Archiv der Kategorie „Technik”

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Ampelgestrampel

Mittwoch, 4. März 2009

Aus dem Verkehr gezogene Ampeln in Rüsselsheim

Erbsen zählen reicht nicht

Samstag, 28. Februar 2009

Erbsen zählen reicht nicht

Erbsen zählen reicht nicht

Kurz und knusprig

Freitag, 27. Februar 2009

Rüsselsheim, die Heimat des zur Zeit arg gebeutelten Automobilherstellers Opel, hält noch weit mehr bereit als zuverlässige Technik und freundliche Supermärkte. Manches davon hingegen offenbart sich erst bei näherem Blick.

Dieser potthässliche unscheinbare Parkscheinautomat in der Stadtmitte zum Beispiel bietet eine kleine Sensation, und zwar die „Brötchentaste”. Doch was um alles in der Welt ist eine „Brötchentaste”?

Hier wird (wohl unbeabsichtigt) suggeriert, Brötchen- und gelbe seien zwei unterschiedliche Tasten.

Ein Schild klärt auf: Beim Druck erst auf diese und anschließend die „Anforderungstaste” (deren Bezeichnung zweifellos einen eigenen Beitrag wert wäre) spendiert der Automat hungrigen und anderen Kurzparkern einen kostenlosen, 30 Minuten lang gültigen und mit „Gratis” gekennzeichneten Parkschein. Allerdings gibt es weit um diese Maschine herum keinen Bäcker, und wer daraus schließt, sie würde auf Knopfdruck zudem ein Brötchen auftischen, liegt leider völlig falsch.

Der Kohlenhydrateknopf scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen und ist wohl daher be­reits ziemlich angeknabbert.

Tolle Technik-Tage

Mittwoch, 18. Februar 2009

Der Aderendhülsenmann

Der nur wenige Zentimeter große Aderendhülsenmann, eine bemerkenswerte Schöpfung meines äußerst kreativen Kollegen D., fühlt sich auf dem Haftnotizklotz offenbar sehr wohl.

Basteln mit dem Lexikaliker (5)

Dienstag, 17. Februar 2009

Die folgende Idee stammt aus einem japanischen, hervorragend bebilderten Buch, das die Mäppchen und ihren Inhalt von 59 Personen detailliert zeigt. Gerne hätte ich dieses Buch hier vorgestellt, doch leider blieb meine Anfrage für eine Genehmigung zur Veröffentlichung von Ausschnitten unbeantwortet.

Warum Radierer und USB-Stick getrennt mit sich führen, wenn man beides platzsparend kombinieren kann? Wie hier üblich, sind dazu weder spezielles Werkzeug noch besondere Fachkenntnisse notwendig. Wir brauchen:

USB-Radierer

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

  • Einen USB-Stick, genauer: das Innere eines solchen mit Stecker.
  • Einen Radiergummi, der größer ist als die Elektronik des USB-Sticks (ich nehme den sehr guten Pilot Foam Eraser EE-F10).
  • Ein spitzes, scharfes Messer mit möglichst schmaler Klinge (hier: das kleine, praktische Victorinox Classic SD).

Zum Zusammenbau verfahren wir wie folgt:

  1. Radierer aus der Papphülle nehmen.
  2. Hülle des USB-Sticks entfernen (falls nicht bereits geschehen).
  3. Abmessungen der USB-Elektronik so auf den Radierer übertragen, dass der Stecker noch herausschaut, aber die restliche Elektronik stramm sitzt und bündig abschließt.
  4. Aussparung in den Radierer schneiden.

USB-Radierer

  1. USB-Elektronik in die Aussparung einsetzen.

USB-Radierer

  1. Papphülle ggf. kürzen und wieder auf den Radierer schieben.

USB-Radierer

Fertig!

