Archiv des Stichworts „Craft Design Technology”

Kurz notiert

Dienstag, 24. März 2015
  • Die Ausstellung „The Secret Life of the Pencil” des Industriedesigners Alex Hammond und des Fotografen Mike Tinney vom 19. Mai bis 3. Juni in London wird großformatige Detailaufnahmen von Bleistiften bekannter Nutzer zeigen. Hier der 15 Jahre lang ge­nutzte Druckbleistift des Schriftstellers William Boyd:
    William Boyds Druckbleistift
    (Foto © Mike Tinney 2014.) Einführende Worte gibt es von Alex Hammond; ein Kata­log ist in Planung. – Danke an Sean für den Hinweis!
  • Bleistift-Verkaufsautomaten: Selbstgebaut und fertig zu kaufen. – Danke an Andreas Weinberger für den Hinweis!
  • Die Erfindung des kegelförmig gebohrten Bleistiftspitzers gebührt offenbar nicht Theo­dor Paul Möbius, sondern dem Londoner Ableger der französischen Firma A. Marion & Co., deren „Pencil Cutter and Sharpener” bereits 1852, also 56 Jahre vor Möbius, so ausgeführt gewesen sein soll. – Danke an Wowter für den Hinweis!
  • Craft Design Technology hat den Bleistift item 17 aus dem Sortiment genommen und durch den item 32 mit Radiertip ersetzt. Letzterer kommt von einem anderen Herstel­ler und hat keine gebrannte Polymermine mehr. (Gebrannte Polymerminen gibt es üb­licherweise nur für Druckbleistifte, und so war die zwei Millimeter dicke Mine im item 17 und im bis 2011 erhältlichen Pentel Black Polymer 999 etwas Besonderes.) – Danke an Sola für den Hinweis!

Halb und halb

Dienstag, 19. März 2013

Halb und halb

Paarung unterschiedlicher Zedernholz-Chargen bei einem Craft Design Technology item 17

Druckbleistift des Monats: Pentel GraphGear 500

Montag, 19. November 2007

Pentel GraphGear 500

Mein Druckbleistift des Monats ist der Pentel GraphGear 500 (PG525), der seit 2005 in Japan hergestellt und dort sowie in den USA vertrieben wird. Das hierzulande erhältliche Modell mit gleichem Namen unterscheidet sich von diesem in mehreren Details und in der Typenbezeichnung (PG515). Nebenbei: Letzterem bauähnlich ist der ebenfalls von Pentel gefertigte und bis jetzt nur in Japan angebotene „item 16: Mechanical Drafting Pencil” von Craft Design Technology.

Pentel PG525, Pentel PG515, CDT item 16

Das aufgrund seiner Gestaltung etwas altmodisch anmutende Schreibgerät erinnert mit festem und daher nicht hemdentaschenfreundlichem Minenführungsröhrchen an die Zeit des technischen Zeichnens vor Einführung des CAD.

Pentel GraphGear 500

Die in einem angenehmen Maß gerändelte Griffzone und der 58 mm von der Spitze, also recht weit vorne liegende Schwerpunkt sorgen für eine sehr gute Handhabung, zu der die ohne jedes seitliche Spiel ausgelegte Führung der ungefederten Mine ebenso beiträgt wie die lange, gut sitzende und daher beim Schreiben nicht klappernde Kappe. Das zehnmalige Betätigen der Mechanik, die Pentel-gewohnt sehr zuverlässig arbeitet, transportiert die Mine gerade mal um knappe 4,5 mm. Dieser geringe Vorschub hat Vor- und Nachteile: Durch das notwendige Drücken wird der Schreibfluss derjenigen, die viel schreiben, oft unterbrochen; verwendet man jedoch weiche oder Farbminen im GraphGear 500, ist die Gefahr des Abbrechens denkbar gering.

Pentel GraphGear 500

Der integrierte und separat erhältliche Radierer ist weich und krümelt stark, radiert aber die getesteten Minen mit Härten von HB bis 2B ganz ordentlich; die in den meisten anderen mechanischen Bleistiften anzutreffende Nadel zur Reinigung des Minenführungsröhrchens und das Härtegradsichtfenster fehlen. Mir gelang es nicht, die Mechanik zu entnehmen, so dass die Behebung von Problemen – die ich jedoch von Pentel nicht kenne – schwierig oder gar unmöglich sein dürfte. Der schlichte Clip des gut verarbeiteten Stifts ist kurz, verschieb- und abnehmbar. Leider produziert der GraphGear 500 Minenreste mit einer Länge von 13 mm (nutzt also nur etwa 77 Prozent), womit er sich allerdings in bester Gesellschaft befindet.

Pentel GraphGear 500

Fazit: Trotz der genannten kleinen Schwächen kann ich den funktionellen, zuverlässigen und preiswerten Pentel GraphGear 500 sehr empfehlen.

Technische Daten
Modell: GraphGear 500 (PG525)
Hersteller: Pentel, Japan
Länge: 142 mm, davon Spitze und Griffstück zusammen 54 mm
Durchmesser: Griffzone 9,5 mm; Gehäuse 7,8 mm
Gewicht: 14 g
Schwerpunkt: 58 mm von der Spitze
Material: Metall, schwarzer Kunststoff
Minenführungsröhrchen: 4 mm, nicht versenkbar
Minenstärke: 0,5 mm
Minenvorschub: 4,5 mm/10
Radierer: 22 mm, ø 4 mm
Varianten: 0,3 mm; 0,7 mm; 0,9 mm
Produktion: ca. 2005 bis heute
Märkte: USA, Japan
Quellen: JetPens, PenWish, eBay.com
Preis: 3 bis 5 Euro

Größere Fotos vom Pentel PG525, Pentel PG515 und CDT item:16 gibt es im Virtuellen Mäppchen.

Nachtrag vom 27.6.09: MUJI führt einen zum GraphGear 500 baugleichen Druckbleistift; der Gedanke, dass Pentel (oder Kotobuki) hier als OEM tätig war, drängt sich natürlich auf.


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