Als ich vor recht langer Zeit zum ersten Mal durch zonebattler’s homezone geschlichen bin, ahnte ich nicht, welcher gefährliche Virus dort lauert, und als ich die Gefahr schließlich erkannte, war es bereits zu spät: Der Blogger-Virus hatte mich schon längst fest in seinen Klauen und machte nicht den Eindruck, als wolle er mich jemals wieder loslassen.
Als chronisch neugieriger Mensch und latenter Polysammler mit mehr als nur der Tendenz zum Verzetteln war ich stark vorbelastet und gehörte damit zur Risikogruppe Nummer 1 (der erheblichen Infektionsgefahr hätte ich mir also durchaus bewusst sein können). Aufgrund dieser ausgeprägten Disposition war die Inkubationszeit äußerst kurz, so dass sich vor gut einem Jahr die ersten Symptome zeigten.
Es dauerte nicht lange, bis sich weitere Anzeichen einstellten, und so gehe ich z. B. heute nicht mehr ohne Kamera aus dem Haus und nehme selbst in vertrauter Umgebung Dinge wahr, die mir bis vor einiger Zeit überhaupt nicht aufgefallen sind. Gedanken wie „Da könnte man doch was draus machen” sind dabei ebenso allgegenwärtig wie das Notizbuch (natürlich mit Druckbleistift).
Am gestrigen Samstagabend habe ich einen Hydranten fotografiert und dabei den Ladenschluss verpasst, doch anstatt mich über die fehlenden Lebensmittel zu ärgern, haben mich die übermäßig gesicherte Zapfstelle in der Abendsonne und der Gedanke an deren Verbloggung erfreut – zweifellos ein weiteres und überdeutliches der Symptome, die ich als Bereicherung meines Lebens empfinde.
Herzlichen Dank an den zonebattler aus Fürth in Bayern, der mir zu einer Ansteckung verholfen hat, von der ich hoffe, dass ich sie nie wieder los werde!