Morgenstimmung Blei- und Rotstifte von Shinwa 

Post-Feder

Post-Feder

(zum Vergrößern anklicken)

Nein, dieser Pilot Custom Heritage 912 hatte keinen Unfall, und die ungewöhnliche Form seiner Feder ist auch nicht das Ergebnis einer fragwürdigen Bastelei.

Die Krümmung der sog. PO-Feder hat einen besonderen Grund. Als im Japan der 1920er Jahre Postkarten aufkamen, waren diese zunächst aus weichem, faserigem Papier, das sich zwar gut für die Beschriftung mit dem Pinsel eignete, aber nicht für die mit dem Füller. Und weil der Versand der Postkarte deutlich günstiger war als der eines Briefs, erfreute sie sich großer Beliebheit. So entwarf der japanische Hersteller Pilot eine Feder für das Schrei­ben auf diesem billigem Papier. Sie ist sehr fest und hat eben diese Krümmung, durch die die Spitze fast senkrecht auf dem Papier steht; dies führt auf weichem und rauhem Papier zu einer noch schwärzeren Schrift, ohne dass diese dabei zerfasert. Diese Feder, die etwas feiner ist als die EF-Feder des Pilot Penmanship, gleitet sehr leicht und hat einen sehr gu­ten Tintenfluss, und es macht mir große Freude, mit ihr zu schreiben. – Außer im Custom Heritage 912, den ich haupt­sächlich zusammen mit dem Hobonichi Techo benutze, bietet Pilot diese PO-Feder noch im Custom 742 und im Custom 743 an.

Stichwörter: Pilot

2 Kommentare zu „Post-Feder”

  1. Julie Paradise

    Well .. that escalated quickly! Um nicht zu sagen: Die Füllerei hat Dich jetzt erwischt. ;-) Schönes Stück mit fantastischer Feder!

  2. Lexikaliker

    Tja, allerdings ;-) Die Feder ist wirklich grandios!

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Ich versuche, auf alle Kommentare einzugehen, und sei es auch nur, um Danke zu sagen.


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