Archiv des Stichworts „Tiere”

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Stift und Stachel

Montag, 19. September 2011

Stift und Stachel

Die Joseph Dixon Crucible Co. sah wohl im „tough point” die Gemeinsamkeit von Biene und Bleistift und vereinte beide in dieser 68 × 27 mm² kleinen Anzeige, die 1893 im Harper’s Magazine erschien.

Nachtrag vom 19.9.11: Sean von „The Blackwing Pages” hat mir dieses Foto geschickt, das den schönen alliterierenden Titel „The Perils of Pencil Photography” trägt und perfekt zu der Anzeige passt:

The Perils of Pencil Photography

Vielen Dank an Sean für sein grandioses Foto!

Rüssel und Radierer (4)

Dienstag, 7. Juni 2011

Offenbar hat es sich herumgetrötet, dass ich den gemütlichen Dickhäutern gewogen bin, vor allem dann, wenn sie als Radierer auftreten: Es hat nicht lange gedauert, bis vier wei­tere Vertreter dieser speziellen Gattung vorstellig wurden – Vorhang auf!

Elefanten-Radierer-Bausatz von IWAKO

Billy (links oder rechts) und sein Zwillingsbruder (rechts oder links)

Die weite Reise aus dem fernen Japan nicht gescheut hat dieser liebenswürdige Gefährte, der als Mitglied der großen Familie IWAKO eine kaum zu überschauende Zahl naher und entfernter Verwandter hinter sich weiß. In Kinderhand fühlt er sich am wohlsten, und da er vor sei­nem ersten Einsatz eine einfache Montage erfordert, nimmt er mir den Spitz­namen „Billy” sicher nicht übel.

Der Elefant aus der „Sendung mit der Maus”

Es ist mir eine außerordentliche Freude, ein echtes Schwergewicht des Showgeschäfts in unserer illustren Runde begrüßen zu dürfen. Der immer in blau, mit typischem Getöse und schlicht als „der Elefant” auftretende Star erfreut sich besonders bei Kindern jeden Alters größter Beliebtheit und weiß stets durch pfiffige Ideen und überraschende Aktionen zu überzeugen.

Wichmann AKA 1200/20 für Blei und Kohle

Der dritte Gast kann heute leider nicht persönlich anwesend sein und verweist stattdessen auf sein (zugegebenermaßen nicht mehr ganz so aktuelles) Konterfei in der 20. Ausgabe des Hauptkataloges der Gebrüder Wichmann aus dem Jahr 1940. Ich bedaure sehr, dass er verhindert ist und hoffe trotz seines etwas grimmigen Blicks auf ein Gespräch zu einem spä­teren Zeitpunkt.

Kantiges Kaliber unbekannter Provenienz

Kastenförmig und kompakt kommt dieser Kollege daher, dessen große blaue Ohren ebenso flach anliegen wie sein schlanker Rüssel. Eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten – das gefällt mir!

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Bleistift mit Biss

Sonntag, 7. November 2010

Die Mine fest im Griff hatte der Fallminenstift „Locktite” von A.W. Faber, wie dieses Mar­kenzeichen in einer Anzeige vom Ende der 1950er Jahre ansprechend illustrierte.

Bleistift mit Biss

Nicht nur als großem Hundefreund gefällt mir das Logo ausgemacht gut, und so musste ich diesem kräftigen Exemplar hier unbedingt Auslauf verschaffen. – Laut Trademarkia war die Marke „Locktite” in den USA von 1946 bis 1994 registriert, und das ist auch schon alles, was ich dazu parat habe.

Wahlverwandtschaft (2)

Dienstag, 11. Mai 2010

Banane

Banane

Delphin

Delphin (Urh.: Berthold Werner, liz. unter cc-by-sa-3.0)

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Fliegender Fisch

Sonntag, 2. Mai 2010

„Flying-Fish” Pencil

Fisch und Bleistift bringt man ja nicht sofort zusammen, doch dieses historische Stück aus Pakistan vereint beide.

„Flying-Fish” Pencil

Der dunkel-grünblau lackierte „Flying-Fish” Pencil ist sechsflächig, silberfarben bedruckt und trägt seinen Namen in einem Schreibmaschinen-Font (ich weiß, dass man all das sieht, aber ich wollte wenigstens etwas zu dem Stift sagen). – Der kleine Fisch gefällt mir natürlich am besten.

