Archiv des Stichworts „Noris”

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Fundstift

Mittwoch, 11. April 2018

Heute früh auf unserem Parkplatz: Ein STAEDTLER Noris school pencil.

Fundstift

Das hat mich überrascht, denn dieser Bleistift wurde zwar in Deutschland gefertigt, aber offi­ziell nur in England angeboten; meines Wissens ist er schon länger nicht mehr im Sor­timent von STAEDTLER UK. Wie er wohl hier her kam? (Meine Exemplare haben das Haus bis jetzt nicht verlassen.) – Dem Zustand nach lag er wahrscheinlich noch nicht lange dort.

Schnell aufgetischt

Sonntag, 27. November 2016

Wer sich am Nachmittag des gestrigen Samstag das Fernsehprogramm des WDR zugeführt hat, sah gegen 16.55 Uhr einen Glastisch, dessen Platte auf zahlreichen STAEDTLER Noris 122 ruhte.

Schnell aufgetischt

Schnell aufgetischt

Man beachte den Spitzer in der Mitte. – Der Tisch steht im Museum der Designerin Rossa­na Orlandi in Mailand. Die Sendung „2 für 300: Tamina in Mailand” ist noch bis zum 2.12.16 abrufbar; der Noris-Tisch hat seinen sehr kurzen Auftritt bei etwa 8:20.

Frohe Ostern!

Sonntag, 27. März 2016

Frohe Ostern!

Ramponiert

Donnerstag, 28. Mai 2015

Ramponiert

Ein STAEDTLER Noris 122 auf einem Fußweg in Rüsselsheim

Stift und Stein

Sonntag, 15. Februar 2015

Stift und Stein

Stift und Stein

Nebenrolle: Noris

Montag, 13. Oktober 2014

Anne-Marie Deschodt als Blanche in „Sorcerer” (1977) mit einem STAEDTLER Noris 122:

Nebenrolle: Noris

Benno Fürmann als Ulrich Chaussy in „Der blinde Fleck” (2013) mit einem STAEDTLER Noris 120:

Nebenrolle: Noris

In der zweiten Szene stimmt jedoch etwas nicht. Wo ist der Fehler?

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Samstag, 19. April 2014

Aus einem Stifte-Allerlei: Drei alte J.S. Staedtler Noris 1100 № 21.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Wie ich von STAEDTLER erfahren konnte, ist dieser Noris der erste mit „zwei gegenüberlie­genden schwarzen Stempelflächen und zwei gegenüberliegenden schwarzen Kantenstrei­fen”, wie es korrekt heißt, und damit die Urform des Bleistiftklassikers. Er kam am 5. Januar 1934 auf den Markt und war bis Januar 1943 erhältlich. Diesen Bleistift mit orangefarbener Grundpolitur2 gab es mit leicht veränderten goldfarbenen Stempelungen (erst kam der Zu­satz „CEDER”, dann „MADE IN BAVARIA”) bis März 1955.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Der Noris 1100 ist mit einem Durchmesser von 7,8 mm (Schlüsselweite 7 mm) geringfügig dicker als der aktuelle Noris 120 (7,4/6,8) und hat etwas schärfere Kanten. Gemessen an heutigen Standards zeigen Lack und Aufdruck kleine Fertigungsmängel, doch da diese Blei­stifte vor mehr als 70 Jahren hergestellt wurden, muss man natürlich andere Maßstäbe an­legen. Die 2 mm dicke Mine allerdings beeindruckt auch heute noch: Mit sauberer Abgabe, starker Schwärzung, hoher Bruchfestigkeit und sehr guter Radierbarkeit3 muss sie den Ver­gleich mit aktuellen hochwertigen Minen nicht scheuen. Sie ist jedoch ein klein wenig här­ter als die des Noris 120 und daher auch etwas sparsamer.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Exkurs: Noris

