Monatsarchiv für Oktober 2015

PROMINENT 3502

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Mein Leser Martin Engewicht hat auf dem Flohmarkt alte Bleistifte entdeckt und mich ge­fragt, ob ich zu diesen etwas sagen kann. Da ich passen musste und ebenfalls mehr wissen möchte, wende ich mich an meine geschätzte Leserschaft.

PROMINENT 3502

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Der goldfarbene, vom Ende zur Spitze laufende Prägedruck umfasst den Härtegrad „№ 2″, einen Stern, die Nummer 3502, den (übrigens grandiosen) Namen „PROMINENT” sowie den Zusatz „FEINER BLEISTIFT”; zwei in meinen Augen ungewöhnliche Schmuckelemente schließen den Namen ein.

PROMINENT 3502

Der Bleistift, den es in mindestens fünf Farben gab, ist von mittlerer Qualität. Der nicht immer gleichmäßige Lack ist sehr dünn, so dass das Holz manchmal an den Kanten durch­scheint, und der Prägedruck lässt sich mit dem Finger abreiben. Wie so oft kann ich das Holz nicht identifizieren: Die feine, gleichmäßige Maserung könnte für die Kalifornische Bleistiftzeder sprechen, nicht jedoch die Härte, bei der sich sogar der Kurbelspitzer CARL Decade DE-100 schwer tut. Die für № 2 vergleichsweise weiche Mine hat eine saubere Abgabe, schreibt recht ordentlich und schwärzt gut, ist aber nur mäßig radierbar.

Weiß jemand unter meinen Lesern, woher der PROMINENT 3502 kommt und wie alt er ist?

Danke an Martin Engewicht für die Bleistifte!

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

Mittwoch, 21. Oktober 2015

STAEDTLER hat auf der Insights X 2015 die Sortimentserweiterung des Bleistift-Klassikers Mars Lumograph1 vorgestellt.

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

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Die Neuerungen:

  • Mit 7H, 8H, 9H und 9B kamen vier Härtegrade hinzu, so dass es nun 20 sind2.
  • Die Härtegrade 7B und 8B enthielten Ruß; dies ist nun nicht mehr der Fall.
  • Neu ist der Lumograph black, dessen Minen einen hohen Rußanteil haben und den es in 2B, 4B, 6B und 8B gibt.

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

Das neue Lumograph-Sortiment kommt im Januar 2016 in den Handel.

  1. Er kam am 1. August 1930 als Lumograph 2886 auf den Markt und trägt seit 1967 die Artikel­nummer 100.
  2. Zum Vergleich: Den Faber-Castell 9000 gibt es in 16 (8B–6H), den Tombow Mono 100 in 17 (6B–9H) und den Mitsubish Hi-uni in 22 (10B–10H) Härtegraden.

Herbst

Montag, 19. Oktober 2015

Herbst

Ich mag die Herbstfarben. – Die sechs dominanten Farben hat mir der Palette Generator extrahiert.

Unterwegs

Donnerstag, 15. Oktober 2015

In Ermangelung der für einen längeren Beitrag notwendigen Zeit ein schneller Griff in die Mottenkiste.

Unterwegs

Dieses Straßenschild fiel mir 2011 in Untergriesbach auf, nahe dem Graphitwerk Kropfmühl, das ich damals besucht habe.

„Two Knights to Remember”

Montag, 12. Oktober 2015

Sean von Contrapuntalism hat erneut Faber-Castell in Stein besucht; hier ist der erste Teil seines spannenden und wunderschön bebilderten Berichts: „Two Knights to Remember (I): Köln to Stein”.

Von der Linde zum Bleistift

Dienstag, 6. Oktober 2015

Über ein sehr interessantes Projekt berichtet der Artikel „Bleistifte aus bayerischem Linden­holz”1 von Eckart von Reitzenstein, Diplom-Forstwirt bei STAEDTLER, im Holz-Zentralblatt in der Nummer 37 vom 11. September 2015.

Von der Linde zum Bleistift

Das heute beliebteste Holz für Bleistifte ist die Kalifornische Bleistiftzeder (auch Weihrauch-Zeder, Calocedrus decurrens), die vor etwa 100 Jahren die Virginische Bleistiftzeder (Juni­perus virginiana) abgelöst hat. Im 17. Jahrhundert, als sich in Nürnberg das Bleistift­machergewerbe entwickelte, war jedoch die heimische Linde (Tilia) die wichtigste Holzart für Bleistifte. An diese Wurzeln hat man sich erinnert, als man für das zehnjährige Jubiläum der Bayerischen Staatsforsten ein besonderes Werbegeschenk suchte; die Idee, einen Werbebleistift aus heimischer Linde zu fertigen, haben schließlich die Bayerischen Staats­forsten, PEFC Deutschland und STAEDTLER Nürnberg umgesetzt.

Von der Linde zum Bleistift

Das Lindenholz aus dem Forstbetrieb Arnstein in Unterfranken wurde im Sägewerk Monn­heimer im Odenwald zu Brettchen verarbeitet, aus denen STAEDTLER im Werk Neumarkt 50.000 Bleistifte gefertigt hat. Die Stifte gingen dann an die Bayerischen Staatsforsten sowie an die Bayerische Forstverwaltung, PEFC Deutschland, den Bayerischen Waldbe­sitzerverband, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände in Berlin und das Branchenbündnis Pro Holz Bayern.

Von der Linde zum Bleistift

Ein Kamerateam hat den gesamten Herstellungsprozess begleitet; der daraus entstandene Film „Von der Linde zum Bleistift” ist seit wenigen Tagen im YouTube-Kanal der Bayeri­schen Staatsforsten zu sehen. – Danke an die Bayerischen Staatsforsten für die Bleistifte!

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