Archiv des Stichworts „Pilot”

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Schwarz

Sonntag, 4. Juni 2017

Schwarz

Manchmal habe ich keine Lust zu (be)schreiben, sondern möchte nur etwas fotografieren. Heute: Notizbuch von Design.Y, Bleistift Pentel Black Polymer 999 und Füllhalter Pilot Le­gno 89s. – Natürlich geht das alles noch wesentlich besser; so stört z. B. die weiße Refle­xion am rhodinierten Ende der Kappe.

Neues Terrain

Donnerstag, 1. Juni 2017

Plötzlich war mir klar: Ich brauche unbedingt eine schöne braune Tinte für den Pilot Legno 89s1.

Neues Terrain

In den Geschäften meiner Umgebung konnte ich einige testen. Caran d'Ache Chromatics Organic Brown, Kaweco Karamel-Braun und Waterman Absolute Brown gehen für mich zu sehr ins Lila, und auch wenn die Pelikan 4001 Brillant-Braun gern als rotstichig bezeichnet wird, so hat mir diese Tinte doch am meisten zugesagt. Unter den (natürlich mit Vorsicht zu genießenden) Farbmustern im Internet fielen mir noch die Pilot Iroshizuku Tsukushi und die Diamine Dark Brown positiv auf. – Am liebsten wäre mir ja das Braun „Kisho”, aber das ist einzigartig und nur auf vier Pfoten anzutreffen.

Welche braunen Tinten bevorzugen meine Leser?

  1. Und für ein Notizbuch mit braunem Ledereinband sowie farblich passendem Schnitt, doch dazu bei Gelegenheit mehr.

Gruppenbild

Montag, 29. Mai 2017

Gruppenbild

(zm Vergrößern anklicken)

Möbius+Ruppert Pollux, Mitsubishi uni mit individueller Prägung (Danke an Yumiko!), Blei­stiftverlängerer Mitsubishi uni UPH-8000, Pilot S20 und Pilot Legno 89s.

Paarungszeit

Donnerstag, 18. Mai 2017

Der Druckbleistift Pilot S20, modifiziert für 0,4-mm-Minen und am Hobonichi Techo mein ständiger Begleiter, ist nicht mehr allein.

Paarungszeit

Mit ihm unterwegs ist seit heute der Füllfederhalter Pilot Legno 89s, der 2007 anlässlich des 89-jährigen Jubiläums von Pilot auf den japanischen Markt kam. Auch dessen Schaft besteht nach Angaben des Herstellers aus Kirschholz von der japanischen Insel Hokkaido, das in dünne Schichten geschnitten und mit Kunstharz zu Halbzeug verarbeitet wird. Das so hergestellte Material ist sehr widerstandsfähig und damit hervorragend als Schaftmaterial geeignet, hat aber noch die optischen und haptischen Eigenschaften von Holz.

Paarungszeit

Die rhodinierte 14K-Goldfeder (#3, M1) des Legno 89s wird die Alt-Goldgrün von Roh­rer & Klingner auf das Papier bringen. – Der Legno 89s stammt von einem eBay-Anbieter aus Japan und hat 98 Euro gekostet.

  1. Entspricht etwa unserer F-Feder.

Pilot FriXion

Mittwoch, 28. Januar 2015

Zu den Tintenrollern und Textmarkern der erfolgreichen FriXion-Familie von Pilot kam Ende 2013 ein holzgefasster Farbstift, der offiziell nur in Japan erhältlich ist.

Pilot FriXion

Auch dieser Stift hat ein thermosensitives Pigment, das beim Erhitzen auf 60 °C transpa­rent1 und beim Abkühlen auf −10 °C wieder sichtbar wird. Seine Zwinge hält statt einem Radierer einen Hartgummi-Stopfen, mit dem das Papier aufgeheizt wird.

