Scharfes Ding

10. Oktober 2011

Der für mich schönste Handspitzer ist die „Granate” von Möbius+Ruppert, und so benutze ich ihn oft1. Klar, dass dann auch mal ein Klingenwechsel fällig ist.

Scharfes Ding

Der im fränkischen Erlangen ansässige Hersteller fertig seine Handspitzer seit fast 90 Jah­ren2 in Deutschland und setzt dazu Maschinen und Verfahren aus eigener Entwicklung ein. Noch recht neu ist jedoch, dass man das nun auch den Klingen für die „Granate”3 ansieht, denn diese tragen jetzt eine entsprechende Prägung.

Scharfes Ding

Das gefällt mir ebenso gut wie die sehr hohe Qualität des Produkts.

  1. Von den manuellen Langkonus-Spitzern bin ich abgekommen, da sie mir zu gefräßig sind. – Übrigens spricht die Branche bei der Spitzenform, wie sie die „Granate” liefert, bereits vom „Langkonus” und nennt die stumpfere Form z. B. für Kosmetikstifte „Kurzkonus”
  2. Das 90-jährige Bestehen wird 2012 gefeiert.
  3. Diese sind übrigens etwas schmaler als die für andere Spitzer.

Lesezeichen

8. Oktober 2011

Einen ungewöhnlichen Bleistift bot die Eagle Pencil Company in den 1930er Jahren an.

Lesezeichen

Der 145 mm lange und knapp 12 mm breite, aber nur gut 3 mm flache Stift mit dem Na­men „Bookmark” hat eine 2 × 3 mm² dicke Mine und eine dekorative Metallkappe, deren goldene Farbe mit dem Prägedruck korrespondiert.

Lesezeichen

Zum Größenvergleich: Ein sehr früher STAEDTLER Mars Lumograph 2886.

Lesezeichen

Ganz gleich, ob dieser Bleistift wirklich als Lesezeichen gedacht war oder nur aufgrund sei­ner Form so genannt wurde: Ich finde ihn sehr geschmackvoll.

Lesezeichen

Rotkäppchen

6. Oktober 2011

Rotkäppchen

Von links: FILA Temagraph, Tombow Mono KM-KKS, STAEDTLER Noris 120, STAEDTLER Mars Lumochrom 104-23, STABILO EASYgraph, LYRA Robinson 2510, Faber-Castell 9609 Copier, National’s Skytint Erasable 601, Dixon Planographic 2310, Eberhard Faber Lineal-Bleistift, Eberhard Faber Van Dyke 706 Cop., Ebbe (ohne Nr.), Ebbe 887, STABILO Micro 288, Bruyn­zeel 1605. – Danke an Stephen für den FILA Temagraph und den Dixon Plano­graphic 2310, Ricardo für die Ebbe-Bleistifte und Johanna für das „Rotkäppchen”!

Mars-Marketing

5. Oktober 2011

Und schon wieder werbendes Papier: Ein Faltblatt zum Staedtler Mars Lumograph, 89 mm hoch und 179 (aufgeklappt 297) mm breit, das ausführlich über den Spitzenbleistift und seine Varianten informierte.

Mars-Marketing Mars-Marketing

Vorder- und Rückseite (zum Vergrößern anlicken)

Das genaue Alter dieses Faltblattes kenne ich leider nicht, doch da der Fallminenstift Tech­nico 1001 um 1950 eingeführt wurde, vermute ich, dass es aus den 50er Jahren stammt; auch die Gestaltung spräche dafür. – Das Reichspatentamt, das ein „D.R.P.” (Deutsches Reichs-Patent) erteilte, schloss bereits 1945.

Mars-Marketing

Hier ebenfalls erwähnt wird der Langstrichstift, dessen Mine der des Zimmermannsstifts ähnelte. – Der Zeichnungsausschnitt links ist eingeklebt.

Mars-Marketing

Sechs Dutzend

2. Oktober 2011

Sechs Dutzend

L. & C. Hardtmuth „Studio” Drawing Pencils No. 541

Sechs Dutzend

LYRA Italia No. 1205

Sechs Dutzend

A.W. Faber Polygrade 1205

Sechs Dutzend

L. & C. Hardtmuth 1205

Sechs Dutzend

Presbitero Steno 3001

Sechs Dutzend

LYRA Kopierstift 1641

Update vom 3.10.11: Fotos überarbeitet (mehr dazu hier).

Update vom 4.10.11: Titel geändert.

Sinn und Verstand

2. Oktober 2011

Gefühl für die professionellen Nutzer und ihre Bedürfnisse zeigte Eberhard Faber, New York, in dieser 109 × 142 mm² großen Anzeige aus dem Jahr 1898, die den Stenographic No. 596 und den Editor’s Pencil bewarb.

