The Catalogue of American Mechanical Pencils
20. Oktober 2011Das Buch „The Catalogue of American Mechanical Pencils” ist nun erschienen und erhältlich. Der Preis in US-Dollar inklusive Versand beträgt 42,94 (USA), 53,94 (Deutschland und UK) und 49,65 (Kanada); wer außerdem die CD mit den Fotos des Buches möchte, legt 7,95 US-Dollar drauf. Bezahlt werden kann per Scheck oder PayPal (die Kontaktdaten des Autors finden sich auf seiner Website). – Nein, ich bekomme keine Provision, sondern unterstütze bleistiftige Aktivitäten ganz uneigennützig.
Saugfähige Reklame
19. Oktober 2011Bewährt
18. Oktober 2011Nur selten erfährt der normale Bleischreiber etwas von der Qualitätskontrolle, doch im April 1954 bot die Eagle Pencil Company mit dieser ganzseitigen Anzeige in der „Progressive Architecture” einen Einblick.
Die Kontrolle begann mit der „Eagle Shading Machine”, die den Bleistift unter reproduzierbaren Bedingungen über das Papier führte. Auf letzteres schaute dann ein Reflektometer, das die Schwärzung bestimmte.
Der Testaufwand, der den 17 Härtegraden des Eagle Turquoise zuteil wurde, war offenbar erheblich, vorausgesetzt, man nutzte die Maschinen nicht nur für werbewirksame Auftritte.
Mich würde interessieren, welche anderen Geräte und Verfahren es damals gab und wie man heute prüft.
Unnötig zu sagen, dass ich die Gestaltung der Anzeige einfach klasse finde.
Nachtrag vom 18.10.11: Welche Gerätschaften die Eagle Pencil Company noch präsentierte, zeigt diese mit „100 Years of Basic Research” überschriebene Seite aus dem Katalog des Jahres 1956, für deren Scan ich Herbert R. sehr danke. – Bilder zum Vergrößern anklicken.
Ein wenig bizarr mutet dieses Instrumentarium schon an, und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man es tatsächlich zielführend eingesetzt hat.
PACATO penclip
16. Oktober 2011Vermutlich von einem Kordelstopper inspiriert wurden die Schöpfer des PACATO penclips.
Das nützliche Zubehör hält Stifte mit einem Durchmesser von bis zu 11 mm und kraft eines Magneten an Notenständer, Kühlschrank und anderen geeigneten Oberflächen. Die Feder des gut 42 mm langen und 20 mm dicken Clips ist gut ausgelegt, hält sie doch den Stift sicher, ohne Druckstellen zu hinterlassen; der Magnet indes könnte etwas stärker sein, sollte sich aber bei Bedarf durch einen Neodym-Exemplar ersetzen lassen.
Den Clip gibt es bei Paganino („Alles für Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass”) für 2,95 Euro.
Danke an Kai für den Hinweis auf den PACATO penclip!
Eagle Pencil Company 1894/1909
15. Oktober 2011Heute gibt es wieder zwei museale Kostbarkeiten, und zwar aus der Geschichte der Eagle Pencil Company.
Titel des Katalogs aus dem Jahre 1894. – Die Rückseite gibt es hier.
Titel des Katalogs aus dem Jahre 1909
Vielen Dank an Herbert R. für die Scans!
100 Jahre LYRA
14. Oktober 2011Faber-Castell Thermochrom
13. Oktober 2011Sieht aus wie ein Etui mit Wachsmalkreiden für kleine Hände, ist aber Spezialwerkzeug: Der Temperaturmessstift Thermochrom 2815 von Faber-Castell kam immer dann zum Einsatz, wenn man wissen wollte, wie heiß eine Oberfläche ist.
Dazu strich man mit dem Stift auf das Material und wartete kurz auf den Farbumschlag. Glich dieser dem Etikett, war die aufgedruckte Temperatur erreicht.
Die sechs 80 mm langen, 8 mm dicken und wachsigen Stifte mit Papierung deckten den Bereich von 75 bis 200 °C ab; weitere Varianten gab es für Temperaturen bis 670 °C.
Ich vermute, dass dieses Etui aus den frühen 1960er Jahren stammt.
Beweisstück
12. Oktober 2011Mit über 500 km/h so ruhig und leise durch die Luft gleiten, dass selbst ein Bleistift auf der Armlehne stehen bleibt? Die Vickers Viscount mit vibrationsfreien Propellerturbinen von Rolls Royce machte es möglich und die Trans-Australian Airlines 1954 daraus eine Reklame.
Umschlag mit Inhalt (Bilder zum Vergrößern anklicken)
Umschlag (leer, Rückseite)
Inhalt (Vorderseite)
Inhalt (Rückseite)
Inhalt (Vorderseite, Ausschnitt)
Vielen Dank an Herbert R. für die Scans!
Eine Klasse für sich
11. Oktober 2011Nicht viel Worte machte Eberhard Faber, New York, in dieser 67 × 102 mm² großen Anzeige für den Mongol 482 № 2, die 1924 in „The World’s Work Magazine” erschien.
Eingeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Mongol rasch zum Inbegriff des Bleistifts in den USA und etablierte dort Gelb als Bleistift-Farbe1.

Ist das nicht ein tolles Zierband?
Der auf den Zwingen der Bleistifte von Eberhard Faber sehr häufig anzutreffende goldfarbene Ring hat vermutlich seinen Ursprung darin, dass das Unternehmen 1849, zum Höhepunkt des großen Goldrausches, gegründet wurde2. Hier der „Nugget” aus dem Katalog von 1949, dem Jahr des 100-jähigen Bestehens:

Danke an Herbert R. für den Katalog-Scan!
- Die Farbe Gelb geht zurück auf die Graphitmine im Berg Batugol in Südsibirien nahe der Grenze zu China. – Der erste gelb lackierte Bleistift soll jedoch um 1870 von Koh-I-Noor gekommen sein, hatte aber dort wohl einen anderen Ursprung. Dem Ausstellungskatalog „Pencils” von Marco Ferreri zufolge dachte der Wiener Hardtmuth an die schwarz-gelbe Flagge der österreichisch-ungarischen Monarchie, und da die Mine schwarz war, musste der Lack gelb sein.↩
- Eberhard Fabers erste Fabrik stand an der Stelle in New York, wo heute das UNO-Gebäude steht.↩








































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