Sonntag

2. Juli 2017

Sonntag

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Stiftablage des Monats

1. Juli 2017

Die Stiftablage des Monats Juli stammt aus der DDR der 1970er Jahre.

Stiftablage des Monats

Füllung fürs Foto: LaurelClips, Umschlag-Klammern von MAUL, Norica-Büroklammern von HEICO, Möbius+Ruppert Pollux, STAEDTLER Mars Lumograph 100 B.

Sie ist 215 × 120 mm groß, 22 mm hoch und aus einem sehr harten, mir unbekannten Kunststoff gefertigt. Auf der Unterseite befindet sich ein Symbol, das mir nichts sagt.

Stiftablage des Monats (Detail)

Für mich ein farbenfrohes Schmuckstück, das man nicht alle Tage antrifft!

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Presseschau

30. Juni 2017

„In der Wochenend-Beilage der FAZ stand etwas über den Palomino Blackwing 602″, sag­te man mir, und ich habe mir diese Ausgabe1 geholt. Vorweg: Es hat sich nicht gelohnt.

Die Vorgeschichte: Der Blackwing 602 von Eberhard Faber kam 1934 in den USA auf den Markt und wurde bis 1998 produziert. Er gilt zu Recht als einzigartig, hat sehr viele Fans und erzielt bei Auktionen immer wieder hohe Preise. California Cedar, Lieferant von Bleistift­brettchen und Anbieter von Bleistiften, hat 2010 die Rechte am Namen „Blackwing” er­worben und wenig später erst den Palomino Blackwing und dann den Palomino Blackwing 602 herausgebracht. Das Marketing für diese Bleistifte suggerierte unter anderem, als wür­de der alte Blackwing 602 wieder produziert (was nicht stimmt). Man führte auch berühm­te Autoren, Komponisten usw. als Blackwing-Nutzer auf, die jedoch in manchen Fällen noch nicht einmal den Blackwing 602 von Eberhard Faber, geschweige denn die Kopie von CalCedar benutzt haben (mehr dazu unter „Facts, Fiction, and the Palomino Blackwing Ex­perience” auf The Blackwing Pages).

Presseschau

Im Artikel „Eine schöne Handschrift” in der Rubrik „Das will ich haben” schwärmt der Autor davon, „welches Vergnügen es bereitet, mit einem Bleistift zu schreiben, dessen Seele aus japanischem Graphit gefertigt ist”, doch soweit ich weiß, kommt der Graphit im Palomino Blackwing nicht aus Japan2. „Nach altem Rezept wird Wachs zugegeben, um einen noch weicheren Lauf zu erzeugen”, heißt es weiter, aber es fehlt der Hinweis darauf, dass die Imprägnierung mit Wachs (genauer: Paraffin) nichts Blackwing-typisches, sondern bei Blei­stiften üblich ist und der Hersteller des Palomino Blackwing die Minenrezeptur des Originals von Eberhard Faber nicht kennt.

Der Autor ist begeistert: „Mag sein, dass die Euphorie beim Schreiben mit dem Blackwing auch dem feierlichen Gefühl geschuldet ist, mit einem Werkzeug zu arbeiten, mit dem John Steinbeck seine »Straße der Ölsardinen« geschrieben und Leonard Bernstein die No­ten seiner »Westside Story« aufs Papier gesetzt hat.”3 Dies erinnert an das Marketing von Moleskine, das den Eindruck erweckt, Ernest Hemingway hätte ein Moleskine-Notizbuch gehabt. Es folgt das altbekannte Witzchen mit dem Radierer als „Delete-Taste” am Ende des Bleistifts und die an junge Leute gerichtete Beschreibung eines Spitzers4, und ich fra­ge mich, für wie dämlich der Leser gehalten wird. Mit der Behauptung „Das Unternehmen nahm die Tradition von Eberhard Faber wieder auf” folgt der Autor treu dem irreführenden Marketing von CalCedar – da freue ich mich, dass der Artikel so kurz ausgefallen ist.

Ich habe natürlich nicht erwartet, dass der Autor z. B. auf den kulturellen Vandalismus durch CalCedar eingeht, doch etwas Besseres als reines Marketinggeschwurbel mit sach­lichen Fehlern hätte ich der FAZ schon zugetraut.

