Archiv des Stichworts „Atoma”

Paperworld 2013 (1)

Samstag, 2. Februar 2013

Auf der diesjährigen Paperworld gab es einiges zu sehen; hier der erste Teil meiner kurzen und nicht repräsentativen Notizen. – Vermisst habe ich in diesem Jahr Brevillier-Urban, Carta Pura, Conté à Paris, Cretacolor, Derwent, Eberhard Faber, Fiskars, Herlitz, Läufer-Gutenberg, LAMY, Mitsubishi/uni, OHTO, Pentel, Pelikan, Pilot, Sakura, Schwan-STABILO und Westcott.

Paperworld 2013 (1)

Faber-Castell war natürlich vertreten, und ich habe mich nach Bleistift-Neuheiten erkun­digt.

Paperworld 2013 (1)

Zu den vorgestellten Produkten gehören der wasservermalbare „Graphite Aquarelle”, den es in fünf Härtegraden von HB bis 8B gibt. Sein mattes, dunkelgraues Äußeres mit silber­farbenem Prägedruck gefällt mir gut, und ich denke, dass dieses Gewand auch einem regu­lären Bleistift gut stehen würde.

Paperworld 2013 (1)

Ebenfalls neu ist der dreiflächige „Sparkle”, der wie ein invertierter GRIP wirkt. Die jeweils sechs dreieckigen Facetten der 174 sechseckigen Vertiefungen reflektieren das Licht in unterschiedlichen Farben – reizvoll und sicher nicht ganz einfach in der Fertigung. Einen „Pen of the Year” gab es diesmal übrigens nicht. Der des letzten Jahres war der zehnte und letzte; im Herbst, so sagte man mir, käme etwas Neues.

Paperworld 2013 (1)

Die dem Nachbarn STAEDTLER zugewandte Seite des Stands widmete sich mit großen Bannern dem „Perfekten Bleistift”. Hier hat mich überrascht, dass man nicht den typischen „CASTELL”-Schriftzug, sondern eine andere Schriftart gewählt hat.

Ein Kuriosum ist für mich Koh-I-Noor. Meine E-Mails an das Unternehmen sind bis heute unbeantwortet, und als ich mich in den vergangenen Jahren auf der Paperworld als End­kunde zu erkennen gegeben und nach Bezugsquellen für einige Produkte gefragt habe, war man schlagartig „very busy” und ließ mich stehen; einen erneuten Besuch habe ich mir daher erspart. – Bei Atoma wurde mir die Posthumus GmbH als Vertrieb für Deutschland genannt, doch dort ist man noch im Aufbau. – Tombow wartete mit einem vergrößerten Angebot für den deutschen Markt auf und Kutsuwa zeigte u. a. eine pfiffige Druckblei­stift-Zirkel-Kombination (leider durfte ich kein Foto machen).

Paperworld 2013 (1)

Bei FILA gab es keine neuen Blei- oder Farbstifte, dafür aber die Überraschung, dass nun auch der indische Hersteller DOMS zur Gruppe gehört. – Gerne hätte ich mir bei Uchida das Sortiment mechanischer Bleistifte angeschaut, doch die wurden bedauerlicherweise nicht gezeigt.

Paperworld 2013 (1)

Am Stand von RUMOLD konnte ich zwar nichts für mich neues entdecken, doch das Ge­spräch mit einem kundigen Mitarbeiter und der Anblick der vielen schönen Maßstäbe aus Holz und Metall haben mich erfreut. – Die zweifarbigen Lineale im Bild sind aus Birnbaum (hell) und Kirsche (dunkel); sie haben bereits im letzten Jahr die Ausführungen mit Cellu­loid-Facette abgelöst.

Paperworld 2013 (1)

Der Bürogerätehersteller Carl präsentierte seine Spitzer-Flotte, und als ich den „CC-2000 Custom” sah, war ich hin und weg.

Paperworld 2013 (1)

Metallgehäuse, gummigepolsterte Griffbacken, Langkonus, fünffach verstellbare Spitze – eine tolle Maschine! Interessant ist vielleicht noch, dass es zwei Varianten des Angel-5 gibt, eine in China und eine in Japan gefertigte.

Paperworld 2013 (1)

Bei Handspitzern ist Möbius+Ruppert für mich erste Wahl, und so galt dem Stand des in Erlangen ansässigen Hersteller ein längerer Besuch.

Paperworld 2013 (1)

Viele der Spitzer wurden mit Spänen farblich passender Stifte dekoriert – attraktiv und gleichzeitig auch informativ, sieht man doch sofort, welch dünnen, sauberen und gleich­mäßigen Span die Spitzer von Möbius+Ruppert schneiden. Auch die Präsentation der Line­ale aus Buchenholz fand ich ansprechend.

