Archiv des Stichworts „Lumograph”

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Ein Bleistift verschwindet

Mittwoch, 5. Juli 2017

Ende 2015 hat STAEDTLER die Sortimentserweiterung des Bleistift-Klassikers Mars Lumo­graph vorgestellt. Mit 7H, 8H, 9H und 9B kamen vier Härtegrade hinzu, und die Härtegrade 7B und 8B enthalten nun keinen Ruß mehr. Neu sind der Lumograph Black in 2B, 4B, 6B und 8B mit hohem Rußanteil. Damit verschwindet der alte Lumograph 7B.

Ein Bleistift verschwindet

Manche Händler haben noch Restbestände, und so trifft man ihn zuweilen zusammen mit dem neuen 7B an. Während die Mine des alten aufgrund des Rußanteils mattschwarz ist, lässt der hohe Graphitanteil des neuen die Mine grau glänzen.

Ein Bleistift verschwindet

Wer gerne den alten 7B benutzt hat, sollte sich jetzt noch Restbestände sichern. – In­teressant zu wissen wäre, ob die Mine des neuen Black 8B der des alten 8B entspricht; falls nicht, würde letzterer ebenfalls verschwinden.

Anmerkung: Die Grade 7B und 8B des Lumograph, der am 1. August 1930 eingeführt wurde, kamen als EXB und EX-EXB auf den Markt. Später änderte man die Bezeichnungen zu EB und EE und in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre zu 7B und 8B. In Thailand war der Lumograph EE jedoch so beliebt, dass man den Namen dort noch eine ganze Weile behalten hat. Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob nicht nur die Bezeichnung, sondern auch die Rezeptur dieser beiden Grade geändert wurde (siehe dazu auch „The hunt for the EE grade pencil” bei pencil talk).

Aus der Modewelt

Dienstag, 6. Juni 2017

Zu den prominenten Nutzern des STAEDTLER Mars Lumograph gehörte der französische Modedesigner Yves Saint Laurent (1936-2008). So überrascht es, dass im Film „Saint Lau­rent” (Frankreich 2014, Regie Bertrand Bonello) nicht dieser Bleistift-Klassiker, sondern ein ande­rer Stift zu sehen ist1.

Aus der Modewelt

Quelle: arte2. – Bilder zum Vergrößern anklicken.

Doch um welchen blauen Stift in dieser Szene, die im Jahr 1969 spielt, handelt es sich? Die goldfarbenen Akzente auf der schwarzen Tauchkappe und der Aufdruck sind eindeutige Hinweise: Es ist der STAEDTLER Mars Duralar 100 30.

Aus der Modewelt

Quelle: arte.

Dieser Spezialstift kam 1959 als Mars-Lumograph Duralar 2830 auf den Markt und war ge­dacht für das Zeichnen auf PET-Folie (bekannt unter den Namen Mylar und Hostaphan). Er wurde in den Härtegraden K1 bis K5 angeboten3, enthielt Ruß als farbgebenden Bestand­teil und hatte als erster holzgefasster Stift dieses Herstellers eine gebrannte Mine mit Po­lymerbindung4. Seine Vorzüge gegenüber einem herkömmlichen Bleistift waren die stärke­re Schwärzung, die bessere Radierbarkeit und die höhere Wischfestigkeit auf Folie. – Den Duralar gab es in einer abwaschbaren („washable”) und einer nicht abwaschbaren Version („washproof”).

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre gab man dem Stift den Namen MARS DURALAR5 und die Artikelnummer 100 30. Zudem änderte man seine Gestaltung: Nutzte man für den alten Prägedruck eine Kombination aus Serifen- und Schreibschrift, kamen beim neuen seri­fenlose Versalien zum Einsatz; kurz darauf kehrte man die Richtung der Beschriftung um (die im Film gezeigte ist die alte, denn sie läuft von der Tauchkappe zur Spitze6). Außer­dem wurde der Ring unter der Tauchkappe nun weiß statt goldfarben ausgeführt. 1973 änderte sich das Design des Mars-Kopfes, und etwas später kam das Zeichen für „Spezial­verleimung” hinzu. – Nachfolger des Duralar 100 30 war der Dynagraph 100 50 in den Gra­den N0 bis N57.

Aus der Modewelt

Zwei STAEDTLER MARS DURALAR5 aus den 1970er Jahren

Aber warum griff man für den Film über Yves Saint Laurent nicht zum Lumograph, sondern zum ungleich schwerer zu beschaffenden Duralar? War es nur ein Fehler der Requisite? Es fällt jedoch angenehm auf, dass der gewählte Stift zeitlich perfekt zur Szene passt.

Danke an Kai für den Hinweis auf den blauen Stift in „Saint Laurent”!

Nachtrag vom 8.6.17: Weitere Exemplare des Duralar und des Dynagraph gibt es unter „Staedtler Mars Duralar and Dynagraph” bei pencils and other things zu sehen.

