Archiv des Stichworts „Farbstifte”

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Paperworld 2018

Donnerstag, 8. Februar 2018

Vor gut einer Woche gingen in Frankfurt/Main die Paperworld und die zeitgleich stattfin­dende Creativeworld zu Ende; hier ein paar subjektive Notizen1. – Gerne besucht hätte ich Brunnen, Carl, Conté à Paris, Doms, Lamy, Ohto, Pilot, Sakura, Schwan-Stabilo, Staedtler, Tombow und uniball, aber diese Firmen waren diesmal leider nicht vertreten.

Möbius+Ruppert

Mein erstes Ziel war der Stand von Möbius+Ruppert, dem Erlanger Hersteller von Spitzern, Zeichengeräten und Schneidemaschinen. Dort gab diesmal zwar keine Neuigkeiten, doch die Gespräche und die geschmackvolle Präsentation nicht nur der Messingspitzer waren ei­ne Freude.

Paperworld 2018

Steinhöringer Werkstätten

Diese Einrichtung mit Hauptsitz in München fördert und begleitet Menschen mit Behinde­rungen. Präsentiert wurden Produkte aus Holz, die in den Werkstätten gefertigt werden, darunter ein Klebebandabroller in Form einer Schnecke, ein immerwährender Kalender und Stiftköcher sowie -ablagen, die sehr gelungen sind und obendrein zu attraktiven Preisen angeboten werden. Ein Foto durfte ich leider nicht machen, aber eine Übersicht der Pro­dukte gibt es hier.

Chameleon

Während die meisten Hersteller zweifarbiger Stifte kontrastierende oder Komplementär­farben kombinieren, vereinen die holzgefassten Farbstifte von Chameleon ähnliche Töne, um das Erstellen von Übergängen zu erleichtern. – Die Stifte werden in Österreich gefer­tigt.

Paperworld 2018

KUM

Den Stand von KUM habe ich nur wegen einer Reklamation aufgesucht, denn ein in der Schublade aufbewahrter Masterpiece-Spitzer hatte sich unschön verändert, und vom Ser­vice von KUM kam keine Antwort auf meine E-Mail. Ich hatte das Glück, mit dem Ge­schäftsführer sprechen zu können; er gab mir einen neuen Masterpiece und kündigte an, nach der Ursache für die Veränderung am Spitzer schauen und mich informieren zu lassen.

KACO

Bei KACO, einem chinesischen Hersteller von Füllhaltern, Kugelschreibern, Gelrollern und Zubehör haben mich das Design und die Qualität der Produkte sowie die Gestaltung des Auftritts sehr angenehm überrascht; auch der Katalog hat mich beeindruckt.

Paperworld 2018

Brevi Madu Trade

Brevi Manu Trade mit Sitz in Bielefeld vertreibt seit 2010 u. a. die Produkte von California Cedar und Papier des japanischen Herstellers LIFE. Letzteres finde ich interessant, und so habe ich mich gefreut, dass es einen deutschen Vertrieb gibt. Wie immer habe ich mich korrekt als Endkunde zu erkennen gegeben, und auf Bezugsquellen angesprochen, nannte mir ein Mitarbeiter Manufactum. Als ich sagte, dass ich Manufactum nicht mag und ihn frag­te, welche Händler er noch beliefere, antwortete er: „Warum soll ich ihnen das sagen? Ich kenne sie doch gar nicht.” Ich war auch neugierig, wie das LIFE-Papier im Vergleich zum Tomoe River ist, worauf der Mitarbeiter sagte, dass das Tomoe River wesentlich schlechter sei, weil fast alle Tinten durchschlagen würden (was ich nicht bestätigen kann). Er ging, um ein Blatt eines 26-Gramm-Papiers von LIFE zu holen, kam aber nicht mehr zurück.

LYRA

Das 1806 in Nürnberg gegründete Unternehmen LYRA gehört seit 2008 zum italienischen FILA-Konzern, der einiges in China fertigen lässt, so auch die Blei- und Farbstifte der neuen „Graduate”-Serie. Die Gestaltung der Blei- und Farbstifte finde ich ansprechend, doch ihre Qualität enttäuschend: Ihr Äußeres ist ungleichmäßig, ja stellenweise sogar rauh, und die Minen der Bleistifte, die ich getestet habe, schrieben nicht glatt.

