Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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Sammel-Laster

Montag, 26. Januar 2009

Wohl eher in die Kategorie „Muss ich haben” als zu den Bleistiften gehört dieses Modell des Kleinlasters Mercedes-Benz MB L-319, das Schuco vor zwei Jahren, also gut 50 Jahre nach der Markteinführung des Vorbilds, für Märklin/Trix hergestellt hat.

Sammel-Laster

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Der mit „LYRA BLEISTIFT-FABRIK NURNBERG” (sic!), einem großen Bleistift sowie der Lyra, dem Markenzeichen des Schreibgeräte-Herstellers, bedruckte Kastenwagen im Maßstab 1:87 (H0) hat eine Metallkarosserie, ein Kunststoff-Fahrgestell, wiegt 32 g und ist 55 mm lang. – Es sieht so aus, als wäre dieses in China gefertigte Modell, das an der Unterseite die Bezeichnung „B24-4″ trägt, zudem ein Teil des in der Märklin-Erlebniswelt Göppingen erhältlichen Museumswagen-Sets Trix 15346. In diesem findet sich neben dem H0-Modell eines gedeckten Güterwagens der offenbar auf diesem Transporter abgebildete Bleistift LYRATO 666 von LYRA; daher gibt es hier ebenfalls einen solchen zu sehen (wenn auch in 3B statt in HB wie im Set).

Sammel-Laster

Mehr als diese wohl nicht allzu spannenden Fakten kann ich zu dem Modell nicht anbieten (aber immerhin – vom gezeigten LYRATO 666 weiß ich gar nichts). Ich habe mir das kleine Ding nur gekauft, weil es mit Bleistiften zu tun hat und so schön alt aussieht.

P.S.: Dies ist der 200. Beitrag in diesem Weblog.

Markiges Marketing (1)

Dienstag, 20. Januar 2009

Reklamemarke von LYRA

Wahrscheinlich gut 90 Jahre alt ist diese etwa 55 × 44 mm² große Reklamemarke, mit der das traditionsreiche Unternehmen LYRA für sich geworben hat. Laut Günter Schweigers Virtuellem Reklamemarken-Museum dienten diese Marken, deren Geschichte sich bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt, ursprünglich dem Versiegeln von Briefen, sprachen jedoch auch bald Sammler an und waren in ihrer Blütezeit von 1900 bis 1914 ein beliebtes Werbemittel.

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Schrift zu Stift

Samstag, 10. Januar 2009

Schrift zu Stift

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Bei einem Besuch des kleinen, sehr interessanten Geschäfts, das dem Gutenberg-Museum in Mainz angeschlossen ist, fielen mir diese ungewöhnlichen Bleistifte auf. Ebenso wie die Stifte von O’Bon wurden auch diese aus dem Papier alter Zeitungen hergestellt, laut Anbieter jedoch ausschließlich aus chinesischen. Da man auf eine einheitliche Umhüllung verzichtet und stattdessen den Bleistift lediglich transparent lackiert hat, gleicht keiner dem andern; zudem kann man noch zahlreiche Schriftzeichen erkennen.

Schrift zu Stift

Der runde Zeitungsstift hat mit der Länge von 17,3 cm lang und dem Durchmesser von 7 mm Standardmaße. Die 2 mm dicke Mine ist recht hart, schreibt gut und kratzt nicht.

Schrift zu Stift

Die Verarbeitung ist sehr ordentlich, und so lässt sich der Bleistift auch gut spitzen. Sowohl die „Granate” von Möbius+Ruppert als auch der Tischspitzer Carl Decade DE-100 sorgen für eine saubere Spitze und hinterlassen eine glatte Oberfläche.

Schrift zu Stift

Da wurden Zeitungsartikel zu Büroartikeln, etwas Geschriebenes zu einem Schreibgerät – eine Wiederverwertung der besonderen Art, die zu einem sehr ungewöhnlichen und attraktiven Bleistift geführt hat.

LYRA 2801

Mittwoch, 7. Januar 2009

Der erste hier gezeigte Bleistift im neuen Jahr ist ein sehr alter, und zwar der LYRA 2801, mit dem mich meine bessere Hälfte kürzlich überrascht hat.

LYRA 2801

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Der goldfarben mit „2801 LYRA BLEISTIFTFABRIK NÜRNBERG” beschriftete Bleistift ist schlanke 6,5 mm dünn und inzwischen 16 cm lang. Außer der Lyra, dem Sinnbild des Herstellers, trägt er noch ein Andreaskreuz mit vier Punkten, dessen Bedeutung in diesem Zusammenhang ich nicht kenne.