Pilot FriXion

Die Kunststoff-Klappbox enthält zwölf werkseitig gespitzte Stifte, die rund, 17,5 cm lang und 7,4 mm dick sind. Der bemerkenswert ausführliche Aufdruck umfasst u. a. den Pro­duktnamen, die Farbbezeichnung, ein Feld zum Beschriften, die GTIN und den Strichcode. Daneben gibt es die Blindprägung „1402″, die vermutlich für das Jahr und den Monat der Fertigung steht. Ein Beileger informiert über das Produkt.

Pilot FriXion

Ganz oben unter „FriXion” heißt es: フリクション (furikushon) – Reibung, いろ (iro) – Farbe
und えんぴつ (enpitsu) – Bleistift.

Die Stifte sind gut verarbeitet. Der Aufdruck ist sehr sauber und die Zwinge sitzt fest und bündig; lediglich einige Unregelmäßigkeiten im Lack und ein dunkler Längsstreifen auf je­dem Stift (offenbar fertigungsbedingt) trüben den Gesamteindruck.

Pilot FriXion

Beim Blick auf die Spitze fällt eine milchige Schicht zwischen Holz und Mine auf. Sie erinnert an die A·B·S-Technik von STAEDTLER, bei der ein weißer Mantel die Mine schützt und ihre Bruchfestigkeit erhöht2; gut möglich, dass man hier etwas ähnliches gemacht hat. – Die Mine ist mit milchiger Schicht 3,5 mm dick.

Pilot FriXion

Die Abgabe des Pilot FriXion ist sauber und leicht wachsig, aber nicht sehr satt; insgesamt sind die Farben etwas pastellig. Der „Radierer”, mit dem man bei geringem Andruck auf­hellen kann, arbeitet gründlich und ohne Verwischen. Er nutzt sich nicht ab und hinterlässt daher auch keine Krümel.

Pilot FriXion

Malt man sehr schnell mit kräftigem Andruck, ist die Reibungswärme der Mine auf dem Pa­pier so hoch, dass der Abstrich transparent wird. Die Farbe verschwindet daher beim Über­malen teilweise, wird aber gleich durch die neue Schicht überdeckt, was so aussieht, als würde der Übergang vom transparenten zum sichtbaren Zustand stattfinden.

Pilot FriXion

Für den Spitzstopp im Kurbelspitzer CARL Decade DE-100 ist die Mine zu weich, so dass man u. U. mehr wegspitzt als nötig; im Handspitzer (hier die Granate von Möbius+Ruppert) macht der Stift jedoch eine gute Figur. Die feine Spitze bricht natürlich sofort ab, doch an­sonsten ist die vergleichsweise feste Mine des Pilot FriXion sehr bruchstabil. – Beim Holz tip­pe ich auf Zeder.

Pilot FriXion

Die in Japan hergestellten Farbstifte sind in blauer und rosa3 Klappschachtel sowie einzeln erhältlich; ich habe für mein Set bei JetPens umgerechnet etwa 14,60 Euro be­zahlt.

Anm.: Der Stoff im Hintergrund ist ein sog. Tenugui, ein traditionelles japanisches Hand­tuch, das stilisierte Kraniche zeigt. In Japan gilt der Kranich als Symbol für Glück und ein langes Leben.

  1. Man kann den Abstrich also auch wegbügeln.
  2. Sehr wichtig für die Bruchfestigkeit der Mine ist die Qualität der Verleimung mit dem Holz. Da jede Farbe zu einer anderen Zusammensetzung der Mine führt, müsste man für jede Farbe einen eigenen Leim verwenden, um die optimale Verleimung zu erhalten. Umhüllt man aber alle Farbminen mit der gleichen Schicht, muss man den Leim nur auf das Schichtmaterial und das Holz abstimmen und kann so für alle Farben den gleichen nutzen.
  3. Diese Farben und die Gestaltung lassen vermuten, dass Pilot mit diesem Produkt junge Kunden anspricht.

Sonderanfertigung

Dienstag, 15. April 2014

Fachmann im Umbau von Fallminen- und Druckbleistiften ist isu von the uncomfortable chair, und so dachte ich sofort an ihn, als ich mein Wunschmodell, einen Druckbleistift mit Holzschaft und 0,4-mm-Mine, nicht im Handel finden konnte.