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Super5

Am Stand des Vertriebs Aratrum wurden die Füllhalter und Tinten von Super5 prä­sentiert. Die Rezeptur der wasserfesten Super5-Tinte hat man vor kurzem verbessert; zudem gibt es die Tinten jetzt auch in Patronen. – Ebenfalls zu sehen war ein zylindrisches Glas, in dem sich ein zusammengerolltes und mit Super5-Tinte beschriftetes Papier befand2; dies de­monstrierte die Wasserfestigkeit der Tinte auf beeindruckende Weise.

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Tokyo Kinzoku Industry Co. Ltd.

Bei der Tokyo Kinzoku Industry Co. sind mir die Clips mit Profilen von Shibas aufgefallen, und so musste ich unbedingt um ein Muster bitten, natürlich nicht ohne unseren Kisho zu erwähnen.

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Leuchtturm1917

Leuchtturm1917, Anbieter von Notizbüchern und Kalendern, hat jetzt auch holzgefasste Blei­stifte im Sortiment. Sie sind in 17 auf die Papierprodukte abgestimmten Farben, aber nur im Härtegrad HB erhältlich und werden in Portugal hergestellt.

Paperworld 2018

Faber-Castell

Bereits auf der Insights X im letzten Oktober hat Faber-Castell die „Goldfaber”-Farbstifte vorgestellt. Es gibt sie in einer permanenten (rund) und einer wasservermalbaren Variante (sechsflächig) und in 48 Farben; ihre Mine ist 3,3 mm dick. Mit einer unverbindlichen Preis­empfehlung von 13 Euro für das 12er-Set sind diese in Deutschland hergestellten Stifte vergleichsweise günstig, doch man sieht die Einsparungen: Bei einigen sechsflächigen Exemplaren fiel mir auf, dass der Lack der Tauchkappe an den Kanten recht dünn ist und das Grau des Schafts durchscheint. Zudem werden die Farbstifte aus Gmelina ge­fertigt.

Paperworld 2018

Den auf Farbstifte abgestimmten Radierer CP-10 von SEED hatte ich zufällig dabei; auch beim Goldfaber hat er überzeugt.

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Viarco

Der portugiesische Hersteller Viarco ist mir ans Herz gewachsen, und so war ich gleich mehr­mals am Stand. Neben Retro-Motiven hatten es mir vor allem das an ein Hemd erinnerndes Mäppchen und die Umhängetasche für bis zu 60 Stifte, Zubehör und einen Block angetan.

Paperworld 2018

Paperworld 2018

Sehr erfreulich waren auch die anregenden Gespräche, in denen ich viel über das Unter­nehmen und die Produkte erfahren konnte.

Paperworld 2018

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Awagami

Bei Awagami aus Japan gab es nicht nur geschmackvoll bedrucktes Papier zu sehen, sondern auch Produkte von Washida-Daigaku. Die Postkarte, die ich ergattern konnte, ist wie die anderen in dieser Reihe aus Baumwolle hergestellt und zeigt Tokugawa Tsuna­yoshi, einen Shōgun des späten 17. Jahrhunderts, der sich sehr für die Rechte und den Schutz der Tiere eingesetzt hat, aber besonders für Hunde, und daher auch als „Hunde-Shōgun” bekannt war. Natürlich gefallen mir diese Motive wegen des Shibas besonders gut!

Paperworld 2018

Caran d'Ache

Der Schweizer Hersteller Caran d'Ache hat dieses Jahr nur wenig neues gezeigt. Zudem fiel auf, dass ein großer Teil des Stands, der im vergangenen Jahr noch der Präsentation vor allem des Künstlersortiments diente, nur mit Tischen und Stühlen bestückt war.

In Zusammenarbeit mit Nestlé entstand eine limitierte Variante des Kugelschreibers 849, dessen Schaft aus wiederverwendeten Nespresso-Kapseln hergestellt wird.

Paperworld 2018

Vorgestellt wurde das „Bullet Journal Starter Set”, das den holzgefassten Graphit/High­lighter-Stift Graphicolor 370.240 enthält. Er kam zusammen mit dem Graphit/Rot-Stift Grap­hicolor 370.070 auf den Markt und hat ebenso wie dieser eine 3 mm starke Mine; beide sind auch einzeln erhältlich. – Letzterer unterscheidet sich vom „Editor” nur durch seine Kennzeichnung.