LYRA 2801

Die Mine des zuletzt mit einem Messer gespitzten 2801 ist gut 2 mm dick und recht hart; sie schreibt ziemlich grau und lässt sich gut radieren.

LYRA 2801

Das auffälligste Merkmal dieses ungewöhnlichen und sehr geschmackvoll gestalteten Stifts ist jedoch die knapp 20 mm lange, messingfarbene Endkappe, die ausgestellt ist und im gut 9,5 mm dicken Abschluss ein geschliffenes Stück grünen Glases hält (zunächst habe ich es für einen Stein gehalten, doch die Schlieren lassen mich daran zweifeln).

LYRA 2801

LYRA 2801

Leider weiß ich nicht genau, von wann dieser Bleistift stammt (ich schätze sein Alter auf etwa 80 Jahre) und welche Absicht hinter der Gestaltung steckt. Kann meine geschätzte Leserschaft vielleicht etwas dazu sagen?

Nachtrag vom 8.1.09: Wie ich gerade von LYRA erfahren habe, führte der Katalog des Jahres 1911 diesen Stift auf.

METAPHYS 44050 viss

Sonntag, 21. Dezember 2008

Hinter dieser recht kryptischen Bezeichnung verbirgt sich ein Radierer der besonderen Art, genauer: der besonderen Form, denn er hat soviel schmale Kante für das präzise Radieren wie wohl kaum ein anderer.

METAPHYS 44050 viss

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Der äußerst ungewöhnliche Radierer des japanischen Anbieters METAPHYS ist in einer von transparenter Folie umhüllten sowie zweifarbig bedruckten Kunststoffschachtel und damit sehr aufwändig verpackt. Auf der Folie findet sich ein Etikett mit Strichcode und den üblichen Recyclingsymbolen; die Schachtel informiert ausführlich:

METAPHYS STATIONERY 440500 viss
produced by
METAPHYS http://www.metaphys.jp
manufactured by
Fueki Nori Kogyo Co., Ltd.

Bermerkenswert ist zudem, dass die Schachtel für den schwarzen Radierer weiß und die für den weißen Radierer schwarz bedruckt ist – Details, die ich sehr schätze.

METAPHYS 44050 viss

Die Motivation des Designers Chaiki Murata hinter der an eine Schraube erinnernde Form wird auf der Verpackung beschrieben:

People who have ever used an eraser would share the same wish that if there is a comfortable and precise corner eraser which never worn out. METAPHYS translated the wish into a shape.
(Unterschrift)
DESIGN CHIAKI MURATA

Und genau das ist der Pfiff: Bei dem Durchmesser von 14 mm sorgt die Gewindeform des 59 mm langen Radierers für eine insgesamt über 66 (!) cm lange Kante.

METAPHYS 44050 viss

Der Radierer, der außer in schwarz und weiß auch noch in orange erhältlich ist, arbeitet sehr gut und krümelarm, kommt in der Leistung aber nicht ganz an andere hochwertige japanische Radierer wie z. B. den Tombow Mono, den Pilot Foam oder den Mitsubishi Mark Sheet heran; mit 315 Yen (zur Zeit etwa 2,50 Euro) ist er außerdem vergleichsweise teuer. Trotzdem ist der METAPHYS 44050 viss ein empfehlenswerter Radierer, der hält, was sein Anbieter verspricht.

METAPHYS 44050 viss

Nun, diese zwei passen leider nicht zusammen – die Steigung des Gewindes in der Mutter ist zu klein und der Radierer hat ein Linksgewinde ;-)

LYRA GROOVE

Samstag, 20. Dezember 2008

LYRA GROOVE

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Um ihre Stifte rutschfest und griffiger zu machen, bringen viele Hersteller etwas auf oder an, doch LYRA in Zusammenarbeit mit formidable lässt bei den Stiften der neuen Serie „GROOVE” einfach etwas weg: Runde Griffmulden im Holz sorgen für sicheren Griff und ein ungewöhnliches, attraktives Äußeres der Blei- und Farbstifte.

LYRA GROOVE

Neben 24 Farbstiften und einem Bleistift mit dem Härtegrad B gehören passend gestaltete Doppelspitzerdosen und Einfachspitzer in jeweils sechs Farben zum „GROOVE”-Programm. Die Spitzer arbeiten erfreulicherweise mit austauschbaren Standardklingen, sind aber leider nicht für Linkshänder verfügbar. Dies ist recht schade angesichts des Umstands, dass die Anordnung der Mulden auch Linkshändern einen ergonomisch vorteilhaften Griff bietet.

