Archiv des Stichworts „Noris”

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Schnell aufgetischt

Sonntag, 27. November 2016

Wer sich am Nachmittag des gestrigen Samstag das Fernsehprogramm des WDR zugeführt hat, sah gegen 16.55 Uhr einen Glastisch, dessen Platte auf zahlreichen STAEDTLER Noris 122 ruhte.

Schnell aufgetischt

Schnell aufgetischt

Man beachte den Spitzer in der Mitte. – Der Tisch steht im Museum der Designerin Rossa­na Orlandi in Mailand. Die Sendung „2 für 300: Tamina in Mailand” ist noch bis zum 2.12.16 abrufbar; der Noris-Tisch hat seinen sehr kurzen Auftritt bei etwa 8:20.

Frohe Ostern!

Sonntag, 27. März 2016

Frohe Ostern!

Ramponiert

Donnerstag, 28. Mai 2015

Ramponiert

Ein STAEDTLER Noris 122 auf einem Fußweg in Rüsselsheim

Stift und Stein

Sonntag, 15. Februar 2015

Stift und Stein

Stift und Stein

Nebenrolle: Noris

Montag, 13. Oktober 2014

Anne-Marie Deschodt als Blanche in „Sorcerer” (1977) mit einem STAEDTLER Noris 122:

Nebenrolle: Noris

Benno Fürmann als Ulrich Chaussy in „Der blinde Fleck” (2013) mit einem STAEDTLER Noris 120:

Nebenrolle: Noris

In der zweiten Szene stimmt jedoch etwas nicht. Wo ist der Fehler?

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Samstag, 19. April 2014

Aus einem Stifte-Allerlei: Drei alte J.S. Staedtler Noris 1100 № 21.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Wie ich von STAEDTLER erfahren konnte, ist dieser Noris der erste mit „zwei gegenüberlie­genden schwarzen Stempelflächen und zwei gegenüberliegenden schwarzen Kantenstrei­fen”, wie es korrekt heißt, und damit die Urform des Bleistiftklassikers. Er kam am 5. Januar 1934 auf den Markt und war bis Januar 1943 erhältlich. Diesen Bleistift mit orangefarbener Grundpolitur2 gab es mit leicht veränderten goldfarbenen Stempelungen (erst kam der Zu­satz „CEDER”, dann „MADE IN BAVARIA”) bis März 1955.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Der Noris 1100 ist mit einem Durchmesser von 7,8 mm (Schlüsselweite 7 mm) geringfügig dicker als der aktuelle Noris 120 (7,4/6,8) und hat etwas schärfere Kanten. Gemessen an heutigen Standards zeigen Lack und Aufdruck kleine Fertigungsmängel, doch da diese Blei­stifte vor mehr als 70 Jahren hergestellt wurden, muss man natürlich andere Maßstäbe an­legen. Die 2 mm dicke Mine allerdings beeindruckt auch heute noch: Mit sauberer Abgabe, starker Schwärzung, hoher Bruchfestigkeit und sehr guter Radierbarkeit3 muss sie den Ver­gleich mit aktuellen hochwertigen Minen nicht scheuen. Sie ist jedoch ein klein wenig här­ter als die des Noris 120 und daher auch etwas sparsamer.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Exkurs: Noris

Die Marke „Noris” wurde am 10. September 1901 eingetragen und zuerst für runde und sechsflächige Stifte mit einfarbiger Politur benutzt4. Ein Bestseller der Noris-Reihe war u. a. der rote Noris 278, der in den 1910er Jahren angeboten wurde. Im März 1955 kam erst­mals der Noris 1100 mit schwarzem Kronenkäppchen und weißem Ring auf den Markt5. Kurz darauf gab es ihn auch mit farbig sortierten Kronenkäppchen, aber nur im Härtegrad 2. Noch im selben Monat erhielt er seine gelbe Grundpolitur und im August 1955 die die fünf Härtegrade (1/2B über 2½/HB bis 4/2H) kennzeichnenden farbigen Kronenkäppchen, wenn auch mit anderer Codierung als heute (z. B. war HB gelb und B rot)6. Anfang 1962 wurde das Sortiment um den Härtegrad 0 mit weinrotem Krönchen erweitert, 1963 die Richtung der Beschriftung umgekehrt und 1967 die Artikelnummer auf 120 umgestellt.

J.S. Staedtler Noris 1100 № 2

Das letzte Bild zeigt ein Generationentreffen: Noris 1100 (1934–1943), Noris 1100 (1955– 1963), Noris 120 (1967–20017) und Noris 120 (heute).

Danke an STAEDTLER für die Details zur Geschichte des Noris!

