Basteln mit dem Lexikaliker (14)

7. Mai 2017

Der großartige Pollux von Möbius+Ruppert verdient ein Lederetui, und so habe ich mir eins gebastelt (angeregt hat mich das für den DUX DX4322). Wie immer sind Material- und Werkzeugeinsatz sowie der Zeitaufwand gering, denn wir brauchen nur ein 16,5 × 3 cm großes Stück Leder, eine Knopfniete und das im gutsortierten Bastelhaushalt ohnehin vor­handene Werkzeug. – Eine Anleitung dürfte kaum nötig sein.

Basteln mit dem Lexikaliker (14)

Das verwendete Leder ist mit 1,5 mm zu dick. Zusammen mit der Knopfniete, die sehr auf­trägt, wird das Etui klobig (ich benutze es trotzdem).

Basteln mit dem Lexikaliker (14)

So weiß ich, was ich beim nächsten Mal besser machen kann. – Hier noch die Details:

Basteln mit dem Lexikaliker (14)

#2 und #3 beziehen sich auf meine Lochzange und hängen von den Abmessungen der Knopfniete ab.

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Am Wasser

6. Mai 2017

Am Wasser

Kisho betrachtet die Kaulquappen, die es dieses Jahr in besonders großer Zahl gibt.

Joseph Hardtmuth

6. Mai 2017

Bereits 2015 ehrte die österreichische Post den Erfinder Joseph Hardtmuth mit einer Son­dermarke.

Joseph Hardtmuth

Die Post würdigte damit Hardtmuths größte Erfindung, die keramische Bleistiftmine. Aber wird diese nicht Nicolas-Jacques Conté zugeschrieben? Die Fachliteratur ist sich da nicht ei­nig. Es heißt zwar zuweilen, Hardtmuth habe 1790, also fünf Jahre von Conté, die moder­ne Bleistiftmine erdacht1, doch Henry Petroski vermutet in „Der Bleistift”, dass diese Zahl das Gründungsjahr von Hardtmuths Unternehmen benennt. Petroski schreibt: „Hardtmuth selbst behauptete, das Verfahren – die sogenannte ‚Wiener Methode’ – erst im Jahr 1798 erfunden zu haben, also drei Jahre nach Contés Patent. Andere Quellen berichten aber, dass das neue Verfahren in Wien erst viel später zur Anwendung kam, als es nämlich von Contés Schwiegersohn Arnould Humblot dort eingeführt wurde.” Und wenn es tatsächlich Hardtmuths Idee war: Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Erfindung unabhängig von­einander an zwei unterschiedlichen Orten gemacht wurde.

Mich wundert, dass auf der Briefmarke Kopierstifte abgebildet sind, denn diese enthalten Anilinfarben, die erst knapp 40 Jahre nach der Erfindung der keramischen Mine entdeckt wurden. Auch das Millimeterpapier (?) im Hintergrund und die Typografie finde ich etwas seltsam. – Den vollständigen Bogen sieht man im Austria-Forum.

  1. Zum Beispiel in: Nagler, Dr. phil. Josef: Die keramische Bleistiftmine. Zum 200. Geburtstag von Joseph Hardtmuth. In: Blätter für Technikgeschichte, Heft 20, Technisches Museum Wien (Hg.) (Springer 1958).

Kleiner Mann

5. Mai 2017

Seit vielen Jahren schon steht dieser kleine Mann auf meinem Schreibtisch und hält einen Bleistift bereit.

Kleiner Mann

Woher ich ihn habe, weiß ich leider nicht mehr, und als einzige Kennzeichnung trägt er ei­nen Aufkleber mit „Made in Germany”. Kennt jemand aus meiner geschätzten Leserschaft den Namen und die Herkunft dieses kleinen Mannes?

Schmackhaftes Angebot

4. Mai 2017

Beim kanadischen Ableger des Internetkaufhauses Amazon gibt es zurzeit einen bemer­kenswerten Artikel.

Schmackhaftes Angebot

Ist 2H noch al dente oder schon knusprig? – Immerhin stimmt „blue barrel” irgendwie.

Danke an Stephen für den Hinweis!

Neues zum Tombow MONO 100

1. Mai 2017

Der MONO 100 kam im September 1967 zum 55-jährigen Jubiläum des japanischen Unter­nehmens Tombow auf den Markt. Seitdem ist er der Spitzenbleistift dieses Herstellers und wohl einer der drei besten zurzeit erhältlichen Bleistifte der Welt1.

Neues zum Tombow MONO 100

Der Tombow MONO 100 von 1967 in der Broschüre „The 100 Years History of Tombow Pencil”.

Durch Zufall bin ich darauf aufmerksam geworden, dass es seit etwa vier Monaten2 Exem­plare des MONO 100 gibt, die in Vietnam hergestellt wurden. Tombow betreibt dort seit Oktober 2003 eine Produktionstätte3, doch dass jetzt ausgerechnet eines der Vorzeige­produkte des japanischen Unternehmens außerhalb des Heimatlandes produziert wird, hat mich überrascht. Ein Leser meines Weblogs war so freundlich, mir ein aktuelles Exemplar zukommen zu lassen, so dass ich vergleichen kann. – Selbstverständlich lässt sich daraus keine allgemeine Aussage ableiten, denn dafür ist die Stichprobe zu klein.