  1. 17. Juni 2017.
  2. Immerhin wird dieser Bleistift in Japan hergestellt, nämlich von der KITA-BOSHI Pencil Co., Ltd.
  3. Hier war der Autor pfiffig, denn mit „Werkzeug” hat er vermieden zu sagen, dass die genann­ten Personen den Palomino Blackwing benutzt haben.
  4. Warum sollen junge Leute keinen Spitzer mehr kennen?

Kurz notiert

27. Juni 2017
  • Unter „Mit Plantage zur eigenen Holzversorgung” berichtete der pbs report bereits im Februar, dass STAEDTLER in Ecuador eine eigene Plantage aufbaut. Dort wird auf einer Fläche von rund 1800 Hektar Gmelina angebaut; in etwa sechs Jahren soll ein ange­schlossenes Werk die Produktionsstandorte in Deutschland, Indonesien und Thailand mit Brettchen versorgen. Es ist geplant, dass diese Plantage mittelfristig 35 bis 40 Pro­zent des Holzbedarfs des Unternehmens abdeckt.
  • Weibliche Bleistift-Fans finden bei Modcloth das passende Schuhwerk: Pencil Me In Leather Flat. – Danke an Andreas Weinberger für den Hinweis!
  • In Peru aus Seetang hergestellt: Der BioPencil (eine Besprechung gibt es bei Lung Scetching Scrolls). – Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis!

Shibas!

26. Juni 2017

Gestern hatte unser Kisho Besuch von seinem Bruder Shiro und seiner Mutter Inka, und zum Spaziergang kam Noriko hinzu. Alle Zwei- und Vierbeiner hatten einen sehr schönen Sonntag!

Inka, Kisho und Shiro; vorne: Noriko.

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

25. Juni 2017

Als großer Fan des Rot-Blau-Stifts musste ich bei einem besonders schönen Vertreter die­ser Gattung, dass sich gleich zweimal in einem Konvolut versteckte, sofort zugreifen1.

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Der Stift hat mit 17,5 cm die Standardlänge und einen Durchmesser von 7,6 mm; die Mine ist 2,5 mm dick.

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Zu Farbe und Qualität der Mine kann ich nichts sagen, denn ich werde dieses kostbare Stück nicht anspitzen2. – Das Alter des Stifts kenne ich leider nicht, und zur Marke „Stork” habe ich auch nichts parat (das DMPA führt sie nicht auf).

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Der Storch und der Schriftzug haben natürlich einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass ich bei diesem Stift schwach wurde!

  1. Eine Medaille für Selbstbeherrschung werde ich nie bekommen.
  2. Auch nicht das zweite Exemplar – dafür sind mir beide zu schade.

Kisho und Noriko

24. Juni 2017

Heute hat Kisho die 15 Wochen junge Shiba-Hündin Noriko kennengelernt. Das war toll!

Kisho und Noriko

Kisho und Noriko

Kisho und Noriko

A.W. Faber 254x

24. Juni 2017

Hier einige historische Details zu den Minenhaltern 254x von A.W. Faber, die ich kürzlich gezeigt habe.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1900)

Erstmals angeboten wurden die – wie sie korrekt heißen – achteckigen Schraub-Klemm­stifte 2540–2543 im Jahr 1900; der damalige Warenkatalog führte sie in der Rubrik „Förs­terstifte”.

A.W. Faber 254x

Detail-Preis-Liste (um 1909)

In der um 1909 herausgegebenen Detail-Preis-Liste werden auch die zum Klemmstift pas­senden Minen angeboten. Blei- und Farbstifte zum Markieren waren für die verschiedens­ten Berufsgruppen unverzichtbar, doch in dieser Liste wird der Verwendungszweck keiner bestimmten Berufsgruppe mehr zugeordnet.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

In den späteren Jahren bleibt die Produktnummer gleich, aber die Form der Nickelspitze und die Stempelung variieren. Im Warenkatalog von 1952 wird der Klemmstift zusätzlich in Gelb aufgeführt (2544).

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

Die letzte Erwähnung findet dieser Klemmstift im Jubläumskatalog von 1961; in späteren Katalogen erscheint er nicht mehr. Möglich, dass ihm die Ausweitung des TK-Sortiments Konkurrenz gemacht hat oder die Kunden zu anderen Mitteln der Kennzeichnung gewech­selt sind.

Danke an Faber-Castell für die Scans und die Details!


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