  1. Die korrekte Schreibweise ist die in Versalien, doch im Interesse einer besseren Lesbarkeit benutze ich hier ich die Gemischtschreibung und verzichte auch weitgehend auf die Anfüh­rungszeichen.
  2. Der Begriff „Politur” geht zurück auf die Zeit vor 1900, als die Spitzenbleistifte einen Schellack­überzug mit Schwermetall-Farben erhielten und von Hand poliert wurden.
  3. Getestet mit dem STAEDTLER Mars plastic und dem Pilot Foam Eraser.
  4. Quelle: „100 Years of NORIS”, Artikel in einer Firmenpublikation, STAEDTLER 2001.
  5. Genaugenommen wurde das Kronenkäppchen und der weiße Ring bereits im August 1938 ein­geführt. Für drei Jahre gab es den hellroten Noris 1102 und orangefarbenen Noris 1103 mit zwei blauen Stempelflächen, zwei blauen Kantenstreifen, blauem Kronenkäppchen und weißem Ring.
  6. Wann die Codierung umgestellt wurde, weiß ich leider nicht.
  7. Bei diesem Zeitraum bin ich mir nicht ganz sicher.

Der Geist des Graphits

Freitag, 13. Dezember 2013

Aus der Rubrik „Die Geister, die ich nicht rief”: Eine Erscheinung auf dem Titel des Schul­stift-Prospekts P. 699 der J.S. Staedtler Mars-Bleistiftfabrik in Nürnberg, vermutlich aus den 1930er Jah­ren1.

Der Geist des Graphits

Ein bisschen gruselig wirkt er ja schon, der schmale Herr in weiß, mit strammem Frack, stei­fem Hut, großem Stift und mahnendem Zeigefinger. Und sehe ich da auch noch eingefal­lene Wangen?

Der Geist des Graphits

Er tritt wie durch einen Tunnel in die Szene und dient der überraschten, aber bemerkens­wert gefassten Schülerin (oder ist's ein Schüler?) den Bleistift „Noris” an.

Der Geist des Graphits

Wer möchte da nicht sofort bekennen, etwas auf schöne Schrift und zu diesem Zweck den Staedtler-Stift in der Hand zu halten?

Der Geist des Graphits

Angesichts dieser beeindruckenden Überzeugungsarbeit kann der Viertelmond natürlich nur schmunzeln.

Der Geist des Graphits

Bei mir aber hätte der Herr offene Türen eingerannt, lege ich doch schon lange Wert so­wohl auf schöne Schrift als auch auf den Staedtler-Stift.

Der Geist des Graphits

  1. Grund für diese Annahme ist der Umstand, dass der Broschüre eine auf den Juni 1934 datierte Preisliste beilag.

Paperworld 2013 (2)

Mittwoch, 6. Februar 2013

STAEDTLER hatte einen der größten Stände auf der Paperworld und eine Menge zu zeigen.

Paperworld 2013 (2)

Passend zu der Ende 1900 angemeldeten Marke „MARS” gibt es nun Mars, den jugend­lichen „Herrn der Farben”, der noch vor der Paperworld in einem Browserspiel seinen ers­ten Auftritt hatte.

Paperworld 2013 (2)

Auf der Messe begleitete Mars die Produkte für Kinder und Jugendliche, und auf einem großformatigen Bildschirm wurde seine Entstehungsgeschichte präsentiert (wer hier an „Star Wars” denkt, liegt richtig – man hörte auch die Titelmusik des Science-Fiction-Klassi­kers).

Paperworld 2013 (2)

An der Wand hinter der Theke (nicht im Bild) konnte man den 1908 als Markenzeichen re­gistrierten Mars-Kopf im Wandel der Zeit sehen1.

Paperworld 2013 (2)

Doch auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz, denn für sie wurden „Mars & Marsy” ge­schaffen; sie gibt es u. a. in Malbüchern und als Anstecker.

Paperworld 2013 (2)

Zu den neuen Produkten gehört ein dicker, dreiflächiger Bleistift mit Stylus-Funktion für Schreibanfänger, zu dem eine Schreiblern-App für iOS angeboten wird.

Paperworld 2013 (2)

Ebenfalls neu sind der schlanke „Organizer Pen” und sein Druckbleistift-Pendant, die in vier verschiedenen Schaftfarben und für jeweils 20 Euro erhältlich sein werden; das Notizbuch dazu gibt es in A4, A5 und A62.

Paperworld 2013 (2)

Mit zwei neuen Produktlinien stößt STAEDTLER ins Luxus-Segment vor. Die Linie „Initium” umfasst Füllfederhalter, Kugelschreiber und Drehbleistifte (0,5 und 0,7 mm) mit Schäften aus Edelharz („Resina”), Holz („Lignum”) und Leder („Corium”). Bei den Modellen mit Holz kommt Pflaume und Ahorn zum Einsatz, und bei denen mit Leder bietet die für etwa 350 Euro erhältliche „Individuum”-Variante die Möglichkeit, sie mit einem Foto bedrucken zu lassen. Die dazu genutzte Technik und die Tinten, mit denen eine abriebfeste Bedru­ckung erzielt wird, sind Eigenentwicklungen.