Paperworld 2018

Paperworld 2018

Ab März im Handel ist ein weiterer Bleistift der „Swiss Wood”-Reihe3. Er ist aus Waldkiefer gefertigt und wird nicht einzeln, sondern nur zusammen mit den Bleistiften aus Jura-Buche und Zirbe angeboten. – Der aktuelle Katalog führt übrigens einen „Edelweiss”-Bleistift auf, der ebenfalls aus Schweizer Waldkiefer gefertigt ist (Art.-Nr. 341.282), doch von Caran d'Cache konnte ich erfahren, dass dieser nicht in Deutschland erhältlich sein wird.

Paperworld 2018

Das war's! Die nächste Paperworld beginnt am 26. Januar 2019.

  1. Ich war auch im vergangenen Jahr dort und habe einiges gesehen, hatte aber keine Lust, darüber zu schreiben.
  2. Die sehr ansprechende Schrift auf dem Papier stammte von der Kalligrafin Elke Wunsch.
  3. Die Abkürzung „COBS” auf dem Bleistift steht für „Certificat d'origine bois Suisse”, d. h. das Holz dieses Bleistifts kommt aus der Schweiz.

Spitzenvergleich

Donnerstag, 4. Januar 2018

Hat sich gerade so ergeben und passt hierher1: Ein Vergleich des CARL Angel-52 (links) und des Möbius+Ruppert Pollux (rechts) am Beispiel des Mitsubishi uni Arterase (lime green)3.

Spitzenvergleich

Aufgrund der konkaven Form lässt sich kein eindeutiger Spitzenwinkel bestimmen, doch die Betrachtung der Enden der Schnittflächen liefert ein paar grobe Werte (die Winkel habe ich im ausgedruckten Foto ermittelt).

Spitzenvergleich

Eine umfangreiche Übersicht zahlreicher Spitzer und ihrer Winkel gibt es unter „Sharp­eners” bei Bleistift. – Das war's auch schon für heute.

  1. Wohin auch sonst.
  2. Genauer: CARL Angel-5 Royal mit dem Fräser des Angel-5 Standard.
  3. Der Angel-5 hat einen Spitzstopp und der Pollux schneidet eine nadelfeine Spitze; auf letztere habe ich hier jedoch verzichtet, da sie bei einem Farbstift sofort abbricht.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Sonntag, 24. September 2017

Heute ein kurzer Blick auf Blei- und Rotstifte von Shinwa, einem japanischen Anbieter von Messgeräten.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Stifte haben die übliche Länge von 17,5 cm, den Durchmesser von 7,7 mm und Minen in den Stärken 2,5 mm (Bleistift) bzw. 3 mm (Rotstift). Neben den englischen Kennzeich­nungen finden sich „工事用鉛筆 PRO” (etwa „Konstruktionsbleistift PRO”) sowie das Logo und der Name „シンワ” des Herstellers. Die Tauchkappe des Bleistifts trägt „HB” und die des Rotstifts „〈赤〉ふつう”, grob übersetzt „Rot normal”. Ich nehme an, dass diese Stifte für den Gebrauch z. B. in der Werkstatt gedacht sind, und so sei das an die 1980er Jahre erin­nernde Design verziehen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Verarbeitungsqualität der Stifte könnte etwas besser sein. Der dünne Lack hat einige Unregelmäßigkeiten und an manchen Kappen gibt es rote und blaue Flecken; zudem ist ein Rotstift leicht verzogen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Gespitzt mit dem Kurbelspitzer CARL Decade DE-100 …

Die Qualität von Holz und Mine ist jedoch erfreulich. Beide Stifte machen im Kurbel- und im Handspitzer eine gute Figur, sind recht bruchfest und haben eine saubere Abgabe. Der Bleistift, dessen subjektive Härte etwa der des STAEDTLER Mars Lu­mograph B entspricht, gleitet und schwärzt gut, und der Rotstift, der wischfester ist als der Bleistift, hat eine or­dentliche Sättigung und ist vergleichsweise weich. Erwartungsgemäß lässt sich nur der Blei­stift radieren. – Beim Holz dürfte es sich um Weihrauch-Zeder handeln.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

… und dem Pollux von Möbius+Ruppert

Gekauft habe ich diese Stifte beim deutschen Versender Dieter Schmidt, wo sie im Dreier­pack zu 1,95 Euro (Bleistift) und 2,45 Euro (Rotstift) angeboten werden. Den Bleistift gibt es in H und HB und den Rotstift in Hart und Mittel. – Vermutlich wurden diese Stifte von einem OEM für Shinwa gefertigt, doch wer das ist, konnte ich nicht herausfinden.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Koh-I-Noor Duo

Montag, 4. September 2017

Ein besonderes Exemplar des zweifarbigen holzgefassten Stifts ist der Duo von Koh-I-Noor aus Tschechien.

