Archiv der Kategorie „Kultur”

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Ein außergewöhnlicher Spitzer

Samstag, 22. Oktober 2016

Es begann mit Schlüsseln. Joshua Thacker, Künstler und Juwelier aus Kentucky, USA, ver­zierte erst seine Schlüssel, dann die einiger Freunde mit Gravuren; später folgten viele Auftragsarbeiten. Manche dieser Schlüssel öffneten kein Schloss, hatten aber einen sym­bolischen Wert und erfreuten auch diejenigen, die sich ansonsten nichts aus Schmuck machen. Der Autodidakt liebt es zudem, Alltagsgegenstände in außergewöhnliche Stücke zu verwandeln, und widmete sich kürzlich dem als „Granate” bekannten Spitzerklassiker von Möbius+Ruppert.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Er findet, dass Bleistiftspitzer zu den Gegenständen gehören, die aufgrund ihrer Funktion und dessen, was sie für Künstler und Kunsthandwerker bedeuten, nicht nur Werkzeug, sondern auch Leinwand sein können. Dieser kleine, nüchterne Gegenstand, so Joshua Thacker weiter, ging vielen schönen Meisterwerke und großen Leistungen der Menschheit voraus, so dass er eine besondere Bearbeitung in jeder Form verdient.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Der Künstler, der sich von den unterschiedlichsten Dingen in seinem Umfeld inspirieren lässt, arbeitet in verschiedenen Stilen, bevorzugt aber Steampunk, Art Deco und Industrial. Seine Werke bietet er auf Etsy an; Sonderwünschen gegenüber ist er aufgeschlossen.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Die gravierte „Granate” wird auf Kundenwunsch angefertigt (die hier gezeigte gehört dem Künstler) und kann mit zwei oder drei Buchstaben personalisiert werden. Das Werk kostet umgerechnet etwa 54 Euro inklusive Spitzer plus Versand; günstigere Varianten mit weni­ger Gravur sind in Planung.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Die Arbeit und die Gedanken des Künstlers gefallen mir sehr gut, und so habe ich bereits die Gravur eines Pollux in Auftrag gegeben.

Vielen Dank an Joshua Thacker für die Fotos!

Kurz notiert

Mittwoch, 29. Juni 2016
  • Weitere beeindruckende Bleistiftschnitzereien von Cindy Chinn: „I Carved A Family Of Elephants Into A Pencil”.
  • Schon seit ein paar Wochen auf dem Markt ist der „Link-it” von Schneider, bei dem sich halblange Fineliner (0,4 mm) und Fasermaler (1,0 mm) in jeweils 16 Farben zu einem Stift mit zwei Enden zusammenstecken lassen. Ich habe mir aus Neugier die Teile für einen Rot-Blau-Stift zugelegt, denke aber schon jetzt, dass es dabei bleibt. Skeptisch bin ich vor allem beim Tank, der aufgrund der Stiftlänge und der Mechanik klein ausfal­len muss; hinzu kommt, dass die griffige Oberfläche ein Schmutzmagnet ist. – Bei Espacenet gibt es die Patent­schrift zum „Link-it”.

Der Adler

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Neu bei IKEA: Das Adlerkostüm LATTJO.

Der Adler

Aus der Beschreibung:

Regt zu Rollenspielen an, bei denen Kinder soziales Verhalten durch Nachahmen von Erwachsenen und durch Erfinden eigener Rollen entwickeln1.

Durch eine rasche Anprobe in der nächstgelegenen Filiale des Möbelhauses konnte ich mich vom perfekten Sitz der Maske überzeugen.

Der Adler

Der Adler steht für Weitblick, Mut und Kraft und wird wegen seines Scharfsinns und seiner Weisheit geschätzt. Den Gedanken, für nur 26,97 Euro in eine derart positiv attributierte Rolle schlüpfen zu können, finde ich sehr reizvoll, und so werde ich die Anschaffung des Kostüms und den Einsatz zumindest der Maske bei entsprechender Gelegenheit sowohl im familiären als auch im beruflichen Umfeld eingehend prüfen.

