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Mittwoch, 24. April 2013Als Freund des großen L1 muss ich diese Dekoration vor dem Gutenberg-Museum in Mainz unbedingt hier zeigen.
Davon ein Abzug – das wär's!
- Ja, das steht in diesem Fall auch für „Lückenfüller”.↩
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Als Freund des großen L1 muss ich diese Dekoration vor dem Gutenberg-Museum in Mainz unbedingt hier zeigen.
Davon ein Abzug – das wär's!
Eines unserer Ausflugsziele am gestrigen Frühlingstag: Die Süntelbuche im Pfungstädter Wald.
Das Alter des ungewöhnlich geformten und etwa zwölf Meter hohen Baums an der Straße nach Seeheim wird auf 130 Jahre geschätzt. Süntelbuchen sind inzwischen selten, und so ist auch dieses Exemplar ein Naturdenkmal.
Danke an Mario für den Hinweis auf diesen prächtigen Baum!
Schild an einer Maschine im Museum für Druckkunst, Leipzig
STAEDTLER hatte einen der größten Stände auf der Paperworld und eine Menge zu zeigen.
Passend zu der Ende 1900 angemeldeten Marke „MARS” gibt es nun Mars, den jugendlichen „Herrn der Farben”, der noch vor der Paperworld in einem Browserspiel seinen ersten Auftritt hatte.
Auf der Messe begleitete Mars die Produkte für Kinder und Jugendliche, und auf einem großformatigen Bildschirm wurde seine Entstehungsgeschichte präsentiert (wer hier an „Star Wars” denkt, liegt richtig – man hörte auch die Titelmusik des Science-Fiction-Klassikers).
An der Wand hinter der Theke (nicht im Bild) konnte man den 1908 als Markenzeichen registrierten Mars-Kopf im Wandel der Zeit sehen1.
Doch auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz, denn für sie wurden „Mars & Marsy” geschaffen; sie gibt es u. a. in Malbüchern und als Anstecker.
Zu den neuen Produkten gehört ein dicker, dreiflächiger Bleistift mit Stylus-Funktion für Schreibanfänger, zu dem eine Schreiblern-App für iOS angeboten wird.
Ebenfalls neu sind der schlanke „Organizer Pen” und sein Druckbleistift-Pendant, die in vier verschiedenen Schaftfarben und für jeweils 20 Euro erhältlich sein werden; das Notizbuch dazu gibt es in A4, A5 und A62.
Mit zwei neuen Produktlinien stößt STAEDTLER ins Luxus-Segment vor. Die Linie „Initium” umfasst Füllfederhalter, Kugelschreiber und Drehbleistifte (0,5 und 0,7 mm) mit Schäften aus Edelharz („Resina”), Holz („Lignum”) und Leder („Corium”). Bei den Modellen mit Holz kommt Pflaume und Ahorn zum Einsatz, und bei denen mit Leder bietet die für etwa 350 Euro erhältliche „Individuum”-Variante die Möglichkeit, sie mit einem Foto bedrucken zu lassen. Die dazu genutzte Technik und die Tinten, mit denen eine abriebfeste Bedruckung erzielt wird, sind Eigenentwicklungen.
Noch edler wird es mit der „Kollektion J.S. Staedtler”: Der Füllfederhalter „Princeps” hat einen Schaft aus palladiumbeschichtetem Metall und dem Holz der europäischen Schwarznuss und kommt für 1000 Euro in den Handel. – Zur „Princeps”-Linie gehören zudem ein Drehbleistift sowie ein Kugelschreiber.
Eine Hommage an den vor allem als Künstler bekannten Albrecht Dürer, der wie Johann Sebastian Staedtler aus Nürnberg stammt, stellt der Füllfederhalter „Albertus Durerus Noricus” mit bedrucktem Lederschaft für 2000 Euro dar. In Anlehnung an die Zahl der seit Dürers Geburt vergangenen Jahre wurden von diesem Schreibgerät nur 541 Exemplare gefertigt.