Sonderanfertigung

Von links: Pilot S20 (0,3 mm), Pilot S10 (0,4 mm)

Er schlug vor, die Zwinge eines Pilot S20 (0,3 mm) etwas zu weiten und dessen Spitze und Drücker gegen die entsprechenden und erfreulicherweise kompatiblen Teile des Pilot S10 (0,4 mm) auszutauschen. Da mir die Form und das Holz1 des roten S20 sehr gut ge­fallen, habe ich isus Vorschlag ebenso gerne angenommen wie sein Angebot, mir diese Stif­te in Japan zu beschaffen.

Sonderanfertigung

Spitzen und Drücker entfernt

Einen 0,4 mm dünnen Bohrer hatte ich bereits, und als die beiden Stifte am vergangenen Wochenende eintrafen, konnte es losgehen. – Tipp: Lässt sich die Spitze nicht mit der bloßen Hand abschrauben, kann ein Stück Fahrradschlauch helfen, sie besser zu greifen.

Sonderanfertigung

Weiten der Zwinge des S20

Beim Weiten der Zwinge muss man aufpassen, dass man nicht zu großzügig vorgeht, denn sonst wird die 0,4-mm-Mine nicht mehr gehalten.

Sonderanfertigung

Rechts die unbearbeitete 0,3-mm-Zwinge des S20 mit einer 0,4-mm-Mine

Hier sieht man beide Zwingen mit einer 0,4-mm-Mine: Links die des S10 (0,4 mm) und rechts die noch unbearbeitete des S20 (0,3 mm). Doch warum muss man die Zwinge überhaupt weiten? Nun, wenn die für 0,3 mm ausgelegte Zwinge eine 0,4 mm dicke Mine greift, schließt sie beim Loslassen des Drückers früher und schaut weiter aus dem Klemm­ring heraus. Dies aber reduziert den Hub und damit den Minenvorschub auf ein unprak­tisches Maß2.

Sonderanfertigung

Die bearbeitete Zwinge des S20 geht schon etwas weiter in den Klemmring hinein

Es empfiehlt sich, die Zwinge so zu weiten, dass sie im geschlossenen Zustand mit Mine etwa so tief im Klemmring sitzt wie die des S10, aber die Mine noch zuverlässig hält (die Zwinge im obigen Bild geht bereits weiter in den Ring hinein als vor der Bearbeitung, aber noch nicht weit genug). Wer ganz sicher gehen will, setzt die Teile zwischendurch probe­weise zusammen und testet kurz.

Sonderanfertigung

Ein besonderer S20

Ist die richtige Weitung erreicht, montiert man Spitze und Drücker des S10. Fertig!

Sonderanfertigung

Der S20 an der Lederhülle des Hobonichi Techo

Und wozu der Aufwand? Zum einen habe ich festgestellt, dass bei meiner Schriftgröße der Minendurchmesser von 0,4 mm sehr gut zum 4-mm-Raster des Hobonichi Techo passt, und zum anderen wollte ich einen Schaft, der mehr mit der Lederhülle harmoniert als einer aus Metall oder Kunststoff. – Übrigens habe ich mit den Eno Neox-Minen3 von Pilot in der Härte 2B die besten Erfahrungen auf dem mit 52 g/m² sehr dünnen Tomoe River-Papier des Techo gemacht.

Sonderanfertigung

Der Drücker des S10 auf dem S20

Danke an isu für seine Hilfe!

Nachtrag vom 29.5.16: Offenbar geht es auch einfacher: „Modifying Pilot S20 pencils to non standard lead sizes”.

  1. Pilot gibt an, dass es sich dabei um Kirschholz von der Insel Hokkaidō handelt.
  2. Ich komme mit etwa 5 mm bei zehnmaligem Drücken, also 0,5 mm pro Druck, am besten klar.
  3. Leider sind diese Minen nicht mehr erhältlich. – Mit den neuen Neox Graphite konnte ich sie noch nicht vergleichen; gut möglich, dass sie würdige Nachfolger sind.

