Archiv des Stichworts „Brunnen”

 Ältere Beiträge

Frisch geerntet

Samstag, 21. Februar 2015

Im Schreibwarenladen frisch geerntet: Der neue Bleistift „SAVE NATURE ECO” – ist das sein Name? – von Brunnen, der beworben wird mit „Hergestellt aus Resten der Weizen-Ernte” (!). Da ich mich hin und wieder gerne durch die Werbung verführen lasse und mit Produkten von Brunnen bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe, musste ich ihn unbe­dingt mitnehmen.

Frisch geerntet

Der extrudierte, in drei Farben erhältliche Stift ist dreiflächig, 176 mm lang, 7,3 mm dick und mit 8 g gut doppelt so schwer wie ein holzgefasster Bleistift. Er hat stark verrundete Kanten, eine etwa 2,3 mm dicke Mine und einen einfarbigen, sauberen Prägedruck ohne Härtegradangabe; ein Aufkleber trägt die GTIN 4003273665750, den Strichcode und die Artikelnummer 10-29 062.

Frisch geerntet

Es fällt auf, dass der Bleistift recht leicht biegbar ist, und vielleicht ist das der Grund dafür, dass keines meiner sechs Exemplare wirklich gerade ist. Wäre das noch ein erträglicher Schönheitsfehler, so sieht es bei der Mine, deren Härtegrad subjektiv zwischen HB und F des STAEDTLER Mars Lumograph liegt, schon anders aus: Sie haftet spürbar am Papier, schwärzt nur mäßig, hat bei frischer Spitze, auf der Poren sichtbar sind, eine unsaubere Abgabe und ist nicht bruchstabil. Ihre Radierbarkeit indes ist ordentlich.

Frisch geerntet

Spitzen (von links): ab Werk, Kurbelspitzer, Handspitzer

Beim Spitzen im Handspitzer zeigen sich weitere Schwächen, denn mir ist die Spitze mehr­mals abgebrochen; auch wurde sie, wenn es funktioniert hat, nie richtig spitz. Ebenfalls nicht gut ist die Bindung von Mine und Schaft – der Handspitzer löst Teile des Schaftmate­rials von der Mine, und beim Span fällt auf, dass sich die beiden Komponenten sofort von­einander trennen.

Ich finde die Idee und auch die Aufmachung der Bleistifte gut. Die Qualität jedoch ent­täuscht mich und entspricht nicht der, die ich von Brunnen gewohnt bin; zudem halte ich dafür den Stift mit 95 Euro-Cent für zu teuer. Interessant zu wissen wäre allerdings noch, welche Teile des Weizens verwendet und wo die Stifte hergestellt werden. – Zu diesen Bleistiften werden ein Radierer aus Naturkautschuk und ein Doppel-Gehäusespitzer aus Polyactid (PLA) angeboten, dessen Design und Innenleben mich sehr an den Elliptic Swing Green Line von Möbius+Ruppert erinnert.

Nachtrag vom 28.2.15: Ein Fachmann sagte mir, dass der Schaft dieses Bleistifts weniger als 10% pflanzliche Fasern enthalte. Damit kommt zu der geringen Qualität der Verdacht, dass „SAVE NATURE” und „ECO” hier nicht so ganz passen.

Paperworld 2015

Montag, 9. Februar 2015

Vor einer Woche ging die Paperworld 2015 in Frankfurt/Main zu Ende; hier ein paar No­tizen.

Paperworld 2015

Schon gewusst? Der Frankfurter Messeturm wird im Volksmund „Bleistift” genannt.

Ich kann nicht verhehlen, dass sich bei mir über die Jahre eine gewisse Sättigung einge­stellt hat. Hinzu kommt eine Verlagerung von der Breite in die Tiefe, d. h. während ich mir früher gerne möglichst viel angesehen habe, schaue ich heute lieber bei ausgewählten Themen genauer hin. So habe ich diesmal eine enge Auswahl getroffen.

Nicht dabei waren u. a. Brunnen, LAMY und Schwan-STABILO, doch letztere werden auf der erstmals im Oktober stattfindenden PBS1-Messe Insights X2 in Nürnberg vertreten sein.

CARL, leider immer noch ohne deutschen Vertrieb, zeigte einen neuen Kurbelspitzer im Design eines kleinen Bahnhofs. Er soll eine konkave Spitze produzieren, doch das kann ich nicht bestätigen. – Tombow bietet in Deutschland nach wie vor nur eine kleine Auswahl des im Heimatland Japan erhältlichen Sortiments an, und im Gespräch hatte ich nicht den Eindruck, als würde sich das in absehbarer Zeit ändern.

