Archiv des Stichworts „Frankfurt”

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Paperworld 2010 (2)

Freitag, den 5. Februar 2010

Das seit einiger Zeit zum italienischen Hersteller FILA gehörende Unternehmen LYRA hat die „GROOVE”-Reihe um die dünneren und ebenfalls dreiflächigen „GROOVE slim”-Stifte erweitert.

LYRA „GROOVE slim”

Der „GROOVE slim” hat eine 3,3 mm starke Farbmine und ist in 24 Farben sowie als Bleistift („Graphite”) verfügbar; passende Kunststoffspitzer in mehreren Farben werden als Teil der Sets und separat angeboten.

LYRA „Temagraph”

Bei FILA schon lange im Programm sind die Bleistifte „Temagraph” und „Studium”, die nun unter dem Namen LYRA auch hierzulande erhältlich sein werden. Ersteren wird es in sechs Härtegraden von 2H bis 3B, letzteren in fünf von 2H bis 2B und beide mit Radierer in HB geben, doch während der „Studium” eher schlicht daherkommt, ist der „Temagraph” vergleichsweise aufwändig gestaltet: Angabe des Härtegrads auf allen sechs Seitenflächen und Codierung über eine farbige Tauchkappe, umlaufende, grün-metallische Folienprägung und Radierer mit ring-angepresster Zwinge – solche Details sprechen mich an. – Zu den Stiften von LYRA, die eine Änderung erfahren haben, gehören die Rot-Blau-Stifte. Statt des „Rembrandt” und des dickeren „DUO” gibt es nun letzteren in drei Durchmessern von 6,8 bis 10 mm. Neu ist obendrein der ovale Universalschreiber „All Graphite”.

LYRA „Temagraph”

STAEDTLER wartete auch in diesem Jahr mit interessanten Neuheiten auf.

STAEDTLER „WOPEX” in 2B, HB und 2H

Der auf der letzten Paperworld vorgestellte Bleistift „WOPEX” kommt nun in zwei weiteren Härtegraden, und zwar 2B und 2H, in den Handel. Ich konnte ein Dreier-Set bekommen und hoffe, die neuen hier in Kürze detailliert zeigen zu können. Besonders auf 2B bin ich gespannt! – Bei dieser Gelegenheit weise ich gerne auf die exzellente Besprechung des „WOPEX” bei pencil talk hin.

STAEDTLER „triplus 776”

Zuwachs gab es auch bei den Druckbleistiften, wobei der einfache „triplus 776″ im unteren Preissegment angesiedelt ist. Über einen seitlichen Drücker verfügt der „graphite 762″, und richtig bunt sind die fünf neuen Varianten des „Mars micro”, mit deren Trend-Farben und weißen Griffstücken man sich an das Design der populären Unterhaltungselektronik aus Cupertino, Kalifornien, anlehnt.

STAEDTLER „graphite 762”   STAEDTLER „Mars micro”

STAEDTLER

In neuem Erscheinungsbild zeigten sich die ehemals unter der inzwischen verkauften Marke „Eberhard Faber” geführten Produkte. Den „Tricki Dicki” – ich gebe gerne zu, ein großer Fan dieses Bleistifts zu sein – wird es zukünftig in zwei Ausführungen geben (beim Modell für den internationalen Markt verzichtet man auf den alten Namen).

STAEDTLER Jubiläums-Dosen

Zum 175-jährigen Bestehen des Unternehmens werden dekorative Bleistift-Dosen und passende Radierer angeboten, deren Äußeres die Dampflokomotive „Adler” ziert; diese fuhr im Gründungsjahr von Nürnberg, dem Sitz der Firma, nach Fürth und gilt als erste Eisenbahn Deutschlands. – Schachteln aus Metall hätten mir zwar etwas besser gefallen, aber mich fragt ja keiner ;-) Am Rande: Auch der „Lumograph” (ehemals 2886, heute 100) hat dieses Jahr ein Jubiläum, denn er kam am 1. August 1930, also vor 80 Jahren auf den Markt.