Neues zum Tombow MONO 100

Der deutlichste Unterschied ist der Wegfall des Prägedrucks „MADE IN JAPAN”; statt­dessen gib es nun die Blindprägung „MADE IN VIETNAM”, die aber nach wenigen Spitz­vorgängen verschwunden ist. – Interessant zu wissen wäre, ob „H1506″ und „K1608″ für das Produktionsdatum im Format JJMM stehen; wenn ja, so wäre der obere Bleistift im Juni 2015 und der untere im August 2016 hergestellt worden.

Neues zum Tombow MONO 100

Es fällt auf, dass die Lackierung des neuen MONO 100 nicht so stark glänzt wie die des alten und auch nicht so sauber ausgeführt ist; zudem finden sich kleine und große Ein­schlüsse. – Wer ganz genau schaut, erkennt kleine Unterschiede im Prägedruck: Beim Stift aus Japan ist das „R” in „FOR” und „DRAFTING” schmaler und „hi-precision” hat eine stär­kere Neigung sowie einen anderen Bindestrich. Die GTIN ist unverändert.

Neues zum Tombow MONO 100

Seltsam finde ich den Abstand zwischen weißem Streifen und goldfarbenem Ring auf bei­den Seiten. Wurde er bewusst gewählt, um die Exemplare aus japanischer und vietna­mesischer Produktion rasch zu identifizieren?

Neues zum Tombow MONO 100

Außer den Unregelmäßigkeiten im Lack gibt es bei dem Bleistift aus Vietnam zahlreiche kleine Punkte in der Farbe des Prägedrucks zu bemängeln. Wie diese entstehen, ist mir rätselhaft. – Die Stiftdicke ist geblieben; beide haben eine Schlüsselweite von 7,2 mm.

Neues zum Tombow MONO 100

Bedauerlicherweise gibt es auch bei der Mine spürbare Unterschiede, denn die des neuen Exemplars wirkt geringfügig härter und gleitet nicht ganz so leicht wie die des alten. Bei Schwärzung, Glanz und Radierbarkeit konnte ich jedoch keine Unterschiede feststellen.

Neues zum Tombow MONO 100

Hier mit dem Pollux von Möbius+Ruppert.

Angesichts meiner Testexemplare muss ich leider sagen, dass der in Vietnam gefertigte Tombow MONO 100 nicht an den aus Japan herankommt.

Nachtrag vom 2.5.17 Von Tombow Deutschland konnte ich heute Details erfahren. Die Mine des aktuellen MONO 100, deren Rezeptur gleich geblieben ist, wird nach wie vor in Japan hergestellt; auch die Brettchen werden dort noch gefräst. In Vietnam werden Brettchen und Minen verklebt, die so entstandenen Sandwiches gefräst, die Stifte ge­schliffen, lackiert, bedruckt und mit den Kunststoffkappen versehen. Die Verlagerung die­ser Produktionsschritte geschah aus Kostengründen; sie begann Ende Juni 2016 und war im September 2016 abgeschlossen. Die Kennzeichnung „Made in Japan” musste aus Zoll­gründen durch „Made in Vietnam” ersetzt werden. – Die Blindprägung hat tatsächlich das Format XJJMM, wobei X für die Charge steht; dies hilft, die Ursache für fehlerhafte Stifte ausfindig zu machen.

Nachtrag vom 2.5.17: Beim Betrachten älterer, noch in Japan hergestellter Exemplare im Fachgeschäft FORMAT in Darmstadt ist mir bei einigen auch der Abstand zwischen dem weißen Streifen und dem goldfarbenen Ring aufgefallen. Dies hat also nichts mit der Pro­duktion in Vietnam zu tun.

Nachtrag vom 3.5.17: Ich wundere mich immer noch über die Verlagerung der Produk­tion ausgerechnet des MONO 100 mit diesen Folgen für die Qualität. Der Absatz von Blei­stiften nicht nur in Japan mag nachlassen, ebenso die Nachfrage nach High-End-Bleistiften sowie die Bereitschaft, für diese einen höheren Preis zu zahlen. Ist vielleicht ein Nachfolger des MONO 100 in Arbeit, der im September, 50 Jahre nach der Markteinführung des MONO 100, vorgestellt wird? Mit der Verlagerung der Produktion könnten in Japan Kapa­zitäten frei­gesetzt worden sein. Und ein Nachfolger des MONO 100 würde diesen abwer­ten, so dass man nicht mehr den gleichen Preis verlangen kann und die Herstellungskosten senken muss. Aber das sind alles nur wilde Spekulationen …

  1. Die anderen sind der Mitsubishi Hi-uni und der STAEDTLER Mars Lumograph 100.
  2. Quelle: Caroline Weaver, CW Pencil Enterprise.
  3. Quelle: „The 100 Years History of Tombow Pencil”. Tombow Pencil Co., Ltd., 2013.

Der strenge Blick

30. April 2017

Der strenge Blick

Kisho kann manchmal bemerkenswert streng schauen, und zwar nicht nur dann, wenn ich mich abends erdreiste, auf der Couch zu sitzen, anstatt mit ihm zu spielen.

Duo

30. April 2017

Duo

Faber-Castell Janus 4048 und Pentel Black Polymer 999 HB


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