Bei Faber-Castell, KUM und LYRA konnte ich keine Neuigkeiten entdecken. Faber-Castell hatte das Buch „Since 1761″ ausliegen, was mich überrascht hat, wurde es doch bisher nicht beworben (auch auf der Website wird es nicht erwähnt). – Am Stand von Schnei­der hat mich der sehr fein, leicht und sauber schreibende Slider Basic F beeindruckt3.

Atoma hat immer noch keinen Vertrieb für Deutschland, aber einzelne Händler bestellen direkt in Belgien und können so eine Auswahl der Produkte anbieten. Die Mitarbeiterin, von der ich das erfahren konnte, hat mir in kürzester Zeit so viel wie möglich mitzuteilen versucht und mich dann mit „Gute Besserung” verabschiedet. Das fand ich bemerkens­wert.

Die meiste Zeit habe ich bei Viarco, Möbius+Ruppert, STAEDTLER und Caran d'Ache verbracht.

Viarco

Der portugiesische Hersteller mit über 100-jähriger Geschichte imponiert mir immer wieder, vor allem durch die Gestaltung seiner Produkte und ihrer Verpackungen.

Paperworld 2015

Am kleinen, aber feinen Stand gab es Ungewöhnliches zu sehen wie z. B. das „Tablet”, eine Lochplatte mit variablen Gummiband, auf dem Schreib- und Werkzeug gehalten wer­den können.

Paperworld 2015

Interessant finde ich die „Artgraf Twins” mit zwei 22 cm langen Bleistiften mit 4 mm dicker Mine, von denen der eine den Härtegrad B hat und der andere wasservermalbar ist. – Mit im Bild der ArtGraf XL.

Paperworld 2015

Für erwähnenswert halte ich auch die Farbstifte mit den Symbolen des ColorAdd-Systems, das Menschen mit Farbsehschwächen die korrekte Identifikation von Farben vorwiegend im öffentlichen Raum ermöglicht. – In der Welt des Bleistifts könnte es gerne noch mehr klei­ne Unternehmen wie Viarco geben, die unkonventionelle Ideen haben und umsetzen!

Möbius+Ruppert

Dem traditionsreichen Unternehmen mit Sitz in Erlangen bin ich schon lange zugeneigt, da mich dessen Produkte immer überzeugt haben.

Paperworld 2015

Zu den Neuigkeiten gehören ein Behälter-Doppelspitzer im ausgefallenen Design und ein Aufsteckspitzer.

Paperworld 2015

Der unscheinbar wirkende Aufsteckspitzer hat es mir angetan. Die beiden sauber verarbei­teten Komponenten des Spitzers sitzen sicher ineinander und lassen sich gut verdrehen; im geschlossenen Zustand rastet das innere Teil ein. Für den Halt auf dem Stift sorgt ein O-Ring, der jedoch drehbar gelagert ist, so dass sich der Stift beim Spitzen leicht drehen lässt. Bei einem schnellen Test hat das eingegossene Messer einen etwa 0,25 mm dicken Span abgenommen.

STAEDTLER

Auch die Produkte von STAEDTLER haben mich nie enttäuscht, und so galt dem Stand dieses Unternehmens ein eingehender Besuch.

Paperworld 2015

Der Radierer Mars plastic feiert in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Passend dazu gibt es bereits seit Januar die Spitzer 510 10 und 510 20 in einer goldfarbenen Ausführung.

Paperworld 2015

Die vor zwei Jahren eingeführte Initium-Kollektion wurde um die Metallum-Schreibgeräte – Füllhalter, Tintenroller, Kugelschreiber und Drehbleistift – mit einem Schaft aus eloxiertem Aluminium erweitert.

Paperworld 2015

Den pigment liner 308 gibt es nun auch in den Strichstärken 1,0 und 1,2 mm sowie mit Keilspitze, wobei ich letztere am interessantesten finde.

Paperworld 2015

Zu dem 2013 vorgestellten dreiflächigen Bleistift mit Stylus-Funktion für Schreibanfänger kam mit dem Noris stylus pencil eine hexagonale Variante mit Standarddurchmesser. Er ist in blau, gelb und schwarz erhältlich.

