Archiv des Stichworts „Set”

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Schwan Kartothello

Sonntag, 2. Juli 2017

Aus dem Museumskeller dieses Weblogs: Das Landkartenschreiber-Etui „Kartothello” Nr. 1411 von Schwan im Set mit Zubehör.

Schwan Kartothello

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Im Vergleich zu ähnlichen Sets ist es reichhaltig ausgestattet: Neben fünf Farbstiften ent­hält es einen Spitzer, einen Radiergummi, einen kurzen Bleistift1, einen Verlängerer sowie einen Kilometermesser aus Metall. – Unnötig zu sagen, dass der Radiergummi seine beste Zeit lange hinter sich hat.

Schwan Kartothello

Die runden, werkseitig gespitzen Farbstifte haben offene Enden und 4 mm dicke Minen, die fest und kreidig sind; beim verwendeten Holz tippe ich auf Zeder2. – Man beachte die pfiffige Schreibweise des Firmennamens, der hier als „Schwan” und „Swan” gelesen wer­den kann und damit mehrsprachig wird.

Schwan Kartothello

Der hexagonale Bleistift der Marke „Othello” hat den Härtegrad 1 (= B) und schreibt be­merkenswert leicht und sauber.

Schwan Kartothello

Mit dem Kilometermesser ließen sich für vier verschiedene Kartenmaßstäbe die Strecken von der Karte ablesen und mithilfe der aufgedruckten Umrechungen daraus die Marsch­leistung, d. h. die pro Tag voraussichtlich zurückgelegte Strecke, ermitteln.

Schwan Kartothello

Wie diese Reklame aus dem Jahr 1938 belegt, handelte es sich bei den Produkten der Marke „Kartothello” um „[a]bwischbare Farbkreiden und -Stifte zur militärischen Karten­beschriftung”.

Schwan Kartothello

Es fällt auf, dass die Stifte in dieser Reklame lackiert und anders bedruckt sind. Sollten die­se Abbildungen korrekt sein, so könnten die hier gezeigten unlackierten späteren Datums sein.

Schwan Kartothello

Neben dem Set mit Zubehör gab es noch eines nur mit Farbstiften. Die in meinem Exem­plar sind lackiert und tragen das zudem sog. „Schwan-Auge”3; ihre Minen sind weicher und mit 4,5 mm etwas dicker.

Schwan Kartothello

Die deutschen Etiketten auf dem Deckel und im Inneren wurden mit englischsprachigen überklebt4.

Schwan Kartothello

Für mich ein interessantes Stück Schreibwaren-Geschichte!

Anm.: Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich auch diesmal um das Blatt Lauter­bach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.

  1. Diese kurzen Stifte werden oft als „Halbstifte” bezeichnet.
  2. Genauer: Weihrauch-Zeder.
  3. In Anlehnung an den Namen des Firmengründers Gustav Adam Schwanhäuser wurde der Schwan 1875 als Bildmarke eingetragen.
  4. Die Nummer auf dem Produkt (1411) passt nicht zu der in der Reklame (1412).

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Donnerstag, 22. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers am 12. Juni 2017 hat Faber-Castell eine auf 15.000 Exemplare limitierte Edition der „Polygrade”-Bleistifte von A.W. Faber herausge­geben1.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Der „Polygrade” wurde 1837 in Paris vorgestellt2. Mit ihm kam zum ersten Mal ein Bleistift­sortiment auf den Markt, das mehrere Härtegrade in einem Set vereinte. Zudem wurde besonderen Wert auf die Gestaltung der Stifte und ihrer Verpackung gelegt, und an dieser hat man sich auch beim Jubiläumsset orientiert: Die zwölf Stifte in den Härten HHHHH bis BBBBB3 sind rund, schwarz lackiert, linksbündig goldfarben bedruckt und ungespitzt4. Den Deckel und die Innenseite der Schachtel zieren die Medaillen, die der „Polygrade” errungen hat5.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Zum Jubiläumset gehört eine 52-seitige Broschüre, die in acht Sprachen über die Unter­nehmensgeschichte A.W. Fabers und den „Polygrade” informiert.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Wie früher enthält die Innenseite des Deckels Details zu den Härtegraden und zur Verwen­dung der Bleistifte.