Paperworld 2013 (1)

In der zweiten Hälfte meiner Notizen geht es um den Auftritt von STAEDTLER, der wohl die meisten Überraschungen bot.

Atoma

Sonntag, 14. Oktober 2012

„Lösung sucht Problem” war mein erster Gedanke, als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal vom Atoma-Konzept erfuhr. Mit Spiralblöcken, Ring- und Notizbüchern sah ich alle An­wendungsfälle abgedeckt und jeden Wunsch erfüllt. Seit knapp zwei Wochen jedoch be­nutze ich das Atoma-Notizbuch täglich und möchte es nicht mehr missen. Was hat mich umgestimmt?

Atoma

Kurz zur Technik: Das Herz des von der Papeterie Georges Mottat in Belgien erdachten und 1948 patentierten Systems sind eine Scheibe mit verdicktem Rand und eine etwa T-för­mige Lochung. Scheibe und Lochung halten formschlüssig ineinander, können aber auf­grund der Biegsamkeit des Papiers voneinerander gelöst und wieder verbunden sowie dank des Spiels gegeneinander bewegt werden.

Atoma

Diese Bindung hat mehrere Vorteile: Das Notizbuch bleibt aufgeschlagen flach liegen und lässt sich nicht nur leicht umblättern, sondern auch komplett umschlagen. Die Seiten lassen sich umheften, so dass man den Inhalt umorganisieren und auch unterschiedliche Lineatu­ren benutzen kann. Zudem ist es kompakt und (in der gezeigten Ausführung) preiswert.

Atoma

Als ich auf Bleistift einen Vergleich zwischen dem Atoma und dem Staples Arc gelesen und dabei von einer günstigen Bezugsquelle erfahren habe, musste ich zuschlagen und mir ein paar Atoma-Notizbücher bestellen.

Atoma

Die von der International School of Bruessels angebotene Auswahl des Atoma-Sortiments umfasst die A5-Variante in fünf Farben sowie passende Einlagen. Wie in der Unterneh­mens­geschichte zu lesen, war genau dieses Notizbuch mit dem wolkigen „Lyon”-Cover aus Karton das erste, das damals auf den Markt kam. Man bekommt also bei der IBS einen Klassiker, der obendrein mit 2,50 Euro pro Exemplar1 sehr günstig ist (Versandkosten fallen übrigens nicht an).

Atoma

Das in Belgien hergestellte Notizbuch hat 74 Blatt mit einem Gewicht von 90 g/m², Kunst­stoff-Scheiben in der Farbe des Karton-Einbands2 und abgerundete Ecken. Der Einband ist zurückhaltend und geschmackvoll bedruckt; die blau linierten Einlagen (Zeilenhöhe 8 mm) haben eine 30 mm breite Randspalte. Material und Verarbeitung sind ohne Mängel. – Das Papier ist nicht ganz so glatt und hält dem Radierer gut stand, was mir als Bleistiftnutzer sehr gut gefällt.

Atoma

Die Nachteile möchte ich jedoch nicht verschweigen. Bis jetzt habe ich außer Manufactum, deren Edel-Varianten mir zu teuer sind, keine Bezugsquelle für Atoma-Produkte in Deutsch­land gefunden. Hinzu kommt der mit über 100 Euro sehr hohe Preis für den Locher, der die Anfertigung selbstgestalteter Einlagen teuer macht. Auch für den Ein­satz z. B. als Kata­log eignet sich das System nur bedingt, denn dazu ist die Bindung nicht ausreichend dau­erhaft.

Atoma

Das Atoma-Patent ist 1998, also nach 50 Jahren, ausgelaufen, und so gibt es mit Aurora ADOC, Clairefontaine Clairing, ELBA vario-zipp, Levenger Circa, Rollabind und Staples Arc einige Alternativen. Ich bleibe aber lieber beim Original, erst recht dann, wenn es so schlicht und günstig ist.

Atoma

Mein Fazit: Das Atoma-Notizbuch ist eine feine Sache!

Nachtrag vom 15.10.12: Wie ich gerade von Atoma erfahren habe, kann man auch di­rekt dort bestellen.

Nachtrag vom 16.12.12: Ein weiterer Anbieter dieses Systems ist Myndology in den USA.

  1. Die Einlagen kosten 2 Euro pro 60 Blatt.
  2. Eine Ausnahme ist das gelbe, das schwarze Scheiben hat.

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