Paperworld 2015

Seit Januar ist der 2013 gezeigte Noris color verfügbar. Der durch Coextrusion aus WOPEX-Material gefertigte Farbstift, der jetzt „Noris colour”4 heißt, wird in 24 Farben angeboten. – Im Gegensatz zum Noris eco, bei dem drei von sechs Flächen schwarz sind, hat der Noris colour das echte Noris-Design mit zwei gegenüberlie­genden schwarzen Flächen und zwei gegenüberliegenden schwarzen Kantenstrei­fen.

Paperworld 2015

Den Noris colour konnte ich noch vor Ort testen; seine Eigenschaften haben mich sehr beeindruckt.

Caran d'Ache

Der Auftritt von Caran d'Ache stand im Zeichen des 100-jährigen Firmenjubiläums.

Paperworld 2015

Selbstverständlich habe ich gleich meine Gedanken zum Holz der „Les Crayon de la Maison Caran d'Ache”-Sets ausgesprochen. Der Mitarbeiter, mit dem ich sprach, machte den Ein­druck, als wisse er genau, wovon ich spreche, und reagierte sehr diplomatisch. Seiner Ant­wort konnte ich nicht nur entnehmen, dass meine Vermutungen zum Material richtig sind, sondern auch, dass er die Unklarheit etwas bedauert. – Neben dem großen Sortiment, das durch die Farbstifte beherrscht wurde, gab es einige Jubiläums-Sets zu sehen, darunter eines mit dem Bleistift Technograph 777 und ein anderes mit einem Fixpencil.

Paperworld 2015

Das Technograph-Set5 enthält vier Bleistifte in den Härtegraden HB, B, 2B und 3B und ei­nen Einfachst-Magnesiumspitzer von Eisen. Verglichen mit dem alten Technograph hatten die Bleistifte im Set einen vergleichsweise rauhen und ungleichmäßigen Lack; darauf ange­sprochen sagte mir ein Mitarbeiter, dass man auf Wasserlack umgestellt habe. Ebenso wie die Lackierung der Bleistifte finde ich den Magnesiumspitzer des Jubiläums nicht würdig, und da es sich bei dem Inhalt des Sets um reguläre Artikel handelt, halte ich den Preis von 22 Euro für zu hoch6.

Paperworld 2015

Von ganz anderem Kaliber ist der mit 45 Euro zwar nicht billige, aber einzigartige Fixpencil, denn diese Variante mit einem Schaft aus gebürstetem Aluminium mit cm- und Inch-Skala ist nur in diesem Jubiläums-Set erhältlich. – Zur Geburtstagskollektion gehören außerdem der Prismalo-Aquarellstift, der Kugelschreiber 849 und der Kugelschreiber Ecridor.

Paperworld 2015

Ansprechend fand ich zudem die Bleistifte der GRAFIK-Serie, die es außer mit den Spielkar­ten-Symbolen auch noch in vier kontrastreichen Farbkombinationen mit unterschiedlich ge­formten Griffnoppen gibt.

Paperworld 2015

Auch Caran d'Ache bietet Luxus-Schreibgeräte an. Die auf 888 Stück limitierte Serie „Year of the Goat” hat einen Schaft mit Chinalack und Silber; der Kugelschreiber kostet 2300 Euro und der Füllhalter 2600 Euro.

Paperworld 2015

Solche Dinge mag und brauche ich nicht. Ich bleibe beim einfachen Bleistift und habe mich daher sehr über die zwei pfiffig gestalteten Jubiläums-Bleistifte gefreut, die wie die Schach­tel in den Schweizer Farben gehalten sind, wobei der weiße ein rotes und der rote ein weißes Käppchen hat. Ein in meinen Augen sehr geschmackvolles Werbegeschenk!7

Paperworld 2015

Das war's für dieses Mal – die nächste Paperworld öffnet am 30. Januar 2016 ihre Tore.