Natürlich kommt man mit kleiner werdendem Radierer irgendwann an den Punkt, ab dem sich diese Kombination nur noch eingeschränkt nutzen lässt, doch dann ist es ein Leichtes, den USB-Stick in einem neuen Radierer unterzubringen. Ein Verkleben des Radierers mit der Elektronik ist daher nicht ratsam und auch unnötig, denn der Kraftschluss beim Greifen hält beides sicher zusammen.

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Nützliche Begleiter (1)

Donnerstag, 12. Februar 2009

Kleine Werkzeuge sind einfach klasse. Sie passen in jede Tasche (nicht selten sogar an den Schlüsselbund), können fast immer dabei sein und oft unschätzbare Dienste leisten. Eine besonders empfehlenswerte Vertreterin dieser hilfreichen Gattung ist die Klappschere von Fiskars aus der „Classic”-Reihe.

Klappschere von Fiskars

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die 16 g leichte und in geschlossenem Zustand gerade mal 63 × 30 × 9 mm kleine Schere hat die für Fiskars typischen orangefarbenen Kunststoffgriffe und ist sehr gut verarbeitet. Außer „FISKARS FINLAND” auf einem Griff gibt es keine weiteren Kennzeichnungen.

Klappschere von Fiskars

Geöffnet bietet die 112 × 67 × 9 mm große Schere eine effektiv nutzbare Klingenlänge von 4 cm (die Angabe „10 cm” auf der Verpackung ist etwas missverständlich). Die 1,2 mm starken und mit einer Kunststoffniete verbundenen Klingen sind leicht nach innen gewölbt, wodurch sie sich immer nur in einem Punkt berühren und somit sehr wirksam arbeiten. So kann man auch dünne Haushaltsfolie, die sich bei weniger hochwertigen Scheren ungünstig zwischen die Klingen legt, zuverlässig schneiden. – Es empfiehlt sich, vor dem ersten Gebrauch der Schere einen Tropfen Öl auf das Gelenk zu geben und dies auch ab und an zu wiederholen.

Klappschere von Fiskars

Die Grifflöcher mit einem Innendurchmesser von 22 mm sind dort, wo die Finger anliegen, ergonomisch gerundet, wobei jedoch nur Rechtshänder davon profitieren (auch wenn die Schere dank der Spannung der Klingen zueinander ebenso für Linkshänder geeignet ist). Neben der 4,5 mm großen Öse bieten die durchdachten Griffe einen guten Schutz der unterschiedlich geformten Klingenspitzen bei geschlossener Schere.

Nicht unerwähnt bleiben darf die Verpackung, denn im Gegensatz zu vielen anderen lässt sich diese Blisterpackung ohne rohe Gewalt öffnen: Lediglich zwei Noppen sorgen für den Formschluss zwischen Karton und eingeschobenem Kunststoff-Oberteil und erlauben damit zudem eine saubere Trennung bei der Entsorgung.

Die Haltbarkeit der Verbindungen und des Gelenks sowie die Qualität des Stahls wird die Zeit zeigen – mein Exemplar hat sich bis jetzt allerdings sehr gut gemacht.

Die von Fiskars in der Kategorie „Haushalt” geführte Klappschere hat die Artikelnummer 859512 und kostet knapp 6 Euro.

Nachtrag vom 13.2.09: Während zahlreiche andere platzsparenden Scheren nach dem gleichen (Falt-)Prinzip wie die von Fiskars arbeiten, werden zum Schließen der „Coghlan’s Folding Scissors” die Griffe verschoben und verdecken dann sowohl die Spitzen der ge­spreizten Klingen als auch das Gelenk.

Graphitöne

Montag, 8. Dezember 2008

Noch nie war es so einfach wie heute, mit einem Bleistift Krach, ja sogar Musik zu machen, denn jetzt gibt es den von Jay Silver erdachten „Drawdio”. Diese kleine Schaltung, die im Wesentlichen einen analogen Synthesizer darstellt, nutzt die Leitfähigkeit des Graphits und des Körpers, um bemerkenswerte Töne zu erzeugen und über einen Miniatur-Lautsprecher abzugeben.