  1. Im selben Jahr erschien der Film „Yves Saint Laurent” (Regie Jalil Lespert), doch in diesem wur­de der STAEDTLER Mars Lumograph benutzt.
  2. Ich gehe davon aus, dass die Veröffentlichung der beiden Screenshots des genannten Films als Zitat nach § 51 UrhG gilt, da ich das in den Screenshots Gezeigte im Beitrag thematisiere und die Screenshots als Beleg für meine Ausführungen notwendig sind.
  3. Übrigens schreibt selbst der weichste Duralar (K1) auf Papier nicht allzu gut.
  4. Hier bin ich mich nicht 100%ig sicher.
  5. Hier schreibe ich den Produktnamen korrekt in Versalien; ansonsten wähle ich zu Gunsten der besseren Lesbarkeit die Gemischtschreibung.
  6. Sie ist auch bekannt als „Linkshänderbeschriftung”, da man sie lesen kann, wenn man den Stift in der linken Hand hält.
  7. Mehr zum Dynagraph unter „Staedtler Mars Dynagraph pencils and leads” bei pencil talk.

Handwerk

Freitag, 26. Mai 2017

Handwerk

Den Staedtler-Stift benutzt auch mein Leser Kai, und was das Spitzen des Stifts mit dem Messer angeht, so macht ihm so schnell keiner etwas vor.

Die perfekte Kombination

Montag, 18. Juli 2016

Die perfekte Kombination

STAEDTLER Mars Lumograph 100 B und Möbius+Ruppert Pollux

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

Mittwoch, 21. Oktober 2015

STAEDTLER hat auf der Insights X 2015 die Sortimentserweiterung des Bleistift-Klassikers Mars Lumograph1 vorgestellt.

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die Neuerungen:

  • Mit 7H, 8H, 9H und 9B kamen vier Härtegrade hinzu, so dass es nun 20 sind2.
  • Die Härtegrade 7B und 8B enthielten Ruß; dies ist nun nicht mehr der Fall.
  • Neu ist der Lumograph black, dessen Minen einen hohen Rußanteil haben und den es in 2B, 4B, 6B und 8B gibt.

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

Das neue Lumograph-Sortiment kommt im Januar 2016 in den Handel.

  1. Er kam am 1. August 1930 als Lumograph 2886 auf den Markt und trägt seit 1967 die Artikel­nummer 100.
  2. Zum Vergleich: Den Faber-Castell 9000 gibt es in 16 (8B–6H), den Tombow Mono 100 in 17 (6B–9H) und den Mitsubish Hi-uni in 22 (10B–10H) Härtegraden.

Stift und Stein

Sonntag, 15. Februar 2015

Stift und Stein

Stift und Stein

Stift und Stoff

Donnerstag, 24. April 2014

Stift und Stoff

Der STAEDTLER Mars Lumograph passt gut zu meinem neuen Hemd. Oder umgekehrt.

„Mars Lumograph Pencils”

Samstag, 8. März 2014

Nicht „Draußen nur Kännchen”, sondern „Heute nur Scans”, und zwar von einem Tinten­löscher, mit dem die Keuffel & Esser Co. in den USA für den Mars Lumograph 2886 von J.S. Staedtler warb.

„Mars Lumograph Pencils”

Das etwa 16 × 8,5 cm große Stück ist in den Lumograph-Farben Blau, Weiß und Schwarz gehalten, was es in meinen Augen sehr ansprechend macht. Ungewöhnlich ist das S, das – noch mehr als das y – auszubrechen scheint. Hat da jemand seine künstlerischen Freiheiten ausgelebt?

„Mars Lumograph Pencils”

Der kleine Mond darf selbstverständlich nicht fehlen.

„Mars Lumograph Pencils”

Auffällig ist das Zeichen neben dem Härtegrad auf der Tauchkappe. Gut möglich, dass es das Plus ist, mit dem mal für kurze Zeit die verbesserte Minenrezeptur gekennzeichnet wurde.

„Mars Lumograph Pencils”

„Eliminate ink tracings” und die anderen Vorzüge beziehen sich natürlich auf die Eigen­schaft des Lumograph, einen opaken und damit für Lichtpausen geeigneten Abstrich zu liefern, so dass man auf das Ausziehen mit Tusche verzichten konnte.

„Mars Lumograph Pencils”

Die Gestaltung finde ich großartig.

„Mars Lumograph Pencils”

Auch die lange, mit dem Messer gespitzte Spitze ist reizvoll.

„Mars Lumograph Pencils”

Das Alter dieses Tintenlöschers kenne ich nicht, doch da nur 13 Härtegrade aufgeführt sind, vermute ich, dass er aus der Anfangszeit des Lumograph, also aus den frühen 1930er Jahren stammt (später bot man 19 Grade an).

„Mars Lumograph Pencils”

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