STAEDTLER Digitalstift

Ein sehr bemerkenswertes Produkt, das den Bogen vom Papier zum Computer spannt, ist der neue „Digitalstift”. Er besteht aus einem Stift mit Kugelschreibermine und einem etwa feuerzeuggroßen Empfänger mit Display, der mittels eines Clips an der Schreibunterlage befestigt wird. Dieser Empfänger erfasst die Bewegungen des Stifts und sendet sie per USB-Anschluss an den PC; zudem ist es möglich, bis zu 100 Seiten zwischenzuspeichern. Die so erstellte digitale Notiz liegt dann als Grafikdatei im PC vor, kann aber auch über die mitgelieferte OCR-Software in bearbeitbaren Text umgewandelt werden. Darüber hinaus erlaubt die Software des Digitalstifts seinen Gebrauch als Maus, wozu eine Dummy-, d. h. nicht-schreibende Mine zur Verfügung steht. Eine Erkennung des Drucks, wie es z. B. bei Grafiktabletts üblich ist, bot das gezeigte Modell jedoch (noch?) nicht. – Der hochwertig wirkende Digitalstift nutzt die üblichen Kurzminen und soll ab dem zweiten Quartal für 60 bis 100 Euro erhältlich sein.

Paperworld 2010 (1)

Donnerstag, den 4. Februar 2010

Am Dienstag schloss die diesjährige „Paperworld” in Frankfurt/Main ihre Pforten; hier ein paar kurze und selbstverständlich sehr subjektive Notizen zu einigen der Eindrücke, die ich bei meinem Besuch sammeln konnte. – Die Kürze meines zweiteiligen Berichts bitte ich zu entschuldigen; mir fehlt zur Zeit die Muße für detalliertere Ausführungen.

Diesmal nicht vertreten waren Pentel, Mitsubishi/uniball und Schwan-STABILO – drei Unternehmen, deren aktuelle Palette ich mir gerne angeschaut hätte (bei letzterem wären sicher die 1,4-mm-Varianten des EASYergo zu sehen gewesen).

Holzgefasste Farbstifte von LAMY

Eine Überraschung gab es bei LAMY, denn der für hochwertiges Schreibgerät bekannte Hersteller hat ab Mitte April auch holzgefasste Farb- und Bleistifte im Sortiment. Die für Kinder ab 3 Jahren gedachte Serie „3plus” hat einen quadratischen Querschnitt, eine 10 mm dicke Mine und wird in sechs Farben erhältlich sein, während es die dreiflächigen Stifte der Serie „4plus” in zwölf Farben und 6,25 mm starker Mine geben soll; die Serie „plus” umfasst 24 Farben sowie – ebenso wie „4plus” – einen Bleistift. Der matte Lack der in meinen Augen geschmackvoll gestalteten Stifte fühlt sich angenehm an, und bei einem schnellen Test vor Ort machten sowohl die Minen als auch die Verarbeitung einen sehr guten Eindruck.

Bei Carl fiel mir Kurbelspitzmaschine CP-100 auf; sie ist baugleich zur DE-100, wird aber in sechs verschiedenen Farben angeboten. Interessant ist, dass Carl die Produkte auch direkt verkauft und weltweit verschickt.

Bleistiftzubehör von Standardgraph

Jetzt noch mehr Bleistiftzubehör bietet Standardgraph an, darunter farbenfrohe, weiche Griffe und zwei Ausführungen eines Verlängerers. – Weitere Utensilien zeigte der Anbieter KUM, der mit dem „PenCut”, einer Schere im Stift-Format, ein weiteres Produkt von Raymay vertreibt (im letzten Jahr wurde der Zirkel „PenPass” präsentiert). Hinzu kamen außerdem „Scribble”, eine Kappe mit integriertem und verschließbarem Spitzer, und der ergonomisch geformte „Sattler Grip”.

Karte mit abtrennbarem Bleistift

Seine pfiffige Idee, eine 85 × 80 mm² große Karte mit abtrennbarem Bleistift, präsentierte der Erfinder Karl-Heinz Bosch. Im unteren Teil seiner „snap-note” befindet sich eine knapp 1,5 mm lange und 0,9 mm dicke Mine, die sich durch den gefalteten Karton recht gut halten und für eine kurze Notiz nutzen lässt.

Faber-Castell stellte radierbare und in zwei Durchmessern erhältliche Farbkreiden im „Grip”-Design vor, bot aber bedauerlicherweise keine Testmöglichkeit. Eberhard Faber, seit 1. Januar Teil von Faber-Castell, kündigte die „WINNER”-Reihe an, zu denen neben Farbstiften auch der dicke „Tri-Winner” gehört; dieser ist einer der Nachfolger des „Tricki Dicki”.