Die Marke „Noris” wurde am 10. September 1901 eingetragen und zuerst für runde und sechsflächige Stifte mit einfarbiger Politur benutzt4. Ein Bestseller der Noris-Reihe war u. a. der rote Noris 278, der in den 1910er Jahren angeboten wurde. Im März 1955 kam erst­mals der Noris 1100 mit schwarzem Kronenkäppchen und weißem Ring auf den Markt5. Kurz darauf gab es ihn auch mit farbig sortierten Kronenkäppchen, aber nur im Härtegrad 2. Noch im selben Monat erhielt er seine gelbe Grundpolitur und im August 1955 die die fünf Härtegrade (1/2B über 2½/HB bis 4/2H) kennzeichnenden farbigen Kronenkäppchen, wenn auch mit anderer Codierung als heute (z. B. war HB gelb und B rot)6. Anfang 1962 wurde das Sortiment um den Härtegrad 0 mit weinrotem Krönchen erweitert, 1963 die Richtung der Beschriftung umgekehrt und 1967 die Artikelnummer auf 120 umgestellt.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Das letzte Bild zeigt ein Generationentreffen: Noris 1100 (1934–1943), Noris 1100 (1955– 1963), Noris 120 (1967–20017) und Noris 120 (heute).

Danke an STAEDTLER für die Details zur Geschichte des Noris!

  1. Die korrekte Schreibweise ist die in Versalien, doch im Interesse einer besseren Lesbarkeit benutze ich hier ich die Gemischtschreibung und verzichte auch weitgehend auf die Anfüh­rungszeichen.
  2. Der Begriff „Politur” geht zurück auf die Zeit vor 1900, als die Spitzenbleistifte einen Schellack­überzug mit Schwermetall-Farben erhielten und von Hand poliert wurden.
  3. Getestet mit dem STAEDTLER Mars plastic und dem Pilot Foam Eraser.
  4. Quelle: „100 Years of NORIS”, Artikel in einer Firmenpublikation, STAEDTLER 2001.
  5. Genaugenommen wurde das Kronenkäppchen und der weiße Ring bereits im August 1938 ein­geführt. Für drei Jahre gab es den hellroten Noris 1102 und orangefarbenen Noris 1103 mit zwei blauen Stempelflächen, zwei blauen Kantenstreifen, blauem Kronenkäppchen und weißem Ring.
  6. Wann die Codierung umgestellt wurde, weiß ich leider nicht.
  7. Bei diesem Zeitraum bin ich mir nicht ganz sicher.

Der Geist des Graphits

Freitag, 13. Dezember 2013

Aus der Rubrik „Die Geister, die ich nicht rief”: Eine Erscheinung auf dem Titel des Schul­stift-Prospekts P. 699 der J.S. Staedtler Mars-Bleistiftfabrik in Nürnberg, vermutlich aus den 1930er Jah­ren1.

Der Geist des Graphits

Ein bisschen gruselig wirkt er ja schon, der schmale Herr in weiß, mit strammem Frack, stei­fem Hut, großem Stift und mahnendem Zeigefinger. Und sehe ich da auch noch eingefal­lene Wangen?

Der Geist des Graphits

Er tritt wie durch einen Tunnel in die Szene und dient der überraschten, aber bemerkens­wert gefassten Schülerin (oder ist's ein Schüler?) den Bleistift „Noris” an.

Der Geist des Graphits

Wer möchte da nicht sofort bekennen, etwas auf schöne Schrift und zu diesem Zweck den Staedtler-Stift in der Hand zu halten?

Der Geist des Graphits

Angesichts dieser beeindruckenden Überzeugungsarbeit kann der Viertelmond natürlich nur schmunzeln.

Der Geist des Graphits

Bei mir aber hätte der Herr offene Türen eingerannt, lege ich doch schon lange Wert so­wohl auf schöne Schrift als auch auf den Staedtler-Stift.

Der Geist des Graphits

  1. Grund für diese Annahme ist der Umstand, dass der Broschüre eine auf den Juni 1934 datierte Preisliste beilag.
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