Archiv des Stichworts „Sprache”

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Aufgeschnappt

Samstag, den 3. Juli 2010

In einer Gaststätte:

Gast (am Tisch sitzend): Ein Fass vom Pils!
Bedienung: Zum hier Trinken?

Ampfel

Montag, den 13. Juli 2009

Ampfel

Begriffserklärung

Dienstag, den 7. Juli 2009

Zir|pus, der; -, -se: der Zirkus, den die Grillen machen, wenn sie an einem Sommerabend so richtig laut zirpen.

Lückenfüller

Freitag, den 27. März 2009

Ab und zu denke ich nach (ja, am Anfang hat mich das auch überrascht, aber inzwischen konnte ich mich daran gewöhnen). So habe ich heute früh mal wieder besonders gründlich nachgedacht und mich gefragt: Gibt es ein Wort für die Wörter, die es nicht gibt?

Meines Wissens gibt es keinen Imperativ von „wollen” (wozu auch). Die Formulierung „du musst jetzt wollen” zeigt den fragwürdigen Sinn dieses Wortes, das man jedoch zweifellos so erschaffen könnte, dass es formalen Ansprüchen genügt und im Wörterbuch nicht auffällt. Wer noch mehr nachdenkt als ich, findet sicher schnell weitere, nicht existierende Wörter, die ähnliche Eigenschaften aufweisen und für die ich einen Oberbegriff suche. – Soweit ich weiß, handelt es sich hier nicht um die sog. „lexikalische Lücke”*, denn im genannten Beispiel fehlt ja nicht die Umschreibung eines Konzepts, sondern lediglich ein Modus eines Verbs (aber da lasse ich mich gerne von linguistisch Kundigen aufschlauen).

Sollte es allerdings für die Wörter, die es nicht gibt, kein Wort geben, so wäre das wohl eine Rekursion und damit weitaus kniffliger als mir lieb ist.

Wer hat einen passenden Sammelbegriff parat?

* nicht zu verwechseln mit des Lexikalikers (Zahn-)Lücke

Breckfast

Montag, den 15. Dezember 2008

Heißt das jetzt eigentlich „die Nusscorner” oder „der Nusscorner”? Nicht dass ich gleich mit meiner ersten Bestellung anecke.

Punktlandung

Freitag, den 21. November 2008

Fahrradständer an einer Bäckerei in Rüsselsheim

Oder vielleicht doch eher ein Bauchplatscher? Wie auch immer: Offenbar bleibt einem auch wirklich gar nichts erspart.

An der Haftgrenze

Freitag, den 14. November 2008

Anlässlich des Weltfinanzgipfels sprach Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) von den angestrebten Regulierungen für den Finanzmarkt als „Leitplanken für die Irrationalität” (Quelle: hr2, 14.11.08, 8-Uhr-Nachrichten).

Leitplanke

Leitplanke (für Autos, nicht für die Irrationalität)

„Leitplanken für die Irrationalität”? Mich und meinen fahrbaren Untersatz hat’s ja fast aus der Kurve gehauen, als mir diese Sprachkonstruktion aus dem Autoradio entgegenkam. Ich bin ja auch gerne hin und wieder abseits der Spurrillen unterwegs, doch angesichts der verschlungenen Pfade dieser sprachlichen Offroader kann ich nur noch staunen.

So, genug scherzgetextet – ich spitze jetzt Ohren und Bleistift für die nächsten Zieleinläufe unserer Wortsportler in Berlin.

Brotkunst-Los

Mittwoch, den 5. November 2008

Brotkunst-Los

„Appetit auf einen Job?” fragt ein Anbieter von belegtem Backwerk, der für seine noch zu eröffnende Filiale im Wiesbadener Hauptbahnhof einen „Sandwich Artist” sucht. Was um alles in der Welt macht ein „Sandwich Artist”? An dieser Frage werde ich wohl noch eine ganze Weile zu knabbern haben.

Freitagsfiguren

Freitag, den 22. August 2008

„Ich”, sagt die erste der drei Figuren, „helfe den Menschen immer dann, wenn sie besonders eindringlich wirken oder Wichtiges betonen wollen.” „Und wenn jemand weniger schreiben oder etwas lediglich andeuten möchte, dann bin ich zur Stelle”, erwidert die zweite, doch die dritte schmunzelt nur. „Mich gibt’s sogar im Weltall, und entdeckt hat man mich dort bereits vor über vierhundert Jahren.”

Welchen Namen haben diese drei Figuren gemein? Wer als erste(r) einen Kommentar mit der richtigen Lösung und einer funktionierenden E-Mail-Adresse hinterlässt, bekommt – nein, nicht schon wieder einen Lexikaliker-Bleistift, sondern den sehr hochwertigen und in Deutschland nicht erhältlichen Stangen-Radierer „Mono one” des bekannten japanischen Herstellers Tombow (selbstverständlich frei Haus).

Stangen-Radierer Tombow Mono one

Am Montag um die gleiche Zeit löse ich das Rätsel auf, sollte es bis dahin kein anderer getan haben.

Jungbrunnen

Mittwoch, den 13. August 2008

Jungbrunnen

Mit dieser bemerkenswerten Aufstellung seiner pflegenden Leistungen wirbt ein „Beauty & Wellness”-Anbieter aus meiner näheren Umgebung, jedoch nicht ohne mich rätseln zu lassen. Welche Behandlung wird denn mir und meinem Körper in der Saftquelle zuteil, nachdem meine Haare dauerhaft entfernt, meine Haut verjüngt und meine Falten reduziert wurden? Darf ich darin planschen, um wieder feucht hinter den Ohren zu werden, oder muss ich davon trinken? Oder ergießen sich dort gar Körpersäfte? Wenn ja, wessen? Wie auch immer – Neugierde hält jung, und so wirkt die Saftquelle bereits aus der Ferne auf mich. Ich muss da wohl mal mit einem Probierglas vorstellig werden, um meinen Wissensdurst zu stillen.

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