Langzeitdiagnose

13. Juli 2008

Als ich vor recht langer Zeit zum ersten Mal durch zonebattler's homezone geschlichen bin, ahnte ich nicht, welcher gefährliche Virus dort lauert, und als ich die Gefahr schließlich erkannte, war es bereits zu spät: Der Blogger-Virus hatte mich schon längst fest in seinen Klauen und machte nicht den Eindruck, als wolle er mich jemals wieder loslassen.

Als chronisch neugieriger Mensch und latenter Polysammler mit mehr als nur der Tendenz zum Verzetteln war ich stark vorbelastet und gehörte damit zur Risikogruppe Nummer 1 (der erheblichen Infektionsgefahr hätte ich mir also durchaus bewusst sein können). Auf­grund dieser ausgeprägten Disposition war die Inkubationszeit äußerst kurz, so dass sich vor gut einem Jahr die ersten Symptome zeigten.

Es dauerte nicht lange, bis sich weitere Anzeichen einstellten, und so gehe ich z. B. heute nicht mehr ohne Kamera aus dem Haus und nehme selbst in vertrauter Umgebung Dinge wahr, die mir bis vor einiger Zeit überhaupt nicht aufgefallen sind. Gedanken wie „Da könnte man doch was draus machen” sind dabei ebenso allgegenwärtig wie das Notizbuch (natürlich mit Druckbleistift).

Am gestrigen Samstagabend habe ich einen Hydranten fotografiert und dabei den Ladenschluss verpasst, doch anstatt mich über die fehlenden Lebensmittel zu ärgern, haben mich die übermäßig gesicherte Zapfstelle in der Abendsonne und der Gedanke an deren Verbloggung erfreut – zweifellos ein weiteres und überdeutliches der Symptome, die ich als Bereicherung meines Lebens empfinde.

Herzlichen Dank an den zonebattler aus Fürth in Bayern, der mir zu einer Ansteckung verholfen hat, von der ich hoffe, dass ich sie nie wieder los werde!

P.S.: Dies ist der 100. Beitrag in diesem Weblog.

Spritzwasserschutz

13. Juli 2008

Hydrant in Rüsselsheim-Bauschheim

Dieser außergewöhnlich gut gekennzeichnete und ebenso gesicherte Hydrant an der Rückseite eines großen Supermarktes in Rüsselsheim-Bauschheim (kmz-Datei) hatte unter all’ den Lastwagen, die ihm täglich nahe kamen und immer noch kommen, wohl früher keinen allzu leichten Stand …

Knaller

12. Juli 2008

Impulsplatziert an der Kasse meines Lieblings-Schreibwarenladens und nicht nur aus diesem Grund sofort in meiner Tüte:

Knaller

Lustige Idee, finde ich.

Nachtrag: Es sieht so aus, als käme dieser Bleistift vom japanischen Hersteller Eyeball.

Viertürer

10. Juli 2008

Alte Umkleiden im Wacker-Bad in Leipzig, Stadtteil Gohlis

A. W. Faber 1915

9. Juli 2008

Kopierstiften habe ich bisher recht wenig Beachtung geschenkt, doch dann weckten ein paar zum Teil mehrere Jahrzehnte alte Zufallsfunde und einige sehr informative Beiträge auf pencil talk mein Interesse (zuletzt „The hidden life of copying pencils”). So fiel mir auch kürzlich eine Anzeige des Herstellers A. W. Faber aus dem Jahr 1915 auf, in der neben der Minenfarbe der Stifte auch die manchmal abweichende Kopierfarbe aufgeführt ist.

Anzeige von A. W. Faber aus dem Jahr 1915

Aus: Illustrirte Zeitung Nr. 3780 (Weihnachtsnummer, Kriegsnummer 71),
145. Band, 9. Dezember 1915. – Zum Vergrößern anklicken.

Interessant ist hier unter anderem, dass der rote, heute noch erhältliche Kopierstift von Faber-Castell die gleiche Nummer wie damals trägt (nämlich 9609), und die Bezeichnung des schwarzen lediglich um den Zusatz „½” ergänzt wurde.

Wortwolken

9. Juli 2008

Wordle ist ein nettes und interessantes Spielzeug zur grafischen Darstellung der Vertei­lungshäufigkeit von Worten in einem Text oder einem Feed, wobei zahlreiche Gestaltungs­möglichkeiten zum Experimentieren einladen und damit einen ganz anderen Blick auf den Inhalt bieten. Und so sieht’s gerade hier aus:

Lexikaliker-Wortwolke

Leipzig, Gasometer

9. Juli 2008

Leipzig, Gasometer

Leipzig, Gasometer

Das erste Leipziger Gaswerk, erbaut in nur einem Jahr und 1838 in Betrieb genommen. Der Begriff „Gasometer” bezeichnet strenggenommen nur das außen angebrachte Messgerät, welches den Füllstand und damit auch den Druck im Gasbehälter anzeigt.

Stielaugen

8. Juli 2008

Überwachungskameras an der Autobahnraststätte Eichelborn-Süd


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