Archiv des Stichworts „Reklame”

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J.S. Staedtler 1919 (5)

Dienstag, 12. Januar 2010

Als Abhilfe für den Schwund der von mehreren Personen genutzten Schreibgeräte diente J.S. Staedtler im Katalog des Jahres 1919 seinen Kunden den „Telephonstift” an.

Telephonstift

Ausgestattet mit einer Ringkapsel ließ sich der in zwei Ausführungen und dem Härtegrad 2 erhältliche Bleistift an einer Schnur oder Kette befestigen und so zumindest gegen das versehentliche Mitnehmen sichern.

Telephonstift

Kleine Anmerkung am Rande: Der Eindruck, als handle es sich hier um eine frühe Form der heute grassierenden Apostrophitis, täuscht, denn nach meinem Wissen kam der Genetiv-Apostroph Anfang des 17. Jahrhunderts im Deutschen auf und blieb bis ins vergangene hinein üblich.

Telephonstift

Auch wenn man damals mit der nicht nur in diesem Katalog zu findenden Produktvielfalt wohl zuweilen über das Ziel hinausschoss und damit vielleicht manche Kunden verwirrt hat, so spricht sie mich doch aufgrund der zahlreichen und sorgfältig ausgeführten Details, die zudem meist einen praktischen Nutzen hatten, sehr an.

Telephonstift

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Spitzenspiel

Dienstag, 5. Januar 2010

Einem Feuerwerk gleich präsentierte die J.S. Staedtler Inc. aus Hackensack, New Jersey (USA), in dieser attraktiven Anzeige vom Ende der 1950er Jahre die aus dem damaligen West-Deutschland importierten Produkte für das Zeichnen und Schreiben.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Neben dem Fallminenstift „Technico” und dem Bleistift-Klassiker „Lumograph”, der seinem 80-jährigen Jubiläum entgegensieht, waren hier inzwischen längst verschwundene Stifte zu sehen, darunter der „Omnigraph”, der „Irremovo” sowie der „Revisor”.

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Staedtler-Stifte in Indien

Montag, 28. Dezember 2009

Auf den Gebrauch von Staedtler-Stiften zu bestehen empfahlen die Alleinvertreter Messrs. Heman & Co. aus Bombay, Indien, in dieser Anzeige auf der Rückseite eines kleinen und inzwischen wohl um die 100 Jahre alten Briefumschlags.

Staedtler-Stifte in Indien

Stellvertretend für das mit „best and cheapest” beworbene Programm von J.S. Staedtler waren zwei in Deutschland hergestellte Bleistifte der Serien „Full Moon” und „Moon” sowie ein „Mars”-Tintenstift, allesamt rund und mit ungewöhnlicher Spitze, zu sehen; soweit ich weiß, war nur letzterer auch hierzulande erhältlich.

J.S. Staedtler 1919 (4)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Eine flache, zweigeteilte Metallhülse, die einen kurzen Holzbleistift aufnahm und entweder diesen verlängerte oder die (Westen-)Tasche, in der er leicht Platz fand, vor dessen Spitze schützte, zeigte die Seite 75 des Katalogs von J.S. Staedtler aus dem Jahr 1919.

Umsteckschoner

Für den umzusteckenden Schoner, der sich nach Angaben des Herstellers besonders gut an das Reisepublikum verkaufen ließ, gab es gleich drei verschieden ausgeführte Blei- und einen Kopierstift, wobei letzterer als (mir unbekannt) „velourpoliert” beschrieben wurde; eine Variante war gar gerieft. – Welches Holz statt der Zeder zum Einsatz kam und was das „weiße Metall” war, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden.

Ich möchte mich wieder einer (zugegebenermaßen redundanten) Montage bedienen, um das im Katalog nicht Gezeigte zu ergänzen:

Umsteckschoner (Montage)

Die Form der 62,5 mm langen und mit silberfarbenem Prägedruck versehenen Bleistifte ist aus heutiger Sicht ungewöhnlich, denn während ihr Profil an ein abgerundetes Rechteck und damit an Zimmermannsbleistifte erinnert, zeigt die untere Abbildung keine rechteckige wie in diesen, sondern eine runde (oder ovale). – Den Härtegrad nennt der Katalog nicht; auch fehlt der Hinweis auf einen geeigneten Spitzer.

