Archiv des Stichworts „Kinder”

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STAEDTLER Noris Club maxi

Sonntag, 28. August 2011

Zwölf Seiten statt der üblichen sechs hat der Bleistift Noris Club maxi, den STAEDTLER im Werk Neumarkt nahe Nürnberg ausschließlich für den australischen Markt fertigt.

STAEDTLER Noris Club maxi

Der gut 8,5 mm dicke Stift mit 3 mm starker Mine hat einen mattgrauen Lack mit weißem Prägedruck in Frutiger und eine zweistellige Blindprägung; der sonst übliche Barcode fehlt (was mich freut, empfinde ich diesen doch oft als wenig attraktiv). Außer der schlichten Gestaltung gefallen mir das leicht geschärfelte Ende und die Grauschattierungen, die sich beim Drehen auf dem Schaft zeigen; zudem fasst sich der Stift angenehm an.

STAEDTLER Noris Club maxi

Die bruchstabile, gut radierbare Mine des in den Härtegraden 2B und 6B erhältlichen und hauptsächlich für Kinder gedachten Bleistifts hat eine saubere Abgabe und eine gute Schwärzung, und so werden sicher auch ältere Kinder Freude am Noris Club maxi haben. Ich benutze diesen schönen und ungewöhnlichen Stift zurzeit für Notizen und rasche Skiz­zen.

STAEDTLER Noris Club maxi

Links: Spitze ab Werk, rechts: gespitzt mit der Kurbelspitzmaschine Westcott iPoint Classact

Vielen Dank an STAEDTLER für die Muster!

DingsBums

Donnerstag, 23. Juni 2011

Kaum zu glauben: Da findet man nach 36 Jahren einen Stempel wieder, den man als Junge bekommen hat1. Doch es gibt noch mehr Bemerkenswertes.

DingsBums

Kreuzer „DingsBums” (1. Serie, 1975)

1975 begann die Kreuzer Produktion & Vertrieb GmbH2 mit der Herstellung von Stempeln3, bei denen sich die Farbe im Stempelkörper befand. Die erste Zielgruppe waren Kinder, zu denen auch ich damals gehörte, und noch im selben Jahr war ich stolzer Besitzer des gezeigten Geräts, das unter dem treffenden Namen „DingsBums” angeboten wurde. Die Motive dienten der Verschönerung von allem, was nicht schnell genug in Sicherheit war, und so habe ich oft und gern Gebrauch von diesem Stempel gemacht (jedoch nicht im­mer zur uneingeschränkten Freude meiner Mitmenschen).

DingsBums

Im darauffolgenden Jahr brachte Kreuzer die zweite Serie dieses Utensils auf den Markt; hier eine Anzeige für den Verkaufskarton4:

DingsBums

Der Knüller ist, dass dieser Stempel auch nach über dreieinhalb Jahrzehnten noch funktio­niert – die Farbe ist nicht ausgetrocknet, der Gummi hat nur geringe Spuren und die Rück­stellfeder ist in Ordnung.

Nachtrag vom 29.6.11: Die Stempel hießen nur während der ersten Jahre „DingsBums”, danach „Bilderstempel”, was für den Export besser war (dieser Artikel ging auch nach Eng­land). Die Rückstellfeder diente der leichteren Handhabung, denn damit konnte der Stem­pel erst positioniert und dann der Abdruck gemacht werden. Bei der zweiten Mini-Version des Stempels hat man aus Kostengründen auf die Feder verzichtet. – Wie der US-amerika­nische Vorgänger hatte die erste Variante eine 2–3 mm dicke Stempelmasse, auf der das etwa 1 mm hohe Motiv saß. Diese Stempelmasse wurde mit Farbe getränkt und in das Ge­häuse eingeklebt (dieses Prinzip nutzen auch viele aktuelle Stempel). Für die zweite Vari­ante kam eine Mischung aus Kunststoff und Farbe zum Einsatz, die in Formen gegossen und polymerisiert wurde. Diese sog. Mikroverkapselung käme angesichts der heute für die Sicherheit von Spielzeug geltenden Voschriften (wie z. B. die EN 71) bei Kinderstempeln nicht mehr in Frage, wird aber noch bei Stempeln für Erwachsene und nachfüllbaren Stem­pelkissen genutzt. – Vielen Dank an Herrn Oborski für diese Details!

  1. Es ist beruhigend, dass die wichtigsten Dinge nicht verloren gehen.
  2. Bekannt durch den „Blift” und als OEM für Geha.
  3. 1983 erweiterte man das Sortiment um Adress- und Bürostempel.
  4. Mir gefällt der Slogan „Mehr Technik als Preis”.

Rüssel und Radierer (4)

Dienstag, 7. Juni 2011

Offenbar hat es sich herumgetrötet, dass ich den gemütlichen Dickhäutern gewogen bin, vor allem dann, wenn sie als Radierer auftreten: Es hat nicht lange gedauert, bis vier wei­tere Vertreter dieser speziellen Gattung vorstellig wurden – Vorhang auf!

