Archiv des Stichworts „Museum”

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Artena Nr. 64

Sonntag, 15. Mai 2011

Artena Nr. 64

Einen bemerkenswerten Bleistiftspitzer zeigte der Katalog von Möbius + Ruppert um 1938.

Artena Nr. 64

Der aus zwei zueinander verdrehbaren Teilen bestehende Spitzer „Artena Nr. 64″ bot drei Möglichkeiten, den Bleistift in Form zu bringen.

Artena Nr. 64

Neben der üblichen konnte der Artena die damals im technische Zeichnen gebräuchliche Spitze produzieren, ähnlich dem heute noch erhältlichen Spezialspitzer M+R 207.

Artena Nr. 64

Die dreisprachige Präsentation des Spitzers empfinde ich als gelungen, wozu auch die gut zehn Jahre vorher geschaffene und für die Überschriften genutzte „Futura” von Paul Ren­ner beiträgt (man beachte die tz-Ligatur). – Den Schriftzug auf dem Display hat man wohl der „Futura Black” nachempfunden.

Artena Nr. 64

Vielen Dank an Möbius + Ruppert für die Leihgabe dieses historischen Katalogs und die Ge­nehmigung zur Veröffentlichung!

LYRA-ORLOW № 2736

Sonntag, 8. Mai 2011

Passend zum alten Geraffel der letzten Zeit hier ein weiteres Exponat aus dem Museums­keller, das heute mal an die Luft und in die Sonne durfte.

LYRA-ORLOW № 2736

Landkartenstifte gab es nicht nur von Eberhard Faber, sondern auch von LYRA. Vermutlich um die 70 Jahre und damit etwa so alt wie erstere ist dieses knapp 12 × 5 × 2 cm³ große Set LYRA-ORLOW № 2736 mit zehn kurzen Farbstifte des Typs LYRATO 675.

LYRA-ORLOW № 2736

Jedem Kartenelement waren eine Farbe und eine Nummer zugewiesen; die Lücken in der Nummerierung lassen vermuten, dass diese Farben nur eine Auswahl aller verfügbaren wa­ren. – Bemerkenswert finde ich die Anordnung von Legende und Beispielen, befinden sich die zusammengehörenden Details doch immer auf gleicher Höhe.

LYRA-ORLOW № 2736

Die Stifte sind schlicht und haben die üblichen Kennzeichnungen. Auf den Farben 15 und 23 jedoch findet sich ein mir fremdes Symbol, und zwar ein dicker Punkt mit einem waag­rechten Strich.

LYRA-ORLOW № 2736

LYRA-ORLOW № 2736

Leider wurde LYRA in beiden Weltkriegen stark beschädigt, und so hat das Archiv des Un­ternehmens auch zu diesen Farbstiften keine Informationen mehr.

LYRA-ORLOW № 2736

Dateisystem 1954

Samstag, 7. Mai 2011

Dateisystem 1954

Anzeige für Formularsichtmöbel der Firma F. Soennecken aus dem Jahr 1954. – Nein, ich möchte heute nicht mehr so arbeiten.

Erinnerungen

Freitag, 6. Mai 2011

Aufkleber von einer Schallplatte

Manchmal bin ich ein hoffnungsloser Nostalgiker, und nach der Lektüre von „Record Ser­vice” und „Record Stores” bei Orange Crate Art war es mal wieder soweit. – Der Aufkleber stammt von einer Schallplatte und diese wohl aus einem der Gebrauchtplatten-Läden, die ich – damals Vinyl-Junkie – gar nicht oft genug besuchen konnte.

Der neue Mars

Sonntag, 24. April 2011

So neu war er nicht mehr, der Mars-Bleistift von J.S. Staedtler, wurde sein Name doch be­reits 1900 registriert. Bewarb diese Anzeige aus dem Jahr 1947 vielleicht den damals 17 Jahre jungen Mars Lumograph, mit dem auch das Marsblau in die Welt des Graphits kam?

Der neue Mars

Ich konnte es leider nicht herausfinden, und so muss die schlichte Anzeige für sich selbst sprechen.

Der neue Mars

Bei obigem Detail dachte ich an das früher beliebte Abreiben von Münzen auf ein darüber­gelegtes Papier.

Der neue Mars

Angesteckt

Freitag, 22. April 2011

Nachdem ich mich schon vor langer Zeit mit der Graphitgrippe angesteckt habe, war es nur konsequent, freudig zu einer weiteren Ansteckung zu greifen.

