Archiv des Stichworts „Spitzer”

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„Make your point and stay sharp!”

Montag, 21. November 2011

Online seit einem Vierteljahr, doch für mich neu ist das Weblog „Make your point and stay sharp!”. Die Details zu Kurbelspitzmaschinen in Wort und Bild sind beeindruckend und ver­dienen volle Aufmerksamkeit – ich werde das Blog gespannt verfolgen.

Scharfes Ding

Montag, 10. Oktober 2011

Der für mich schönste Handspitzer ist die „Granate” von Möbius+Ruppert, und so benutze ich ihn oft1. Klar, dass dann auch mal ein Messerwechsel fällig ist.

Scharfes Ding

Der im fränkischen Erlangen ansässige Hersteller fertig seine Handspitzer seit fast 90 Jah­ren2 in Deutschland und setzt dazu Maschinen und Verfahren aus eigener Entwicklung ein. Noch recht neu ist jedoch, dass man das nun auch den Messern für die „Granate”3 ansieht, denn diese tragen jetzt eine entsprechende Prägung.

Scharfes Ding

Das gefällt mir ebenso gut wie die sehr hohe Qualität des Produkts.

  1. Von den manuellen Langkonus-Spitzern bin ich abgekommen, da sie mir zu gefräßig sind. – Übrigens spricht die Branche bei der Spitzenform, wie sie die „Granate” liefert, bereits vom „Langkonus” und nennt die stumpfere Form z. B. für Kosmetikstifte „Kurzkonus”
  2. Das 90-jährige Bestehen wird 2012 gefeiert.
  3. Diese sind übrigens etwas schmaler als die für andere Spitzer.

President

Donnerstag, 22. September 2011

Ein bemerkenswertes Gerät zum Spitzen von Bleistiften bewarb diese 64 × 98 mm große Anzeige aus dem Jahr 1891.

President

Während bei heutigen Spitzmaschinen der Stift ruht und der Fräser um ihn herumgeführt wird, war es beim „President” der Baltimore Specialty Company umgekehrt: Hier steckte man den Bleistift in die Führung und drehte ihn um das feststehende Schneidwerkzeug.

President

Neben der Gestaltung des Spitzers und seiner Darstellung mit einem gleichermaßen infor­mativen wie dekorativen Ausbruch gefällt mir die Sprache: „The illustration clearly shows that the ‚President’ cannot avoid doing perfect work; it will make a pencil point as you have never supposed possible, and in doing it neither the finger nor the floor will be soiled.” Sehr schön!

President

Die Funktionsweise verlangte jedoch einen bestimmten Durchmesser des Stifts; ob es die Möglichkeit gab, den Drehradius zu ändern, kann ich nicht erkennen.

President

Der „President” setzte eine Erfindung von G.H. Coursen um, die 1888 in den USA unter der Nummer 388533 patentiert wurde.

President

Spitzer 1035

Donnerstag, 8. September 2011

Heute ein rascher Blick auf die etwa 72 × 149 mm große und mit einer ausführlichen Ge­brauchsanweisung bedruckten Papiertüte des Minenschärfers „Spitzer 1035″ der W. Hebel KG.

Spitzer 1035

Das Beispiel „1a univers” finde ich klasse.

Der ähnlich einem Klappmesser ausgeführte Spitzer war mit einigen Bögen Sandpapier zum Schärfen sowie mit einer weich ausgeschlagenen Nut zum Reinigen der Mine ausgestattet. Da der Minenstaub weder aufgefangen noch vom Gehäuse des Geräts zurückgehalten wurde, konnte man sicher sein, dass er sich selbst bei sorgfältigster Handhabung auch dort niederließ, wo man ihn überhaupt nicht haben wollte. Ich habe den Spitzer trotzdem ge­mocht, nicht zuletzt wegen dieser sorgfältigen Beschreibung.

Spitzer 1035

Irgendwo muss ich den „Spitzer 1035″ noch haben; wenn er auftaucht, reiche ich ein Foto nach.