„Flying-Fish” Pencil

Vielen Dank an Herbert R. für diesen besonderen Bleistift!

„Flying-Fish” Pencil

Wau!

Freitag, 30. April 2010

Sofort an die Leine gelegt habe ich diese flotte Variante des Scottish Terrier, die mich bei einem Spaziergang auf Etsy ansprang.

Spitzer aus Bakelit

Ein knuffiger Gebrauchshund mit glattem, pflegeleichtem Fell und angenehmem Wesen – was will man mehr? Im übrigen begegnet man dieser Rasse heute ja nicht mehr allzu oft.

Spitzer aus Bakelit

Er hört zwar überhaupt nicht auf mich und ist auch noch nicht stubenrein, aber als großer Hundefreund sehe ich gerne darüber hinweg.

Rüssel und Radierer (3)

Dienstag, 19. Januar 2010

Inhaber einer Dauerkarte für diesen Zirkus sind mit meinen albernen Anwandlungen bes­tens vertraut und werden daher nicht überrascht sein, die unterhaltsame Verquickung von großem Tier und kleinem Gummi ein drittes Mal präsentiert zu bekommen. Manege frei!

Aufsteckbarer Radierer aus Hong Kong

Der Büste eines Prominenten gleich thront dieser Vertreter der seltsamen Spezies auf dem der schwarzen Spitze abgewandten Ende des Bleistifts und ist somit immer im Blick sowie zur Hand, wenn ein Fehler des Schreibenden die fachkundige Behandlung durch einen fä­higen Kopf erfordert. Details zur Identität des imposanten Wesens und seines Schöpfers sucht man jedoch vergeblich, so dass beide unbekannt bleiben; lediglich der Schriftzug „Hong Kong” verrät etwas über die Herkunft des gelben Hauptes.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co. aus Hannover

Auf den nur 32 × 47 Quadratmillimetern einer historischen Reklamemarke ziemlich groß machte sich das für den weichen Gummi des hier bereits genannten Herstellers Ferd. Marx & Co. aus Hannover auftretende Schwergewicht und verfehlte dank seines Kalibers wohl kaum die gewünschte und werbende Wirkung.

Radierer aus China

Weniger Ele- als vielmehr Mikrofant ist dieser winzige Kerl aus dem fernen Osten Asiens, der einen recht schüchternen und zurückhaltenden Eindruck macht, beinahe so, als traute er sich noch nicht einmal das Entfernen einer kleinen Menge Graphit zu. Seine Bedenken indes sind unnötig, hat er doch in mir einen verständnisvollen Halter, der ihn – wenn auch nicht ganz artgerecht – vor aufreibenden Einsätzen bewahrt und stattdessen seine kräf­tigeren Kollegen vorschickt.

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Rüssel und Radierer (2)

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ohne die am Rüssel an den Haaren herbeigezogene Kombination allzu sehr strapazieren zu wollen: Diese zwei sind viel zu attraktiv, als dass man ihnen den Auftritt verwehren könnte.

Radierer von STAEDTLER

Gut gelaunt, leichtfüßig und farbenfroh im Stil der frühen Achtziger präsentierte sich dieser großohrige Geselle aus dem traditionsreichen Zoo Hause STAEDTLER. Zweifellos hat er sich in Kinderhänden am wohlsten gefühlt und mit seinen schlanken 33 × 23 × 9 mm³ selbst im kleinsten Mäppchen Platz gefunden.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Ungleich ernster, ja fast bedrohlich trat gut 80 Jahre zuvor das Markentier des Herstellers Ferd. Marx & Co. aus Hannover auf, um mit Aufsehen erregender Silhouette vor karger Gebirgslandschaft für dessen „feinen Weichgummi” zu werben. Der kräftige Dickhäuter war offenbar schon zur damaligen Zeit fest etabliert und vermochte so auch ohne die Nennung seines Halters schwer zu beeindrucken.