Eberhard Faber „WINNER”

Im zweiten Teil gibt es Neuigkeiten von STAEDTLER und LYRA.

Gleisreiter

Donnerstag, den 14. Mai 2009

Detail eines Schienenfahrrads im Feldbahn-Museum Frankfurt/Main

Detail eines Schienenfahrrads im Feldbahn-Museum Frankfurt/Main

Indien – Frankfurt

Sonntag, den 3. Mai 2009

Zu sehen im Feldbahn-Museum Frankfurt/Main: Eine alte Feldbahn-Lok aus Indien, die ihrer Restaurierung harrt (HDR-Aufnahmen; zum Vergrößern anklicken).

Indien – Frankfurt

Indien – Frankfurt

Indien – Frankfurt

Indien – Frankfurt

Paperworld 2009 (3)

Mittwoch, den 4. Februar 2009

Neben dem revolutionären WOPEX, dem Holzbleistift aus dem Extruder, präsentierte STAEDTLER einige weitere interessante Neuheiten, so auch den Marker „Lumocolor permanent retract” mit Druckmechanik, der eine einfache Handhabung verspricht.

Paperworld 2009

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Zuwachs gab es auch bei den Allesschreibern, und zwar in dicker, papierummantelter Sechskantform. Der wohl hauptsächlich für das industrielle Markieren gedachte „Lumocolor permanent omnigraph” schreibt u. a. auf Reifen und nassem Holz.

Paperworld 2009

Die einfachen und preisgünstigen Druckbleistifte „Noris 763″ und „graphite 763″ mit jeweils 0,5 mm Minenstärke runden das Sortiment der mechanischen Bleistifte nach unten ab. – Der „Noris 763″ wirkt auf mich ein wenig wie der Nachfolger des vor einigen Jahren aus dem Programm genommenen „MARS TRI 773″.

Paperworld 2009

Im mittleren Bereich gesellte sich der „graphite 760″ zu dem auf der vorigen Paperworld vorgestellten „graphite 771″. Während letzterer nur mit Minen des Durchmessers 1,3 mm arbeitet, gibt es den „graphite 760″, der mich sehr an den „Aristo 3fit” erinnert, zusätzlich mit den Minenstärken 0,5 und 0,7 mm.

Paperworld 2009

Waren die hervorragenden Druckbleistifte „925″ und „925 25″ bisher nur von STAEDTLER Japan erhältlich, so werden sie nun auch in Deutschland angeboten. Mit vier Strichstärken, Härtegrad-Indikator und starrem, 4 mm langen Minenführungsröhrchen richten sich diese Schreib- und Zeichengeräte hauptsächlich an professionelle Nutzer. (Das Design des 925 von STAEDTLER Japan wurde übrigens vor einiger Zeit geändert; ein Foto von beiden Varianten gibt es hier.) – Ob diese beiden Stifte tatsächlich identisch zu den japanischen Modellen sind, muss noch ein direkter Vergleich zeigen.

Paperworld 2009

Der „graphite 925 25″ hat einen Ganzmetallkorpus und dürfte unter den technisch orientierten Druckbleistiften sicher das hochwertigste hierzulande erhältliche Modell sein.

Paperworld 2009 (2)

Dienstag, den 3. Februar 2009

Um mir die Wartezeit bis zum April – denn erst dann kommt der LYRA COLORSTRIPE in den Handel – etwas zu verkürzen, habe ich am Stand des Herstellers noch einmal ganz genau hingeschaut. Neben 16 Einzelfarben gibt es fünf im Design abgestimmte Dosenspitzer sowie Kartonetuis mit 8 und (nicht im Bild) 16 Farben; beide Sets enthalten einen Spitzer aus Kunststoff.

Paperworld 2009

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Mit meiner Bitte um Muster hatte ich Erfolg, und so gibt es hier demnächst mehr zu diesem ungewöhnlichen Farbstift, der den diesjährigen iF Product Design Award erhielt und ebenso wie der GROOVE von formidable gestaltet wurde. – Eine Graphitvariante ist übrigens nicht im Sortiment.

KUM hat den Vertrieb des Penpass übernommen, doch zu meiner großen Verwunderung gibt es hier lediglich das Modell mit Klemmvorrichtung für eine Mine; die in meinen Augen erheblich bessere Druckbleistift-Ausführung ist in Deutschland leider nicht erhältlich.