  1. Papier, Büro, Schreibwaren.
  2. Ich würde zu gerne wissen, wie man auf diesen beknackten Namen gekommen ist.
  3. So weit ist es gekommen – ich schaue mir einen Kugelschreiber an und finde den auch noch gut.
  4. Dem aufmerksamen Beobachter wird auffallen, dass die aus dem WOPEX-Material gefertigten Blei- und Farbstifte nicht mehr „WOPEX” heißen, sondern unter den Namen „Noris” laufen. Der Begriff „WOPEX” verschwindet von den Bleistiften und tritt nur noch als „WOPEX MATERIAL” mit eigenem Logo in Erscheinung.
  5. In der Beschreibung dieses Sets war bis gestern unter „Eigenschaften der Stifte” die Angabe „zehnschichtig” enthalten (in der englischen Variante hieß es „10 ply”), was mich an Sperrholz (plywood) hat denken lassen. Auf meine Anfrage hat mir Caran d'Ache mitgeteilt, dass „10 ply” die Schichtdicke angibt und „zehnschichtig” eine schlechte Übersetzung wäre (und dass der Technograph aus kalifornischer Zeder gefertigt würde). Heute fehlt dieses Detail, doch in der deutschen Beschreibung des dickeren Grafwood findet sich noch „8 plys” (englisch: „8 ply”).
  6. Der Technograph 777 kostet einzeln knapp 2 Euro.
  7. Wenn ich sehe, was Caran d'Ache zum 100-jährigen Jubiläum aufgefahren hat, wundere ich mich erneut darüber, dass es zum 250-jährigen von Faber-Castell nichts gab.

Farbenfrohe Fehlerfresser

Donnerstag, 22. März 2012

Farbe ins Mäppchen und auf den Schreibtisch bringen diese bunten Radierer von Brunnen.

Farbenfrohe Fehlerfresser

Die in meinen Augen gelungenen Helfer sind 60 × 20 × 10 mm groß und kosten um die 60 Euro-Cent pro Stück.

Paperworld 2012 (3)

Montag, 6. Februar 2012

Eberhard Faber, 1978 bis 2009 Teil von STAEDTLER und seit 2010 bei Faber-Castell, war auf der parallel zur Paperworld stattfindenden Creative World vertreten.

Paperworld 2012 (3)

Neuigkeiten fielen mir nicht auf, dafür aber der Umstand, dass sehr vieles in China herge­stellt wird. – Für sein vielfältiges Programm bekannt ist Standardgraph. Am Stand des im bayerischen Geretsried ansässigen Unternehmens zu sehen war ein Klassiker im neuen (besser: transparenten) Gewand.

Paperworld 2012 (3)

Der ebenso einfache wie elegante Gedess-Minenspitzer besteht aus nur vier Teilen und wurde bereits 1940 patentiert; ich freue mich, dass er nun in zwei Varianten erhältlich ist.

Paperworld 2012 (3)

Der DUX DX4260 ist eine dekorativ erweiterte Variante des sparsamen und hier schon gezeigten DX4112 nach einem Vorbild aus den 50er Jahren.

Paperworld 2012 (3)

Selbstverständlich war ich auch bei Brunnen, habe ich doch immer wieder Freude an den Produkten dieses Hauses. Im umfangreichen und interessanten Sortiment aufgefallen sind mir u. a. das A7-Notizbuch der „Kompagnon”-Reihe und die farbenfrohen Radierer.

Paperworld 2012 (3)

Ein Besuch bei RUMOLD, dem traditionsreichen Anbieter von Zeichengerät und -zubehör, stand ebenfalls auf meinem Plan.

Paperworld 2012 (3)

Im Gespräch konnte ich einiges zu den Produkten und ihrer Herstellung erfahren, aber lei­der auch, dass die Lineale mit Zelluloid-Facette nicht mehr gefertigt werden (darunter die­ses kleine, aber feine Exemplar). Es gibt jedoch noch Restbestände in den Längen 10, 20 und 40 cm, die der Fachhandel bestellen kann. – Unten im Bild eine Tuchelle, die zudem in einer kalibrierten Ausführung verfügbar ist.

Paperworld 2012 (3)

Der Auftritt von Möbius+Ruppert stand im Zeichen des 90-jährigen Firmenjubiläums, und so gab es auch historische Spitzer zu bestaunen.

Paperworld 2012 (3)

Viele Spitzer von M+R sind Klassiker und immer noch in der gewohnt hohen Qualität zu ha­ben (die „Granate” dürfte jedem Bleistift-Liebhaber vertraut sein).

Paperworld 2012 (3)

Neben den „Black Line” wurde der Dosenspitzer M+R 950 in vier neuen Farbkombinationen vorgestellt. Letzterer hat es mir besonders angetan, so dass er demnächst ausführlicher zu sehen sein wird.

Paperworld 2012 (3)

Am Stand von STAEDTLER auf der Creative World zeigte ein überdimensionaler Block FIMO Soft einen Schwerpunkt des diesjährigen Auftritts.

