Hopjesbruin

3. September 2017

Hopjesbruin

Baron Hendrik Hop, geboren 1723, lebte um 1800 in Den Haag und mochte Kaffee sehr. Der Legende nach ließ er eines Abends seinen Kaffee mit Zucker und Sahne auf dem Ofen stehen und fand diese Mischung am nächsten Morgen als Karamel wieder. Angetan vom Geschmack dieses Zufalls­produkts und von seinem Arzt aufgefordert, keinen Kaffee mehr zu trinken, bat er seinen Nachbarn, einen Konditor, Bonbons dieser Art zu machen. So entstand die heute als „Haagsche Hopjes” bekannte Süßigkeit. An deren Braunton lehnt sich die Tinte „Hopjesbruin” des ebenfalls in Den Haag ansässigen Anbieters P.W. Akker­man an, und durch die Geschichte der Hopjes habe ich an dieser Tinte1 noch mehr Freu­de.

Danke an Wowter für die leckeren Haagsche Hopjes!

  1. Hier im Pilot Legno 89s.

Stiftablage des Monats

1. September 2017

Die Stiftablage des Monats September finde ich recht ungewöhnlich.

Stiftablage des Monats

Das 35 cm lange, 850 g schwere und aus Keramik gefertigte Utensil hat die Form eines Füllers.

Stiftablage des Monats

Füllung fürs Foto: Pentel Black Polymer 999 H und Pilot 78G.

Mit nur 16 cm ist das längste Fach ziemlich kurz, und so ist dieses Zubehör eher dekorativ als funktionell. War es vielleicht eher für den Laden- als für den Schreibtisch gedacht?

Stiftablage des Monats

Der Clip in Pfeilform verrät die Herkunft, nämlich Parker; gefertigt wurde die Ablage von der Silver Crane Company.

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Pensan Dual Pencil

27. August 2017

Nach dem LV-KEV von Tombow und „The Editor” von Caran d'Ache und CWPE hier ein weiterer Graphit-Rot-Stift, nämlich der Dual Pencil des türkischen Herstellers Pensan.

Pensan Dual Pencil

Der 17,5 mm lange, dreiflächige Dual Pencil ist 9,5 mm dick1, hat eine 3 mm starke Mine und offene Enden. Neben den üblichen Kennzeichnungen wie die GTIN finden sich das Kürzel „SB” und der Schriftzug „FATIH”, die mir beide nichts sagen2.

Pensan Dual Pencil

Gespitzt mit der iPoint Classact von Westcott.

Die subjektive Härte der Graphitmine entspricht etwa der des STAEDTLER Mars Lumograph B, und so passt die Angabe des Härtegrads. Sie schreibt etwas rauh und ist gut radierbar3. Die rote Mine hat eine für mich angenehme Schreibhärte, aber einen leichten Blaustich; wie zu erwarten, lässt sie sich nicht so gut radieren. Beide Minen haben eine saubere Ab­gabe und sind bruchstabil. – Beim Holz tippe ich wegen der Poren und der dunklen Ein­schlüsse auf Gmelina.

Pensan Dual Pencil

Die Minen sind zentrisch und die Verleimung ist sehr gut, so dass es außer einigen Unregel­mäßigkeiten im Lack nichts auszusetzen gibt. – Der Ladenpreis des Dual Pencil in der Türkei beträgt umgerechnet etwa 42 Eurocent.

Pensan Dual Pencil

Danke an Özgür für seine Hilfe bei der Beschaffung des Pensan Dual Pencil!

  1. Durchmesser des Umkreises.
  2. „SB” könnte für das stehen, was STAEDTLER als „Sicherheitsverleimung” bezeichnet, nämlich die Verwendung zweier unterschiedlicher Leime für Holz/Mine und Holz/Holz.
  3. Getestet mit dem Tombow MONO.

Platinum Carbon Pen

26. August 2017

Durch Zufall bin ich auf den Carbon Pen1 des japanischen Herstellers Platinum aufmerksam geworden. Er ist für die schnelltrocknende, wasserfeste Carbon-Tinte ausgelegt und hat eine EF-Feder.

Platinum Carbon Pen

Das Design des Carbon Pen ist typisch für die sog. „desk pens”2, d. h. für die Füller und Ku­gelschreiber, die griffbereit in einem Ständer auf dem Schreibtisch stehen. So ist die Steck­kappe nur ein Behelf mit sehr schlichtem Design.