Faber-Castell offeriert Schreibgeräte mit Pferdestärken, nämlich einen Füllfederhalter, dessen Schaft zum Teil aus geflochtenem Rosshaar besteht.

Paperworld 2009

Wer ein eigenes Ross hat und diesem einen 2 bis 3 cm dicken und 30 bis 40 cm langen Haarbüschel abzwackt, kann sich den „Pen of the Year 2009″ individuell anfertigen lassen. Die Erfüllung dieses speziellen Wunsches dauert 9 bis 12 Monate und schlägt mit etwa 5000 Euro zu Buche.

Paperworld 2009

Danke an Stephen für den Hinweis auf dieses äußerst ungewöhnliche Produkt – ich wäre ansonsten daran vorbeigaloppiert.

Der für sehr hochwertige und preiswerte Spitzer bekannte Hersteller M+R (Möbius & Ruppert) aus dem fränkischen Erlangen hat seine Palette deutlich vergrößert. Mit dabei ist jetzt auch ein farbenfroher Dreifach-Dosenspitzer für Blei-, Bunt- und Jumbostifte, den ich am liebsten gleich mitgenommen hätte.

Als sehr zufriedener Benutzer einer klappbaren Schere von Fiskars habe ich auch den Stand dieses Herstellers besucht. Die Vielfalt war beeindruckend und die Präsentation freundlich – ich gebe zu, dass ich unter solchen Umständen gerne der Werbung zum Opfer falle und mich bei der nächsten anzuschaffenden Schere zuerst im Sortiment von Fiskars umschaue.

In Kürze gibt es noch etwas zum erweiterten Druckbleistift-Programm von STAEDTLER, das jetzt auch zwei hochwertige Modelle umfasst, die es bisher nur in Japan gab.

Paperworld 2009 (1)

Montag, den 2. Februar 2009

Ein kleiner Ausflug nach Frankfurt/Main führte mich zur Paperworld 2009, die – so der Veranstalter – „internationale Leitmesse für alle Handelsformen der Bürowirtschaft”. Hier ein paar Notizen.

LAMY und Herlitz waren überraschenderweise nicht vertreten, dafür aber bekannte Namen aus Japan wie z. B. OHTO, Uchida und Platinum, die jedoch (noch?) keinen deutschen Vertrieb für ihre sehr interessanten Produkte haben. Verwundert hat mich auch die Antwort, die ich am Stand des Herstellers PLUS aus Japan auf meine Frage nach dem äußerst praktischen Schnellhefter, dessen Dicke sich an den Inhalt anpassen lässt, erhielt: „For some reason we don’t display it.” Selbstverständlich war Koh-I-Noor ebenfalls vertreten, wenn auch plötzlich “very busy”, als ich mich als “end-user” zu erkennen gab – sehr schade, erst recht angesichts des Umstands, dass ich auf meine Anfragen beim Hauptsitz nach Bezugsquellen keine Antwort bekam.

War es bisher ziemlich schwierig, den pfiffigen Minenspitzer von Gedess hierzulande zu bekommen, so ist das Problem nun gelöst, denn Standardgraph vertreibt ihn jetzt. Nahezu magisch angezogen hat mich der „Showroom” von uni, in dem ich von außen eine Präsentation der neuen Druckbleistift-Minen der „Nano Dia”-Serie erspähen konnte. Bedauerlicherweise ließ man mich nicht hinein, tröstete mich jedoch mit einem Kuru Toga. Pentel bietet nun auch in Deutschland den Graph 600 und den Graph 1000 an; neu im Programm sind u. a. Stiftradierer mit Druckmechanik und dreieckigem sowie quadratischem Querschnitt.

Paperworld 2009

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Einen sehr guten Eindruck machte auf mich eine futuristisch gestaltete Spitzmaschine von Westcott, die mit Bleistiften sehr unterschiedlicher Dicken umgehen kann. Sie ist mit zwei Fräsern und einem Saugnapf ausgestattet; zum einfachen Leeren des Behälters kann das Oberteil entriegelt und abgenommen werden. Die Befestigung mit dem Saugnapf ist notwendig, da man den zu spitzenden Stift hineindrücken muss und daher keine Hand zum Halten des Spitzers mehr frei hat. Diese ungewöhnliche Maschine, die nicht nur wegen ihrer an eine Wählscheibe erinnernden Front ein echter Hingucker ist, muss unbedingt auf meinen Schreibtisch!