To my English readers: Have you heard of the term „drawing presser pencil” before?

0900-SPITZER

Montag, 29. August 2011

0900-SPITZER

0900-SPITZER

Das schnell und sparsam arbeitende Bürogerät

Samstag, 13. August 2011

Aus einer Postwurfsendung („An alle Fabriken”) des Bürobedarfshauses Georg Müller, Ha­gen/Westfalen, etwa 1949:

Das schnell und sparsam arbeitende Bürogerät

Besonders gut gefallen mir die Beschreibung des schnell und sparsam arbeitenden Büro­geräts und die tz-Ligatur.

Das schnell und sparsam arbeitende Bürogerät

Mehr fällt mir dazu heute nicht ein.

Spitzer spitzen (5)

Freitag, 20. Mai 2011

Die früheste mir bekannte Erwähnung eines Spitzers, der spitzer spitzt als andere Spitzer1, findet sich im bereits genannten Katalog von Möbius+Ruppert aus dem Jahre 1938.

Spitzer spitzen (5)

Der „Artena Nr. 92″, gefertigt aus der mir noch unbekannten Pressmasse „Moritul”2, ähnelt mit seiner sog. Bettstattform dem Long Point 400 von KUM, der einen vergleichbaren Spitzwinkel produziert, aber auch dem M+R 202.

Spitzer spitzen (5)

Die vergleichende Illustration lässt das Herz aller Langkonus-Liebhaber höher schlagen (und über die etwas verunglückte Perspektive hinwegsehen).

Spitzer spitzen (5)

Auch wenn ich den Langkonus-Spitzer nicht mehr so oft und dafür die Kurbelspitzmaschine Carl Decade DE-100 um so öfter benutze: Den „Artena Nr. 92″ nähme ich sofort.

Nachtrag vom 27.5.11: Was verbirgt sich hinter „Moritul”?

„Moritul” ist ein Phantasie-Materialname von M+R. Das bis 1992 genutzte Logo dieses Her­stellers hatte zwischen M und R zwei Geodreiecke und ein Spitzloch, wobei letzteres oft für ein „O” gehalten wurde und das Logo dann als „MOR” erschien.

Altes Logo von Möbius+Ruppert

(Die Anzeige, aus der dieser Ausschnitt stammt, ist hier zu sehen.)

Eine bis in die 1950er Jahre übliche Bezeichnung für das heutige Polystyrol war „Trolitul”. Dieser Markenname der Dynamit Nobel AG lieferte die Zeichen „ITUL”, und so entstand der Name „Moritul” für das Material der damaligen Kunststoff-Spitzer von Möbius+Ruppert.

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  1. Siehe „Spitzer spitzen”.
  2. Nein, Herr Google, „morituri” meinte ich nicht.

Artena Nr. 64

Sonntag, 15. Mai 2011

Artena Nr. 64

Einen bemerkenswerten Bleistiftspitzer zeigte der Katalog von Möbius+Ruppert um 1938.

Artena Nr. 64

Der aus zwei zueinander verdrehbaren Teilen bestehende Spitzer „Artena Nr. 64″ bot drei Möglichkeiten, den Bleistift in Form zu bringen.

Artena Nr. 64

Neben der üblichen konnte der Artena die damals im technische Zeichnen gebräuchliche Spitze produzieren, ähnlich dem heute noch erhältlichen Spezialspitzer M+R 207.

Artena Nr. 64

Die dreisprachige Präsentation des Spitzers empfinde ich als gelungen, wozu auch die gut zehn Jahre vorher geschaffene und für die Überschriften genutzte Futura von Paul Ren­ner beiträgt (man beachte die tz-Ligatur). – Den Schriftzug auf dem Display hat man wohl der Futura Black nachempfunden.

Artena Nr. 64

Vielen Dank an Möbius+Ruppert für die Leihgabe dieses historischen Katalogs und die Ge­nehmigung zur Veröffentlichung!


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