Platinum Carbon Pen

Pentel GraphGear 500 (0,5 mm), Pilot Prera EF, Platinum Carbon Pen

Die vergoldete Stahlfeder ist etwas feiner als die EF-Feder des Pilot Penmanship3, schreibt aber trotzdem spürbar glatter. Erwartungsgemäß arbeiten sie und das Tintenleitsystem sehr gut mit der Carbon-Tinte4 zusammen, und so konnte ich noch keine Anschreibproble­me oder Aussetzer bemerken.

Der Carbon Pen mit einer Patrone5 kostet um die 10 Euro und ist meiner Ansicht nach je­den Cent wert.

  1. Auch „Carbon Ink Pen”, Artikelnummer DP-800S. – Die japanische und die Exportvariante unterscheiden sich in der Verpackung und bei der Bedruckung des Schafts.
  2. Diese Schreibgeräte gibt es auch Pilot und Sailor.
  3. Der Carbon Pen schreibt sogar senkrecht und hat dann einen geringfügig feineren Strich.
  4. Die Tinte ist jedoch nicht ganz so schwarz wie z. B. die Leipziger Schwarz von Rohrer & Kling­ner oder die Aurora Black. – Außer in der Patrone gibt es die Carbon-Tinte auch im Glas.
  5. Pfiffiges Detail: Die Kugel, mit der die Patrone verschlossen ist, wird beim Einsetzen hinein­gedrückt. Sie ist dann beweglich und durchmischt die Tinte.

Kurz notiert

23. August 2017
  • Das ideale T-Shirt für Bleistift-Fans ist das „Graphi-Tee”, denn es wird mit Graphit ge­färbt. Heute wird dafür Abfallgraphit aus der Industrie genutzt, doch das Färben mit Graphit soll bis in die Antike zurückgehen. Das von dem italienischen Unter­nehmen WRAD gestaltete und gefertigte „Graphi-Tee” wurde bereits 2017 mit dem reddot award „best of the best” ausgezeichnet. – Danke an Wowter für den Hinweis!
  • Die Weeks-Variante des Hobonichi Techo wird es im kommenden Jahr zusätzlich in einer Mega-Ausführung geben, die mehr als dreimal so viele Blanko-Seiten wie die normale bietet. Der Verkauf des Weeks Mega beginnt am 1. November. – Danke an Sola von pencils and other things für den Hinweis!
  • Wer seinen Handspitzer nobel unterbringen möchte, könnte an diesem Schatzkästchen des japanischen Anbieters Maruzen Gefallen finden. Wenn ich richtig informiert bin, ist es bereits für schlappe 200 Euro zu haben.
  • Leider sind die hervorragenden Spitzer von Möbius+Ruppert nicht so leicht erhältlich, doch wie ich heute erfahren konnte, hat der Versender tz-bedarf.de gleich mehrere im Sortiment, darunter den Minenspitzer Minofix, die Granate und den Dosen-Minenspitzer 970. – Danke an Herrn Großmann für den Hinweis!

In der Abendsonne

15. August 2017

In der Abendsonne

Kisho erspäht eine Joggerin

Feine Feder

13. August 2017

Als frischgebackener Füllhalter-Nutzer1 bin ich schnell ein Freund feiner Federn geworden. Nicht nur aus diesem Grund fiel mir diese Anzeige für den Pelikano von Pelikan in der Publi­kation „Schrift und Schreiben”, herausgegeben von den Pelikan-Werken in Hannover, auf2.

Feine Feder

Wie fein die EF des Pelikano war, weiß ich nicht, doch ich nehme an, dass sie breiter war als die EF des Pilot Penmanship. Letztere gefällt mir so gut, dass ich sie in den Pilot Prera eingesetzt habe3, denn diesen gibt es nur in F und M.

Feine Feder

Das Schreiben mit dieser Feder ist gewöhnungsbedürftig, da sie nicht nur sehr sensibel auf die Eigenheiten des Papiers reagiert (was einen zudem so manches entdecken lässt), son­dern zum vergleichsweise langsamen Schreiben mit möglichst wenig Druck zwingt. Doch das hat seinen Reiz! – Zurzeit benutze ich im Prera die Aurora Black.

  1. Nein, ich werde dem Bleistift nicht untreu.
  2. Eine Jahresangabe konnte ich nicht finden, aber ich tippe auf die frühen 1960er Jahre.
  3. Dies geht problemlos, weil die Federn und die Tintenleiter fast aller günstigen Füller von Pilot kompatibel und gesteckt sind.

Rot

13. August 2017

Rot

Pilot 78G mit Rohrer & Klingner Morinda


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