LYRA GROOVE

Die 17,5 cm langen, dreiflächigen „GROOVE”-Stifte sind 10 mm dick und haben 4,5 mm starke Minen; ein 20 × 6 mm2 großes Schriftfeld erlaubt die individuelle Kennzeichnung. Die insgesamt 24 Griffmulden – 8 auf jeder Seite – sind versetzt über eine Länge von 10 cm angebracht. Mit einem Radius von 7 mm und einer Tiefe von 1 mm passen sie sich den Fingern der kleinen Kinderhände gut an.

Neben den üblichen Kennzeichnungen wie Artikelnummer, Strichcode und EAN findet sich der Aufdruck “GERMANY” auf den in Deutschland aus Zedernholz hergestellten Stiften.

LYRA GROOVE

Holz, Minen und Verarbeitung der Stifte sind von hoher Qualität: Der sehr gleichmäßige, naturbelassene Lack, der sorgfältige Aufdruck und die präzise eingebrachten Griffmulden verleihen den Stiften ein exzellentes Äußeres. Dies und die brillanten Farben sowie die glatte, saubere Abgabe machen diese Blei- und Farbstifte rundherum empfehlenswert.

LYRA GROOVE

Der „GROOVE” wurde „Produkt des Jahres 2008 im Bereich Schul- und Privatbedarf” der pbs Industrie.

Radierer-Radierer

Dienstag, 16. Dezember 2008

Radierer-Radierer

Das Profil des Radierers KESUGOMU EP-MJ-K vom japanischen Hersteller SEED ist Programm, denn es zeigt das Kanji-Zeichen 消 („kesu”), zu deutsch in diesem Kontext „entfernen”, „löschen”*. Der neue und nicht alltägliche EP-MJ-K ist knapp fünf Zentimeter lang, in fünf Farben erhältlich und wird für umgerechnet etwa 1,20 Euro angeboten.

Radierer-Radierer

Getestet habe ich ihn noch nicht, doch wenn er so gut ist wie der populäre Radar aus dem gleichen Haus, dann kann man ihn sehr empfehlen.

Ein ansprechendes Produkt, wie ich finde. – Der SEED KESUGOMU ist außer in weiß noch in schwarz, rot und blau erhältlich.

* Die der japanischen Sprache Kundigen mögen bitte über eventuelle Ungenauigkeiten hinwegsehen, mich auf grobe Fehler jedoch hinweisen.

Graphitöne

Montag, 8. Dezember 2008

Noch nie war es so einfach wie heute, mit einem Bleistift Krach, ja sogar Musik zu machen, denn jetzt gibt es den von Jay Silver erdachten „Drawdio”. Diese kleine Schaltung, die im Wesentlichen einen analogen Synthesizer darstellt, nutzt die Leitfähigkeit des Graphits und des Körpers, um bemerkenswerte Töne zu erzeugen und über einen Miniatur-Lautsprecher abzugeben.

Graphitöne

Der Bausatz (zum Vergrößern anklicken)

Die Komponenten des bei Adafruit Industries für 19,50 US-Dollar erhältlichen Bausatzes sind schnell verlötet und werden zusammen mit einer AAA-Batterie an einem möglichst weichen Bleistift angebracht.

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (leicht abgewandelt)

Ein paar Striche aufs Papier, einen Finger der anderen Hand darauf, um den Stromkreis zu schileßen, und los geht’s:

Unable to show flash video

Mein „Drawdio” hat im Film (und nur dort) leider einen etwas anderen, leicht ratternden und lästigen Ton. Wie es dazu kam, weiß ich nicht, und reproduzieren konnte ich ihn auch nicht. Liegt es vielleicht am Draht, den ich anstelle der selbstklebenden Kupferfolie verwendet habe? (Letztere habe ich ungeschickterweise unbrauchbar gemacht.)

Natürlich ist der kleine elektronische Krachmacher, dessen lustiger Name sich aus der Kombination von „draw” und „audio” ableitet, nicht auf den Einsatz mit einem Bleistift beschränkt – wer gerne experimentiert, wird sicher schnell zahlreiche andere Möglichkeiten finden, um sich und sein Umfeld mit interessanten Geräuschen zu nerven unterhalten.

Nachtrag 1: Der ratternde Ton, der doch zu sehr an den Bohrer eines Zahnarztes erinnert, hat mich zu einem neuen Anlauf angeregt. Diesmal ist der Bleistift weicher (6B statt 4B) und der Kontakt zur Mine besser (Schraube statt Reißzwecke); darüber hinaus ist der verwendete Draht nun silberbeschichtet.

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (zweite Variante)

Das Ergebnis:

Unable to show flash video

Nachtrag 2:

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (dritte Variante)

Video folgt.

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