Vier Fünftel

Dienstag, 7. Juli 2009

Der nicht ganz erst gemeinte Zusatz „merkwürdige Dinge” rechts oben auf der Startseite dieses Weblogs mag für all diejenigen, die an das hiesige Schreibwarenangebot gewöhnt sind, eine treffende Charakterisierung der folgenden zwei Produktgattungen darstellen.

Vier Fünftel

Hierzulande unüblich und nicht einfach zu bekommen ist Papier mit 4-mm-Karos. Lose und als Block im Programm des Schweizer Herstellers Seetal Elco kann man es in dessen Heimat leicht, hier jedoch gar nicht erhalten, denn der deutsche Vertrieb Staufen-Demmler bietet diese für uns untypisch karierten Artikel nicht an.

Vier Fünftel

In Japan, dem Paradies der Schreibwaren und Büroartikel, schließen gleich vier der größten Anbieter von Druckbleistiften die schmale und auch hier vorhandene Lücke zwischen den Minenstärken 0,3 und 0,5 Millimeter – Pentel, Pilot, Mitsubishi/uni und OHTO haben mehrere 0,4-mm-Druckbleistifte und die ersten drei obendrein eine große Auswahl an Minen dieses hier nahezu unbekannten Durchmessers im Sortiment.

Ich weiß nicht, ob die 4 Millimeter im einen und die 0,4 Millimeter im anderen Fall einen ganz konkreten Hintergrund haben oder lediglich der Erweiterung des Sortiments dienen, finde jedoch auch ohne diese Kenntnisse großen Gefallen am Umgang mit diesen um 20% geschrumpften Büro-Maßen.

Nachtrag vom 13.3.10: Ein Mitarbeiter von Seetal Elco hat mir auf der Paperworld mitgeteilt, dass die 4-mm-Karos in der Schweiz so üblich seien wie in Deutschland das 5-mm-Raster.

Basteln mit dem Lexikaliker (5)

Dienstag, 17. Februar 2009

Die folgende Idee stammt aus einem japanischen, hervorragend bebilderten Buch, das die Mäppchen und ihren Inhalt von 59 Personen detailliert zeigt. Gerne hätte ich dieses Buch hier vorgestellt, doch leider blieb meine Anfrage für eine Genehmigung zur Veröffentlichung von Ausschnitten unbeantwortet.

Warum Radierer und USB-Stick getrennt mit sich führen, wenn man beides platzsparend kombinieren kann? Wie hier üblich, sind dazu weder spezielles Werkzeug noch besondere Fachkenntnisse notwendig. Wir brauchen:

USB-Radierer

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

  • Einen USB-Stick, genauer: das Innere eines solchen mit Stecker.
  • Einen Radiergummi, der größer ist als die Elektronik des USB-Sticks (ich nehme den sehr guten Pilot Foam Eraser EE-F10).
  • Ein spitzes, scharfes Messer mit möglichst schmaler Klinge (hier: das kleine, praktische Victorinox Classic SD).

Zum Zusammenbau verfahren wir wie folgt:

  1. Radierer aus der Papphülle nehmen.
  2. Hülle des USB-Sticks entfernen (falls nicht bereits geschehen).
  3. Abmessungen der USB-Elektronik so auf den Radierer übertragen, dass der Stecker noch herausschaut, aber die restliche Elektronik stramm sitzt und bündig abschließt.
  4. Aussparung in den Radierer schneiden.

USB-Radierer

  1. USB-Elektronik in die Aussparung einsetzen.

USB-Radierer

  1. Papphülle ggf. kürzen und wieder auf den Radierer schieben.

USB-Radierer

Fertig!

Natürlich kommt man mit kleiner werdendem Radierer irgendwann an den Punkt, ab dem sich diese Kombination nur noch eingeschränkt nutzen lässt, doch dann ist es ein Leichtes, den USB-Stick in einem neuen Radierer unterzubringen. Ein Verkleben des Radierers mit der Elektronik ist daher nicht ratsam und auch unnötig, denn der Kraftschluss beim Greifen hält beides sicher zusammen.

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