Paperworld 2012 (3)

Neu im Sortiment ist ein FIMO-Set mit einem Kugelschreiber und einem Füllhalter ohne Schaft, die mit Phantasie und der Ofenknete fertiggestellt werden können. Was bekannte FIMO-Künstler daraus gemacht haben, zeigten einige Exemplare, die man für einen guten Zweck versteigern wird.

Paperworld 2012 (3)

Als alter Bastler habe ich über den Klebstoff „100%” von Pattex1 gestaunt.

Paperworld 2012 (3)

Einige Merkmale dieses Klebstoffs zeigte ein hohles Ei, das mit diesem überzogen war: Man konnte es fallen lassen, ohne dass es zerbrach, und wenn man es eindrückte, so hielt der Kleber die Bruchstücke der Schale zusammen.

Paperworld 2012 (3)

Neues auch bei den Schreibgeräten: Den vor drei Jahren vorgestellten Bleistift WOPEX gibt es jetzt in Schwarz sowie in je zwei Lila- und Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Passend zum schwarzen WOPEX werden ein schwarzer Spitzer und ein ebensolcher Radie­rer angeboten.

Paperworld 2012 (3)

In kräftigen Farben präsentierten sich der Druckbleistift triplus 776 und die auf ihn abge­stimmten Minenröhrchen; zudem bekommt man den graphite 779 nun auch in drei Braun­tönen.

Paperworld 2012 (3)

Das war's für dieses Jahr – die nächste Paperworld öffnet am 26. Januar 2013 ihre Pforten.

  1. STAEDTLER ist seit Oktober 2009 Vertriebspartner der Henkel-Marken Pritt, Ponal und Pattex.

Basteln mit dem Lexikaliker (10)

Dienstag, 16. März 2010

Hier wird gebastelt, was das Zeug hält, und diesmal hält die Bastelei einen (wer hätte das gedacht?) Bleistift. Dem beklagenswerten Umstand, dass kaum noch jemand Zeit hat, trage ich ausnahmsweise mal Rechnung, denn das, was ich heute vorschlage, ist nicht nur billig, nützlich und ziemlich albern, sondern auch blitzfix umgesetzt.

Notizbuch „Kompagnon ” (A6) von Brunnen und Bleistift „Black Polymer 999” von Pentel

Nicht alle Notizbücher, Klemmbretter und andere Hilfsmittel zur handschriftlichen Erfassung von Informationen erlauben das An- oder Einstecken des benötigten Schreibwerkzeugs. Schnelle Abhilfe schafft da ein kleines Stück Heftpflaster (ich bevorzuge Hansaplast Classic), welches wir an geeigneter Stelle so anbringen, dass es unser Schreibgerät zuverlässig hält. Sehr zupass kommen uns hier übrigens das weiche und damit stiftschonende Innere des nichtklebenden Abschnitts, die Dehnbarkeit sowie die hohe Klebekraft des Pflasters.

Notizbuch „Kompagnon ” (A6) von Brunnen und Bleistift „Black Polymer 999” von Pentel in einer Hansaplast „Classic”-Schlaufe

Selbstverständlich sind den Variationsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.

 vorherige | Basteln mit dem Lexikaliker | nächste 

Lineal + 2

Montag, 9. November 2009

Nach allerlei Historischem und grenzwertig Albernem heute ein genauer Blick auf die zweite Lineal-Neuheit neben dem „Snap-it”, mit der Brunnen allen vielseitig Aktiven gleich drei nützliche Geräte in einem anbietet.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Das 310 mm lange und gut 50 g leichte Lineal mit millimetergeteilter 30-cm-Skala nutzt seine Breite von 45 mm für ein durchgehendes 5-mm-Raster mit vier weiteren Millimeter-Skalen und erleichtert damit wie ein Geodreieck das Zeichnen paralleler Geraden. Hier fällt positiv auf, dass die Skalen und das Raster auf der Unterseite angebracht sind und somit ein parallaxefreies Ablesen möglich ist.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Doch nicht nur zum Zeichnen eignet sich dieses 3 mm dicke Lineal, denn in die der Facette gegenüberliegende Kante wurde eine 1 mm breite Stahlschiene eingelassen und das Zubehör so für die Nutzung mit einem Messer tauglich gemacht. Pfiffig: Das Metall steht einen halben Millimeter hervor, so dass ein Verkanten der Klinge nicht zur Beschädigung des Lineals führt.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Drei 70 mm lange Silikonstreifen halten das Lineal beim Zeichnen und Schneiden zuverlässig in Position, und ihre schwarzen Abdeckungen auf der Oberseite tragen zum attraktiven Äußeren bei.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Die Verarbeitung des aus Acryl gefertigten Lineals, das der Hersteller unter der Artikel-Nummer 10-49 780 im Produktkatalog für Schüler listet, ist sehr gut – die Kanten sind sauber, der Rutschstopp sowie die Metallkante sorgfältig befestigt und der Aufdruck ist einwandfrei. Mein Fazit: Ein praktisches, hochwertiges und mit 8,50 Euro vergleichsweise günstiges Produkt für den Schreib- und Basteltisch nicht nur des Schülers.

