Archiv des Stichworts „Pentel”

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Schon gewusst?

Mittwoch, 17. Mai 2017

Wer japanische Radierer benutzt, hat auf einigen sicher schon die rechteckige Kennzeich­nung mit zweistelliger Nummer bemerkt. Doch was bedeutet diese?

Von links: Seed Radar, Hinodewashi Matomaru-kun, Tombow MONO, Pentel Mark Sheet,
Pentel Ain Hi-Polymer.

Sie stammt von der 1943 gegründeten Japanese Eraser Manufacturers Association und ga­rantiert Sicherheit, Qualität und Leistung des Radierers. Der Standard für diese Kennzeich­nung legt Höchstwerte für gesundheitsschädliche Bestandteile fest, macht Vorgaben für die Papier- und Kunststoffverpackung und definiert Verfahren zur Prüfung der Radierfähig­keit, der Härte und der Altersbeständigkeit. Der Japanese Eraser Manufacturers Association haben sich u. a. Seed (01), Hinodewashi (06) und Pentel (13) angeschlossen. Jedem Her­steller ist eine zweistellige Nummer zugewiesen, und so kann man leicht sehen, von wem der betreffende Radierer stammt (dabei hat mich überrascht, dass der Klassiker Tombow MONO von Seed gefertigt wird).

Danke an Sola von pencils an other things für den Hinweis auf diesen Standard!

Duo

Sonntag, 30. April 2017

Duo

Faber-Castell Janus 4048 und Pentel Black Polymer 999 HB

Paperworld 2016 (1)

Freitag, 5. Februar 2016

Vor wenigen Tagen gingen die Paperworld und die zeitgleich stattfindende Creativeworld in Frankfurt/Main zu Ende; hier der erste Teil meiner kurzen und nicht repräsentativen Noti­zen. – Diesmal nicht vertreten waren u. a. Atoma, Brunnen, Dahle, Haff, Herlitz, Koh- I-Noor, LAMY, Pilot, Plus, Schneider und Schwan-Stabilo.

Der Auftritt von STAEDTLER stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums von FIMO. Es gab auch einen Aufsteller mit Bleistiften, darunter der Mars Lumograph, doch zu meiner großen Überraschung wurde nicht dessen erweitertes Sortiment präsentiert. – Bei Faber-Castell und Eberhard Faber sind mir keine Neuheiten aufgefallen, ebenso wenig bei KUM.

Paperworld 2016 (1)

Neu vom Schweizer Hersteller Caran d'Ache ist der Bleistift GENIUS 353 mit Touch­screen-Tip, den es mit schwarzem und weißem Lack, aber nur in HB gibt. – Der Tip ist nicht abnehmbar.

Paperworld 2016 (1)

Zu sehen war auch das im vergangenen August eingeführte Geschenkset SWISS WOOD mit einem Bleistift aus Jura-Buche und einem aus Arve nebst Radierer und Magnesium-Spitzer. Letzterer trug außer „Made in Germany” auf dem Messer keine Kennzeichnung; ich vermute, dass er im Gegensatz zu den Spitzern anderer Sets von Caran d'Ache nicht von Eisen stammt.

Paperworld 2016 (1)

Paperworld 2016 (1)

Bei zwei der vier Bleistifte eines Sets der GRAFIK-Serie fielen mir außermittig sitzende Minen auf.

Paperworld 2016 (1)

Vorgestellt wurden zudem zwei Sonderausführungen des im Jahr 1930 erstmals erhältli­chen Fixpencil, mit dem der Schweizer Architekt Mario Botta gewürdigt wird. Die Sets mit Fixpencil, Graphitmine in B und vier wasservermalbaren Farbminen sind ab April erhältlich.

Paperworld 2016 (1)

Die wohl ungewöhnlichsten Bleistifte der diesjährigen Paperworld kommen vom Start-Up Manaomea.

Paperworld 2016 (1)

Das Münchener Unternehmen fertigt sie nach eigenem patentierten Verfahren aus Jute, Flachs und anderen Naturfasern sowie Biopolymeren. Die Materialien für die beiden Bleistif­te und das Mäppchen stammen meist aus Entwicklungsländern und immer aus Bio-Anbau, und beim gesamten Herstellungsprozess wird auf Fairness und Umweltverträglichkeit ge­achtet. Die verwendete Technik bietet große Gestaltungsfreiheiten, und so lassen sich Stifte in unterschiedlichen Profilen, Farben und Oberflächen fertigen.