Angesteckt

Dieser 15 × 13 mm² kleine Anstecker von Schwan, kürzlich in der Elektrobucht geangelt, stammt vermutlich aus den 50er Jahren und wurde Mitarbeitern nach 25-jähriger Betriebs­zugehörigkeit geschenkt.

Angesteckt

Da ich mich nicht mit fremden Federn schmücke, landet dieses attraktive Stück statt an meinem Revers in der noch aufzustellenden Vitrine.

Zukunft gestern

Dienstag, 22. März 2011

An den modernen Geist mit einem Gespür für die Zukunft richtete sich diese Anzeige von Eberhard Faber mit Sitz in Wiles-Barre, Pennsylvania (USA) und Toronto (Kanada).

Zukunft gestern

Aufwändig, attraktiv und mit alliterierendem Aufmacher bewarb man 1958 den verbesser­ten „Microtomic” in holzgefasster und Minenform sowie die Verpackung letzterer.

Zukunft gestern

Der für den Produktnamen gewählte und mir unbekannte Font ist sehr schwungvoll. Mich würde nicht wundern, wenn man die Zeichen des Schriftzugs individuell gestaltet, aber kein komplettes Alphabet angelegt hätte.

Zukunft gestern

Kaum etwas hat man ausgelassen: Raketen, Monde, Sterne und inmitten des Sonnensys­tems die Bahnen einiger Elektronen (?), die um die beiden Ausführungen des „Microtomic” kreisen. – Gut möglich, dass die Stimmung in den ins All strebenden USA die Motivwahl beeinflusst hat, denn im Jahr vor dieser Anzeige schickte die Sowjetunion den Satellit „Sputnik 1″ in die Erdumlaufbahn und löste damit den „Space Race” aus.

Zukunft gestern

Zukunft gestern

Der Text steht den Illustrationen in nichts nach …

Zukunft gestern

… und so glaubt man bei der Beschreibung des Minenbehälters, nein, des „One Hand Flip-Top Microtomic Lead Insertor”, ein High-Tech-Produkt vor sich zu haben.

Zukunft gestern

Zukunft gestern

Hier hat in meinen Augen nicht nur die Produktentwicklung Qualität gezeigt, sondern auch die Werbeabteilung.

Zukunft gestern

Wie wird man wohl in 50 Jahren auf die Anzeigen von heute schauen?

Werkzeug

Mittwoch, 23. Februar 2011

Werkzeug

Vergraben unter Kleinteilen und Gerätschaften: Der Rest eines alten Faber-Castell 9000 H.

Codes & Clowns

Montag, 14. Februar 2011

Dem amerikanischen Computer-Pionier Claude E. Shannon (1916–2001) gewidmet ist die kleine, aber feine Ausstellung „Codes & Clowns” im Frankfurter Museum für Kommunikation. Ausführlich be­schriebene Orginale und Nachbauten, teils zur Vorführung, geben Einblick in das Wirken dieses außergewöhnlichen Wissenschaftlers und machen den Besuch nicht nur für Computer-Nostalgiker lohnend. Hier ein paar Fotos, die ich leider so lange unkommen­tiert lassen muss, bis ich meine Notizen wiedergefunden habe.

Codes & Clowns

Jugglometer

Codes & Clowns

Jugglometer (Detail)

Codes & Clowns

Rubik’s Cube Solver (Detail)

Codes & Clowns

Ferngesteuerter LKW

Codes & Clowns

Communication theory of secrecy systems (1949)

Codes & Clowns

SIGSALY (System zur Verschlüsselung von Telefongesprächen, 1943; Detail)

Codes & Clowns

NIMWIT (Detail)

Codes & Clowns

THROBAC I (THrifty ROman numeral BAckward looking Computer, Rechner für römische Zahlen)

Codes & Clowns

THROBAC I (THrifty ROman numeral BAckward looking Computer, Rechner für römische Zahlen; Detail)

Codes & Clowns

Mind reading machine

Mein Favorit ist Shannons „Ultimate Machine” aus dem Jahr 1950, die nach dem Einschalten nichts anderes tut, als sich selber auszuschalten (der gezeigte Nachbau brummt obendrein bedrohlich).

Unable to show flash video

Codes & Clowns. Claude Shannon – Jongleur der Wissenschaft
10. Februar bis 5. Juni 2011
Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt am Main
Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 11–19 Uhr

Eagle Pencil Company 1894

Samstag, 12. Februar 2011

Eagle Pencil Company 1894

Diese aufwändige Variante des Firmenlogos der Eagle Pencil Company zierte 1894 die Rück­seite des Katalogs, in dem auch der pfiffige „Tape Measure Pencil” zu finden war. – Danke an Herbert R. für diesen Scan!

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