Archiv der Kategorie „Bleistifte”
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Das Über-Mäppchen
Dienstag, 27. September 2011Ich hätte nicht gedacht, dass ich dem Enveloop jemals untreu werde, doch als ich dieses Mäppchen sah, war es um mich geschehen.
Ganz klar: Der Verschluss ist ein Knaller. Er hält das 20 cm breite Mäppchen aus 1,5 mm starkem, chromgegerbtem Rindsleder zuverlässig geschlossen, denn der Bleistift sitzt gut und rutscht nicht heraus.
Nach zweifachem Aufklappen hat man Zugriff auf die fünf Taschen für jeweils einen Stift. Sie messen zwischen 22 und 29 mm, können also nicht nur Bleistifte, sondern auch dickere Schreibgeräte aufnehmen (rechts ein Bleistiftverlängerer von Rosetta). Die Stifte werden durch die Spannung des Leders sicher gehalten.
Links daneben gibt es zwei 45 mm breite Taschen für größeres Gerät wie z. B. einen Zirkel oder bis zu vier Stifte. – Hier wäre eine kleine Klappe praktisch, denn sind die Taschen nicht ganz gefüllt, kann der Inhalt herausrutschen. Da dies jedoch das Erstlings-Mäppchen der Künstlerin ist und sie Verbesserungsvorschläge annimmt, setzt sie meinem Exemplar die Klappe nachträglich ein.
Den Abschluss des aufgerollt 45 cm langen Mäppchens machen zwei Fächer mit Klappe, die mit einer Breite von 80 mm und einer Länge von 120 bzw. 75 mm ausreichend Platz für Radierer, Spitzer und anderes Zubehör bieten (oben links der sparsame DUX DX4112). – Gut gefüllt ist das Mäppchen etwa 45 mm hoch.
Das handgefertigte Mäppchen ist sehr gut verarbeitet: Die Kanten sind sauber und gefärbt, die Nähte regelmäßig und gerade – eine wahre Freude! Bezahlt habe ich für das Unikat 50 Euro, einen (wie ich finde) angemessenen Preis.
Das schöne Stück kommt aus den Händen von Susanne Hüfner, die demnächst in blog & bleistift, dem Weblog ihres Mannes, eine eigene Rubrik haben und darin ihre Arbeiten präsentieren wird. Ich bin gespannt!
Nachtrag vom 5.10.11: Ihre Rubrik ist eröffnet – es geht los mit diesem Erstkontakt.
Nachtrag vom 10.10.11: Mein Vorschlag wurde rasch umgesetzt:
Vielen Dank, Susanne!
Schmuckstück
Sonntag, 25. September 2011President
Donnerstag, 22. September 2011Ein bemerkenswertes Gerät zum Spitzen von Bleistiften bewarb diese 64 × 98 mm² große Anzeige aus dem Jahr 1891.
Während bei heutigen Spitzmaschinen der Stift ruht und der Fräser um ihn herumgeführt wird, war es beim „President” der Baltimore Specialty Company umgekehrt: Hier steckte man den Bleistift in die Führung und drehte ihn um das feststehende Schneidwerkzeug.
Neben der Gestaltung des Spitzers und seiner Darstellung mit einem gleichermaßen informativen wie dekorativen Ausbruch gefällt mir die Sprache: „The illustration clearly shows that the ‚President’ cannot avoid doing perfect work; it will make a pencil point as you have never supposed possible, and in doing it neither the finger nor the floor will be soiled.” Sehr schön!
Die Funktionsweise verlangte jedoch einen bestimmten Durchmesser des Stifts; ob es die Möglichkeit gab, den Drehradius zu ändern, kann ich nicht erkennen.
Der „President” setzte eine Erfindung von G.H. Coursen um, die 1888 in den USA unter der Nummer 388533 patentiert wurde.
Phönix
Mittwoch, 21. September 2011Nach dem Sirius hier der Karton des Phönix, einem weiteren Bleistift aus der „VEB Leipziger Pianofortefabrik Abt. Bleistifte” in Leipzig, Böhlitz-Ehrenberg.
Zum Bleistift selber kann ich leider nichts sagen, so dass ich es bei der Darstellung der mich ansprechenden (und leeren) Verpackung belassen muss. – Ein paar Details zur Bleistiftfertigung in der Pianofortefabrik lieferte eine Spurensuche.