Elefanten-Radierer-Bausatz von IWAKO

Billy (links oder rechts) und sein Zwillingsbruder (rechts oder links)

Die weite Reise aus dem fernen Japan nicht gescheut hat dieser liebenswürdige Gefährte, der als Mitglied der großen Familie IWAKO eine kaum zu überschauende Zahl naher und entfernter Verwandter hinter sich weiß. In Kinderhand fühlt er sich am wohlsten, und da er vor sei­nem ersten Einsatz eine einfache Montage erfordert, nimmt er mir den Spitz­namen „Billy” sicher nicht übel.

Der Elefant aus der „Sendung mit der Maus”

Es ist mir eine außerordentliche Freude, ein echtes Schwergewicht des Showgeschäfts in unserer illustren Runde begrüßen zu dürfen. Der immer in blau, mit typischem Getöse und schlicht als „der Elefant” auftretende Star erfreut sich besonders bei Kindern jeden Alters größter Beliebtheit und weiß stets durch pfiffige Ideen und überraschende Aktionen zu überzeugen.

Wichmann AKA 1200/20 für Blei und Kohle

Der dritte Gast kann heute leider nicht persönlich anwesend sein und verweist stattdessen auf sein (zugegebenermaßen nicht mehr ganz so aktuelles) Konterfei in der 20. Ausgabe des Hauptkataloges der Gebrüder Wichmann aus dem Jahr 1940. Ich bedaure sehr, dass er verhindert ist und hoffe trotz seines etwas grimmigen Blicks auf ein Gespräch zu einem spä­teren Zeitpunkt.

Kantiges Kaliber unbekannter Provenienz

Kastenförmig und kompakt kommt dieser Kollege daher, dessen große blaue Ohren ebenso flach anliegen wie sein schlanker Rüssel. Eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten – das gefällt mir!

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Rüssel und Radierer (2)

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ohne die am Rüssel an den Haaren herbeigezogene Kombination allzu sehr strapazieren zu wollen: Diese zwei sind viel zu attraktiv, als dass man ihnen den Auftritt verwehren könnte.

Radierer von STAEDTLER

Gut gelaunt, leichtfüßig und farbenfroh im Stil der frühen Achtziger präsentierte sich dieser großohrige Geselle aus dem traditionsreichen Zoo Hause STAEDTLER. Zweifellos hat er sich in Kinderhänden am wohlsten gefühlt und mit seinen schlanken 33 × 23 × 9 mm³ selbst im kleinsten Mäppchen Platz gefunden.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Ungleich ernster, ja fast bedrohlich trat gut 80 Jahre zuvor das Markentier des Herstellers Ferd. Marx & Co. aus Hannover auf, um mit Aufsehen erregender Silhouette vor karger Gebirgslandschaft für dessen „feinen Weichgummi” zu werben. Der kräftige Dickhäuter war offenbar schon zur damaligen Zeit fest etabliert und vermochte so auch ohne die Nennung seines Halters schwer zu beeindrucken.

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Bleistift des Tages

Montag, 16. November 2009

Der LYRA GROOVE von Luis (8)

Den wachsenden Kenntnissen und Fähigkeiten des kleinen Luis (8) sichtbaren Ausdruck verleiht dieser bereits recht strapazierte LYRA GROOVE, dessen Länge und Spuren von seinem täglichen, durch eine immer sicherer werdende Hand geführten Einsatz in der großen Welt der Zahlen und Buchstaben zeugen.

Schwarzer Elefant

Montag, 13. Juli 2009

Bereits einige Male waren die intelligenten und gedächtnisstarken Rüsseltiere hier zu Gast, so z. B. fehlerkorrigierend, schattenspendend und sogar mit kulturellem Auftrag. Der Dickhäuter, der heute seinen Auftritt hat, überrascht durch seine untypische Größe und ebensolche Farbe, denn er ist klein und schwarz, aber auf seine Art nicht weniger stark als seine großen Artgenossen.

Schwarzer Elefant

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Mit einem Durchmesser von 10,9 mm und einer 6,25 mm (!) dicken Mine richtete sich der sechsflächige, naturbelassene STAEDTLER „Kiddi Black Elefant”, der nicht mehr offiziell im Handel erhältlich ist, sicher hauptsächlich an jüngere Nutzer.

Schwarzer Elefant

Das Schwergewicht war naturbelassen und als Graphit-Variante in mindestens zwei Härten, nämlich HB und 2B, sowie als Farbstift unter den Namen „Kiddi Elefant” im Sortiment des traditionsreichen Herstellers vertreten. Welche Ausführungen es außerdem gab und wann der Stift angeboten wurde, kann ich nicht sagen; meine Exemplare stammen aus einer Restekiste.

Schwarzer Elefant

Vorne: Der braune Farbstift aus der „Kiddi Elefant”-Reihe

Wie die Registerauskunft des Deutschen Patent- und Markenamtes informiert, wurde die Wortmarke „Elefant” bereits 1957 auf die J. S. Staedtler GmbH & Co. KG eingetragen. Dies lässt vermuten, dass es schon vorher Schreibgeräte mit dem Namen und wohl auch der elegant vereinfachten Darstellung des Dickhäuters gab.

