Archiv der Kategorie „Alltägliches”

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Das Rätsel der Sphinx-Reißzwecke

Dienstag, 1. Dezember 2015

Zu den alltäglichen Dingen, die mich schon lange interessieren, gehört die Reißzwecke, und so helfe ich auch gerne bei der Suche nach dem Ursprung des Modells SPHINX, das meinem Leser Michael Ponstingl auf einem Foto aufgefallen ist.

Das Rätsel der Sphinx-Reißzwecke

Das Foto wurde zwischen 1890 und 1903 in Wien aufgenommen. Der Gedanke, dass diese Reißzwecke von der 1888 in Wien gegründeten Firma Heinrich Sachs (heute SAX, Teil von Brevillier Urban & Sachs GmbH & Co. KG) stammt, liegt nahe, doch das Unternehmen hat mir mitgeteilt, dass man die SPHINX-Reißzwecke nicht gefertigt hat.

Wer weiß mehr?

Kurz vor Zwölf

Sonntag, 17. August 2014

Kurz vor Zwölf

Kleine Hand (2)

Sonntag, 10. November 2013

Zu meinen zahlreichen Obsessionen gehört die Zeigehand. Hat sie mich in meiner Jugend durch ihre Ästhetik angesprochen und u. a. als Stempel erfreut, so habe ich später bemer­kenswerte Details aus ihrer über 900-jährigen Geschichte erfahren. Dies und mein Inter­esse an Typografie lässt mich seitdem zu allem greifen, was sich mit ihr befasst.

Kleine Hand (2)

„Shady Characters: The Secret Life of Punctuation, Symbols, & Other Typographical Marks” von Keith Houston, erschienen im September 2013 bei Particular Books (UK) und W.W. Norton (USA), ist nicht nur wegen des Kapitels „The Manicule”1 sehr lesenswert. Jedem, der sich für die Geschichte der Satz- und Sonderzeichen interessiert, sei dieses her­vorragend aufgemachte Buch wärmstens empfohlen; auch der Besuch des Weblogs Shady Characters, das diesem Buch vorausging, lohnt sehr.

Kleine Hand (2)

„The Typophiles”, ein loser Zusammenschluss von an Typografie, Druck und Büchern Inter­essierten, trafen sich zum ersten Mal in den 1930er Jahren in New York. 1935 begann man mit der Veröffentlichung sog. „chap books”, die zunächst nicht nummeriert waren, da man noch nicht an eine Serie dachte. 1940 führte man die Nummerierung ein, und 1942 er­schien Band 7, „Roman Numerals, Typographic Leaves and Pointing Hands. Some Notes on their Origin, History and Contemporary Use” von Paul McPharlin2.

Kleine Hand (2)

McPharlin war möglicherweise der erste, der sich eingehend mit der Zeigehand befasst hat, und so ist dieses Büchlein für mich ein ganz besonderes, auch wegen der geringen Auflage von nur 495 Exemplaren3.

Kleine Hand (2)

Es gibt so viel zu entdecken!

  1. Einen Auszug gibt es unter „The Mysterious Manicule”.
  2. Paul McPharlin war übrigens hauptberuflicher Puppenspieler und Mitbegründer der Puppeteers of America.
  3. Die ersten 395 Exemplare waren durchnummeriert und gingen an Mitwirkende und Abonnen­ten; 100 kamen in den Verkauf.

Und nun zu etwas ganz anderem (2)

Sonntag, 30. Juni 2013

Immer nur Bleistifte und das ganze Drumherum geht natürlich nicht, und so gibt es getreu dem Motto „Und nun zu etwas ganz anderem” nach dem Ingwer-Bananen-Kuchen heute einen Limo-Kuchen. (Na gut, ich geb's zu: Es gibt hier nicht den Kuchen, sondern nur das Rezept, doch das nachzubacken lohnt sich.)

Und nun zu etwas ganz anderem (2)

Man nehme:

  • 5 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Tassen Mehl
  • 2 Tassen Zucker
  • 3 Tassen gemahlene Haselnüsse
  • 1 Tasse Kaba
  • 1 Tasse Öl
  • 1 Tasse gelbe Limonade

(1 Tasse ≈ 200 ml)

So wird's gemacht: Alles zusammen etwa fünf Minuten rühren, in eine gefettete und be­mehlte Gugelhupf-Form füllen und bei 160 °C (Umluft) bzw. 180° (Ober- und Unterhitze) backen. Nach dem Erkalten mit Schokoladenglasur überziehen.

