Im Dutzend billiger

22. Oktober 2011

Mit einer ganzseitigen, 261 × 348 mm² großen Anzeige und einem Wortspiel bewarb 1953 die Empire Pencil Company (Shelbyville, Tennessee, USA) ihren „Pedigree”-Bleistift im Be­sonderen und den Rest ihres holzgefassten Sortiments im Allgemeinen.

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

The Catalogue of American Mechanical Pencils

20. Oktober 2011

Das Buch „The Catalogue of American Mechanical Pencils” ist nun erschienen und erhältlich. Der Preis in US-Dollar inklusive Versand beträgt 42,94 (USA), 53,94 (Deutschland und UK) und 49,65 (Kanada); wer außerdem die CD mit den Fotos des Buches möchte, legt 7,95 US-Dollar drauf. Bezahlt werden kann per Scheck oder PayPal (die Kontaktdaten des Au­tors finden sich auf seiner Website). – Nein, ich bekomme keine Provision, sondern unter­stütze bleistiftige Aktivitäten ganz uneigennützig.

Saugfähige Reklame

19. Oktober 2011

Mehrere Jahrzehnte blieb diesem 149 × 83 mm² kleinen Löschblatt mit rosa Rückseite und Reklame für die „Mars”-Produkte von Staedtler der bestimmungsgemäße Gebrauch erspart.

Saugfähige Reklame

Auch bei mir ist es sicher, muss es doch keine Tinte, sondern nur meinen inter­essierten Blick aufsaugen.

Bewährt

18. Oktober 2011

Nur selten erfährt der normale Bleischreiber etwas von der Qualitätskontrolle, doch im April 1954 bot die Eagle Pencil Company mit dieser ganzseitigen Anzeige in der „Progressive Architecture” einen Einblick.

Bewährt

Die Kontrolle begann mit der „Eagle Shading Machine”, die den Bleistift unter reproduzier­baren Bedingungen über das Papier führte. Auf letzteres schaute dann ein Reflektometer, das die Schwärzung bestimmte.

Bewährt

Bewährt

Der Testaufwand, der den 17 Härtegraden des Eagle Turquoise zuteil wurde, war offenbar erheblich, vorausgesetzt, man nutzte die Maschinen nicht nur für werbewirksame Auftritte.

Bewährt

Mich würde interessieren, welche anderen Geräte und Verfahren es damals gab und wie man heute prüft.

Bewährt

Unnötig zu sagen, dass ich die Gestaltung der Anzeige einfach klasse finde.

Bewährt

Nachtrag vom 18.10.11: Welche Gerätschaften die Eagle Pencil Company noch präsen­tierte, zeigt diese mit „100 Years of Basic Research” überschriebene Seite aus dem Katalog des Jahres 1956, für deren Scan ich Herbert R. sehr danke. – Bilder zum Vergrößern an­klicken.

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

Ein wenig bizarr mutet dieses Instrumentarium schon an, und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man es tatsächlich zielführend eingesetzt hat.

PACATO penclip

16. Oktober 2011

Vermutlich von einem Kordelstopper inspiriert wurden die Schöpfer des PACATO penclips.

PACATO penclip

Das nützliche Zubehör hält Stifte mit einem Durchmesser von bis zu 11 mm und kraft eines Magneten an Notenständer, Kühlschrank und anderen geeigneten Oberflächen. Die Feder des gut 42 mm langen und 20 mm dicken Clips ist gut ausgelegt, hält sie doch den Stift sicher, ohne Druckstellen zu hinterlassen; der Magnet indes könnte etwas stärker sein, soll­te sich aber bei Bedarf durch einen Neodym-Exemplar ersetzen lassen.

PACATO penclip

Den Clip gibt es bei Paganino („Alles für Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass”) für 2,95 Euro.

PACATO penclip

Danke an Kai für den Hinweis auf den PACATO penclip!

Eagle Pencil Company 1894/1909

15. Oktober 2011

Heute gibt es wieder zwei museale Kostbarkeiten, und zwar aus der Geschichte der Eagle Pencil Company.