Paperworld 2016 (1)

Bei Pentel konnte ich erfahren, dass die Verfügbarkeit der Metallvariante des 0,2-mm-Druckbleistifts Pentel orenz in Deutschland davon abhängt, wie gut die anderen Ausfüh­rungen ankommen.

Paperworld 2016 (1)

Die großartigen Ecoline-Wasserfarben des niederländischen Anbieters Royal Talens gibt es ab sofort auch als Pinselstift. – Interessantes Detail: Die Farbe in den Pinselstiften ist etwas konzentrierter als die im Glas, damit die Farben zueinander passen. Würde man den Pin­selstift nachfüllen (was möglich ist), wäre der Abstrich zu hell.

Paperworld 2016 (1)

Im zweiten Teil geht es um DOMS, Viarco und CARL.

Kurz notiert

Montag, 4. Januar 2016
  • Wer an alten Schreibwaren und Büroutensilien Gefallen findet, wird auch an den Fotos von @nrpq Freude haben. – Danke an Sola für den Hinweis!
  • Eine bemerkenswerte Kombination aus Hand- und Kurbelspitzer ist der CARL CPS-80.
  • Den Druckbleistift Pentel orenz, inzwischen in 0,2 und 0,3 mm erhältlich, wird ab dem 26. Januar auch mit Metallgriff angeboten.
  • Von Mitsubishi/uni Japan gibt es ab dem 25. Januar anlässlich des 130-jährigen Firmen­jubiläums drei limitierte Bleistift-Jubiläumssets, und zwar eines mit dem uni und zwei mit dem Hi-uni; alle kommen mit einem Notizbuch.

Sonderanfertigung (2)

Montag, 4. Januar 2016

Einer meiner Druckbleistift-Favoriten ist der Pentel GraphGear 500, den es in zwei Varian­ten gibt. Der für den US-amerikanischen Markt (PG52x1) hat Schäfte in kräftigen Farben, doch der für Japan und Deutschland (PG51x) kommt in einem für mich wenig schönen Grau und einem anderen Drücker daher. So hat auch die nur in Japan erhältliche 0,4-mm-Version (PG514) diesen grauen Schaft, der zudem bei allen mir bekannten Modellen Schlie­ren aufweist. Gibt es eine Möglichkeit, zu einem attraktiveren Pentel GraphGear 500/0,4 zu kommen?

Sonderanfertigung (2)

Oben: Pentel Graphgear 500/0,5 (PG525), unten: Pentel Graphgear 500/0,4 (PG514)

Ja, die gibt es! isu von the uncomfortable chair2, der mir schon bei Pilot S20/0,4mm gehol­fen hat, weiß einen Weg, für den man einen Pentel Graphgear 500/0,4 und einen Pentel GRAPHLET 0,4 mm (PG504) braucht.

Sonderanfertigung (2)

Oben: Pentel Graphgear 500/0,4 (PG514), unten: Pentel GRAPHLET 0,4 mm (PG504)

Zunächst entfernt man die Spitze und das Griffstück des GRAPHLET…

Sonderanfertigung (2)

… und anschließend den Ring, der über dem Griffstück sitzt. Leider lässt sich dieser nur mit Feile und Zange, also nicht zerstörungsfrei lösen, und es besteht die Gefahr, dass man dabei den Schaft unterhalb des Rings verkratzt. Das macht jedoch nichts, da dieser Teil später vom neuen Griffstück verdeckt wird.

Sonderanfertigung (2)

Anschließend löst man das Vorderteil vom GraphGear 500 …

Sonderanfertigung (2)

… und schraubt es auf den GRAPHLET. Fertig!3 – Der Korrektheit halber sei erwähnt, dass der Schaft des GRAPHLET weder richtig schwarz noch ganz frei von Schlieren ist. Beides fällt aber nur bei genauem Hinschauen auf, so dass er mir wesentlich besser gefällt als der graue des GraphGear 500.

Sonderanfertigung (2)

Hier habe ich allerdings noch eine weitere kleine Änderung vorgenommen. Fällt jemandem auf, welche?

Danke an isu für seine Hilfe!

Anm.: Der Stoff im Hintergrund ist ein sog. Tenugui, ein traditionelles japanisches Hand­tuch. Es stammt vom Yuruliku und zeigt eine stilisierte Schreibtischschale mit unterschied­lichen Füllungen.