Sinn und Verstand

Sinn und Verstand

Die detaillierte Beschreibung des Bleistifts und seiner Vorzüge mag all jene überraschen, die in der aktuellen Werbung selten den konkreten Nutzen, sondern meist positive Konnota­tionen des beworbenen Produkts hervorgehoben sehen. – Aus heutiger Sicht nicht min­der ungewöhnlich: Die Details zu den Härtegraden.

Sinn und Verstand

Sinn und Verstand

Natürlich gefällt mir die Gestaltung dieser Anzeige, besonders die Typographie des Titels, aber auch der Umstand, dass man in diesem, wenn ich das Englische richtig verstehe, mit der mehrfachen Bedeutung des Wortes „sense” gespielt hat.

Sinn und Verstand

Eine reizvolle Anzeige!

L. & C. Hardtmuth 1910

30. September 2011

Macht mich sprachlos: Der in meinen Augen wunderschöne Titel des Katalogs von L. & C. Hardtmuth aus dem Jahr 1910.

L. & C. Hardtmuth 1910

L. & C. Hardtmuth 1910

L. & C. Hardtmuth 1910

Vielen Dank an Herbert R. für diesen Scan!

Im Zeichen des Schwans

29. September 2011

Im Zeichen des Schwans

Titel des Schwan-Katalogs von 1898

Im Zeichen des Schwans

Titel des Schwan-Katalogs von 1906

Vielen Dank an Herbert R. für die Scans!

Das Über-Mäppchen

27. September 2011

Ich hätte nicht gedacht, dass ich dem Enveloop jemals untreu werde, doch als ich dieses Mäppchen sah, war es um mich geschehen.

Das Über-Mäppchen

Ganz klar: Der Verschluss ist ein Knaller. Er hält das 20 cm breite Mäppchen aus 1,5 mm star­kem, chromgegerbtem Rindsleder zuverlässig geschlossen, denn der Bleistift sitzt gut und rutscht nicht heraus.

Das Über-Mäppchen

Nach zweifachem Aufklappen hat man Zugriff auf die fünf Taschen für jeweils einen Stift. Sie messen zwischen 22 und 29 mm, können also nicht nur Bleistifte, sondern auch dickere Schreibgeräte aufnehmen (rechts ein Bleistiftverlängerer von Rosetta). Die Stifte werden durch die Spannung des Leders sicher gehalten.

Das Über-Mäppchen

Links daneben gibt es zwei 45 mm breite Taschen für größeres Gerät wie z. B. einen Zirkel oder bis zu vier Stifte. – Hier wäre eine kleine Klappe praktisch, denn sind die Taschen nicht ganz gefüllt, kann der Inhalt herausrutschen. Da dies jedoch das Erstlings-Mäppchen der Künstlerin ist und sie Verbesserungsvorschläge annimmt, setzt sie meinem Exemplar die Klappe nachträglich ein.

Das Über-Mäppchen

Den Abschluss des aufgerollt 45 cm langen Mäppchens machen zwei Fächer mit Klappe, die mit einer Breite von 80 mm und einer Länge von 120 bzw. 75 mm ausreichend Platz für Radierer, Spitzer und anderes Zubehör bieten (oben links der sparsame DUX DX4112). – Gut gefüllt ist das Mäppchen etwa 45 mm hoch.

Das Über-Mäppchen

Das handgefertigte Mäppchen ist sehr gut verarbeitet: Die Kanten sind sauber und ge­färbt, die Nähte regelmäßig und gerade – eine wahre Freude! Bezahlt habe ich für das Uni­kat 50 Euro, einen (wie ich finde) angemessenen Preis.

Das Über-Mäppchen

Das schöne Stück kommt aus den Händen von Susanne Hüfner, die demnächst in blog & bleistift, dem Weblog ihres Mannes, eine eigene Rubrik haben und darin ihre Arbeiten prä­sentieren wird. Ich bin gespannt!

Nachtrag vom 5.10.11: Ihre Rubrik ist eröffnet – es geht los mit diesem Erstkontakt.

Nachtrag vom 10.10.11: Mein Vorschlag wurde rasch umgesetzt:

Das Über-Mäppchen

Vielen Dank, Susanne!

Schmuckstück

25. September 2011

Aus der „Gedenkschrift anläßlich des 100jähr. Bestehens der LYRA-Bleistiftfabrik Nürnberg” (1906): Die etwa 48 × 56 mm² große Jugendstil-Illustration am Ende des Kapitels „Ein Gang durch die LYRA-Bleistiftfabrik”.

Schmuckstück