Archiv des Stichworts „Möbius+Ruppert”

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Ein besonderer Pollux

Montag, 30. Januar 2017

Beim bewundernden Blick auf die von Joshua Thacker gravierte „Granate” dachte ich: Wie wäre es mit der Gravur eines Pollux? Es stellte sich heraus, dass Joshua von dieser Idee ebenso angetan war wie ich, und so dauerte es nicht lange, bis er mir den ersten Entwurf des Designs zeigte. Als das Stück schließlich eintraf, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Ein besonderer Pollux

Bei der Gestaltung hat sich Joshua an Art Deco orientiert, und so ziert die Enden des Spit­zers ein für diesen Stil typisches Muster, das an Sonnenstrahlen erinnert.

Ein besonderer Pollux

Die Bleistiftspitzen finde ich besonders pfiffig: Durch die Bauform des Pollux bekommen sie die konkave Form, die der Spitzer schneidet. Zudem wechseln sich runde und hexagonale Bleistifte ab.

Ein besonderer Pollux

Der Spitzer ist ein Unikat; Joshua sagte mir, dass es keinen zweiten mit diesem Design ge­ben würde.

Ein besonderer Pollux

Bezahlt habe ich den – wie ich finde – sehr moderaten Preis von 53 Euro inklusive Versand und ohne Spitzer.

Vielen Dank an Joshua Thacker für dieses Kunstwerk!

Durchsage

Donnerstag, 24. November 2016

Ab sofort sind der Pollux von Möbius+Ruppert und Ersatzmesser beim Papierlabor erhältlich. Der Spitzer kostet 23,50 Euro und das 3er-Set Messer 8,50 Euro; hinzu kommen die Ver­sandkosten.

Der Pollux im Papierlabor

Der Klick aufs Bild führt zum Angebot. – Nein, ich bekomme keine Provision.

M+R Minofix

Samstag, 5. November 2016

Schon eine Weile im Programm des Erlanger Herstellers Möbius+Ruppert ist der Minen­spitzer Minofix.

M+R Minofix

Der aus Messing1 gefertigte und bemerkenswert ausführlich gekennzeichnete Spitzer hat die klassische Blockform und zwei gegenüberliegende Messer, mit denen er 2 und 3,2 mm dicke Minen in Form bringt.

M+R Minofix

Die Messer haben das Standardformat, so dass Ersatz leicht zu bekommen ist.

M+R Minofix

Mit dem Koh-I-Noor 5616 (links) und dem neuen STAEDTLER Mars technico 780C

Das Spitzen fällt leicht und das Spitzergebnis sehr gut aus – die Minenführung mit nur minimalem Spiel ist sehr gut, die Oberfläche sauber und die Spitze nadelfein.

M+R Minofix

Für die Detailverliebten: Der Spitzenwinkel beträgt 23° bei 2 mm und 31° bei 3,2 mm. – Der Minofix hat die Artikelnummer 0614; den Ladenpreis reiche ich nach.

Danke an Möbius+Ruppert für das Muster!

  1. Der Minofix ist meines Wissens der einzige Messing-Minenspitzer aus aktueller Produktion.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Samstag, 22. Oktober 2016

Es begann mit Schlüsseln. Joshua Thacker, Künstler und Juwelier aus Kentucky, USA, ver­zierte erst seine Schlüssel, dann die einiger Freunde mit Gravuren; später folgten viele Auftragsarbeiten. Manche dieser Schlüssel öffneten kein Schloss, hatten aber einen sym­bolischen Wert und erfreuten auch diejenigen, die sich ansonsten nichts aus Schmuck machen. Der Autodidakt liebt es zudem, Alltagsgegenstände in außergewöhnliche Stücke zu verwandeln, und widmete sich kürzlich dem als „Granate” bekannten Spitzerklassiker von Möbius+Ruppert.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Er findet, dass Bleistiftspitzer zu den Gegenständen gehören, die aufgrund ihrer Funktion und dessen, was sie für Künstler und Kunsthandwerker bedeuten, nicht nur Werkzeug, sondern auch Leinwand sein können. Dieser kleine, nüchterne Gegenstand, so Joshua Thacker weiter, ging vielen schönen Meisterwerke und großen Leistungen der Menschheit voraus, so dass er eine besondere Bearbeitung in jeder Form verdient.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Der Künstler, der sich von den unterschiedlichsten Dingen in seinem Umfeld inspirieren lässt, arbeitet in verschiedenen Stilen, bevorzugt aber Steampunk, Art Deco und Industrial. Seine Werke bietet er auf Etsy an; Sonderwünschen gegenüber ist er aufgeschlossen.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Die gravierte „Granate” wird auf Kundenwunsch angefertigt (die hier gezeigte gehört dem Künstler) und kann mit zwei oder drei Buchstaben personalisiert werden. Das Werk kostet umgerechnet etwa 54 Euro inklusive Spitzer plus Versand; günstigere Varianten mit weni­ger Gravur sind in Planung.

Ein außergewöhnlicher Spitzer

Die Arbeit und die Gedanken des Künstlers gefallen mir sehr gut, und so habe ich bereits die Gravur eines Pollux in Auftrag gegeben.

Vielen Dank an Joshua Thacker für die Fotos!