Schwarzer Elefant

Links: Der braune Farbstift aus der „Kiddi Elefant”-Reihe

Der „Black Elefant” macht seinem Namen alle Ehre, denn er ist schwarz und stark. Seine weiche, saubere Abgabe und die hervorragende Schwärzung bereiten große Freude, und hier stört es mich gar nicht, dass sein Äußeres wie das aller anderen unbehandelten, holzgefassten Stifte schnell unansehnlich wird – zeigt dies doch, dass er richtig benutzt wurde.

Schwarzer Elefant

Leider hat der „Kiddi Black Elefant” bis heute keinen Nachfolger, und so ist der dreiflächige „Super FERBY Graphit” von LYRA mit ebenso dicker Mine im Härtegrad B, aber nicht ganz so starker Schwärzung der einzige Bleistift dieser Art auf dem deutschen Markt.

Schwarzer Elefant

Dieser Elefant aus dem Mäppchen des 7-jährigen D. hat sich die Schulferien wohl mehr als verdient.

Abwrackprämie

Sonntag, 28. Juni 2009

Matchbox Dodge Wreck Truck

„Matchbox” Series № 13, Dodge Wreck Truck, Made in England by Lesney

STABILO EASYgraph

Dienstag, 7. April 2009

Vor kurzem in meinem Briefkasten: Ein kleiner Umschlag mit einer großen Überraschung, und zwar mit zwei STABILO EASYgraph, einem für Rechts- und einem für Linkshänder. Der Umschlag trug keinen Absender, enthielt kein Schreiben und war obendrein unleserlich abgestempelt. Besonders bemerkenswert: Diese Bleistifte sind erst im vierten Quartal die­ses Jahres offiziell erhältlich.

STABILO EASYgraph

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Mit dem vor gut zwei Monaten auf der Paperworld vorgestellten EASYgraph richtet sich STABILO an Schreibanfänger. Auffälligstes Merkmal des dreiflächigen Bleistifts sind die leicht versetzt eingefrästen Griffmulden, die die natürliche Stifthaltung erleichtern sollen. Um den Bedürfnissen von Rechts- und Linkshändern gleichermaßen gerecht zu werden, gibt es den EASYgraph in zwei unterschiedlichen, farbig gekennzeichneten Ausführungen. – Mit den EASYcolors bringt STABILO auch Farbstifte in zwölf Farben und dem gleichen Design auf den Markt; weitere Informationen zur Ergonomie gibt es in den Pressemitteilungen.

STABILO EASYgraph

Der EASYgraph, der auf mich einen äußerst guten Eindruck macht, ist 175 mm lang und 9 mm dick; in seinem Innern sitzt eine 4,5 mm starke Mine des Härtegrads HB. Er wurde in einem dunklen Graublau und nach dem Fräsen klar lackiert, so dass die in das helle Holz (Lindenholz?) sehr sauber eingebrachten Griffmulden beim Gebrauch nicht unansehnlich werden. Farbig kontrastierende, 5 mm lange Tauchkappen erleichtern die Identifikation des 8 g leichten Stiftes.

STABILO EASYgraph

Neben dem Logo und dem Schriftzug des Herstellers zeigt der silberfarbene Prägedruck eine Hand, die Kennzeichnungen „R” bzw. „L” sowie „322/HB” bzw. „321/HB” (wohl die Artikelnummern). Daneben gibt es noch die Zahl „888″ und ein 29 × 4 mm großes, mit „name:” benanntes Schriftfeld für die individuelle Kennzeichnung des Stifts. Hier gefällt mir sehr gut, dass die Ausrichtung des Drucks an die Orientierung des Stifts beim Gebrauch angepasst ist – neben der Hand, die dekoriert und informiert, ein kleines, sympathisches Detail, das den EASYgraph in meinen Augen noch attraktiver macht.

STABILO EASYgraph

So irrational es klingen mag: Bis jetzt konnte ich mich nicht dazu durchringen, auch nur einen Stift zu benutzen oder gar anzuspitzen – noch zu kostbar sind mir diese Stücke, von denen zur Zeit wohl nicht allzu viele im Umlauf sein dürften. Einen gründlichen Praxistest der Stifte hole ich daher nach.

Die Ähnlichkeiten des EASYgraph zum im vergangenen Herbst markteingeführten LYRA GROOVE sind nicht übersehbar – oder verhält es sich vielleicht eher umgekehrt? Wer unter RCD-ONLINE nach der Design-Nummer 000604467-0001 sucht (ein direkter Link ist leider nicht möglich), findet ein am 16.10.06 (!) auf die Schwan-STABILO Schwanhäußer GmbH & Co. KG registriertes Geschmacksmuster für einen dreiflächigen Stift mit Griffmulden. Nun kenne ich mich mit patentrechtlichen Dingen überhaupt nicht aus (und will mich daher auch jeder Interpretation enthalten), aber etwas nachdenklich stimmt mich diese Sache schon.

STABILO EASYgraph

Vielen Dank an den freundlichen Spender der beiden STABILO EASYgraph!

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