Danke an Nils für das Rezept!

Kleine Hand

Samstag, 9. Juli 2011

Christian Morgenstern sagte einmal:

Du lebst so lange nur, als du entdeckst.

Ginge es danach, so würde ich gründlich und lange leben, selbst wenn die Dinge, die ich entdecke, manchmal nicht nur einige hundert Jahre alt, sondern auch vielen schon be­kannt sind. Startpunkt der Entdeckungsreise war diesmal „CopyPasteCharacter” bei Orange Crate Art (Thank you, Michael!).

Kleine Hand

Motiv des Stempels „DingsBums” von Kreuzer (1975)

Ich hätte nicht gedacht, dass die Hand mit Manschette und ausgestrecktem Zeigefinger bereits im 12. Jahrhundert aufkam, in etlichen Varianten von Schreibern, Druckern und Le­sern in Manuskripten und Büchern zur Kennzeichnung benutzt wurde und heute in sechs Uni­code-Zeichen weiterlebt.

Kleine Hand

Unicode-Zeichen „Weißer Zeigefinger nach rechts”
(U+261E; hier das Exemplar aus dem Font Zapf Dingbats)

Kleine Hand

Dreidimensionale Ausführung als Aufstecker für den
Drehbleistift Kreuzer Blift (ca. 1974)

Die Ästhetik der zeigenden Hand hat mich immer angesprochen, was soweit ging, dass ich eine Variante aus einem Handbuch der 1970er Jahre als Stempel umgesetzt habe (natür­lich hat der als Bleistift ausgeführte Zeigefinger eine wichtige Rolle gespielt).

Kleine Hand

Stempel nach einem Symbol aus der Anleitung zum Taschenrechner TI-59

Ganz anders, nämlich wissenschaftlich hat sich William H. Sherman in „Toward a History of the Manicule” (PDF) mit diesem Zeichen befasst. Darin zitiert er Heather Wolfe, eine Kura­torin der Folger Shakespeare Library, die dem Ding einen Namen gab: „manicule”, von „manicula”, dem lateinischen Wort für „kleine Hand”.

Kleine Hand

22 × 17 Pixel: Mein Windows-Mauszeiger über einem Link

Die englische Bezeichnung hat es bis jetzt nicht in die großen Wörterbücher geschafft, und ich bin sicher, dass ich vor einem deutschen Begriff1 noch einige geschichtliche Details zu der kleinen Hand finde.

Nachtrag vom 14.4.12: Die kleine Hand als Sonderdruck.

Nachtrag vom 10.11.13: Den zweiten Teil zur kleinen Hand gibt es hier.

Nachtrag vom 31.1.14: Eine Schreibfeder in Form einer Zeigehand.

  1. Ich schicke „Manikel” ins Rennen.

Alte Schachtel

Mittwoch, 6. Juli 2011

Alte Schachtel

Reißzwecken aus vergangenen Tagen

Pause

Mittwoch, 9. März 2011

Pause

Und nun zu etwas ganz anderem

Sonntag, 9. Januar 2011

Nach sieben Folgen „Monthy Python's Flying Circus” war mir klar: And now for something completely different, nämlich einem Ingwer-Bananen-Kuchen.

Und nun zu etwas ganz anderem

Der Kuchen im Bild ist ohne Ingwer, da meine Familie auch etwas davon möchte.
Hier deutlich zu sehen: Der Kuchen wurde zu früh angeschnitten.

Man nehme:

  • 125 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 2 Eier
  • 50 g Speisestärke
  • 200 g Mehl
  • 4 gestr. TL Backpulver
  • 2 kleine Bananen
  • 50 g kandierter Ingwer

Für den Guss:

  • 150 g Puderzucker
  • 2–3 EL Zitronensaft

So wird's gemacht: Fett schaumig rühren, löffelweise Zucker und Vanillin-Zucker zugeben. Nacheinander die ganzen Eier unterrühren. Speisestärke, Mehl und Backpulver mischen und unter die Schaummasse heben. Bananen zerdrücken, Ingwer in Würfel schneiden und un­ter den Teig rühren. Auf unterster Schiene 45 Minuten bei 180 °C backen.

Und nun zu etwas ganz anderem

Mit diesem Kuchen und einem großen Kaffee gestärkt geht es nun in die nächste Runde mit der britischen Kult-Serie.

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