Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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Wer ist das?

Freitag, 11. Januar 2013

Diese Frage (hier in Sütterlin) stellte Johann Faber 1930 in einer Anzeige, die den „Apol­lo”-Bleistift bewarb.

Wer ist das?

Der Text in Sütterlin lautet „Bedingungen in den Fachgeschäften”.

Die offizielle Antwort kenne ich nicht, doch ich denke, das man Maler Klecksel von Wilhelm Busch gemeint hat:

Wer ist das?

Nachdem Klecksel seinen Lehrmeister Quast vorzeitig und in einem bedauernswerten Zu­stand verlassen hat, schreitet der durch die Gulden seines Vaters gestärkte Künstler selbst­bewusst und mit großer Mappe dahin.

Jetzt hat der Kuno Geld in Masse.
Stolz geht er in die Zeichenklasse.
Von allen Schülern, die da sitzen,
Kann keiner so den Bleistift spitzen.
Auch sind nur wenige dazwischen,
Die so wie er mit Gummi wischen.
Und im Schraffieren, was das Schwerste,
Da wird er unbedingt der Erste.
Jedoch zunacht, wenn er sich setzte,
Beim Schimmelwirt, blieb er der Letzte.
Mit Leichtigkeit genießt er hier
So seine ein, zwei, drei Glas Bier.

Das vollständige Werk ist u. a. bei zeno.org zu finden; die Zeichnung und das Zitat stam­men aus dem vierten Kapitel.

Zwei Fundstücke

Dienstag, 8. Januar 2013

Gesehen im Pfunds-Museum1 in Hofbieber-Kleinsassen, etwa 15 km östlich von Fulda: Ein Vierkant-Verlängerer und eine Kombination aus Stifthalter und Stahlfeder.

Zwei Fundstücke

Dieser Verlängerer ist mit seiner kantigen Form natürlich kein Handschmeichler und durch die geringe Abmessung kein vollwertiger Lineal-Ersatz, aber die Idee gefällt mir.

Zwei Fundstücke

Auch diese Kombination hat mich angesprochen. – Das war's bereits für heute2.

  1. Der Besuch dieses deutschlandweit einzigartigen Museums sei allen kultur- und technikge­schichtlich Interessierten wärmstens empfohlen. Es zeigt auf etwa 250 m² in sieben Stock­werken eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses anhand von unzähligen Exponaten aus der Antike bis heute die faszinierende Welt des Messens und Wiegens und bietet mit einigen be­nutzbaren Exponaten auch etwas zum Anfassen. Der Eigentümer, der die Schätze in über drei Jahrzehnten zusammengetragen hat, ist äußerst kundig und weiß zu jedem Stück etwas zu erzählen. Mir hat zudem gut gefallen, dass die Exponate oft in Begleitung dazugehöriger und meist ebenso sehenswerter Dinge ausgestellt sind.
  2. Damit hat dieses Weblog endlich einen Beitrag, bei dem die Fußnoten umfangreicher sind als der eigentliche Text.

J.S. Staedtler Noris 1100

Sonntag, 6. Januar 2013

Keine Besprechung, nur Bilder – noch kann ich es nicht übers Herz bringen, dieses Dutzend anzubrechen.

J.S. Staedtler Noris 1100

J.S. Staedtler Noris 1100

J.S. Staedtler Noris 1100

J.S. Staedtler Noris 1100

J.S. Staedtler Noris 1100

J.S. Staedtler Noris 1100

J.S. Staedtler Noris 1100

J.S. Staedtler Kartochrom

Sonntag, 6. Januar 2013

Gedacht für das Zeichnen auf Generalstabskarten und damit für den militärischen Gebrauch war der Kartochrom von J.S. Staedtler.

J.S. Staedtler Kartochrom

Die an einer Seite offene Schiebeschachtel aus festem Karton misst etwa 178 × 41 × 16 mm, ist vollständig mit marmoriertem Papier beklebt und trägt ein Etikett.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der innere Teil, dessen Entnahme durch eine Aussparung und ein Textilband erleichtert wird, ist mit dem gleichen marmorierten Papier eingefasst und mehrfach unterteilt.

J.S. Staedtler Kartochrom

Enthalten sind noch vier vollständige Kartochrom in Rot, Blau und Schwarz, drei Bruch­stücke sowie ein doppelseitiger Halter aus Holz. Ob diese Teile zum ursprünglichen Inhalt gehören oder später hinzukamen, vermag ich nicht zu sagen.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der Kartochrom ist knapp 68 mm lang, 5 mm dick und mit einer Papierung versehen. Er hat eine kreidige Konsistenz, ist bruchempfindlich und lässt sich von Papier weder voll­ständig radieren noch abwischen.