Paperworld 2013 (2)

Noch edler wird es mit der „Kollektion J.S. Staedtler”: Der Füllfederhalter „Princeps” hat einen Schaft aus palladiumbeschichtetem Metall und dem Holz der europäischen Schwarz­nuss und kommt für 1000 Euro in den Handel. – Zur „Princeps”-Linie gehören zudem ein Drehbleistift sowie ein Kugelschreiber.

Paperworld 2013 (2)

Eine Hommage an den vor allem als Künstler bekannten Albrecht Dürer, der wie Johann Sebastian Staedtler aus Nürnberg stammt, stellt der Füllfederhalter „Albertus Durerus Noricus” mit bedrucktem Lederschaft für 2000 Euro dar. In Anlehnung an die Zahl der seit Dürers Geburt vergangenen Jahre wurden von diesem Schreibgerät nur 541 Exemplare gefertigt.

Paperworld 2013 (2)

Das mit Abstand teuerste der gezeigten Produkte war der Füllfederhalter „Bavaria”, dessen Clip mit 48 Diamanten bestückt ist. Bei einem Preis von 18.000 Euro wird die Auflage von nur 48 Stück3 sicher nicht so schnell ausverkauft sein. Teil der Kollektion J.S. Staedtler ist auch der „Pen of the Season” mit einer Feder aus 18-karätigem Weißgold, von dem jährlich vier Varianten angeboten werden sollen. – Accessoires aus Leder4 ergänzen die durch drei unterschiedlich große Rechtecke auf dem Clip gekennzeichneten Schreibgeräte der Linien „Initium” und „J.S. Staedtler”.

Paperworld 2013 (2)

Zuwachs gab es auch bei dem zur Paperworld 2009 eingeführten Bleistift WOPEX.

Paperworld 2013 (2)

Neben den Ausführungen in sechs Neon-Farben gibt es den extrudierten Bleistift auch in dem vom holzgefassten Noris bekannten Streifendesign. Der schwarz-grüne Noris eco wird in HB und wahlweise mit Radiertip verfügbar sein. – Bei der Variante mit Radierer ist mir aufgefallen, dass die Zwinge nur rund- und nicht zusätzlich punktgepresst wurde; auf mich wirkt dies eleganter.

Paperworld 2013 (2)

Der für mich größte Knüller unter den Exponaten war (und ist) jedoch der Farbstift Noris color in zwölf Farben, der wie der WOPEX durch Coextrusion hergestellt wird.

Paperworld 2013 (2)

Seine Markteinführung ist für das zweite Quartal geplant; der Preis ist noch offen.

Paperworld 2013 (2)

Doch damit nicht genug, denn als weitere Besonderheit wurde „The Pencil” vorgestellt, ein schwarz durchgefärbter WOPEX mit Stylus-Funktion und einem Aufsteck-Spitzer mit Radierer. Im Gegensatz zu den anderen WOPEX-Stiften ist er rund und hat sechs Rillen mit rechteckigem Querschnitt.

Paperworld 2013 (2)

Die auf der Messe gezeigten Exemplare des Aufsteckspitzers waren Handmuster aus la­ckiertem Kunststoff; das fertige Produkt hat eine Hülle aus Metall. „The Pencil” soll zum En­de des zweiten Quartals als Set mit drei Stiften für 38 Euro in die Geschäfte kommen.

Paperworld 2013 (2)

Angesichts der vielen Neuheiten kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte es im Marketing von STAEDTLER größere Veränderungen gegeben, und so würde ich mich nicht wundern, wenn es gerade im gehobenen Preissegment zukünftig noch mehr gäbe. Ich hoffe aber sehr, dass dies dann nicht auf Kosten der günstigen Produkte (z. B. des einfachen Bleistifts 123 60) geschieht. Doch wie auch immer – ich habe die Präsentation von STAEDTLER als sehr ansprechend erlebt und hoffe, bald das eine oder andere neue Produkt in den Händen halten und hier zeigen zu können.

  1. Die letzte Umgestaltung fand übrigens 2001 statt.
  2. Die Katalogbezeichnungen „Master”, „Medium”, „Pocket” sowie die angebotene Stiftschlaufe „Pen Loop” legen die Vermutung nahe, dass die Notizbücher von Leuchtturm1917 stammen (was wäre eine gute Wahl wäre).
  3. Im Zusammenhang mit 48 Exemplaren und ebenso vielen Diamanten gab es ein lustiges Miss­verständnis. Als ich die Zahl 48 hörte, fragte ich, warum es nur so wenig seien, worauf ein Mitarbeiter sagte, dass das doch eigentlich reiche. Doch während ich bei meiner Frage an die Stückzahl dachte, bezog er sich auf die Zahl der Diamanten …
  4. Natürlich habe ich gleich nach Zubehör aus Leder für holzgefasste Bleistifte gefragt, aber leider erfahren, dass man dieses den Premium-Linien vorbehalten will.
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