Graphitöne

Der Bausatz (zum Vergrößern anklicken)

Die Komponenten des bei Adafruit Industries für 19,50 US-Dollar erhältlichen Bausatzes sind schnell verlötet und werden zusammen mit einer AAA-Batterie an einem möglichst weichen Bleistift angebracht.

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (leicht abgewandelt)

Ein paar Striche aufs Papier, einen Finger der anderen Hand darauf, um den Stromkreis zu schileßen, und los geht’s:

Unable to show flash video

Mein „Drawdio” hat im Film (und nur dort) leider einen etwas anderen, leicht ratternden und lästigen Ton. Wie es dazu kam, weiß ich nicht, und reproduzieren konnte ich ihn auch nicht. Liegt es vielleicht am Draht, den ich anstelle der selbstklebenden Kupferfolie ver­wendet habe? (Letztere habe ich ungeschickterweise unbrauchbar gemacht.)

Natürlich ist der kleine elektronische Krachmacher, dessen lustiger Name sich aus der Kombination von „draw” und „audio” ableitet, nicht auf den Einsatz mit einem Bleistift be­schränkt – wer gerne experimentiert, wird sicher schnell zahlreiche andere Möglichkeiten finden, um sich und sein Umfeld mit interessanten Geräuschen zu nerven unterhalten.

Nachtrag 1: Der ratternde Ton, der doch zu sehr an den Bohrer eines Zahnarztes er­innert, hat mich zu einem neuen Anlauf angeregt. Diesmal ist der Bleistift weicher (6B statt 4B) und der Kontakt zur Mine besser (Schraube statt Reißzwecke); darüber hinaus ist der verwendete Draht nun silberbeschichtet.

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (zweite Variante)

Das Ergebnis:

Unable to show flash video

Nachtrag 2:

Graphitöne

Der fertige „Drawdio” (dritte Variante)

Abwägender Blick

Montag, 10. November 2008

Die Obst- und Gemüseabteilungen vieler Supermärkte halten Waagen bereit, an denen der Kunde das ausgewählte Produkt abwiegen und anschließend etikettieren muss. Das allein ist noch nichts Besonderes, doch die Selbstbedienungswaagen des Herstellers Mettler Toledo in der örtlichen Filiale der Kette „real,-” sind zusätzlich mit einer kleinen Kamera ausgestattet, die das Wägegut von oben beäugt. Nach einer kurzen Erkennungsphase (selbstverständlich inklusive mehrfarbigem Fortschrittsmelder) schlägt die Waage dann vier Artikel vor und erspart so dem Kunden die längere Suche nach der richtigen Taste in dem verschachteltem Menü auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm.

Abwägender Blick

So etwas macht mich natürlich sehr neugierig. Als welches Obst oder Gemüse würde wohl meine schwarze Lederjacke identifiziert? Ich packe eine Banane auf die Waagschale, um den Erkennungsprozess zu starten, strecke meinen Ärmel unter das elektronische Auge und erfahre:

Rotkohl Trauben (blau) Zwetschgen Kirschen

Ziemlich daneben, denn mein Wams ist aus Rindsleder – aber gut, wir sind ja hier nicht beim Fleisch. Mal sehen, auf welche Gedanken das Gerät beim Blick auf meinen rechten Handrücken kommt:

Paprika (gelb) Sellerie Austernpilze Zwiebeln

Auch dieses Ergebnis will mich nicht so recht überzeugen. Getreu dem Motto „Spaß mit Technik” halte ich nun meine Murmel meinen Kopf unter den Sensor und lese erfreut:

Möhren Orangen Clementinen Äpfel

Das klingt schon erheblich besser, da die Möhre ja auch als Mohrrübe bezeichnet wird (die Orangenhaut möchte ich mir jedoch verbitten). Der Apfel – genauer: die Oberfläche desselben – passt ebenfalls gut, bevorzuge ich zur Pflege meines Hauptes doch den Schädelschaber aus dem Hause Headblade.

Nicht unpfiffig, diese Maschine, und eine nette Abwechslung beim Einkauf!