Archiv des Stichworts „Museum”

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Faber-Castell Thermochrom

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Faber-Castell Thermochrom

Sieht aus wie ein Etui mit Wachsmalkreiden für kleine Hände, ist aber Spezialwerkzeug: Der Temperaturmessstift Thermochrom 2815 von Faber-Castell kam immer dann zum Einsatz, wenn man wissen wollte, wie heiß eine Oberfläche ist.

Faber-Castell Thermochrom

Dazu strich man mit dem Stift auf das Material und wartete kurz auf den Farbumschlag. Glich dieser dem Etikett, war die aufgedruckte Temperatur erreicht.

Faber-Castell Thermochrom

Die sechs 80 mm langen, 8 mm dicken und wachsigen Stifte mit Papierung deckten den Bereich von 75 bis 200 °C ab; weitere Varianten gab es für Temperaturen bis 670 °C.

Faber-Castell Thermochrom

Ich vermute, dass dieses Etui aus den frühen 1960er Jahren stammt.

Faber-Castell Thermochrom

Beweisstück

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Mit über 500 km/h so ruhig und leise durch die Luft gleiten, dass selbst ein Bleistift auf der Armlehne stehen bleibt? Die Vickers Viscount mit vibrationsfreien Propellerturbinen von Rolls Royce machte es möglich und die Trans-Australian Airlines 1954 daraus eine Reklame.

Beweisstück

Umschlag mit Inhalt (Bilder zum Vergrößern anklicken)

Beweisstück

Umschlag (leer, Rückseite)

Beweisstück

Inhalt (Vorderseite)

Beweisstück

Inhalt (Rückseite)

Beweisstück

Inhalt (Vorderseite, Ausschnitt)

Vielen Dank an Herbert R. für die Scans!

Eine Klasse für sich

Dienstag, 11. Oktober 2011

Nicht viel Worte machte Eberhard Faber, New York, in dieser 67 × 102 mm² großen An­zeige für den Mongol 482 № 2, die 1924 in „The World’s Work Magazine” erschien.

Eine Klasse für sich

Eingeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Mongol rasch zum Inbegriff des Blei­stifts in den USA und etablierte dort Gelb als Bleistift-Farbe1.

Eine Klasse für sich

Ist das nicht ein tolles Zierband?

Der auf den Zwingen der Bleistifte von Eberhard Faber sehr häufig anzutreffende goldfar­bene Ring hat vermutlich seinen Ursprung darin, dass das Unternehmen 1849, zum Höhe­punkt des großen Goldrausches, gegründet wurde2. Hier der „Nugget” aus dem Katalog von 1949, dem Jahr des 100-jähigen Bestehens:

Eine Klasse für sich

Danke an Herbert R. für den Katalog-Scan!

  1. Die Farbe Gelb geht zurück auf die Graphitmine im Berg Batugol in Südsibirien nahe der Grenze zu China. – Der erste gelb lackierte Bleistift soll jedoch um 1870 von Koh-I-Noor gekommen sein, hatte aber dort wohl einen anderen Ursprung. Dem Ausstellungskatalog „Pencils” von Marco Ferreri zufolge dachte der Wiener Hardtmuth an die schwarz-gelbe Flagge der öster­reichisch-ungarischen Monarchie, und da die Mine schwarz war, musste der Lack gelb sein.
  2. Eberhard Fabers erste Fabrik stand an der Stelle in New York, wo heute das UNO-Gebäude steht.

Lesezeichen

Samstag, 8. Oktober 2011

Einen ungewöhnlichen Bleistift bot die Eagle Pencil Company in den 1930er Jahren an.

Lesezeichen

Der 145 mm lange und knapp 12 mm breite, aber nur gut 3 mm flache Stift mit dem Na­men „Bookmark” hat eine 2 × 3 mm² dicke Mine und eine dekorative Metallkappe, deren goldene Farbe mit dem Prägedruck korrespondiert.

Lesezeichen

Zum Größenvergleich: Ein sehr früher STAEDTLER Mars Lumograph 2886.

Lesezeichen

Ganz gleich, ob dieser Bleistift wirklich als Lesezeichen gedacht war oder nur aufgrund sei­ner Form so genannt wurde: Ich finde ihn sehr geschmackvoll.

Lesezeichen

Mars-Marketing

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Und schon wieder werbendes Papier: Ein Faltblatt zum Staedtler Mars Lumograph, 89 mm hoch und 179 (aufgeklappt 297) mm breit, das ausführlich über den Spitzenbleistift und seine Varianten informierte.

Mars-Marketing Mars-Marketing

Vorder- und Rückseite (zum Vergrößern anlicken)

Das genaue Alter dieses Faltblattes kenne ich leider nicht, doch da der Fallminenstift Tech­nico 1001 um 1950 eingeführt wurde, vermute ich, dass es aus den 50er Jahren stammt; auch die Gestaltung spräche dafür. – Das Reichspatentamt, das ein „D.R.P.” (Deutsches Reichs-Patent) erteilte, schloss bereits 1945.

Mars-Marketing

Hier ebenfalls erwähnt wird der Langstrichstift, dessen Mine der des Zimmermannsstifts ähnelte. – Der Zeichnungsausschnitt links ist eingeklebt.

Mars-Marketing

Sechs Dutzend

Sonntag, 2. Oktober 2011

Sechs Dutzend

L. & C. Hardtmuth „Studio” Drawing Pencils No. 541

Sechs Dutzend

LYRA Italia No. 1205

Sechs Dutzend

A.W. Faber Polygrade 1205

Sechs Dutzend

L. & C. Hardtmuth 1205

Sechs Dutzend

Presbitero Steno 3001

Sechs Dutzend

LYRA Kopierstift 1641

Update vom 3.10.11: Fotos überarbeitet (mehr dazu hier).

Update vom 4.10.11: Titel geändert.

Sinn und Verstand

Sonntag, 2. Oktober 2011

Gefühl für die professionellen Nutzer und ihre Bedürfnisse zeigte Eberhard Faber, New York, in dieser 109 × 142 mm² großen Anzeige aus dem Jahr 1898, die den Stenographic No. 596 und den Editor’s Pencil bewarb.

Sinn und Verstand

Sinn und Verstand

Die detaillierte Beschreibung des Bleistifts und seiner Vorzüge mag all jene überraschen, die in der aktuellen Werbung selten den konkreten Nutzen, sondern meist positive Konnota­tionen des beworbenen Produkts hervorgehoben sehen. – Aus heutiger Sicht nicht min­der ungewöhnlich: Die Details zu den Härtegraden.

Sinn und Verstand

Sinn und Verstand

Natürlich gefällt mir die Gestaltung dieser Anzeige, besonders die Typographie des Titels, aber auch der Umstand, dass man in diesem, wenn ich das Englische richtig verstehe, mit der mehrfachen Bedeutung des Wortes „sense” gespielt hat.

Sinn und Verstand

Eine reizvolle Anzeige!

L. & C. Hardtmuth 1910

Freitag, 30. September 2011

Macht mich sprachlos: Der in meinen Augen wunderschöne Titel des Katalogs von L. & C. Hardtmuth aus dem Jahr 1910.

L. & C. Hardtmuth 1910

L. & C. Hardtmuth 1910

L. & C. Hardtmuth 1910

Vielen Dank an Herbert R. für diesen Scan!