Archiv des Stichworts „Bücher”

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„Weit muß die Mine aus dem Holz ragen”

Sonntag, 31. Dezember 2017

Aus „Technisches Zeichnen im Technik-Unterricht” von Ulrich Lange (Verlag Julius Klink­hardt, 1975):

„Weit muß die Mine aus dem Holz ragen”

Diese Anforderung erfülle ich gerne.

„Weit muß die Mine aus dem Holz ragen”

So wird's gemacht

Freitag, 29. Dezember 2017

Aus „A Textbook on Ornamental Design. Geometrical Drawing, Freehand Drawing, Historic Ornament” (1901):

So wird's gemacht

The pencil should be sharpened as shown at A, Fig. 14. Cut the wood away as to leave about ½ or ⅜ of an inch of the lead projecting; then sharpen it flat by rubbing it against a fine file or a piece of fine emery cloth or sandpaper that has been fastened to a flat stick. Grind it to a sharp edge like a knife blade, and round the corners very slightly, as shown in the figure. If sharpened to a round point, as shown in B, the point will wear away very quickly and make broad lines; when so sharpened it is difficult to draw a line exactly through a point. The lead for the compasses should be sharpened in the same manner as the penciil, but should have its width narrower. Be sure that the compass lead is so secured that, when circles are struck in either direction, but one line will be drawn with the same radius and center.

Janus 1

Samstag, 13. Mai 2017

Ende September letzten Jahres ist bei Prestel das Buch „Schreibwaren. Die Rückkehr von Stift und Papier”1 erschienen. Es geht (so der Verlag) auf die „neue Schreibkultur” und die Rückkehr der „guten alten Schreibgeräte” ein und ist mit seinem eher ungewöhnlichen, aber breiten Spektrum auch für diejenigen interessant, die bereits mit diesem Thema ver­traut sind. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es jedoch leider nicht, da manche Dinge meiner Ansicht nach nur oberflächlich abgehandelt werden und einiges auf mich wie Wer­bung wirkt. Die Fülle und die Qualität der Fotos sind allerdings beeindruckend, und auch die Gestaltung ist sehr ansprechend.

Janus 1

Zum Größenvergleich ein Tombow Mono 100.

Ich habe mit einem Kapitel über den als „Granate” bekannten Handspitzer zu diesem Buch beigetragen.

Janus 2

Bei der Lektüre bin ich auf Seite 49 über „Janus 1″ gestolpert.

Janus 3

„Janus 1″ stimmt natürlich nicht, denn der gezeigte Spitzer ist ein Janus 4048. Doch wa­rum hat er eine Torxschraube? Genau, weil es mein Exemplar ist, bei dem ich die originale Schlitzschraube überdreht und durch eine Torxschraube ersetzt habe.

Janus 4

Faber-Castell Janus 4048 und Möbius+Ruppert 604 („Granate”) aus „Top Two (2)”

Das verwendete Foto stammt aus meinem Beitrag „Top Two (2)”. Man hatte es sich we­gen der Granate geben lassen, dann aber nur den Janus 4048 benutzt – allerdings ohne dies anzusprechen, und so habe ich weder auf die Schraube hingewiesen noch ein Foto ei­nes originalen Janus 4048 angeboten (wahrscheinlich hätte dann auch die korrekte Be­zeichnung dieses Spitzers ins Buch gefunden).

Janus 5

Janus 1 (Original und Abbild)2

So können alle Leser dieses Buches meinen persönlichen Janus 4048 bewundern, den ich ab jetzt „Janus 1″ nennen werde3.

Janus 6

Janus 1 und Janus 4048 in trauter Zweisamkeit

Nicht jedem Spitzer wird eine solche Ehre zuteil!

  1. Luca Bendandi, John Z. Komurki: Schreibwaren. Die Rückkehr von Stift und Papier. Prestel 2016, ISBN 978-3-7913-8268-5.
    Luca Bendandi, John Z. Komurki: Stationery Fever. From Pencils to Paper Clips and Everything In Between. Prestel 2016, ISBN 978-3-7913-8272-2.
  2. Das Messer ist ein anderes, weil ich es inzwischen ausgetauscht habe. – Man beachte auch die beiden Spuren an den hinteren hohen Stellen; diese kommen vom Lederetui.
  3. Nein, ich mache mich nicht über diesen Fehler lustig (außerdem wäre er sehr leicht vermeidbar gewesen).

Kurz notiert

Samstag, 15. Oktober 2016
  • Wer 620 Schweizer Franken loswerden und dafür einen Spitzer haben möchte, wird bei Hieronymus fündig. – Danke an Frau Fischer für den Hinweis auf dieses bemerkens­werte Produkt!
  • Zum Monatswechsel erschien bei Prestel das Buch „Schreibwaren”; es enthält auch einen Beitrag von mir. – Eine englische Ausgabe („Stationery Fever”) ist ebenfalls erhältlich.
    Schreibwaren (Prestel)
  • Aus der Reihe „Tools of the Trade” des NPR: „Trace The Remarkable History Of The Humble Pencil”. – Danke an Andreas Weinberger und Sean für den Hinweis!
  • Ein Rückblick auf die Bleistiftfertigung von Eberhard Faber in New York: „New York Today: Our Past in Pencils”. – Danke an Michael Leddy für den Hinweis!
  • Am vergangenen Samstag war ich einen halben Tag auf der Insights X in Nürnberg, der noch recht neuen1 PBS2-Messe in Nürnberg; man hatte mich zu einem Blogger-Treffen eingeladen. Besonders gefreut hat mich das Treffen mit Matthias, mit dem ich seit 2009 in Kontakt stehe, und seiner Familie. Die Zeit war knapp, und wie erwartet habe ich mich hauptsächlich am Stand von STAEDTLER aufgehalten.
    Insights X
    Ob es einen Blog-Beitrag zur Insights X geben wird, kann ich noch nicht sagen.
  1. Sie fand erstmals 2015 statt.
  2. Papier, Büro, Schreibwaren.