Koh-I-Noor Duo

Den als Zimmermansstift ausgeführten Duo gibt es in Graphit/Rot und Graphit/Blau; beide Varianten werden zusammen im Set angeboten1. Er ist 17,5 cm lang, hat einen Quer­schnitt von 8 × 12 mm2 mit abgerundeten Breitseiten und eine 2 × 5 mm dicke Mine. Au­ßer den hier zu sehenden gibt es keine weiteren Kennzeichnungen.

Koh-I-Noor Duo

Die Graphitmine macht 60% der Länge aus und hat eine etwa dem STAEDTLER Mars Lu­mograph 2B entsprechende Härte, schreibt aber rauher und nicht so sauber. Beide Farb­minen sind vergleichsweise fest und ein wenig kreidig. – Farbe, Maserung und Aroma des Holzes lassen mich auf Weymouth-Kiefer schließen.

Koh-I-Noor Duo

Die Verarbeitung des Duo ist mittelmäßig, denn im dünnen Lack gibt es einige Unregel­mäßigkeiten und zwischen den Holzhälften einen feinen Spalt. Der Prägedruck indes ist be­merkenswert gleichmäßig und konturenscharf.

Koh-I-Noor Duo

Der Koh-I-Noor Duo hat die Artikelnummer 1536; für das Set habe ich auf eBay 4,30 Euro bezahlt.

  1. Meines Wissens sind sie nicht einzeln erhältlich.
  2. Maße des konturumschließenden Rechtecks.

Pensan Dual Pencil

Sonntag, 27. August 2017

Nach dem LV-KEV von Tombow und „The Editor” von Caran d'Ache und CWPE hier ein weiterer Graphit-Rot-Stift, nämlich der Dual Pencil des türkischen Herstellers Pensan.

Pensan Dual Pencil

Der 17,5 mm lange, dreiflächige Dual Pencil ist 9,5 mm dick1, hat eine 3 mm starke Mine und offene Enden. Neben den üblichen Kennzeichnungen wie die GTIN finden sich das Kürzel „SB” und der Schriftzug „FATIH”, die mir beide nichts sagen2.

Pensan Dual Pencil

Gespitzt mit der iPoint Classact von Westcott.

Die subjektive Härte der Graphitmine entspricht etwa der des STAEDTLER Mars Lumograph B, und so passt die Angabe des Härtegrads. Sie schreibt etwas rauh und ist gut radierbar3. Die rote Mine hat eine für mich angenehme Schreibhärte, aber einen leichten Blaustich; wie zu erwarten, lässt sie sich nicht so gut radieren. Beide Minen haben eine saubere Ab­gabe und sind bruchstabil. – Beim Holz tippe ich wegen der Poren und der dunklen Ein­schlüsse auf Gmelina.

Pensan Dual Pencil

Die Minen sind zentrisch und die Verleimung ist sehr gut, so dass es außer einigen Unregel­mäßigkeiten im Lack nichts auszusetzen gibt. – Der Ladenpreis des Dual Pencil in der Türkei beträgt umgerechnet etwa 42 Euro-Cent.

Pensan Dual Pencil

Danke an Özgür für seine Hilfe bei der Beschaffung des Pensan Dual Pencil!

  1. Durchmesser des Umkreises.
  2. „SB” könnte für das stehen, was STAEDTLER als „Sicherheitsverleimung” bezeichnet, nämlich die Verwendung zweier unterschiedlicher Leime für Holz/Mine und Holz/Holz.
  3. Getestet mit dem Tombow MONO.

Schwan Kartothello

Sonntag, 2. Juli 2017

Aus dem Museumskeller dieses Weblogs: Das Landkartenschreiber-Etui „Kartothello” Nr. 1411 von Schwan im Set mit Zubehör.