Eagle Pencil Company 1894/1909

Titel des Katalogs aus dem Jahre 1894. – Die Rückseite gibt es hier.

Eagle Pencil Company 1894/1909

Titel des Katalogs aus dem Jahre 1909

Vielen Dank an Herbert R. für die Scans!

100 Jahre LYRA

14. Oktober 2011

100 Jahre LYRA

Titel der Gedenkschrift zum 100-jährigen Bestehen der Bleistiftfabrik LYRA (1906)

Faber-Castell Thermochrom

13. Oktober 2011

Faber-Castell Thermochrom

Sieht aus wie ein Etui mit Wachsmalkreiden für kleine Hände, ist aber Spezialwerkzeug: Der Temperaturmessstift Thermochrom 2815 von Faber-Castell kam immer dann zum Einsatz, wenn man wissen wollte, wie heiß eine Oberfläche ist.

Faber-Castell Thermochrom

Dazu strich man mit dem Stift auf das Material und wartete kurz auf den Farbumschlag. Glich dieser dem Etikett, war die aufgedruckte Temperatur erreicht.

Faber-Castell Thermochrom

Die sechs 80 mm langen, 8 mm dicken und wachsigen Stifte mit Papierung deckten den Bereich von 75 bis 200 °C ab; weitere Varianten gab es für Temperaturen bis 670 °C.

Faber-Castell Thermochrom

Ich vermute, dass dieses Etui aus den frühen 1960er Jahren stammt.

Faber-Castell Thermochrom

Beweisstück

12. Oktober 2011

Mit über 500 km/h so ruhig und leise durch die Luft gleiten, dass selbst ein Bleistift auf der Armlehne stehen bleibt? Die Vickers Viscount mit vibrationsfreien Propellerturbinen von Rolls Royce machte es möglich und die Trans-Australian Airlines 1954 daraus eine Reklame.

Beweisstück

Umschlag mit Inhalt (Bilder zum Vergrößern anklicken)

Beweisstück

Umschlag (leer, Rückseite)

Beweisstück

Inhalt (Vorderseite)

Beweisstück

Inhalt (Rückseite)

Beweisstück

Inhalt (Vorderseite, Ausschnitt)

Vielen Dank an Herbert R. für die Scans!

Eine Klasse für sich

11. Oktober 2011

Nicht viel Worte machte Eberhard Faber, New York, in dieser 67 × 102 mm² großen An­zeige für den Mongol 482 № 2, die 1924 in „The World’s Work Magazine” erschien.

Eine Klasse für sich

Eingeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Mongol rasch zum Inbegriff des Blei­stifts in den USA und etablierte dort Gelb als Bleistift-Farbe1.

Eine Klasse für sich

Ist das nicht ein tolles Zierband?

Der auf den Zwingen der Bleistifte von Eberhard Faber sehr häufig anzutreffende goldfar­bene Ring hat vermutlich seinen Ursprung darin, dass das Unternehmen 1849, zum Höhe­punkt des großen Goldrausches, gegründet wurde2. Hier der „Nugget” aus dem Katalog von 1949, dem Jahr des 100-jähigen Bestehens:

Eine Klasse für sich

Danke an Herbert R. für den Katalog-Scan!

  1. Die Farbe Gelb geht zurück auf die Graphitmine im Berg Batugol in Südsibirien nahe der Grenze zu China. – Der erste gelb lackierte Bleistift soll jedoch um 1870 von Koh-I-Noor gekommen sein, hatte aber dort wohl einen anderen Ursprung. Dem Ausstellungskatalog „Pencils” von Marco Ferreri zufolge dachte der Wiener Hardtmuth an die schwarz-gelbe Flagge der öster­reichisch-ungarischen Monarchie, und da die Mine schwarz war, musste der Lack gelb sein.
  2. Eberhard Fabers erste Fabrik stand an der Stelle in New York, wo heute das UNO-Gebäude steht.