Paperworld 2009

Auch hatte ich Gelegenheit, die etwa 300 Euro teure Spitzmaschine El Casco M-430 CN näher zu betrachten. Diese wird ebenfalls mit einem Saugnapf am Tisch befestigt, was aber kein Extra, sondern (wie beim Gerät von Westcott) nötig ist, da es keinen Vorschub für den Bleistift gibt. Eine dreiteilige, gefederte Metallklammer zentriert den Stift und hinterlässt dabei nur geringfügige Spuren.

Paperworld 2009

Die Schublade, so sagte man mir, sei etwas krumm, da sie aus einem Stück Metall getrieben würde; dies mache es auch unmöglich, sie bei Verlust einfach auszutauschen. Sollte die Schublade einmal verlorengehen, so müsse die ganze Maschine eingeschickt und eine neue eingepasst werden.

Paperworld 2009

Das verstellbare Werk bietet vier Einstellungen, wobei die feinste eine äußert lange und konkave Spitze produziert. Doch so schön das Ergebnis auch sein mag: Mich erinnert der Spitzer eher an die Maschinen von Rube Goldberg und William Heath Robinson als an ein Gerät des täglichen Gebrauchs.

Paperworld 2009

Ein Highlight bei LYRA war neben dem GROOVE die COLORSTRIPE-Serie, bei der die Mine nicht zentriert im Stift sitzt, sondern bis an eine der drei Kanten des Stifts geht.

Paperworld 2009

STABILO hat mit dem EASYgraph und den EASYcolors nun auch Blei- und Farbstifte mit Griffmulden wie beim LYRA GROOVE im Programm; diese sollen Ende des Jahres in die Läden kommen. Die Pressemitteilungen „STABILO EASYcolors und STABILO EASYgraph: Beste Bedingungen für einen leichten Schulstart” sowie „Ergonomische Einschätzung des STABILO EASYcolors” informieren über die Ergonomie der unterschiedlichen, durch farbige Enden gekennzeichneten Versionen für Links- und Rechtshänder. Ebenfalls neu auf dem deutschen Markt ist die komplette „Exam Grade”-Reihe, die neben dem Bleistift „micro 288″ in den Härtegraden HB und 2B einen Dosenspitzer sowie einen sehr guten schwarzen Radierer in zwei Größen umfasst.

Eine echte Sensation zeigte STAEDTLER mit dem WOPEX (Wood Pencil Extrusion), einem Bleistift, der aus drei Sorten Granulat für Mine, Korpus und Oberfläche im Extruder gefertigt wird.

Paperworld 2009

Das Material für den Korpus besteht zu 70% aus einheimischer Fichte zertifizierter, nachhaltig bewirtschafteter Wälder und ist sehr dicht, was sich in einem höheren Gewicht des Bleistifts ausdrückt. Das besondere Herstellungsverfahren sorgt zudem für eine homogene Struktur, die das Spitzen einfacher machen soll.

Paperworld 2009

Die rutschfeste Oberfläche des lösungsmittelfrei produzierten WOPEX fühlt sich samtig und im Gegensatz zu anderen Stiften mit ähnlicher Beschichtung nicht klebrig an.

Paperworld 2009

Die Mine hat eine saubere Abgabe und das Schreibgefühl ist sehr gut. – Leider kommt dieser interessante Bleistift erst im vierten Quartal des Jahres in die Läden, und so wurden die wenigen Vorzeige- und Testexemplare aufs schärfste bewacht. Im Interesse meines Wohlbefindens habe ich auch darauf verzichtet, einen Spitzer zu zücken und ihn am WOPEX anzusetzen ;-)

Nachtrag vom 7.2.09: WoodChuck vom Timberlines-Blog konnte mit dem Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von STAEDTLER sprechen und weiß zu berichten, dass es den WOPEX, der holzgefasste Bleistifte nicht ersetzen, sondern ergänzen soll, in den Härtegraden H, HB und B geben wird.

Auf- statt untergehen

Dienstag, den 30. September 2008

Mit einer in meinen Augen sehr ansprechenden Einladung zu seinem Stand auf der am 15. Oktober 2008 beginnenden Frankfurter Buchmesse überraschte mich kürzlich der Verlag Hermann Schmidt in Mainz, dessen hervorragende Produkte zu Typografie, Grafikdesign und Kreativität ich sehr schätze.