A.W. Faber „Polygrades”-Edition

Mir ist nicht so ganz klar, welches historische Original die Vorlage für dieses Jubiläumsset war. Mal abgesehen davon, dass es verschiedene Sets gab (siehe z. B. „A. W. Faber's Poly­grade Lead Pencils” bei pencil talk und „To Edith From Will” bei Contrapuntalism), kann das erste noch nicht mit den Medaillen geschmückt gewesen sein, mit denen es später ausge­zeichnet wurde.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Die runden, ungespitzten Bleistifte haben einen Durchmesser von 7,3 mm und 2 mm dicke Minen (die der Grade 4B und 5B sind 3 mm dick). Der matte Lack ist glatt und regelmäßig und der goldfarbene Prägedruck6 sehr sauber; eine Blindprägung gibt es nicht. Ebenso wie die Stifte7 zeigen auch der Karton und die Broschüre eine sehr gute Verarbeitungsqualität. – Noch konnte ich mich nicht dazu durchringen, die Stifte anzuspitzen8 und zu testen; ich vermute allerdings, dass man die Minen des 9000 benutzt hat.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Das „Polygrades”-Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Die Pressemitteilung gibt es hier.
  2. 1905 hat der Castell 9000 den „Polygrade” abgelöst.
  3. Diese Angabe der Härtegrade war damals üblich; auch STAEDTLER hat sie genutzt.
  4. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.
  5. Auf der Rückseite heißt es:
    Limited Edition 2017
    In Honour of Lothar von Faber's 200th Birthday
    Faber-Castell AG ⋅ 90546 Stein ⋅ Germany
  6. Ich wüsste gerne, ob das Zeichen zwischen Härtegrad und „A.W. Faber” nur Dekoration ist oder eine Bedeutung hat.
  7. Angesichts der Maserung gehe ich davon aus, dass sie aus Weihrauch-Zeder gefertigt wurden (alles andere wäre diesen Bleistiften auch nicht würdig).
  8. Wollte ich das historisch korrekt machen, so müsste ich ein Messer nehmen, denn Spitzer, wie wir sie heute kennen, gab es zur Zeit der „Polygrades” noch nicht.

A.W. Faber Ingenieur-Stifte

Freitag, 19. Dezember 2014

Über dieses Set mit zwölf kurzen Farbstiften, die eine recht harte, 4 mm dicke Mine haben, weiß ich nichts, und so gibt es nur Fotos.

A.W. Faber Ingenieur-Stifte

A.W. Faber Ingenieur-Stifte

A.W. Faber Ingenieur-Stifte

A.W. Faber Ingenieur-Stifte

A.W. Faber Ingenieur-Stifte

A.W. Faber Ingenieur-Stifte

Eberhard Faber Cartograph 540

Montag, 1. Dezember 2014

Den Landkartenstift Cartograph von Eberhard Faber gab es auch in kurzer Ausführung.

Eberhard Faber Cartograph 540

Die nur 91 × 50 mm kleine und 10 mm flache Blechdose ist mit jeweils zwei gelben, grü­nen und schwarzen Stiften ungewöhnlich befüllt1. Sie sind rund, 86 mm lang, 7,4 mm dick und haben eine 4,4 mm dicke Mine.

Eberhard Faber Cartograph 540

Die topografische Karte im Hintergrund ist das Messtischblatt 3173, Kleinsassen, her­ausgegeben vom Reichsamt für Landesaufnahme 1936.

Das war's auch schon für heute.

  1. Es kann sein, dass dies nicht die Originalzusammenstellung ist.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Nicht nur Schwan hatte Techniker-Etuis im Sortiment, sondern auch J.S. Staedtler, wie dieser Ausschnitt aus dem Katalog von 1919 zeigt.