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Ein kleines Kamel

Dienstag, 24. November 2009

Ja, sind wir denn hier im Zoo? Erst ein Krokodil, dann einen Drachen (von wegen „es gibt keine Drachen”), danach ein paar Elefanten und jetzt ein Kamel – na, ich will mal nicht so sein und auch dieses noch durchs Nadelöhr Weblog trampeln lassen, begegnet man einem solchen Prachtexemplar doch wirklich nicht alle Tage.

STAEDTLER 1255 CAMEL

Aber genug der Albernheiten und stattdessen ein paar Worte zu dem alten Bleistift 1255 von STAEDTLER, den ich natürlich hauptsächlich wegen des kleinen Kamels zeige.

STAEDTLER 1255 CAMEL

Schlicht und mittels eines goldfarbenen Prägedrucks nur mit den nötigsten Informationen versehen erfreut der Bleistift außer durch das kleine Kamel mit einer zweifarbigen, auf die dunkelgrüne Lackierung des Stifts hervorragend abgestimmten Tauchkappe, die, wie ein genauer Blick mit einer Fünffach-Lupe zeigt, abschließend mit Klarlack überzogen wurde, einem qualitätstiftenden und auch heute noch bei STAEDTLER üblichen Verfahren. – NB: Der Viertelmond wurde 1887 als Markenzeichen eingetragen und bis in die 1950er Jahre benutzt; wie lange das kleine Kamel hierzulande anzutreffen war, weiß ich leider nicht.

STAEDTLER 1255 CAMEL

Trotz der sicher vielen Jahrzehnte, die der „CAMEL” auf den Höckern hat, befindet sich der Bleistift in einem sehr guten Zustand. Er ist gerade, sein Lack ohne Abplatzungen und der Aufdruck mit dem kleinen Kamel zeigt keine Spur der Alterung. – Die 1935 angemeldete Wortmarke wird meines Wissens nur noch beim gleichnamigen Bleistift von STAEDTLER Thailand genutzt, ebenfalls mit einem kleinen Kamel; wie sich die beiden Tiere im Detail unterscheiden, konnte ich mangels des thailändischen Stifts bis jetzt leider nicht ermitteln.

STAEDTLER 1255 CAMEL

Habe ich eigentlich schon das kleine Kamel erwähnt?

Elephanten

Dienstag, 17. November 2009

Diese kräftigen Kerle schaffen es auch immer wieder, sich in den Vordergrund zu drängeln, doch wer kann und will sich ihnen schon entgegenstellen? Ich jedenfalls nicht – ganz im Gegenteil: Als großer Freund der gemütlichen und liebenswürdigen Schwergewichte habe ich sie hier bereits einige Male auftreten lassen, und so mache ihnen heute gerne erneut die Bühne frei, besonders dann, wenn sie in einer solch prächtigen Form daherkommen.

J.S. STAEDTLER 6089 ELEPHANT

Über den 6089 ELEPHANT von J.S. STAEDTLER weiß ich leider fast gar nichts, selbst das Alter der gezeigten Stifte nicht; ich vermute, dass es bei etwa 40 bis 50 Jahren liegt.

J.S. STAEDTLER 6089 ELEPHANT

Wenn ich richtig informiert bin, gab es diesen in meinen Augen sehr schönen Bleistift nur im Härtegrad HB, dafür aber mit sechs unterschiedlichen Lackierungen, wobei diese aus den hier zu sehenden Farben bestanden.

J.S. STAEDTLER 6089 ELEPHANT

Neben dem kleinen Elefanten und dem Namen des Bleistifts in einem dekorativen Font zeigt der goldfarbene, recht sauber aufgebrachte Prägedruck den typischen Viertelmond und macht die üblichen Angaben. Zum Ursprung der Wortmarke „ELEPHANT” habe ich nichts finden können, und es sieht so aus, als sei sie inzwischen nur noch bei STAEDTLER Australia im Gebrauch (der letzte hierzulande erhältliche Bleistift dieses Namens war meines Wissens der Kiddi Black Elefant).

J.S. STAEDTLER 6089 ELEPHANT

Wie der ELEPHANT schreibt und sich spitzen lässt? Nun, das zu testen konnte ich nicht übers Herz bringen, denn noch sind mir diese beiden Exemplare viel zu kostbar.

J.S. STAEDTLER 6089 ELEPHANT

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