J.S. Staedtler Kartochrom

Ebenso wie beim Landkartenstift von Eberhard Faber und dem Eberhard Faber Cartograph 541 zeigt das Etikett einen Kartenausschnitt1 mit blauen und roten Markierungen; vermut­lich sollten erstere die Position der eigenen und letztere die der gegnerischen Truppen kennzeichnen2.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der 150 mm lange hölzerne Halter ist geschlitzt; ein Überwurf aus Kunststoff klemmt den Kartochrom fest.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der Schriftzug „Kartochrom” und der erklärende Text sind in einer gebrochenen Grotesk gesetzt. Schriften dieses Stils kamen zu Beginn der 1930er Jahre auf den Markt, so dass das Etui gut 75 Jahre alt sein könnte.

J.S. Staedtler Kartochrom

Die topografische Karte im Hintergrund ist das Messtischblatt 3173, Kleinsassen, her­ausgegeben vom Reichsamt für Landesaufnahme 1936.

Weitere Landkarten- und Krokierstifte in diesem Weblog:

  1. Die Orte Hettingen und Rinschheim gehören heute zur Stadt Buchen im Odenwald.
  2. Das ankerförmige Symbol links oben und rechts oben könnte ein taktisches Zeichen für eine Waffe sein, aber da kann ich nur spekulieren.

Speichenstift

Dienstag, 25. Dezember 2012

Das Kickstarter-Projekt des Spoke Pencil von Brian Conti ging an mir vorüber, nicht jedoch die Besprechung dieses ungewöhnlichen Druckbleistifts bei Dave's Mechanical Pencils. Ich musste nicht lange überlegen, ob ich mir ein Exemplar zulegen soll; gestern traf es ein.

Speichenstift

Der aus der Aluminiumlegierung 6061 gefertigte Spoke ist 145 mm lang, gut 16 g leicht und hat an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 13 mm. In seinem Innern sitzt die zuverlässige Mechanik des Pentel P200. Zum Lieferumfang gehört ein Ständer aus gleichem Material, der mit einem Klebeetikett befestigt werden kann, aber auch so mit Stift sicher steht. Bis auf einen kleinen Punkt am Stiftende gibt es keine Kennzeichnungen.

Speichenstift

Das Besondere am Spoke ist sein durchbrochener Schaft, dessen Konstruktion an Speichen erinnert (daher sein Name). Der zwischen dem zweiten und dritten Drittel konvexe Schaft ist hexagonal und verjüngt sich zur Spitze, was den Fingern guten Halt bietet. Trotz seines fast in der Mitte liegenden Schwerpunkts und der glatten Oberfläche liegt der Stift gut in der Hand.

Speichenstift

Die Verarbeitung ist gut, auch wenn man bei genauem Hinschauen die eine oder andere Spur der Bearbeitung sieht. Mich stört dies allerdings nicht. Erfreulich ist der perfekte Sitz der Mechanik – es klappert nichts.

Speichenstift

Die erste Charge des in meinen Augen gelungenen Spoke umfasste etwa 800 Stück; ob weitere geplant sind, weiß ich nicht. Von den ursprünglich sechs Ausführungen sind noch zwei in drei Minenstär­ken für jeweils 49 US-Dollar inklusive Versand erhältlich.

Speichenstift

„Outshine them all” (2)

Sonntag, 23. Dezember 2012

Nach der Vorderseite heute ein näherer Blick auf die „Rainbow Colored Pencils” von Eber­hard Faber aus den USA.

„Outshine them all” (2)

Der etwa 85 × 60 × 185 mm große, zweiteilige Karton ist mit Stoff oder einem ähnlichen Material überzogen und mit Papieretiketten beklebt.

„Outshine them all” (2)

Sein Unterteil besteht aus zwei Hälften, die auseinandergeklappt werden.

„Outshine them all” (2)

In jeder Hälfte steckt ein Stück Holz mit Bohrungen für jeweils ein Dutzend Farbstifte. Diese sind rund, haben einen Durchmesser von 7,5 mm und eine 4 mm dicke Mine. Ein Stift fehlt und einige sind noch ungespitzt; geringfügige Unterschiede in der Bedruckung der Stifte legen die Vermutung nahe, dass manche nachgekauft wurden.

„Outshine them all” (2)

Die Innenseite wiederholt den Text des farbigen Etiketts.

„Outshine them all” (2)

Für mich ist dieses Etui eine kleine Kostbarkeit.

Ein Besuch bei Faber-Castell

Freitag, 21. Dezember 2012

Sean von Contrapuntalism war bei Faber-Castell in Stein und berichtet:

About a month ago, I received an extraordinary invitation: Faber-Castell wanted to know if I would like to come visit their headquarters in Stein for a few days, to have a tour of the castle and production facilities, and to meet with Count Anton-Wolfgang von Faber-Castell.

Mehr unter „The Stein Way (Part 1)”. Auf die weiteren Teile bin ich sehr gespannt!

Spiel mit Spänen

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Reizvolles aus Spitzabfällen macht die Künstlerin Marta Altés: „Playing with pencil shavings”.

Danke an Michael Reichenbach für den Hinweis!

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