Die perfekte Kombination

Montag, 18. Juli 2016

Die perfekte Kombination

STAEDTLER Mars Lumograph 100 B und Möbius+Ruppert Pollux

In Form

Sonntag, 12. Juni 2016

In Form

Mitsubishi 7700 mit dem Pollux von Möbius+Ruppert

M+R Pollux

Montag, 30. Mai 2016

Auf der Paperworld im Januar vorgestellt und seit vier Wochen auf meinem Schreibtisch: Der Pollux von Möbius+Ruppert.

M+R Pollux

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die Besonderheit des Pollux ist sein gekrümmtes Messer, mit dem er eine lange, konkave Spitze mit einem Winkel von etwa 18,5° schneidet. Die Gestaltung des Pollux spiegelt die­se Spitzenform elegant wider.

M+R Pollux

Rechts die Granate.

Der Spitzer ist 28 mm lang, 15 mm dick, gut 24 g schwer und aus Messing gefertigt; die Stiftaufnahme hat einen Durchmesser von 8,2 mm. Aufgrund seiner Geometrie benötigt er eigene Ersatzmesser, denn die herkömmlichen sind zu kurz. Die Verarbeitungsqualität des Pollux ist wie bei allen Produkten von M+R sehr gut1.

M+R Pollux

Von links: Pollux, Faber-Castell Janus 4048, KUM Longpoint 400-5L, CARL Decade DE-100, Granate.

Der Vergleich zeigt, dass die Spitze des Pollux nicht ganz so konkav ist wie die des Faber-Castell Janus 4048. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass die radial auf die Mine wir­kende Kraft deutlich geringer ist und sich somit auch weichere Bleistifte und sogar Farb­stifte problemlos spitzen lassen (ob das in allen Fällen sinnvoll ist, sei mal dahingestellt). Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass beim Janus 4048 die auf 0,6 mm Durchmesser re­duzierte Mine den Spitzer verlässt, der Pollux aber eine nadelfeine Spitze produziert.

M+R Pollux

Von links: Mitsubishi Hi-uni HB, STAEDTLER Mars Lumograph 6B, STAEDTLER Lumochrom 104-4, Mitsubishi Arterase Color 373.

Die Gebrauchseigenschaften des Pollux empfinde ich als sehr gut. Der Spitzer lässt sich gut handhaben, seine Rändelung ist angenehm und das Spitzen fällt leicht. Der Span ist mit durchschnittlich 0,26 mm sehr dünn und die Schnittflächen von Holz und Mine sind sauber.

M+R Pollux

Mir gefallen der Pollux und die Ästhetik der Spitze, die er schneidet, sehr gut, und so er­freue ich mich täglich an ihm. – Wann der Spitzer in den Handel kommen und wieviel er kosten wird, steht noch nicht fest.

Danke an Möbius+Ruppert für das Muster!

  1. Wer genau schaut, erkennt im zweiten Foto am unten Teil des Pollux kleine Kerben, die ver­mutlich beim Gleitschleifen durch das Aneinanderstoßen der Spitzer entstanden sind. Ich weiß nicht, ob man sie vermeiden kann, doch ohne sie sähe der Pollux besser aus. Auch die Spuren an den Endflächen durch das Ablängen stören den Gesamteindruck etwas.

Granate 1938–1980

Freitag, 15. April 2016

Alte Kataloge von Möbius+Ruppert liefern weitere Details zur Geschichte des Handspitzers „Granate”.

Granate 1938–1980

1938

Der älteste Eintrag stammt aus dem Jahr 1938 und führt den Messingspitzer unter der Nummer 14/I auf. Es gab auch eine Variante aus „Elektron-Metall”, wie es damals hieß, also aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung; sie hatte die Nummer 14/II.

Granate 1938–1980

1960er Jahre

In den 1960er Jahren bot man nur noch die Magnesium-Ausführung an. Sie trug jetzt die Nummer 14/II und hatte statt der Rändel- eine Schlitzschraube aus Messing.

Granate 1938–1980

1971

Die Befestigung mittels einer Schraube und zweier Stifte behielt man bis in die frühen 1970er Jahre bei.

Granate 1938–1980

1975

Eine weitere Änderung bestand im Wegfall der beiden Stifte; wie jedoch das Messer ge­gen Verdrehen geschützt war, kann ich dieser Abbildung leider nicht entnehmen. Die „Granate” bekam nun die heute noch aktuelle Artikelnummer 6041.

Granate 1938–1980

1980

In der zweiten Häfte der 1970er Jahre legte man das Messer in ein Messerbett, wodurch es in Position gehalten wurde; daher stand es auch nicht mehr über und ließ den Spitzer gefälliger aussehen. Es musste dafür allerdings schmaler gemacht werden, und so gab (und gibt) es eigene Ersatzmesser nur für die „Granate”. – Die letzte konstruktive Änderung2 war der Umstieg von der im Haus gefertigten Messing- auf eine aus kaltem Draht gepresste Kreuzschlitzschraube von Laro (Italien)3.

Danke an Möbius+Ruppert für die Leihgabe der Kataloge!

  1. Genauer: Zuerst 604 0, später 604.0 und heute 0604.
  2. Zu Änderungen bei den Materialien und Fertigungsverfahren kann ich nichts sagen.
  3. Quelle: „Warenprobe: Das steckt alles in einem Spitzer”.
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