J.S. Staedtler 1919 (9)

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Die Pappschachtel, deren Gestaltung mich an das Krokier-Etui Nr. 3144 von Johann Faber erinnert, enthielt zehn kurze, runde Farbstifte, die wahlweise unbehandelt oder poliert wa­ren. (Mit „poliert” bezeichnete damals lackierte Stifte, denn diese wurden oft noch von Hand mit einem Tuch poliert.)

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie man auf die Länge von 11 cm kam, ist mir unklar (auch die Herkunft der Standard­länge von 17,5 mm kenne ich bis heute nicht).

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Gestaltung sowohl des Etuis als auch des Katalogs finde ich ansprechend. Für den Men­gensatz kam die Behrens Antiqua von Peter Behrens und für die Überschriften die Fette Bernhard-Antiqua von Prof. Lucian Bernhard zum Einsatz; beide Schriftarten gefallen mir. – Ich halte es für möglich, dass der Rahmenschmuck des Etiketts ebenfalls von Peter Beh­rens stammt

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Lücken in der Nummerierung dürften darauf zurückzuführen sein, dass die Stifte dieses Etuis ein Teil des kompletten Sortiments waren.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie bei den Landkartenstiften zeigten Abbildungen die Verwendung des Inhalts – für mich ein weiteres reizvolles Detail.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Der kleine Mond, diesmal recht ernst, durfte natürlich nicht fehlen.

J.S. Staedtler 1919 (9)

 Katalogtitel | J.S. Staedtler 1919 | Zeichenstift „Vorwärts” 

STABILO 8770

Montag, 21. Januar 2013

Gut 30 Jahre alt ist dieses Etui von STABILO, das es mir aus mehreren Gründen angetan hat.

STABILO 8770

Das Etui 8770 für „Ingenieure, Architekten, Techniker” (so der Text im Innern) ist aus mit Kaliko überzogenem Karton, 180 × 103 × 15 mm groß und enthält zwölf Farbstifte. Seine Gestaltung in Schwarz, Gold und Weiß finde ich geschmackvoll.

STABILO 8770

Die Innenseite der mit einem Druckknopf zu verschließenden Klappe zeigt Schraffuren und Farben für die Darstellung verschiedener Materialien1 nach DIN 2012 und nennt die korre­spondierenden Nummern der Stifte sowie die Farbnamen. Wie schon bei den Landkarten­stiften (z. B. dem LYRA-ORLOW № 2736 oder dem Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144) spricht mich die Ästhetik dieser Legende an. – Den roten Stift mit STABILO-Schriftzug und weißem Schwan halte ich für ein weiteres gelungenes Detail.

STABILO 8770

Ein Abgleich der Legende mit dem Inhalt zeigt, dass das Etui die richtigen Stifte enthält – nicht immer selbstverständlich bei antiquarischen Stücken wie diesem.

STABILO 8770

Die Stifte in diesem Etui haben ihren Ursprung im 1925 von Schwan vorgestellten Dünn­kernfarbstift, dessen Stabilität den Namen „Stabilo” (später „STABILO”) hervorbrachte. Sie sind hexagonal, werkseitig gespitzt und aus Zedernholz; in ihrem 7,6 mm dicken Schaft (Schlüsselweite 7 mm) steckt eine wasservermalbare 2,5-mm-Mine.

STABILO 8770

Der silberfarbene Folienprägedruck der Farbstifte läuft zur Spitze hin; bei den aktuellen Stif­ten von STABILO ist es umgekehrt3. Neben der Farbnummer4 (die heute anders auf­gebaut ist) zeigt er zwei Rauten mit umschließendem Rechteck, deren Bedeutung und Geschichte ich leider nicht kenne. – Die Blindprägungen 380, 480 und 181 belegen, dass die Stifte zwischen März 1980 und Januar 1981 hergestellt wurden.

