Archiv der Kategorie „Fundsachen”
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Stille Beobachter (34)
Sonntag, 20. September 2009Hat der mich jetzt vielleicht erschreckt! Da will man am Sonntagabend noch schnell ein Bild aufhängen, wühlt im Rahmen-Fundus, dreht ein vielleicht passendes Modell um – und starrt plötzlich in zwei hohle Augen! Und erst die scharfen, spitzen Zähne in diesem kantigen Metallschädel … Diese Kerle lauern aber auch wirklich überall.
Was macht eigentlich …
Sonntag, 20. September 2009… der metallene Greifvogel, der hier vor gut einem Jahr klappernd zuschnappen durfte?
Die meisten werden sicher denken, „was wohl, der steht immer noch da und hält eine Tür auf”, aber weit gefehlt: Sein Revier wurde gründlich umgebaut und er dabei freigesetzt, doch als Jäger und Sammler konnte ich ihn nebst seinem steinernen Nest retten.
So steht er nun bei mir zuhause als – ja, als was eigentlich? Als Briefbeschwerer ist er mir zu groß (selbst wenn er diese verantwortungsvolle Aufgabe mit einem Abfluggewicht von 3,8 kg hervorragend meistern würde) und eine Tür zum Aufhalten kann ich ihm auch nicht anbieten, aber trennen möchte ich mich von ihm trotzdem nicht.
Bunte Beschallung
Donnerstag, 10. September 2009Dieser farbenfrohe, von der Sommersonne bestrahlte Baustellen-Blaster in ebensolchem Umfeld kam mir in dem kleinen Dorf Colijnsplaat an der niederländischen Nordseeküste vor die Linse und war mir viel zu schön, als dass ich auf ein HDR-Foto hätte verzichten können. Der Apparat versorgte einen Handwerker, der die geklinkerte Fassade des ehemaligen Gemeindehauses, eines der ältesten Häuser im Ort, fachkundig renovierte, mit der Musik eines lokalen Senders. – Bei dem Radio handelt es sich übrigens um das zusätzlich als Akku-Ladegerät verwendbare Modell DC011 von DeWALT, Entwickler und Hersteller von Elektrowerkzeugen für die Industrie.
Kurz notiert
Mittwoch, 9. September 2009Das Angebot englischsprachiger Blogs zu Notizbüchern ist umfangreich, doch das deutsche immer noch recht überschaubar. Ein kürzlich entdecktes und (wie ich finde) lesens- und beobachtenswertes Weblog zu diesem Thema ist das Notizbuchblog, das sich seit einem knappen halben Jahr auf vielfältige und interessante Weise mit den kleinen, nicht immer schwarzen Dingern sowie deren Drumherum beschäftigt. Mir gefällt dabei auch, dass sich der Autor nicht auf die reine Darstellung des Angebots beschränkt, sondern wie z. B. in „Schriftlichkeit hilft” auch mal über den Notizbuchrand hinausschaut. Empfehlenswert!
Flohmarkt-Fund
Montag, 7. September 2009Auch wenn ich bei mechanischen Bleistiften die Modelle mit Feinmine und Druckmechanik bevorzuge, so bin ich doch anderen Varianten längst nicht abgeneigt. Dieser Drehbleistift unbekannten Fabrikats kam mir auf einem Flohmarkt im niederländischen Middelburg unter die Augen und gleich in die Tasche, da mich seine Gestaltung, sein sehr guter Zustand und der attraktive Preis sehr angesprochen haben.
Er ist 86 mm kurz, 10 mm dick, gut 11 g leicht und arbeitet mit 1,18-mm-Minen, die durch Drehen der metallenen Spitze transportiert werden. Seine geringe Länge lässt vermuten, dass er für den mobilen Gebrauch gedacht war. Wie „Mechanical pencil lead diameters” bei pencil talk informiert, waren Minen dieses Durchmessers bis in die 60er Jahre der Standard und kommen auch heute noch zum Einsatz.
Lediglich 26 mm der Mine passen in das Vorderteil und werden in diesem durch eine 3,5 mm lange, geschlitzte Hülse aus weichem Blech gehalten. Dies erscheint mir sehr wenig, und so kann ich trotz gründlicher Reinigung einen Defekt nicht ganz ausschließen. – Die Befüllung des Stifts findet von vorne statt.
Der Drehbleistift wurde zusammen mit einem unvollständig gefüllten Pappröhrchen Minen des englischen Herstellers Platignum verkauft; diese haben den für den Stift notwendigen Durchmesser.
Bei dem Material des in dunkelrot und braun marmorierten Korpus mit einer Wandstärke von etwa 2,5 mm und ohne jede erkennbare Markierung könnte es sich um Bakelit handeln. – Ein gut sitzender Schraubdeckel aus Metall verschließt den für Reserveminen gedachten Hohlraum des Stifts.
Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie alt diese Schreibutensilien sind. Kann vielleicht meine geschätzte Leserschaft etwas dazu sagen?
Nachtrag vom 8.9.09: Ein kundiges Mitglied des Fountain Pen Network geht davon aus, dass dieser Drehbleistift aus Galalith, einem halbsynthetischen Werkstoff auf der Basis von entfettetem Casein, gefertigt wurde. Angesichts des einfachen Aufbaus und der großen Wandstärke kämen auch kleinere Werkstätten, die derartiges ab 1910 fertigen konnten, als Hersteller des Stifts in Frage. – Danke an Thomas für diese Informationen!
Stille Beobachter (33)
Samstag, 5. September 2009Wissend, weise und wohlwollend wirkt dieser stille Beobachter in dem kleinen Garten eines als Feriendomizil genutzten Fischerhäuschens an der niederländischen Nordseeküste. Wind und Wetter haben in seinem Antlitz deutliche Spuren hinterlassen, und wer weiß, welche Wonnen und Widrigkeiten ihm schon widerfahren sind und noch auf ihn warten.
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Donnerstag, 3. September 2009Struktur-Streifzug
Dienstag, 1. September 2009Stille Beobachter (32)
Montag, 31. August 2009Einen strategisch äußerst günstigen und obendrein festen Platz hat dieser stille Beobachter inne, sitzt er doch exakt an der Grenze eines Anwesens und in der Mitte der Hofeinfahrt, so dass er stets überblicken kann, wer wann das Gelände betritt oder verlässt. Aber nicht nur das: Als Helfer des hohen, zweigeteilten Hoftors ist er zudem mitverantwortlich für das sichere Verriegeln des Grundstücks, und sein entschlossener Blick lässt vermuten, dass sein Wille, diese Verantwortung zu tragen, mindestens ebenso eisern ist wie seine Maske.




























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