Erster Schultag
Dienstag, 20. September 2011Das „Google Doodle” vom 1.9.11 („First Day of School”) war ein hier gut hineinpassendes, aber leider in Deutschland nicht zu sehen. Hiermit sei es nachgereicht.

Der amerikanische Druckbleistift
Dienstag, 20. September 2011Sammler aufgepasst: Jonathan A. Veley, der Betreiber des Mechanical Pencil Museum, hat die Veröffentlichung seines Buches „The Catalogue of American Mechanical Pencils” angekündigt. Neben dem Buch, das im November auf den Markt kommen und 39,95 USD kosten soll, gibt es noch einen Foto-Ergänzungsband, eine CD- sowie eine eBook-Version; eine Leseprobe ist verfügbar. – Danke an Dave von Dave’s Mechanical Pencils für den Hinweis!
Stift und Stachel
Montag, 19. September 2011Die Joseph Dixon Crucible Co. sah wohl im „tough point” die Gemeinsamkeit von Biene und Bleistift und vereinte beide in dieser 68 × 27 mm² kleinen Anzeige, die 1893 im Harper’s Magazine erschien.
Nachtrag vom 19.9.11: Sean von „The Blackwing Pages” hat mir dieses Foto geschickt, das den schönen alliterierenden Titel „The Perils of Pencil Photography” trägt und perfekt zu der Anzeige passt:
Vielen Dank an Sean für sein grandioses Foto!
Zurück vom Mars
Sonntag, 18. September 2011Der gestrige Tag der offenen Tür bei STAEDTLER Nürnberg war hervorragend: Freundliche und kompetente Menschen, interessante Themen, ein umfangreiches Rahmenprogramm und prächtiges Wetter haben unseren Besuch zu einem sehr schönen Erlebnis gemacht. Angesichts des großen Angebots habe ich mich spontan dazu entschlossen, meiner selbstauferlegten Chronistenpflicht diesmal nicht nachzukommen und mich ganz auf das Erleben zu konzentrieren; einige wenige Details, deren Auswahl selbstverständlich keine wertende ist, seien jedoch erwähnt.
Das Hauptgebäude bei unserer Ankunft; die Sonne kam nach dem Foto wieder heraus.
Vielen Endverbrauchern unbekannt, aber ein wichtiges Standbein des Unternehmens und daher auch im Wissenschaftspavillon zum Anfassen präsentiert war der Marsclay. Das Industrieplastilin hat seinen Ursprung in der Zeit vor etwa 100 Jahren, als die Autos noch nicht in Serie und viele Karosserien auf Kundenwunsch gefertigt wurden. Vom anfänglich benutzten Lehm, der nicht die gewünschten Eigenschaften hatte und bald durch eine eigens entwickelte Modelliermasse abgelöst wurde, blieb nur die Bezeichnung „clay” übrig; diese hat sich zudem als Fachbegriff etabliert.
Im gleichen Pavillon zu sehen gab es die Unternehmensgeschichte und darin zahlreiche Kostbarkeiten wie den Telefonstift in verschiedenen Ausführungen und ein Rechnungsbuch. Dieses belegt, dass J.S. Staedtler die Mitbewerber 20 Jahre lang mit Farbminen belieferte, da keiner das Produktionsverfahren so beherrschte wie er.
Für mich ein Höhepunkt war die Begegnung mit den beiden Entwicklern des WOPEX, von denen ich eine Sonderauflage dieses extrudierten Bleistifts bekam. – Gezeigt wurde übrigens auch ein 225,2 Meter langer WOPEX.
Zum Schluss ging das Kind im Manne mit mir durch und schnurstracks zur „Kommissionierung für Kinder”; Objekt meiner Begierde war der Schreiblernstift Noris ergosoft 153 mit Kiddifant-Aufstecker, den ich jedoch bereits heute früh mit Freude weitergereicht habe.
Ein toller Tag!
Nachtrag vom 20.9.11: STAEDTLER spricht von 10136 Besuchern.
Die Zwinge im Zentrum
Samstag, 17. September 2011Einen hervorragenden Blick fürs Detail zeigt „A Blackwing 602 Mystery: Which Ferrule was First?”, und auch die klugen Kommentare lassen staunen. Bravo!























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