  1. Die Produktinformation „Eine Größe – passend für Kinder und Erwachsene” belegt jedoch, dass das Tragen dieses Kostüms nicht nur Kindern vorbehalten ist.

Schnitzen statt spitzen

Samstag, 28. Februar 2015

Zum Staunen: Der russische Künstler Salavat Fidai zaubert Miniatur-Skulpturen aus Bleistift­spitzen. – Danke an Andreas zum Winkel für den Hinweis!

Noch ein Sluggo

Freitag, 30. Januar 2015

„Another Sluggo” bei Orange Crate Art hat mich heute auf die Sluggo-Serie bei this isn't happiness aufmerksam gemacht und zu etwas angeregt:

Noch ein Sluggo

Klar, dass Sluggo missmutig ist, sind doch zwei Steine einer zu wenig.

Tier und Tuch

Sonntag, 18. Januar 2015

Die erste Begegnung mit dem Tenugui, dem traditionellen japanischen Handtuch aus dün­ner und bunt gefärbter oder bedruckter Baumwolle, hatte ich vor knapp vier Jahren, als ich mir zwei geschmackvoll und thematisch passend bedruckte Exemplare zugelegt habe. Seitdem habe ich immer wieder mal nach schönen Stücken geschaut; dabei bin ich kürzlich auf eine Besonderheit gestoßen.

Tier und Tuch

Der Hersteller Hamamonyo hat sich 2005 die Idee des Tenugui-Buchs schützen lassen. Für dieses wird das etwa 30 × 90 cm große Tuch einmal längs und dann im Zickzack gefaltet und mit zwei Schlaufen zusammengehalten. Diese Bücher gibt es in zahlreichen Vari­anten, und als ich das Tenugui „Was Hunde denken”1 sah, war es um mich geschehen.

Tier und Tuch

Das in meinen Augen sehr schöne Tenugui stellt einige Hunde dar, darunter – wenn ich es richtig sehe – ein paar der traditionellen japanischen Rassen wie z. B. den Akita.

Tier und Tuch

Eines der schönen Details: Während die Vorderseite des Buchs einen Hund von vorne zeigt, ist auf der Rückseite einer von hinten zu sehen. – Wie gerne würde ich alle japani­schen Schriftzeichen dieses Tenuguis lesen können …

Tier und Tuch

Da noch ein zweites Exemplar unterwegs ist, das in der gebundenen Form bleiben wird, habe ich dieses geöffnet.

Tier und Tuch

Wunderschön, erst recht mit Kisho!

  1. Übersetzung des Anbieters.

Der Spaziergang

Mittwoch, 5. November 2014

Ohne Spazieren und damit verbundene Naturanschauung, ohne diese ebenso liebliche wie ermahnungsreiche Erkundigung fühle ich mich wie verloren und bin es auch. Höchst liebevoll und aufmerksam muß der, der spaziert, jedes kleinste lebendige Ding, sei es ein Kind, ein Hund, eine Mücke, ein Schmetterling, ein Spatz, ein Wurm, eine Blume, ein Mann, ein Haus, ein Baum, eine Hecke, eine Schnecke, eine Maus, eine Wolke, ein Berg, ein Blatt oder auch nur ein armes weggeworfenes Fetzchen Schreibpapier, auf das vielleicht ein liebes gutes Schulkind seine ersten ungefügen Buchstaben geschrieben hat, studieren und betrachten. Die höchsten und niedrigsten, die ernstesten und lustigsten Dinge sind ihm gleicherweise lieb und schön und wert.

Aus: Robert Walser, Der Spaziergang (1917). – Auf diese Passage aufmerksam geworden bin ich durch „Walser Walking” bei Orange Crate Art.

Zitat

Freitag, 31. Oktober 2014

Zitat

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