STABILO 8770

Das sog. Schwan-Auge, ein für mich sehr schönes Gestaltungselement, ziert die auf das abgerundete Stiftende beschränkte Tauchkappe des Farbstifts.

STABILO 8770

Die Entnahme der Stifte wird dadurch erleichtert, dass sich das Unterteil auf etwa einem Viertel der Länge nach unten klappen lässt. Vermutlich sollte das Gummiband auf der Rück­seite den heruntergeklappten Teil in der geöffneten Position halten, aber es ist ausge­leiert.

STABILO 8770

Ein Formteil aus Kunststoff hält die Stifte am Platz.

STABILO 8770

Wie das Etui sind auch die Stifte in einem außerordentlich guten Zustand; lediglich der Lack des grauen ist entlang des Prägedrucks eingerissen. Es mag irrational klingen, doch da die Farbstifte noch unbenutzt sind, konnte ich es bis jetzt nicht übers Herz bringen, sie zu testen (ich bin mir jedoch sicher, dass sie mir zusagen würden).

STABILO 8770

Außer diesem gab es noch andere Etuis mit 12 und 24 Farben, darunter eines für die Fotoretusche.

STABILO 8770

Die Konstruktion, die Gestaltung und die technische Ausrichtung dieses Etuis gefallen mir sehr gut, und so finde ich es schade, dass es nicht mehr erhältlich ist.

Nachtrag vom 12.2.13: Die Beschriftung des STABILO wurde gegen 1989 von links- auf rechtsläufig umgestellt. Andere Produkte waren jedoch bereits lange vorher rechtsläufig bedruckt, was zu ungewöhnlichen Werbefotos geführt hat: Manche Stifte zeigten mit der Spitze nach rechts, andere nach links, und wenn alle Spitzen in die gleiche Richtung zeigen sollten, stand die Schrift einiger Stifte auf dem Kopf. – Das Gummiband des Etuis hat aktiv die Klappe geöffnet, wurde also, wenn das Etui geschlossen war, unter Spannung gehal­ten; dies erklärt auch, warum es jetzt ausgeleiert ist. – Das hier gezeigte STABILO-Logo wurde von 1960 bis 1987 benutzt. – Das Schwan-Auge wurde im April 1938 als Patent eingetragen und erstmals beim STABILO Cellomin ab 1939 verwendet. – Danke an Herbert R. für diese Details!

  1. Am Rande: Wie Ken Baynes und Francis Pugh in „The Art of the Engineer” schreiben, hat man in der technischen Zeichnung des 18. Jahrhunderts Farben nicht nur zur Darstellung des Mate­rials, sondern manchmal auch zur Kenntlichmachung der Funktion genutzt.
  2. Die DIN 201 wurde 2002 durch die DIN ISO 128-50 abgelöst.
  3. Es wäre interessant zu wissen, wann man die Richtung geändert hat.
  4. Die Lücken in der Nummerierung kommen daher, dass die Stifte dieses Etuis nur ein Teil des Sortiments waren.

J.S. Staedtler Kartochrom

Sonntag, 6. Januar 2013

Gedacht für das Zeichnen auf Generalstabskarten und damit für den militärischen Gebrauch war der Kartochrom von J.S. Staedtler.

J.S. Staedtler Kartochrom

Die an einer Seite offene Schiebeschachtel aus festem Karton misst etwa 178 × 41 × 16 mm, ist vollständig mit marmoriertem Papier beklebt und trägt ein Etikett.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der innere Teil, dessen Entnahme durch eine Aussparung und ein Textilband erleichtert wird, ist mit dem gleichen marmorierten Papier eingefasst und mehrfach unterteilt.

J.S. Staedtler Kartochrom

Enthalten sind noch vier vollständige Kartochrom in Rot, Blau und Schwarz, drei Bruch­stücke sowie ein doppelseitiger Halter aus Holz. Ob diese Teile zum ursprünglichen Inhalt gehören oder später hinzukamen, vermag ich nicht zu sagen.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der Kartochrom ist knapp 68 mm lang, 5 mm dick und mit einer Papierung versehen. Er hat eine kreidige Konsistenz, ist bruchempfindlich und lässt sich von Papier weder voll­ständig radieren noch abwischen.

