Archiv des Stichworts „Radierer”

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Maped Technic 600

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Zunächst nur ein Zufallsfund, dann aber eine kleine Entdeckung war der Radierer „Technic 600″ des französischen Herstellers Maped, der ihn in der Rubrik „Technical drafting” führt und mit „Erasers designed for optimum efficiency” bewirbt.

Maped Technic 600

Er ist 61 × 21 × 12 mm groß, knapp 25 g schwer und kommt im funktionell gestalteten Pappschuber sowie mit Klarsichtfolie geschützt bereits für etwa 20 Euro-Cent in die Hände all jener Bleischreiber, die sauber radieren wollen. – Übrigens wurden hier mit der Eurostile (Aldo Novarese, 1962; „600″) und der Serpentine (Dick Jensen, 1972; „Technic”) gleich zwei nach wie vor sehr populäre, technisch-dynamische Display-Fonts verwendet, und der Pfeil aus dem Dingbats-Zeichensatz von Hermann Zapf (1978) passt meiner Ansicht nach sehr gut dazu.

Maped Technic 600

In 13 Sprachen und obendrein mit Symbolen informiert die Bedruckung der Hülle über die saubere Arbeitsweise des „Technic 600″, wobei mich die Formulierung „Löscht ohne Rück­stände” schon etwas überrascht hat. Doch der Hersteller hat recht – das Teil putzt ordent­lich was weg, ohne selber ein Reinigungskommando notwendig zu machen.

Maped Technic 600

Fazit: Gut und günstig!

Rüssel und Radierer (1)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Ob klein und schwarz oder grau und groß, als schlanker Schattenspender oder kultureller Stützpfeiler – den liebenswürdigen und in zahlreichen Varianten auftretenden Rüsseltieren fühle ich mich nicht nur als langjähriger Bürger Rüsselsheims aufs Engste verbunden, und so ist es mir ein sehr großes Vergnügen, hier und heute gleich drei weiteren gemütlichen, gedächtnisstarken und zudem gegen den Graphit antretenden Dickhäutern sowohl Auslauf als auch die verdiente Aufmerksamkeit verschaffen zu dürfen.

Radiergummi 300/40 von Koh-I-Noor

Aus dem Gehege des traditionsreichen und in Tschechien ansässigen Herstellers Koh-I-Noor stammt der erste aus dem Trio. Schlicht mit „300/40″ benannt macht er dem Graphit den Garaus, und was dem mit 8 × 23 × 37 mm recht kleinen Kerl an körperlicher Größe fehlt, gleicht er durch den Einsatz des ihm beigegebenen Schleifmittels mehr als aus.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Groß und weich war der Radiergummi „Elefant”, für den sein Erzeuger Ferd. Marx & Co. in Hannover vor etwa 90 Jahren mit dieser attraktiven Reklamemarke warb. Eine imposante Gestalt, mit der ich mich selbst als harter Bleistift nur äußerst ungern angelegt hätte!

Beweglicher Elefanten-Radierer von Brunnen

Dieser elastische, 35 mm große Akrobat schwingt im Rahmen der Aktion „Fans of Earth” des Anbieters Brunnen seine Hufe und nimmt mit seiner hohen Gelenkigkeit zweifellos eine Sonderstellung unter den gerüsselten Radierern ein. Woher jedoch sein überraschter Blick herrührt, wollte er mir bisher nicht verraten.

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Fehlerfeger

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Wer auch unterwegs die Vorzüge eines Zeichenbesens genießen möchte und dazu immer einen im herkömmlichen Format mitführt, kann aufatmen, denn jetzt gibt es einen kleinen Feger, der in seinem hölzernen Korpus obendrein einen Radierer beherbergt und so allen Bleischreibern zweifachen Nutzen bietet.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Gestaltet von Elder Ferreira Monteiro und gefertigt in der „Imaginären Manufaktur” der Union Sozialer Einrichtungen gGmbH in Berlin vereinigt dieses nützliche, „LIMPO” getaufte Utensil traditionelle Handwerkskunst mit zeitlosem, gradlinigem Design.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Das geschmackvolle Zubehör aus unbehandeltem Buchenholz mit Rosshaar-Besatz misst 95 × 26 × 17 mm, wiegt 27 g und kommt in einem schlichten Pappschuber, dessen Etikett mit ansprechender Typografie und ebensolcher Grafik über den Hersteller und das Produkt informiert; letzteres trägt keine Kennzeichnungen.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Der 63 × 21 × 12 mm große Radierer sitzt 42 mm tief und zuverlässig, aber nicht allzu fest. Interessant ist, dass seine Maße dem des (übrigens sehr guten) Läufer PLAST-0120 entsprechen, sich dieser also hervorragend als Ersatz eignet.

Der „LIMPO” kostet gut 8 Euro; ich habe ihn bei Present & Correct erworben. – Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis auf dieses ungewöhnliche Produkt!

