophiles (wasserliebendes) Wachs schafft eine bessere Verbindung mit dem Papier als ein hydrophobes (wassermeidendes)5.

Wischfestigkeit

Es fällt auf, dass vieles von dem, was die Wischfestigkeit verbessert, die Radierfähigkeit ver­schlechtert, und so liegt es in der Kunst des Herstellers, einen guten Mittelweg zu finden.

Wischfestigkeit

  1. Siehe dazu auch „Patentschrift Nr. 74853″ sowie „Mine und Mischung”.
  2. Ich möchte also – im positiven Sinn – dilettieren.
  3. Die im technischen Zeichnen beliebten Polyesterfolien, die unter den Markennamen Mylar und Hostaphan angeboten wurden, kamen erste Mitte der 1950er Jahre auf den Markt. Für diese Folien gab es dann auch spezielle Bleistifte wie z. B. den Duralar und den Dynagraph (beide von Staedtler), deren Minen anders zusammengesetzt waren.
  4. Ich betrachte hier nur den Bleistift mit keramisch gebundener Mine, also die Mine mit Ton, nicht jedoch die ungebrannte Polymermine (Staedtler WOPEX, EPCON, Conté Evolution) und die ge­brannte Polymermine (Pentel Black Polymer 999, Feinminen für Druckbleistifte).
  5. Ich hoffe, bald mehr zu der Bedeutung des Wachses sagen zu können.

„the better pencil”

Samstag, 23. November 2013

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

„the better pencil”

Zeichen setzen

Freitag, 22. November 2013

The Noun Project hat sich vorgenommen, die Kommunikation durch Symbole zu verein­fachen. Die Idee ist nicht neu, doch das Vorhaben des Projekts ehrgeizig: Man möchte die visuelle Sprache der ganzen Welt in einer einzigen Datenbank zusammenstellen, organisie­ren und frei verfügbar machen. Sehr beeindruckend!

Zeichen setzen

Der Bleistift im Noun Project

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