  1. x steht für die Minenstärke: 3 = 0,3 mm, 5 = 0,5 mm usw.
  2. Auch sein Instagram-Account lohnt den Besuch.
  3. Den so gebastelten Druckbleistift nenne ich Pentel Gearlet 54.

Frankenstift

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Vor wenigen Tagen kam der Tsunago der japanischen Nakajima Jukyudo Co., der zwar als Spitzer geführt wird, aber nur dazu gedacht ist, Bleistiftreste miteinander zu verbinden, um sie weiter benutzen zu können. Hier der erste Versuch mit stark strapazierten Teilen des Pentel Black Polymer 999, STAEDTLER Mars Lumograph und STAEDTLER Noris:

Frankenstift

(zum Vergrößern anklicken)

Ich nenne das Ergebnis „Pendtler Frankenstift HB”. – Die Spuren am Pentel stammen von der Klemme eines Bleistiftverlängerers und die am Noris vom oberen Teil eines Kugel­schreiberschafts, den mein kreativer Kollege deh als Verlängerer benutzt hat (er bekam den Stift dann auch). – Eine ausführliche Besprechung des Tsunago folgt.

Nachtrag vom 18.12.15: Bei einem weiteren Versuch habe ich einen Pentel Black Poly­mer 999 B und einen STAEDTLER Noris 120 B kombiniert.

Frankenstift

Die abgerundeten Enden beider Stifte habe ich vorher mit dem Bandschleifer entfernt. – Die Spitzen stammen vom Faber-Castell Janus 4048 (links) und vom CARL Angel-5 Premium mit dem Fräser des Angel-5 Standard (rechts).

Kurz notiert

Freitag, 31. Juli 2015
  • Nach dem er lange ein schwer zu findendes Sammlerstück war, ist der graue Pentel Smash (Q1005-2A) seit Juni wieder erhältlich; vertrieben wird er exklusiv von Amazon Japan (der schwarze ist nach wie regulär erhältlich.). – Danke an Sola für den Hinweis!
  • Den 0,2-mm-Druckbleistift Pentel orenz wird es ab Herbst 2015 auch in Deutschland geben.

Spitzenleistung

Montag, 8. Dezember 2014

Bei Espacenet1 bin ich auf das Patent WO2014157731 (A1) („Mechanical Pencil”) des japa­nischen Herstellers Kotobuki & Co., Ltd.2 aufmerksam geworden. In der Zusammenfassung heißt es:

The present invention provides a mechanical pencil that can rotate a lead by
an appropriate rotational angle in accordance with the pressure applied to said mechanical pencil.

Wenn ich das richtig verstehe, handelt es sich hier um eine Variante der Technik, die beim Kuru Toga3 von Mitsubishi zum Einsatz kommt. Die Mine in diesem Druckbleistift wird nach jedem Papierkontakt leicht gedreht, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erzielen. Wäh­rend jedoch der Drehwinkel beim Kuru Toga konstant ist, so hängt er bei dieser Erfindung vom Schreibdruck ab, d. h. die Mine wird um so mehr gedreht, je stärker der Druck ist4. – Diese Technik ist nur bei solchen Schriftsytemen und Schreibstilen nützlich, bei denen der Stift oft angehoben und abgesetzt wird (also z. B. im Japanischen oder bei Druckbuchsta­ben); bei der hier üblichen Schreibschrift kann er sein Potential nicht voll ausspielen.

Spitzenleistung

Diese Zeichnung aus der Patentschrift ist mehr Dekoration als Information, denn bis auf die Zusammenfassung ist das Patentdokument auf Japanisch, so dass mir der genaue Blick auf die Funktionsweise leider verwehrt bleibt.

  1. Eine kleine Einführung zur Nutzung von Espacenet gibt es unter „Blick in die Zukunft”.
  2. Zu Kotobuki siehe „The Mysterious Kotobuki” bei Dave's Mechanical Pencils.
  3. Wenn ich richtig informiert bin, liegt dem Kuru Toga das Patent JP4240417 (B2) aus dem Jahr 2006 zugrunde. – Kotobuki hat sich bereits 2008 mit dem Patent JP2010120204 (A) eine Tech­nik zur Minendrehung gesichert, und Pentel war 2010 mit Ähnlichem befasst, wie das Patent JP2011173343 (A) belegt.
  4. Ganz spontan dachte ich, dass es vielleicht sinnvoll wäre, das Maß der Drehung einstellen zu können, da sich eine weiche Mine bei gleichem Schreibdruck stärker abschreibt als eine harte und so auch mehr gedreht werden muss.
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