Schwan Kartothello

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Im Vergleich zu ähnlichen Sets ist es reichhaltig ausgestattet: Neben fünf Farbstiften ent­hält es einen Spitzer, einen Radiergummi, einen kurzen Bleistift1, einen Verlängerer sowie einen Kilometermesser aus Metall. – Unnötig zu sagen, dass der Radiergummi seine beste Zeit lange hinter sich hat.

Schwan Kartothello

Die runden, werkseitig gespitzen Farbstifte haben offene Enden und 4 mm dicke Minen, die fest und kreidig sind; beim verwendeten Holz tippe ich auf Zeder2. – Man beachte die pfiffige Schreibweise des Firmennamens, der hier als „Schwan” und „Swan” gelesen wer­den kann und damit mehrsprachig wird.

Schwan Kartothello

Der hexagonale Bleistift der Marke „Othello” hat den Härtegrad 1 (= B) und schreibt be­merkenswert leicht und sauber.

Schwan Kartothello

Mit dem Kilometermesser ließen sich für vier verschiedene Kartenmaßstäbe die Strecken von der Karte ablesen und mithilfe der aufgedruckten Umrechungen daraus die Marsch­leistung, d. h. die pro Tag voraussichtlich zurückgelegte Strecke, ermitteln.

Schwan Kartothello

Wie diese Reklame aus dem Jahr 1938 belegt, handelte es sich bei den Produkten der Marke „Kartothello” um „[a]bwischbare Farbkreiden und -Stifte zur militärischen Karten­beschriftung”.

Schwan Kartothello

Es fällt auf, dass die Stifte in dieser Reklame lackiert und anders bedruckt sind. Sollten die­se Abbildungen korrekt sein, so könnten die hier gezeigten unlackierten späteren Datums sein.

Schwan Kartothello

Neben dem Set mit Zubehör gab es noch eines nur mit Farbstiften. Die in meinem Exem­plar sind lackiert und tragen das zudem sog. „Schwan-Auge”3; ihre Minen sind weicher und mit 4,5 mm etwas dicker.

Schwan Kartothello

Die deutschen Etiketten auf dem Deckel und im Inneren wurden mit englischsprachigen überklebt4.

Schwan Kartothello

Für mich ein interessantes Stück Schreibwaren-Geschichte!

Anm.: Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich auch diesmal um das Blatt Lauter­bach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.

  1. Diese kurzen Stifte werden oft als „Halbstifte” bezeichnet.
  2. Genauer: Weihrauch-Zeder.
  3. In Anlehnung an den Namen des Firmengründers Gustav Adam Schwanhäuser wurde der Schwan 1875 als Bildmarke eingetragen.
  4. Die Nummer auf dem Produkt (1411) passt nicht zu der in der Reklame (1412).

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Sonntag, 25. Juni 2017

Als großer Fan des Rot-Blau-Stifts musste ich bei einem besonders schönen Vertreter die­ser Gattung, dass sich gleich zweimal in einem Konvolut versteckte, sofort zugreifen1.

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Der Stift hat mit 17,5 cm die Standardlänge und einen Durchmesser von 7,6 mm; die Mine ist 2,5 mm dick.

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Zu Farbe und Qualität der Mine kann ich nichts sagen, denn ich werde dieses kostbare Stück nicht anspitzen2. – Das Alter des Stifts kenne ich leider nicht, und zur Marke „Stork” habe ich auch nichts parat (das DMPA führt sie nicht auf).

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Der Storch und der Schriftzug haben natürlich einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass ich bei diesem Stift schwach wurde!

  1. Eine Medaille für Selbstbeherrschung werde ich nie bekommen.
  2. Auch nicht das zweite Exemplar – dafür sind mir beide zu schade.

J.S. Staedtler „Gladiator” 333S

Freitag, 23. Juni 2017

Heute nur ein schnelles Foto, und zwar vom blauen Farbstift J.S. Staedtler „Gladiator” 333S.

J.S. Staedtler „Gladiator” 333S

(zum Vergrößern anklicken)

Der „Gladiator” ist 11,7 mm dick und hat eine gut 4,5 mm starke Mine, die vergleichsweise hart, aber sehr sauber schreibt. Ich nehme an, dass er als sog. Magazinstift, also für das Markieren gedacht war. Sein Alter schätze ich auf 70 bis 80 Jahre.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den „Gladiator”!

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