Das mit Abstand teuerste der gezeigten Produkte war der Füllfederhalter „Bavaria”, dessen Clip mit 48 Diamanten bestückt ist. Bei einem Preis von 18.000 Euro wird die Auflage von nur 48 Stück3 sicher nicht so schnell ausverkauft sein. Teil der Kollektion J.S. Staedtler ist auch der „Pen of the Season” mit einer Feder aus 18-karätigem Weißgold, von dem jährlich vier Varianten angeboten werden sollen. – Accessoires aus Leder4 ergänzen die durch drei unterschiedlich große Rechtecke auf dem Clip gekennzeichneten Schreibgeräte der Linien „Initium” und „J.S. Staedtler”.
Zuwachs gab es auch bei dem zur Paperworld 2009 eingeführten Bleistift WOPEX.
Neben den Ausführungen in sechs Neon-Farben gibt es den extrudierten Bleistift auch in dem vom holzgefassten Noris bekannten Streifendesign. Der schwarz-grüne Noris eco wird in HB und wahlweise mit Radiertip verfügbar sein. – Bei der Variante mit Radierer ist mir aufgefallen, dass die Zwinge nur rund- und nicht zusätzlich punktgepresst wurde; auf mich wirkt dies eleganter.
Der für mich größte Knüller unter den Exponaten war (und ist) jedoch der Farbstift Noris color in zwölf Farben, der wie der WOPEX durch Coextrusion hergestellt wird.
Seine Markteinführung ist für das zweite Quartal geplant; der Preis ist noch offen.
Doch damit nicht genug, denn als weitere Besonderheit wurde „The Pencil” vorgestellt, ein schwarz durchgefärbter WOPEX mit Stylus-Funktion und einem Aufsteck-Spitzer mit Radierer. Im Gegensatz zu den anderen WOPEX-Stiften ist er rund und hat sechs Rillen mit rechteckigem Querschnitt.
Die auf der Messe gezeigten Exemplare des Aufsteckspitzers waren Handmuster aus lackiertem Kunststoff; das fertige Produkt hat eine Hülle aus Metall. „The Pencil” soll zum Ende des zweiten Quartals als Set mit drei Stiften für 38 Euro in die Geschäfte kommen.
Angesichts der vielen Neuheiten kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte es im Marketing von STAEDTLER größere Veränderungen gegeben, und so würde ich mich nicht wundern, wenn es gerade im gehobenen Preissegment zukünftig noch mehr gäbe. Ich hoffe aber sehr, dass dies dann nicht auf Kosten der günstigen Produkte (z. B. des einfachen Bleistifts 123 60) geschieht. Doch wie auch immer – ich habe die Präsentation von STAEDTLER als sehr ansprechend erlebt und hoffe, bald das eine oder andere neue Produkt in den Händen halten und hier zeigen zu können.
Auf der diesjährigen Paperworld gab es einiges zu sehen; hier der erste Teil meiner kurzen und nicht repräsentativen Notizen. – Vermisst habe ich in diesem Jahr Brevillier-Urban, Carta Pura, Conté à Paris, Cretacolor, Derwent, Eberhard Faber, Fiskars, Herlitz, Läufer-Gutenberg, LAMY, Mitsubishi/uni, OHTO, Pentel, Pelikan, Pilot, Sakura, Schwan-STABILO und Westcott.
Faber-Castell war natürlich vertreten, und ich habe mich nach Bleistift-Neuheiten erkundigt.
Zu den vorgestellten Produkten gehören der wasservermalbare „Graphite Aquarelle”, den es in fünf Härtegraden von HB bis 8B gibt. Sein mattes, dunkelgraues Äußeres mit silberfarbenem Prägedruck gefällt mir gut, und ich denke, dass dieses Gewand auch einem regulären Bleistift gut stehen würde.
Ebenfalls neu ist der dreiflächige „Sparkle”, der wie ein invertierter GRIP wirkt. Die jeweils sechs dreieckigen Facetten der 174 sechseckigen Vertiefungen reflektieren das Licht in unterschiedlichen Farben – reizvoll und sicher nicht ganz einfach in der Fertigung. Einen „Pen of the Year” gab es diesmal übrigens nicht. Der des letzten Jahres war der zehnte und letzte; im Herbst, so sagte man mir, käme etwas Neues.
Die dem Nachbarn STAEDTLER zugewandte Seite des Stands widmete sich mit großen Bannern dem „Perfekten Bleistift”. Hier hat mich überrascht, dass man nicht den typischen „CASTELL”-Schriftzug, sondern eine andere Schriftart gewählt hat.