Umsteckschoner

Das Funktionsprinzip dieses Umsteckschoners ähnelt dem der sog. „bullet pencils”, von denen man sagt, dass ihr Ursprung in den US-amerikanischen Bürgerkrieg zurückreiche; damals sollen Soldaten kurze Bleistifte in leere Patronenhülsen gesteckt haben, um sie besser verstauen zu können.

Umsteckschoner

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Markiges Marketing (14)

Montag, 7. Dezember 2009

Bleistifte von Brevillier & Urban

Als gut bestückten Fahnenmast weit über den Globus hinausragen ließ Brevillier & Urban einen klassisch-gelben Bleistift und stellte ihn auf dieser gut 90 Jahre alten und 45 × 30 mm² großen Reklamemarke aus der Vogelperspektive dar. Ein farbenfrohes und in meinen Augen grafisch reizvolles Stück Gebrauchsgrafik!

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Gestaltungsmittel

Samstag, 5. Dezember 2009

Einen echten Hingucker in Form eines viereckigen Rades präsentierte die J.S. STAEDTLER Inc. in Hackensack, New Jersey (USA), den Lesern der Zeitschrift „Civil Engineering” im Mai 1960 und schaffte damit den richtigen Rahmen, um allen Vordenkern die Zeichenprodukte der aus Deutschland importierten Spitzenreihe MARS zur professionellen Visualisierung ihrer zukunftsweisenden Ideen anzudienen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Die MARS-Serie war zur damaligen Zeit bereits etabliert, doch ob der Konstrukteur des drei Jahre zuvor patentierten eckigen Rades, das an schwerem Gerät und im rauhen Gelände seine Vorzüge zeigen sollte, ebenfalls damit gearbeitet hat, bleibt offen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)   Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Neben den bekannten und schon mehrfach erwähnten Stiften und Minen wurden die „Non-Print pencils and leads” beworben; ob es sich bei diesen um die Vorläufer der später mit dem Namenszusatz „Non-Repro” angebotenen Artikel gehandelt hat, konnte ich bis jetzt leider nicht herausfinden.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Hier zu sehen sind auch die bis 1991 gebräuchlichen Zwingchen am Minenende, die das Herausfallen bei geöffneter Klemmzange verhinderten.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

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Graphitperipherie

Freitag, 4. Dezember 2009

Aus unerfindlichen Gründen steht mir der Sinn zurzeit nach Paraphernalien, und so kommt hier ein gleichermaßen nützlicher wie dekorativer Gegenstand, der mich schon eine ganze Weile täglich sowohl informiert als auch erfreut.

Wand-Thermometer von STAEDTLER

Dieser Artikel, eine 208 × 8 mm² große Halterung mit einem 70 mm langen Thermometer für den Messbereich von –5 bis +40 °C und einer Öse zum Aufhängen, warb in den 1950er Jahren für STAEDTLER im Allgemeinen und die in blau gehaltenen Spitzenprodukte der Reihe MARS LUMOGRAPH, die mit dem holzgefassten Bleistift 2886 und dem Fallminenstift TECHNICO vertreten waren, im Besonderen.

J.S. Staedtler 1919 (3)

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Nach dem Straßenbahn-Patentstift hier nun ein weiterer bemerkenswerter Artikel aus dem Katalog des Jahres 1919 von J.S. Staedtler.

Taschen-Bleistift „Famulus”

Der Taschen-Bleistift „Famulus” war nicht nur vom Namen her ein Helfer, sondern auch mit seiner sehr ungewöhnlichen Ausstattung, denn sein Spitzenschoner war als Schreibfeder ausgeführt. Zur Abdeckung dieser oder (wenn man die Feder nicht nutzte) der Spitze des Bleistifts diente eine Oberkapsel, die zudem in einer Variante mit eingeschraubtem Radierer erhältlich war. Und wie sah dieses Multitalent aus, wenn man alle Teile zusammensteckte?

Taschen-Bleistift „Famulus” (Montage)

Da sich ein solch kostbares Stück leider nicht in meinem Fundus befindet, möchte ich mich mit einer (hoffentlich weitgehend realistischen) Montage behelfen:

Taschen-Bleistift „Famulus” (Montage)

Geht man davon aus, dass der runde und mit silberfarbenem Prägedruck sowie dekorativer Metallkapsel versehene Taschen-Bleistift 8 mm dick war, so ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 13 cm – ein gutes Maß für Hemd- und Jackentasche.

Taschen-Bleistift „Famulus” (Detail)

Zweifellos ein pfiffiger und ansprechender Begleiter, dieser „Famulus”!

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