Nachtrag vom 23.10.09: Wie ich erfahren habe, kann man den „LIMPO” und andere, ebenfalls attraktive und im Katalog aufgeführte Artikel der „Imaginären Manufaktur” auch direkt von dort beziehen.

Schieben und radieren

Sonntag, 4. Oktober 2009

Einen weiteren Radierer mit Kunststoff-Schiebehülle schob schickte STAEDTLER bereits im Februar in den Ring. In starkem Kontrast zu seinen populären Sportskollegen, die meist die schlanke Figur eines Minenhalters haben, tritt der stattliche, 85 × 20 × 16 mm große 525 PS1 in der klassischen Blockform gegen den Graphit an; mit seinen 29 g radiert er zudem in einer ganz anderen Gewichtsklasse.

Radierer STAEDTLER 525 PS1

Das in Vereinsfarben weiß-blau gehaltene und mit dem familiären Mars-Konterfei sowie dem Herstellernamen geschmückte Trikot des 525 PS1 umhüllt einen Radierer mit den Maßen 58 × 11 × 19 mm, der, sind seine zehn zunächst herausragenden Millimeter abradiert, mit einem griffigen Schieber in Position gebracht und in dieser zuverlässig arretiert werden kann. Die letzten 13 mm des an den Längskanten abgerundeten Radierers müssen jedoch entnommen und ohne Hülse genutzt werden.

Radierer STAEDTLER 525 PS1

Im rauhen Alltag schlägt sich der 525 PS1 sehr wacker. Die Spuren holzgefasster Tonminen putzt er ebenso souverän weg wie die der Polymerminen von Druckbleistiften, ohne dabei dem Papier erkennbar zuzusetzen, und kann bei seinem Kaliber auch problemlos großflächig aufräumen. Die Sparringspartner waren Druckbleistifte mit den Minen Pentel Ain Hi-Polymer HB und Pilot Eno NeoX 2B sowie die beiden Holzbleistifte STAEDTLER Mars Lumograph HB und California Republic Palomino 2B, wobei er mit letzterem am meisten zu kämpfen hatte. Sein Vereinskollege Mars plastic geht zwar etwas bissiger ran, hinterlässt dafür aber auch mehr und kleinere Krümel, die sich beim 525 PS1 in nur geringem Umfang bilden.

Radierer STAEDTLER 525 PS1

Der STAEDTLER 525 PS1 am Unterwegs-Werkzeugset. – Mit im Bild das Multifunktions-Werkzeug Leatherman squirt P4 und die Klappschere von Fiskars.

Mit seiner Größe findet er in einem Standard-Mäppchen nur schwer Platz, kann aber dank seiner 10 × 3 mm großen Öse z. B. an einem Karabinerhaken auf Tour gehen. – Der 525 PS1 kommt laut sehr leicht ablösbarem Aufkleber aus China und wird noch in vier anderen sportlichen Farbkombinationen für empfohlene 1,95 Euro angeboten, ist aber schon für um die 1,40 Euro erhältlich.

Flotter Feger

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Wer viel mit Bleistift arbeitet, weiß vom leidigen Problem mit den Resten des Radierers und den äußerst unangenehmen Folgen des unbedachten Wegwischens mit der Hand – nur allzu schnell ist das Werk verdorben und die Freude daran ebenso. Zeichnet man gar auf Transparent, kann dieses durch die Hand fettig werden und danach die Tusche abweisen.

Schon sehr lange gehört daher der Zeichenbesen zur Standardausrüstung aller mit Bleistift Tätigen, die mit ihm Radierspäne und Graphitstaub komfortabel und sicher entfernen. Der Computer indes hat das hiesige Angebot auf wenige und zudem nicht sonderlich attraktive Exemplare zusammenschrumpfen lassen, die obendrein den Eindruck erwecken, als dienten sie primär der Sortimentsabrundung.

Zeichenbesen von Uchida

Die Rettung kommt – wie so oft bei der Suche nach Hochwertigem für den Schreibtisch – aus Japan, und zwar vom mit Zeichengeräten und -zubehör erfahrenen Hersteller Uchida. Dessen etwa 30 cm langer und sehr gut verarbeiteter Besen mit Holzgriff und der Katalog-Nummer 1-825-0301 hat nicht nur einen sehr eleganten Korpus, sondern im Gegensatz zu seinen fegenden Kollegen gleich zwei unterschiedliche Besätze: Zusätzlich zum üblichen findet sich auf dem Rücken des Uchida-Besens ein festerer zweiter Besatz mit sehr kurzen Borsten, der sich hervorragend zum Reinigen des Arbeitstisches eignet und damit einen echten Zusatznutzen bietet. – Der Besen von Uchida kostet 1470 Yen (gut 11 Euro) und ist u. a. bei Bundoki erhältlich.