J.S. Staedtler Kartochrom

Ebenso wie beim Landkartenstift von Eberhard Faber und dem Eberhard Faber Cartograph 541 zeigt das Etikett einen Kartenausschnitt1 mit blauen und roten Markierungen; vermut­lich sollten erstere die Position der eigenen und letztere die der gegnerischen Truppen kennzeichnen2.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der 150 mm lange hölzerne Halter ist geschlitzt; ein Überwurf aus Kunststoff klemmt den Kartochrom fest.

J.S. Staedtler Kartochrom

Der Schriftzug „Kartochrom” und der erklärende Text sind in einer gebrochenen Grotesk gesetzt. Schriften dieses Stils kamen zu Beginn der 1930er Jahre auf den Markt, so dass das Etui gut 75 Jahre alt sein könnte.

J.S. Staedtler Kartochrom

Die topografische Karte im Hintergrund ist das Messtischblatt 3173, Kleinsassen, her­ausgegeben vom Reichsamt für Landesaufnahme 1936.

  1. Die Orte Hettingen und Rinschheim gehören heute zur Stadt Buchen im Odenwald.
  2. Das ankerförmige Symbol links oben und rechts oben könnte ein taktisches Zeichen für eine Waffe sein, aber da kann ich nur spekulieren.

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

Donnerstag, 15. März 2012

Mindestens 70 Jahre1 alt ist dieses Krokier-Set2, das Johann Faber seinen Kunden zur militä­rischen Nutzung angedient hat.

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

(Bilder3 zum Vergrößern anklicken)

Das 120 × 57 × 28 mm große, zweiteilige Etui aus überzogenem Karton ist beidseitig und ausführlich beschriftet. Es ist bemerkenswert gut erhalten; lediglich zwei abgegriffene Stel­len an der Unterseite des Innenteils zeugen von seiner Benutzung.

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

Die Rückseite trägt eine detaillierte Legende zur Kartografie des Militärs, den Maßstab und eine umlaufende Skala.

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

Von den ursprünglich zwölf Farbstiften enthält das Set noch neun. Sie sind knapp 11 cm lang, 7,5 mm dick, runden Querschnitts und haben eine 3 mm starke Mine. Im Gegensatz zu der einiger anderer hier gezeigter Landkartenstifte ist diese Mine nicht kreidig, sondern eine normale Farbmine, die man aber recht gut radieren kann.

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

Die Stifte tragen den Schriftzug „Johann Faber”, dessen Logo aus Schlägel und Eisen, den Farbnahmen, eine Zahl (vermutlich die Nummer im Set4) sowie eine Kombination aus Zahl und Buchstabe in Klammern, die sich in der Legende auf der Vorderseite5 des Etuis wie­derfindet.

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

Die ausführliche und zudem gelungene Beschriftung sowohl des Krokier-Sets als auch der Stifte beeindruckt mich, ebenso manches Detail wie z. B. die Schreibweise von „Nr.” und der Schriftzug „Johann Faber” auf den Stiften.

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

Ein sehr schönes Stück!

Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144

  1. Die vollständige Übernahme von Johann Faber durch Faber-Castell erfolgte laut Georg Büttners Bleistiftseiten im Jahr 1942.
  2. „Krokier” stammt vom franz. „croquis” (Skizze, Entwurfszeichnung); eine Geländezeichnung wird im Deutschen auch „Kroki” genannt.
  3. Die topografische Karte im Hintergrund ist auch diesmal das Blatt Lau­terbach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.
  4. Vorhanden sind 1, 3–6, 8 und 10–12.
  5. Es sieht so aus, als hätte die für das Wiesengrün genutzte Druckfarbe im Laufe der Jahrzehnte gelitten.
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