Rüssel und Radierer (1)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Ob klein und schwarz oder grau und groß, als schlanker Schattenspender oder kultureller Stützpfeiler – den liebenswürdigen und in zahlreichen Varianten auftretenden Rüsseltieren fühle ich mich nicht nur als langjähriger Bürger Rüsselsheims aufs Engste verbunden, und so ist es mir ein sehr großes Vergnügen, hier und heute gleich drei weiteren gemütlichen, gedächtnisstarken und zudem gegen den Graphit antretenden Dickhäutern sowohl Auslauf als auch die verdiente Aufmerksamkeit verschaffen zu dürfen.

Radiergummi 300/40 von Koh-I-Noor

Aus dem Gehege des traditionsreichen und in Tschechien ansässigen Herstellers Koh-I-Noor stammt der erste aus dem Trio. Schlicht mit „300/40″ benannt macht er dem Graphit den Garaus, und was dem mit 8 × 23 × 37 mm recht kleinen Kerl an körperlicher Größe fehlt, gleicht er durch den Einsatz des ihm beigegebenen Schleifmittels mehr als aus.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Groß und weich war der Radiergummi „Elefant”, für den sein Erzeuger Ferd. Marx & Co. in Hannover vor etwa 90 Jahren mit dieser attraktiven Reklamemarke warb. Eine imposante Gestalt, mit der ich mich selbst als harter Bleistift nur äußerst ungern angelegt hätte!

Beweglicher Elefanten-Radierer von Brunnen

Dieser elastische, 35 mm große Akrobat schwingt im Rahmen der Aktion „Fans of Earth” des Anbieters Brunnen seine Hufe und nimmt mit seiner hohen Gelenkigkeit zweifellos eine Sonderstellung unter den gerüsselten Radierern ein. Woher jedoch sein überraschter Blick herrührt, wollte er mir bisher nicht verraten.

nächste 

Zackoflex!

Freitag, 11. September 2009

Hochwertige Schreib-, Werk- und Messzeuge haben nicht nur die zweite Worthälfte gemeinsam, sondern auch die Eigenschaft, nicht überall erhältlich zu sein, so dass man zuweilen recht lange suchen muss, um etwas wirklich gutes zu finden. Finden ohne zu suchen konnte ich dank meines vielseitigen Kollegen D. bereits vor einer ganzen Weile ein praktisches und in mehrfacher Hinsicht schnelles Metermaß, das ich hier vorstellen möchte.

BMI Quicky

Für mich schon lange unverzichtbar ist das hervorragende Bandmaß 490 MET3 von BMI. Dieses Unternehmen, die Bayerische Maßindustrie A. Keller GmbH aus dem bayerischen Hersbruck, entwickelt und produziert in Deutschland und hat in seiner über 50-jährigen Firmengeschichte zahlreiche innovative Produkte erfolgreich auf den Markt gebracht. Ein neuer Knüller dieses Herstellers ist das ungewöhnliche Quicky, der (so BMI) „Zollstock von der Rolle”, doch dieses pfiffige Gerät unterscheidet sich von seinem gegliederten Pendant in weit mehr als nur der Form und hat sogar seinem nächsten Verwandten, dem Bandmaß, einiges voraus.

BMI Quicky

Mit 53 × 59 × 26 mm und 57 Gramm hat das in den BMI-typischen Farben Rot und Weiß gehaltene Quicky ungefähr die Größe eines Standard-Bandmaßes, ist aber leichter. Die drei Teile, aus denen es besteht, sind schnell identifiziert: Eine etwa halbrunde Kunststoff-Schiene mit U-Profil, bedruckt mit dem Hersteller- und dem Produktnamen, ein Gummiring sowie ein 16 mm breites und knapp ¼ mm dickes Maßband aus rostfreiem, weiß lackiertem Edelstahl mit 2-Meter-Skala, Millimeter-Duplex-Teilung und einem angenieteten Endstück aus Kunststoff.