NB: Es empfiehlt sich, die Borsten eines Zeichenbesen einmal im Monat einer gründlichen Reinigung in lauwarmer Seifenlage zu unterziehen.

Merkur

Mittwoch, 30. September 2009

Am heutigen Mittwoch, dem bei den alten Römern nach deren Gott Merkur „dies Mercurii” („Tag des Merkur”) genannten Wochentag, ein schneller Blick auf einen Radiergummi, der ebenfalls den Namen des Götterboten trägt.

Radierer Mercur Record 60

Den gelbweißen, 30 × 19 × 6 mm kleinen und 9 g leichten Radierer mit blauem Aufdruck schmückt außer dem Namen der mythologischen Gestalt deren Konterfei inklusive des typischen, geflügelten Helms in einer vereinfachten und für mich reizvollen Form. Darunter finden sich die Schriftzüge „RECORD” und „BRAZIL” sowie die Zahl „60″.

Radierer Mercur Record 60

Weniger reizvoll hingegen ist seine Radierleistung. Trotz der schmirgelnden Beimengung (wohl Glas- oder Bimsmehl), mit der er ziemlich abreibend zu Werke geht, vermag er den Graphit von einfachem Standard-Papier nicht vollständig zu entfernen, hinterlässt jedoch beachtliche Radierreste und geht so eher als Krümelkönig durch.

Radierer Mercur Record 60

Die Produktseite des brasilianischen Herstellers zeigt den „Record 60″ in anderem Design; ich vermute daher, dass es sich bei oben gezeigtem Stück, das ich in einem kleinen Ort an der niederländischen Nordseeküste erstanden habe, um ein Restexemplar gehandelt hat.

Gummi für Gäste

Samstag, 31. Januar 2009

Gummi für Gäste

(zum Vergrößern anklicken)

Zum Wochenende gibt’s ein Mitmachangebot! Der 500. Kommentar in diesem Weblog steht ins Haus, doch einige wenige fehlen noch bis dahin. Wer in der nächsten Zeit einen inhaltsreichen Kommentar nebst einer funktionierenden E-Mail-Adresse hinterlässt und mit diesem die 500 vollmacht, bekommt den oben gezeigten und bis jetzt offiziell nur in Japan erhältlichen Radierer SEED KESUGOMU EP-MJ-K inklusive weltweitem Versand. – Mehr zu diesem ungewöhnlichen Stück gibt es hier.

METAPHYS 44050 viss

Sonntag, 21. Dezember 2008

Hinter dieser recht kryptischen Bezeichnung verbirgt sich ein Radierer der besonderen Art, genauer: der besonderen Form, denn er hat soviel schmale Kante für das präzise Radieren wie wohl kaum ein anderer.

METAPHYS 44050 viss

(zum Vergrößern anklicken)

Der äußerst ungewöhnliche Radierer des japanischen Anbieters METAPHYS ist in einer von transparenter Folie umhüllten sowie zweifarbig bedruckten Kunststoffschachtel und damit sehr aufwändig verpackt. Auf der Folie findet sich ein Etikett mit Strichcode und den üblichen Recyclingsymbolen; die Schachtel informiert ausführlich:

METAPHYS STATIONERY 440500 viss
produced by
METAPHYS http://www.metaphys.jp
manufactured by
Fueki Nori Kogyo Co., Ltd.

Bermerkenswert ist zudem, dass die Schachtel für den schwarzen Radierer weiß und die für den weißen Radierer schwarz bedruckt ist – Details, die ich sehr schätze.

METAPHYS 44050 viss

Die Motivation des Designers Chaiki Murata hinter der an eine Schraube erinnernde Form wird auf der Verpackung beschrieben:

People who have ever used an eraser would share the same wish that if there is a comfortable and precise corner eraser which never worn out. METAPHYS translated the wish into a shape.
(Unterschrift)
DESIGN CHIAKI MURATA

Und genau das ist der Pfiff: Bei dem Durchmesser von 14 mm sorgt die Gewindeform des 59 mm langen Radierers für eine insgesamt über 66 (!) cm lange Kante.

METAPHYS 44050 viss

Der Radierer, der außer in schwarz und weiß auch noch in orange erhältlich ist, arbeitet sehr gut und krümelarm, kommt in der Leistung aber nicht ganz an andere hochwertige japanische Radierer wie z. B. den Tombow Mono, den Pilot Foam oder den Mitsubishi Mark Sheet heran; mit 315 Yen (zur Zeit etwa 2,50 Euro) ist er außerdem vergleichsweise teuer. Trotzdem ist der METAPHYS 44050 viss ein empfehlenswerter Radierer, der hält, was sein Anbieter verspricht.

METAPHYS 44050 viss

Nun, diese zwei passen leider nicht zusammen – die Steigung des Gewindes in der Mutter ist zu klein und der Radierer hat ein Linksgewinde ;-)


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