„Der Bleistift”

Montag, 15. Februar 2016

„Der Bleistift”

Vom Schmutztitel der Schrift „Der Bleistift” von Franz Maria Feldhaus (1922)

Veranschaulichung

Samstag, 30. Januar 2016

Mit zwei bemerkenswerten Veranschaulichungen wartete Franz Maria Feldhaus in seiner zwölfseitigen Schrift „Der Bleistift” aus dem Jahr 1922 auf.

Veranschaulichung

(zum Vergrößern anklicken)

Acht Züge mit je fünfundzwanzig Waggons, davon vier mit Holz und vier mit Kohle, zeigen den damaligen Jahresverbrauch von J.S. Staedtler für die Bleistiftproduktion. Noch beein­druckender indes ist folgende Abbildung:

Veranschaulichung

Würde man alle damals von Staedtler pro Jahr gefertigten Stifte – etwa 65.000.000 Stück – aneinanderreihen, so käme man auf 11.375.000 Meter (zum Vergleich: Die Erdachse ist 12.712.000 Meter lang).

Bleistifthölzer (2)

Mittwoch, 27. Mai 2015

Wer sich mit Bleistifthölzern beschäftigt, stößt recht schnell auf das Buch „Fleta Minor. The Laws of Art and Nature, in Knowing, Judging, Assaying, Fining, Refining and Inlarging the Bodies of confin'd Metals” von Sir John Pettus, erstmals erschienen 1683 in London, denn dieses enthält die älteste bekannte Erwähnung der Zeder als Bleistiftholz.

Henry Petroski zitiert Pettus in seinem Buch „Der Bleistift” (1995):

Es gibt auch ein Mineral Blei, das wir Black Lead nennen, etwas Ähnliches wie Antimon, aber nicht so glänzend oder hart …; in letzter Zeit wird es in Holzkörper aus Kiefer oder Zeder auf sonderbare Art hineingeformt und dann als trockene Bleistifte verkauft, als etwas Nützlicheres als Feder und Tinte.

(Petroski nennt als Quelle zwar nur „ein Buch über Metallurgie”, doch diese Bezeichnung und die Jahreszahl 1683 sprechen für „Fleta Minor”, denn der zweite Teil von Pettus' Buch ist ein Lexikon der Metallurgie.)

Dr. Eduard Schwanhäußer führt in „Die Nürnberger Bleistiftindustrie und ihre Arbeiter in Vergangenheit und Gegenwart” (1895) ebenfalls „Fleta Minor” als die älteste ihm bekannte Quelle auf, in der das Zedernholz zum Zwecke der Bleistiftherstellung erwähnt wird; die Kiefer spricht er in diesem Zusammenhang allerdings nicht an.

Im englischen Original „The Pencil” (1989) von Petroski heißt es jedoch:

There is also mineral lead, which we call black lead, something like antimony, but not so shining or solid […]; and of late, it is curiously formed into cases of deal or cedar, and so solid as dry pencils, something more useful than pen and ink.

Hier der Abschnitt aus dem Buch von Pettus (Ausgabe von 1686):

Bleistifthölzer (2)

„Deal” heißt meines Wissens „Nadelholz”, wurde aber in „Der Bleistift” mit „Kiefer” über­setzt.

Petroski zitiert auch John Beckmann, der in seinem Buch „A History of Inventions and Dis­coveries” (Band 4, 3. Auflage 1817) das von Pettus genannte „deal” als „fir”, also Tanne, identifiziert. John Beckmann (eigentlich Johann Beckmann) war Professor der Ökonomie zu Göttingen, und „A History …” war eine Übersetzung seiner „Beyträge zur Geschichte der Erfindungen”, in deren Band 5 aus dem Jahr 1805 ebenfalls von Tanne die Rede ist.

So wird man weiter recherchieren müssen, um zu erfahren, ob man zu Pettus' Zeiten Tan­ne oder Kiefer (oder vielleicht beide) benutzt hat und welche Arten damals zum Einsatz kamen.

„Die Leistung”

Samstag, 14. Februar 2015

Heute gibt's nur einen schnellen Scan, und zwar vom in meinen Augen attraktiven Titel der Zeitschrift „Die Leistung”, Heft 95, Jahrgang 12.

„Die Leistung”

Diese Ausgabe war Dr. Rudolf Kreutzer (1887–1976), Teilhaber von STAEDTLER seit 1911, zu seinem 75. Geburtstag am 29. Mai 1962 gewidmet und beschäftigte sich auf 32 Seiten mit ihm sowie der Geschichte und den Produkten von STAEDTLER. – „Die Leistung” er­schien im Daco-Verlag, Stuttgart.

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