© Muster aus: geometric von Kapitza (zum Vergrößern anklicken)

Mir gefallen sowohl die Grafik auf der wohltuend großen Karte im A4-Format als auch das Zitat sehr gut, nicht zuletzt deswegen, weil Jacques Tati einer meinen Lieblingsregisseure und -schauspieler ist. Ich bewundere seinen scharfen Blick, seine Liebe zum Detail und seine Sorgfalt auch im Kleinsten; ganz besonders an „Mon Oncle” (1958) und „Play Time” (1967) kann ich mich nicht sattsehen. Große Sorgfalt und Liebe zum Detail zeichnen auch die ästhetischen und kompetenten Bücher des Verlags Hermann Schmidt aus, und so steht bereits ein weiteres auf meiner Wunschliste. Ich bin mir sicher, dass ich an diesem Buch ebenso große Freude haben werde wie an all den anderen aus diesem Hause, die schon in meinem Regal stehen und die ich oft und gern zur Hand nehme.

Vom Log zum Blog

Montag, den 16. Juni 2008

Ein spontaner, nicht zielgerichteter Ausflug an das Frankfurter Museumsufer brachte meine bessere Hälfte und mich gestern überraschend in den Genuss einer äußerst sehenswerten Ausstellung, die bereits seit dem 6. März im Museum für Kommunikation zu sehen ist.

Die im Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich Erinnerungskulturen der Justus-Liebig-Universität in Gießen entstandene Ausstellung „Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog” zeigt historische Dokumente berühmter Autoren, aber auch Aufzeichnungen von gänzlich Unbekannten, zum Beispiel jenen, die ihre Tagebücher dem Deutschen Tagebucharchiv in Emmendingen bei Freiburg überlassen haben. Zahlreiche sehr unterschiedliche und ansprechend präsentierte Exponate aus fünf Jahrhunderten spannen den Bogen vom Schiffslogbuch über das private Journal bis hin zum Weblog und geben damit einen hervorragenden Überblick über Kultur und Geschichte des Tagebuchs.

„Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog” ist noch bis zum 14. September 2008 geöffnet und danach in Nürnberg und Berlin zu sehen.

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Tagbuch, Logbuch und gedrucktes Buch mit handschriftlichen Notizen

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Tagebücher einer Unbekannten

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Der ungewöhnliche Fund der Bloggerin Anke Gröner

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Die Frankfurter Bloggerin Andrea Diener

Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt/Main

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 11–19 Uhr
Eintritt: ab 6 Jahre 1 Euro, ab 16 Jahre 2,50 Euro
Öffentliche Führungen: Sonntag 15 Uhr und Mittwoch 16 Uhr

Zur Ausstellung sind ein immerwährender Kalender und ein Katalog erschienen.

Links:
Tagwerke – Vom Tagebuch zum Weblog (Weblog zur Ausstellung)
Gießener Sonderforschungsbereich Einnerungskulturen
Deutsches Tagebucharchiv

Stein auf Stein

Montag, den 30. Juli 2007

Lego-Baustelle im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt/Main

Für kleine und große Liebhaber der bunten Klötzchen geht noch bis zum 12. August 2007 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main die Sonne auf. Unter dem Motto „Wir bauen die Stadt der Zukunft” warten riesige Mengen der beliebten Lego-Steine darauf, in den Händen phantasievoller Baumeister zu Kunstwerken aller Art zu werden.

Gebaut wird auf dem Fußboden des Auditoriums im Herzen des Architekturmuseums, wobei wärmende und polsternde Gummimatten, die in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, den Aufenthalt erleichtern; für legoabstinente Begleiter und erholungsbedürftige Künstler gibt es Sitzplätze. Die Vorgabe, farbrein zu Werke zu gehen (lediglich schwarz und weiß dürfen gemischt werden), stellte für uns keine Einschränkung dar, und so hatten wir vier großen und kleinen Kinder mit zusammen 86 Jahren viel Vergnügen beim Spiel mit den farbenfrohen Elementarteilchen.

Die Lego-Baustelle ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr für Kinder von 4 bis 12 Jahren geöffnet. Älteren Kindern (zu denen ich mich gerne zähle) wird der Zugang nicht verwehrt, doch an den Wettbewerben mit wöchentlichen wechselnden Themen können sie leider nicht teilnehmen. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt/Main

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