BMI Quicky

Gleich am Anfang trägt das Quicky Angaben zu Gesamtlänge, Genauigkeit (hier: ±0,7 mm nach EGII) und Hersteller. Im zweiten Dezimeter folgen die Prüfbescheinigungsnummer der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und die Nummer der Zeichnungen, die BMI dort hinterlegt hat.

So, genug der Details und ran an das Ding!

Der Griff zum und der genaue Blick auf das Quicky zeigt dessen hohe Fertigungsqualität. Es gibt weder Grate noch scharfen Kanten, und der Lack sowie der Druck auf dem 0,18 mm dünnen, hochflexiblen Stahlband sind sauber aufgebracht und sehr widerstandfähig.

BMI Quicky und Knackfrosch

BMI Quicky (bistabiler Knackfrosch) und Knackfrosch (monostabil und vom Quicky sichtlich beeindruckt)

Ein griffiges Ende zum Abrollen des Bandes braucht das Quicky nicht, denn statt einer Feder sorgt hier der sog. Knackfrosch-Effekt für den sicheren Halt im aufgerollten Zustand. Einsatzbereit gemacht wird das Band durch Umknicken des Endes, und da es sich hier um die bistabile Variante des Knackfrosches handelt, behält das Band diese umgeknickte und in Längsrichtung leicht zur Skala hin gewölbte Form bei. Nun genügt das einfache Kippen des Quicky in Richtung des herausstehenden Maßbands, um es herausgleiten zu lassen; beim Zurückkippen berührt der Gummiring die Innenseite des Maßbands und bremst es. Das zu einer Schleife vernietete Ende des Maßbands verhindert, dass es sich komplett aus der Halterung löst.

Die Handhabung des Quicky ist denkbar einfach und komfortabel, denn seine Wölbung macht es so steif, dass man senkrecht und waagrecht messen kann, ohne es anlegen zu müssen. Auch ist der Gebrauch des Quicky zum Anzeichnen und als Lineal möglich, da es flach aufliegt. Zum Aufrollen schiebt man das Band in die Führung zurück, in der es sich selbsttätig einrollt, und arretiert es durch Zurückknicken des Endes. – Eine Flash-Animation zum Quicky findet sich hier.

Das meiner Ansicht nach rundherum empfehlenswerte Quicky kommt in einer Faltschachtel aus Karton und wird für gut 5 Euro angeboten.

Brunnen „Snap it”

Wer das Quicky gerne in kurzer Ausführung hätte, z. B. um es bequem im Schreibetui zu verstauen, wird in dem „Snap it” von Brunnen fündig. Dieses auf einen Durchmesser von 45 mm einrollbare 30-cm-Lineal teilt mit dem Quicky die Funktionsweise und einige andere Merkmale, denn es kommt ebenfalls von BMI, die es in Deutschland exklusiv für Brunnen fertigt.

Brunnen „Snap it”

Das gerade einmal 8 Gramm leichte „Snap it” bietet neben der 30-cm-Skala mit Millimeter-Teilung einen Zirkeleinstichpunkt zur präzisen Radieneinstellung. – Die Qualität von Material und Verarbeitung entspricht der ausgezeichneten des Quicky.

Brunnen „Snap it”

Die Gestaltung der beiden aus rotem Kunststoff gefertigten und aufgenieteten Endstücke ist vergleichsweise aufwändig; ich weiß nicht, ob damit noch ein weiter Zweck verfolgt wurde als das mühelose Aufnehmen des ausgerollten, flachliegenden Lineals.

Brunnen „Snap it”

Ebenso wie das Quicky finde ich das sportliche „Snap it” äußerst nützlich, und so kann ich auch letzteres trotz des relativ hohen Preises von 4 Euro sehr empfehlen.

Zum Schluss: In Kürze gibt es in diesem Theater Weblog wieder ein Rätsel, und bei diesem wird ein Quicky zu gewinnen sein. Ich hoffe auf rege Teilnahme meiner geschätzten Leserschaft!

 1 2 Nächste

Diese Website nutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie zu, diese Cookies zu verwenden. Mehr Informationen erhalten Sie im Datenschutzhinweis.
OK