Ein Kuriosum ist für mich Koh-I-Noor. Meine E-Mails an das Unternehmen sind bis heute unbeantwortet, und als ich mich in den vergangenen Jahren auf der Paperworld als Endkunde zu erkennen gegeben und nach Bezugsquellen für einige Produkte gefragt habe, war man schlagartig „very busy” und ließ mich stehen; einen erneuten Besuch habe ich mir daher erspart. – Bei Atoma wurde mir die Posthumus GmbH als Vertrieb für Deutschland genannt, doch dort ist man noch im Aufbau. – Tombow wartete mit einem vergrößerten Angebot für den deutschen Markt auf und Kutsuwa zeigte u. a. eine pfiffige Druckbleistift-Zirkel-Kombination (leider durfte ich kein Foto machen).
Bei FILA gab es keine neuen Blei- oder Farbstifte, dafür aber die Überraschung, dass nun auch der indische Hersteller DOMS zur Gruppe gehört. – Gerne hätte ich mir bei Uchida das Sortiment mechanischer Bleistifte angeschaut, doch die wurden bedauerlicherweise nicht gezeigt.
Am Stand von RUMOLD konnte ich zwar nichts für mich neues entdecken, doch das Gespräch mit einem kundigen Mitarbeiter und der Anblick der vielen schönen Maßstäbe aus Holz und Metall haben mich erfreut. – Die zweifarbigen Lineale im Bild sind aus Birnbaum (hell) und Kirsche (dunkel); sie haben bereits im letzten Jahr die Ausführungen mit Celluloid-Facette abgelöst.
Der Bürogerätehersteller Carl präsentierte seine Spitzer-Flotte, und als ich den „CC-2000 Custom” sah, war ich hin und weg.
Metallgehäuse, gummigepolsterte Griffbacken, Langkonus, fünffach verstellbare Spitze – eine tolle Maschine! Interessant ist vielleicht noch, dass es zwei Varianten des Angel-5 gibt, eine in China und eine in Japan gefertigte.
Bei Handspitzern ist Möbius+Ruppert für mich erste Wahl, und so galt dem Stand des in Erlangen ansässigen Hersteller ein längerer Besuch.
Die für sehr dicke Stifte ausgelegten Spitzer sind jetzt auch mit einem Schutz erhältlich. Dieser öffnet sich, wenn der Stift eingesteckt wird, und lässt die Späne abfließen; geschlossen verhindert er, dass kleine Finger an das Messer gelangen. – Im Foto der vor drei Jahren vorgestelle Farbstift LAMY 3plus.
Viele der Spitzer wurden mit Spänen farblich passender Stifte dekoriert – attraktiv und gleichzeitig auch informativ, sieht man doch sofort, welch dünnen, sauberen und gleichmäßigen Span die Spitzer von Möbius+Ruppert schneiden. Auch die Präsentation der Lineale aus Buchenholz fand ich ansprechend.
In der zweiten Hälfte meiner Notizen geht es um den Auftritt von STAEDTLER, der wohl die meisten Überraschungen bot.
Gesehen im Pfunds-Museum1 in Hofbieber-Kleinsassen, etwa 15 km östlich von Fulda: Ein Vierkant-Verlängerer und eine Kombination aus Stifthalter und Stahlfeder.
Dieser Verlängerer ist mit seiner kantigen Form natürlich kein Handschmeichler und durch die geringe Abmessung kein vollwertiger Lineal-Ersatz, aber die Idee gefällt mir.
Auch diese Kombination hat mich angesprochen. – Das war's bereits für heute2.
Das neue Jahr fängt ja gut an! Dachte ich, schon lange nicht mehr unter Beobachtung zu stehen, so hat mich dieses Knautschgesicht eines Besseren belehrt. Getarnt als Teil einer Reisetasche kam dieser stille Beobachter zudem als blinder Passagier in den Genuss eines Kurzurlaubs in der Rhön – kein Wunder, dass er sich so freut.
Das wird ja immer schöner – jetzt kommen die Kerle sogar schon zu zweit! Getarnt als Hotel (als ob ich darauf hereinfalle) haben diese Zwillinge den Kölner Dom im Blick, doch als einer derjenigen, die letzteren bis zum höchsten durch Besucher erreichbaren Punkt erklommen haben, konnte ich sofort sehen, wen ich da vor mir habe.